Stuttgart. Die Proteste gegen die Investorenpläne der DFL stören immer wieder den Spielbetrieb. Ein Ex-Torhüter ist genervt.

Der ehemalige Fußball-Nationaltorhüter Timo Hildebrand (44) hält die anhaltenden Fan-Proteste gegen die Investoren-Pläne der Deutschen Fußball Liga für übertrieben. „Ich finde es nervig mittlerweile. Es reicht. Es war okay, seine Meinung zu äußern, aber jeder will Fußball sehen“, sagte Hildebrand in der ran Bundesliga Webshow.

„Letztendlich wollen alle erfolgreichen Fußball in der Bundesliga sehen und die Schere geht eben auch finanziell zu anderen Ligen noch viel, viel weiter auseinander und letztendlich geht es darum, auch mitzuhalten.“

Diskussionen über weiteres Vorgehen

Die DFL habe sich entschieden, einen Investor reinzuholen, dies müsse man akzeptieren, sagte der ehemalige Torhüter. „Ich kann den Unmut der Fans verstehen, aber solche Proteste über so einen langen Zeitraum bringen nichts.“

Angesichts der anhalten Fan-Proteste und der sich aus den Vereinen mehrenden Rufe nach einer Neuabstimmung will sich das Präsidium der Deutschen Fußball Liga nach dpa-Informationen in dieser Woche noch einmal eingehend mit dem laufenden Investoren-Prozess beschäftigen. Dabei soll das weitere Vorgehen in der seit Wochen heftig diskutierten Causa erörtert werden.

Der 1. FC Köln hatte in einem Schreiben an die DFL eine Neuabstimmung über den Einstieg eines strategischen Partners vorgeschlagen. Nach Informationen der „Frankfurter Rundschau“ sei DFL-Präsidiumssprecher und Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke dazu bereit, dem Kölner Begehren zu folgen.