Hamburg Freezers

Kevin Lavallée hinterlässt starken ersten Eindruck

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Der Eishockey-Verteidiger kämpft bei den Hamburg Freezers um einen Vertrag. Er wolle alles dafür tun, um sich in der Hansestadt durchzubeißen.

Hamburg. Als Kevin Lavallée am Mittwochmittag um 11.29 Uhr als letzter Spieler aus dem Kader der Hamburg Freezers das Eis der Volksbank-Arena verließ, da standen viele seiner neuen Kollegen längst unter der Dusche. Die Zeichen, die der Eishockeyprofi damit aussandte, waren deutlich für einen, der nur 23 Tage Zeit hat, seinen neuen Arbeitgeber von sich zu überzeugen. Lavallée ist bereit für harte Arbeit, und er glaubt, sie auch nötig zu haben. „Ich habe nur eine kurze Zeit, um mein Niveau so deutlich zu steigern, dass ich mein Ziel erreichen kann, hier einen Vertrag bis Saisonende zu erhalten“, sagte der 31-Jährige, der am Dienstag in Hamburg einen Testspielervertrag bis zum 12.September erhalten hatte.

Mit der Verpflichtung des Deutschkanadiers, der in Montréal geboren wurde, aber seit 2001 in Deutschland lebt und bestens Deutsch spricht, reagierte der Club aus der Deutschen Eishockey-Liga auf die Verletzungsmisere in der Abwehr. Weil Mathieu Roy wegen eines Muskelbündelrisses in der Wade zehn Wochen ausfällt und auch Daniel Nielsen nach seiner Schulterblessur noch immer nicht voll mittrainieren kann, standen Cheftrainer Benoît Laporte plötzlich nur noch sechs gesunde Verteidiger zur Verfügung – inklusive Martin Walter, der ebenfalls nur bis zum Saisonstart (13. September) unter Vertrag steht und nun mit Lavallée um die letzte freie Position kämpfen muss. Da die Freezers in der Vorbereitung an der hochkarätig besetzten European Trophy teilnehmen, sahen der Coach und Sportdirektor Stéphane Richer die Gefahr einer Überlastung der fitten Profis. „Wir haben Kevin geholt, um mehr Möglichkeiten zu haben. Er ist groß und bringt körperliche Präsenz mit, die uns noch fehlte“, sagt Richer.

Der Eindruck, den der frühere deutsche Nationalspieler in seiner ersten Einheit hinterließ, war besser als von ihm selbst erwartet. Lavallée wirkte spritzig, sein Schuss könnte zur Waffe werden. In Taufkirchen, der Heimat seiner Verlobten, hatte er sich im Sommer fit gehalten, nachdem sein Vertrag bei Vizemeister Kölner Haie zum Saisonende ausgelaufen war. Beim Zweitligisten Dresdner Eislöwen hatte er einen Neustart geplant, dann jedoch nach nur einer Trainingseinheit die Offerte aus Hamburg erhalten. „ Ich werde alles dafür tun, um mich hier durchzubeißen“, sagte er. Der erste Schritt dazu ist ihm am Mittwoch gelungen.

( (bj) )

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