Berlin. Nicht immer werden Entscheidungen des Video-Schiedsrichters in Fußballstadien verstanden. Durchsagen über Lautsprecher könnten für mehr Klarheit sorgen. Die Schiris sehen einen wichtigen Punkt.

Schiedsrichter-Sprecher Alex Feuerherdt sieht für Stadion-Durchsagen von Referees zur Erklärung von Entscheidungen mithilfe des Video-Schiedsrichters eine wichtige Bedingung.

„Wenn es kommen soll, ist es aus unserer Sicht sehr wichtig, dass dann auch die Möglichkeit besteht, die Bilder parallel im Stadion zu zeigen. Das geht bislang noch nicht, anders als bei FIFA- und UEFA-Wettbewerben“, sagte der Sprecher der DFB Schiri GmbH am Montag bei einer Veranstaltung in Berlin.

Unter anderem bei der Frauen-WM im vergangenen Sommer hatten die Spielleiter nach einem Videobeweis eine Ansage an das Publikum übers Mikrofon gemacht - wie es auch zum Beispiel teilweise im US-Sport üblich ist.

Die Verbände hätten bei ihren Wettbewerben Kontrolle über die Stadionregie, sagte Feuerherdt. Das sei in der Bundesliga anders. Dort liege diese bei den Vereinen oder den Stadionbetreibern. Man müsse dann darüber sprechen, wie eine neutrale Darstellung strittiger Szenen gewährleistet werden könne. „Aus unserer Sicht spricht nichts dagegen, dass diese Bilder gezeigt werden. Aber eine Durchsage zu machen, wenn niemand die Bilder sehen konnte, erscheint uns nicht sinnvoll“, sagte er.

Man bereite sich bereits auf mögliche Modelle vor, sagte Feuerherdt. Eine Entscheidung sei aber noch gefallen.