"Wir hatten nichts zu gewinnen"

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Bundestrainer Löw vermisste den "Killerinstinkt" in seinem Team und warnt vor Griechenland

Bundestrainer Joachim Löw: "Alle Gegner ziehen sich extrem zurück. Bei Dänemark wussten wir das, das Ergebnis scheint ihnen völlig egal zu sein. Uns fehlte nach dem Führungstor der Killerinstinkt. Wir hatten heute nichts zu gewinnen, nur zu verlieren. Das Viertelfinale wird ein ganz anderes Spiel, auch wenn die Griechen von der Spielweise ähnlich sein werden. Die Griechen sind ein gefährlicher Gegner. Wir müssen in der Offensive einen Tick besser sein. Wir haben drei schwere Spiele absolviert. Nun können wir uns etwas gezielter vorbereiten, müssen nicht mehr reisen. Wir müssen nun den nächsten Gegner in die Knie zwingen."

Dänemarks Trainer Morten Olsen: "Wir müssen enttäuscht sein, aber ich bin nicht über die Mannschaft enttäuscht. Es war eine fantastische Leistung. Wir haben gegen die Weltelite gespielt, leider sind wir für unsere Fahrlässigkeit bestraft worden. Wir spielten gegen eine große Mannschaft. Natürlich waren sie besser als wir. Um sie zu schlagen, hätten wir Glück gebraucht."

Philipp Lahm: "Alle Spiele waren schwierig, drei Spiele, drei Siege - wir sind durch die Gruppe marschiert. Wir haben unsere Rolle in der Vorrunde untermauert und bestätigt, was wir uns in den letzten Jahren erarbeitet haben. Es ist kein Selbstläufer. Wir haben sehr viel Qualität in unserem Kader, das haben wir von Anfang an gesagt. Das hat sich heute auch wieder gezeigt."

Bastian Schweinsteiger: "Wir freuen uns, dass wir neun Punkte geholt haben. Ich bin sehr müde. Ich bin müde, weil ich viel laufen musste. Das Ergebnis ist schön, aber die Dänen hätten auch das 2:1 machen können. Gott sei Dank hat Lars Bender getroffen."

Lukas Podolski: "Das Viertelfinale war das Wichtigste. Es war ein hart umkämpftes Spiel gegen einen guten Gegner. Es war für mich ein besonderes Tor, dann mache ich das Tor auch noch mit rechts, das ist auch etwas Spezielles. Wir haben drei Spiele mit drei Siegen. Wir werden uns jetzt gut auf das Griechenland-Spiel vorbereiten."

Sami Khedira: "Ich bin sehr glücklich und zufrieden. Es ist immer einfacher, wenn der Gegner mitspielt. Dass die Dänen das nicht machen würden, war klar. Wir haben den ersten Schritt getan, jetzt müssen wir nachlegen. Wir sind vor den Griechen gewarnt."

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Drei Siege, dreimal knapp, dreimal gezittert. Ich hoffe, dass sich die Mannschaft für das Viertelfinale noch ein paar Tore aufgespart hat. Das ist natürlich Extraklasse, was die Mannschaft bisher geleistet hat. Zum ersten Mal haben wir neun Punkte in der Gruppenphase bei einer EM geholt. Die Favoritenrolle gegen Griechenland müssen wir annehmen. Ich würde mich aber dagegen wehren, dass wir die großen Favoriten in diesem Turnier sind."