Bundesliga

Letsch neuer Trainer des VfL Bochum - «Unsere Wunschlösung»

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Von Holger Schmidt, Heinz Büse und Jan Mies, dpa
Neuer Trainer des VfL Bochum: Thomas Letsch.

Neuer Trainer des VfL Bochum: Thomas Letsch.

Foto: Fabrizio Corradetti/LPS via ZUMA Press Wire/dpa

Gut eineinhalb Wochen nach der Trennung von Thomas Reis präsentiert der VfL Bochum einen Nachfolger. Thomas Letsch soll das Bundesliga-Schlusslicht vor dem Abstieg bewahren.

Bochum. Den Ruhrgebietscharme bekam Thomas Letsch gleich am ersten Tag mit auf den Weg. Der neue Trainer werde ab dem kommenden Montag das Training «anne Castroper» leiten, twitterte der VfL Bochum.

Und auf den 54-Jährigen wartet beim Tabellenletzten in den kommenden Wochen harte Fußball-Arbeit. «Unser großes Ziel ist es, dass der VfL Bochum auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielt», sagte Letsch, der in Bochum bis 2024 unterschrieb und von Sportchef Patrick Fabian als «Wunschlösung» vorgestellt wurde.

Der neue Trainer kommt vom niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim. «Er verfügt über die nötige Erfahrung im Profifußball und ist in der Lage, eine Mannschaft mit einer klaren Struktur und Spielidee zu formen», sagte Fabian, der bei der Suche nach einem Nachfolger für Thomas Reis, der nach dem historischen Fehlstart mit sechs Niederlagen in sechs Spielen am 12. September nach drei Jahren freigestellt worden war, schnell fündig geworden ist. Seine erste Pflichtspielaufgabe führt Letsch am 1. Oktober zu Pokalsieger RB Leipzig.

Ziel Klassenerhalt

Im vergangenen Spiel gegen den 1. FC Köln (1:1) hatte U19-Coach Heiko Butscher interimsweise die Mannschaft betreut und immerhin den ersten Punkt geholt. «Wir freuen uns, dass sich Thomas Letsch dafür entschieden hat, beim VfL einzusteigen und mit seiner fachlichen Expertise dabei zu helfen, die Mannschaft auf Kurs Klassenerhalt zu bringen. Zugleich möchten wir uns bei Heiko Butscher bedanken, dass er das Team in einer schwierigen Situation interimsweise übernommen hat», sagte der Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis.

Letsch betreute 2017 den Zweitligisten Erzgebirge Aue, wurde nach drei Niederlagen in drei Spielen aber schnell wieder beurlaubt. Danach trainierte der gebürtige Esslinger Austria Wien und seit 2020 Arnheim. 2021 erreichte er das niederländische Pokalfinale, das Arnheim mit 1:2 gegen Ajax Amsterdam verlor. Von 2012 bis 2017 war Letsch fünf Jahre in verschiedenen Positionen bei RB Salzburg und dem Farmteam FC Liefering tätig.

«Bei seinen vorherigen Stationen hat er darüber hinaus auch stets die Weiterentwicklung talentierter Spieler vorangetrieben», sagte Fabian. «Wir sind zuversichtlich, dass es ihm als sehr kommunikativem Trainer gelingt, der Mannschaft neue Impulse zu geben und so gemeinsam mit dem gesamten Team, dem Staff und der Unterstützung der Fans den Turnaround zu schaffen.»

Letsch versprach für das Ziel Klassenerhalt mit seiner neuen Mannschaft «sehr hart» zu arbeiten. «Die Fans haben das Team in außergewöhnlicher Weise unterstützt, diese Unterstützung werden wir auch weiterhin benötigen. Nur mit Zusammenhalt und Gemeinschaft werden wir Erfolg haben», sagte der 54-Jährige.