3:4 in Mannheim – Ergebniskrise der Freezers hält an

Mannheim. Der Frust war groß bei den Hamburg Freezers am Sonntagnachmittag. Wieder hatten sie gut gekämpft, wieder waren sie streckenweise das bessere Team gewesen, und doch standen sie nach 60 unterhaltsamen Minuten erneut mit leeren Händen da. Das 3:4 (0:2, 2:1, 1:1) bei den Mannheimer Adlern war im sechsten Saisonspiel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) die zweite Niederlage nach regulärer Spielzeit. Weil die Auswahl von Cheftrainer Benoît Laporte zudem dreimal in der Verlängerung verlor, zuletzt am Freitagabend beim 3:4 gegen die Iserlohn Roosters, ist der Saisonstart mit nur sechs Punkten endgültig verkorkst.

„Trotz der Niederlage bin ich stolz auf mein Team. Wir arbeiten hart, sind auf dem richtigen Weg, nur die Ergebnisse stimmen noch nicht“, sagte Laporte. Vor 9464 Zuschauern in der SAP-Arena waren die Gastgeber im ersten Drittel das gedankenschnellere Team, das immer einen Schritt eher am Puck war und verdient 2:0 vorn lag. Im weiteren Verlauf der Partie waren die Hamburger mindestens ebenbürtig, das Defensivverhalten war jedoch indiskutabel, die Torchancenverwertung ausbaufähig. Torhüter Niklas Treutle, gegen Iserlohn mitschuldig an drei Gegentoren, hielt diesmal durchaus solide.

Den einzigen Hamburger Tagessieg konnte Nationalstürmer David Wolf verbuchen, der in der 32.Minute eine Prügelei mit Mannheims Denis Reul klar gewann und dafür eine Spieldauerstrafe aufgebrummt bekam. Ob er in Köln, wo die Mannschaft am Mittwoch (19.30 Uhr) versuchen muss, den Negativtrend zu stoppen, gesperrt ist, entscheidet sich an diesem Montag.

Tore: 1:0 (3:07) Rheault (Hecht, Sifers), 2:0 (12:42) Wagner (Mauer, Plachta) 5-4, 2:1 (23:17) Madsen (Nielsen, Krämmer), 3:1 (23:53) Hecht (Rheault), 3:2 (28:09) Dupuis (Oppenheimer, Lavallée), 4:2 (44:37) Mauer (Lehoux, Plachta), 4:3 (59:16) Pettinger (Dupuis, Madsen). Strafminuten: 14 + Spieldauer Reul/14 + Spieldauer Wolf. SR: Aumüller/Schimm (Planegg/Waldkraiburg). Z.: 9464.