Freezers feiern Ramba-Zamba

500 mitgereiste Fans bejubeln 2:1-Sieg des Hamburger Eishockey-Clubs bei Adler Mannheim

Hamburg. An Unterstützung mangelte es den Profis der Hamburg Freezers am Sonntag wahrlich nicht. 500 Fans hatten per Sonderzug den weiten Weg nach Baden-Württemberg auf sich genommen, um ihr Team im Spitzenspiel der Deutschen Eishockey-Liga bei den Adler Mannheim zu unterstützen. Das Motto dieser feucht-fröhlichen Auswärtsfahrt lautete „Ramba-Zamba-Tour“. Und dieser Name hätte angesichts der 60 hochklassigen und emotionalen Minuten auf dem Eis passender kaum sein können. Die Freezers lieferten beim 2:1 (0:0, 2:1, 0:0)-Sieg gegen den Meisterschaftsfavoriten eines ihrer stärksten Saisonspiele ab und gehen nun als Tabellenvierter in die anstehende, zehntägige Länderspielpause. „Diese Pause müssen wir nutzen. Es geht auf die Zielgerade zu. Da müssen wir mental und körperlich fit sein“, sagte Kapitän Christoph Schubert.

Von Beginn an entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Die Hamburger versteckten sich gegen das Starensemble aus Mannheim keineswegs. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Torhüter im Fokus standen. Allen voran Hamburgs Sébastien Caron, der den Vorzug vor dem kurzfristig angeschlagenen Dimitrij Kotschnew (Adduktoren) erhielt, lieferte eine Weltklasseleistung ab. Da aber auch Adler-Keeper Dennis Endras dem in nichts nachstand, mussten besondere Momente her, um den Puck im Tor unterzubringen.

Der in den vergangenen Wochen immer stärker werdende Spielmacher Marty Sertich hatte einen solchen Geistesblitz und legte im Powerplay millimetergenau für Thomas Oppenheimer auf, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste. Dass es manchmal auch mit purer Gewalt geht, untermauerte Abwehrspieler Schubert, der mit seinem Schlagschuss die Spinnenweben aus dem Torwinkel entfernte und Endras keine Abwehrchance ließ.

Danach war spürbar, dass die Hauptrunde in die Endphase geht und um jeden Punkt gekämpft wird. Kurz vor der zweiten Drittelpause entwickelte sich eine Massenkeilerei, insgesamt wurden 58 Strafminuten verhängt. Da aber das Unterzahlspiel beider Teams nahezu perfekt funktionierte, blieb es für die Hamburger beim knappen Sieg. „Das war wie ein Play-off-Spiel. Meine Jungs haben nie nachgelassen und sich den Sieg durch eine unglaubliche kämpferische Leistung verdient“, lobte Trainer Serge Aubin sein Team.

Tore: 0:1 (27:16) Oppenheimer (Sertich, Pettinger) 5-4, 0:2 (29:17) Schubert (Mitchell, Madsen), 1:2 (29:51) Richmond (Buchwieser, Kink). Strafminuten: 24/24 plus 10 (Oppenheimer). SR: Schukies/Zehetleitner (Herne/Oberstdorf). Zu: 13.600. Oberliga Nord: Hannover Scorpions – Hamburg Crocodiles 4:2, Crocodiles – Wedemark 10:3.