Berlin. Christian Streich ist der SC Freiburg. Ist das auch in der kommenden Saison noch so? Oder sucht er eine neue Herausforderung, vielleicht in München. Einer meint es zu wissen.

Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier geht nicht davon aus, dass Christian Streich vom Breisgau an die Säbener Straße zieht.

„Das müsste auch er beantworten, aber ich glaube, ich könnte es ausschließen“, sagte Saier in der ran Bundesliga Webshow auf die Frage, ob Streich der nächste Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München wird. Auch wenn Uli Hoeneß „mal halblaut“ drüber nachgedacht habe, sei ihm eine ganz konkrete Anfrage nicht bekannt: „Aber da müssten sie Christian Streich fragen.“

Der SC Freiburg, bei dem Streich seit 2012 Jahren als Chefcoach arbeitet, stehe vielmehr selbst vor Gesprächen mit dem 58-Jährigen über eine Vertragsverlängerung. Im März sei es wieder so weit. „FC Bayern, wage ich zu prophezeien, dass das kein Denkmodell ist, was ihn aktuell beschäftigt, sondern dass eher der Fokus auf unserer Arbeit liegt“, sagte Saier und ergänzte: „Christian ist schon am richtigen Ort.“

Nächstes Spiel gegen die Bayern

Ganz sicher, dass Streich auch weiterhin bleibt, kann sich Saier aber nicht sein. Er hoffe auf eine weitere Zusammenarbeit, aber bereits in den letzten Jahren sei es „auch immer so ein 50:50-Thema“ gewesen. „Weil man es nur ganz oder gar nicht machen kann. Da muss jeder in sich reinhören und sich spiegeln. Tendenzen kann ich jetzt noch nicht sagen.“

Gänzlich unvorbereitet auf einen Streich-Abgang wäre man nicht. „Im Trainermarkt hat man ja oft das Gefühl, dass es Adhoc-Entscheidungen sind. Das wäre es bei uns nicht. Wir haben in den letzten Jahren immer schon, weil es Phasen mit gewisser Unsicherheit gab, auch mit seinem Wissen, Gespräche geführt“, sagte Saier. An so einem Punkt sei man derzeit noch nicht. Aber wenn beide Seiten wirklich zu der Entscheidung kommen würden, dass es vielleicht der richtige Zeitpunkt ist, was zu verändern, „glaube ich schon, dass wir nicht ganz unvorbereitet sind. Aber natürlich im Konjunktiv“, sagte Saier.

Der SC Freiburg steht in der Bundesliga nach fünf sieglosen Partien unter Druck. Kurz nach dem Einzug ins Achtelfinale der Europa League verloren die Breisgauer am Sonntag beim FC Augsburg mit 1:2. „Wir werden alle Kraft benötigen, dass wir in der Bundesliga ein paar Punkte sammeln in den nächsten Wochen und nicht in einen kompletten Negativstrudel reinkommen“, sagte Saier. Ein Sieg im Heimspiel gegen die Münchner am Freitagabend (20.30 Uhr) wäre da sehr willkommen.