Frankfurt/Main. Als Bundestrainer wurde er 2014 Weltmeister. Zehn Jahre später sieht Joachim Löw sich nicht als Kandidat beim FC Bayern München. Einen WM-Traum hat er aber klar vor Augen.

Joachim Löw hat ein Trainer-Engagement beim FC Bayern München als Nachfolger von Thomas Tuchel für sich kategorisch ausgeschlossen. Doch spätestens in zwei Jahren würde er gerne auf der großen internationalen Fußball-Bühne wieder dabei sein.

„Es gibt wahrscheinlich verschiedene Gründe. A haben die Bayern kein Interesse an meiner Person, wahrscheinlich als Trainer und ich hätte auch kein Interesse an Bayern München“, sagte der ehemalige Bundestrainer bei Welt TV. Der deutsche Rekordmeister hatte in dieser Woche die Trennung von Tuchel zum Saisonende angekündigt.

Löw (64) schloss prinzipiell einen neuen Trainerjob in Deutschland aus. Stattdessen würde er gerne eine Nationalmannschaft bei der nächsten WM betreuen. „Was allerdings für mich schon auch ein Ziel ist, die WM 2026, Amerika, Kanada, Mexiko. Das fände ich schon spannend“, sagte Löw. Ab dem Sommer sei er für einen Posten als Nationalcoach bereit.

Löw lobt Alonso für seine Arbeit

In der Heimat sieht er seine berufliche Zukunft demnach nicht. „Ich war lange genug hier in Deutschland Trainer bei der Nationalmannschaft, und ich habe immer gesagt, eine Stelle hier kommt für mich so nicht infrage. Ich habe 17 Jahre lang diese Republik durchreist, war in allen möglichen Stadien, kenne die Vereine auch sehr gut. Also, das ist für mich keine Motivation“, sagte Löw. Der Weltmeister-Trainer von 2014 hatte nach mehreren Misserfolgen seine Karriere als Bundestrainer mit dem EM-Aus im Achtelfinale 2021 beendet.

Xabi Alonso von Tabellenführer Bayer Leverkusen wurde von Löw ausdrücklich für seine Arbeit gelobt. „Er war schon als Spieler eine herausragende Persönlichkeit“, sagte Löw und bezeichnete den Spanier als „Taktikfuchs“. Er gehe davon aus, dass Alonso bei Bayer bleibe und im Sommer nicht zum FC Bayern wechsle. Den scheidenden Münchner Coach Tuchel bezeichnete Löw als „exzellenten Fußball-Fachmann“. Die Bayern bräuchten eventuell einen generellen Umbruch. Manche Spieler hätten vielleicht den „Zenit überschritten“.