Formel 1

"Er kämpft nicht wirklich": Kritik für Vettels Fehlstart

Für Sebastian Vettel und Ferrari verlief der Saisonauftakt der Formel 1 enttäuschend.

Für Sebastian Vettel und Ferrari verlief der Saisonauftakt der Formel 1 enttäuschend.

Foto: Mark Thompson / Getty Images

Nach dem verpatzten Formel-1-Saisonauftakt geht die Presse mit Ferrari und Chefpilot Sebastian Vettel hart ins Gericht.

Melbourne. Die Premiere in Australien ging für Sebastian Vettel und Ferrari ziemlich schief. Der Formel-1-Auftakt in Melbourne stand ganz im Zeichen von Sieger Valtteri Bottas und Mercedes. Die Lehren aus dem ersten von 21 WM-Läufen: Ferrari muss gewaltig nacharbeiten.

Bei der Scuderia stehen in den kommenden Tagen eine Menge Überstunden an. "Wir müssen zu Hause jetzt die Daten analysieren. Das Wochenende hat nicht das ganze Potenzial des Autos gezeigt. Das ist sicherlich größer", sagte Teamchef Mattia Binotto kurz vor der Abreise aus Melbourne. Ähnlich äußerte sich der viertplatzierte Chefpilot Sebastian Vettel, der einen ähnlichen Kraftakt in der Ferrari-Fabrik erhofft wie im Vorjahr. Auch damals sei das Team in Australien sehr unzufrieden mit dem Auto gewesen und habe die Probleme in den zwei Wochen bis zum nächsten Rennen in Bahrain behoben.

Kritik für Vettel und Ferrari

Damals allerdings hatte Vettel trotz der Sorgen den Auftakt im Albert Park gewonnen. Diesmal reichte es nicht einmal für einen Podiumsplatz – und das nachdem sein roter Renner noch bei den Tests im Februar den stärksten Eindruck gemacht hatte. Entsprechend schrill läuten die Alarmglocken in der Ferrari-Heimat Italien. Auch der viermalige Weltmeister Vettel muss von der heimischen Presse Kritik einstecken.

Spaniens Zeitungen sprechen gar von einem "Desaster für Ferrari".

Die englischen Medien beschäftigt dagegen vor allem die Mercedes-interne Fahrerhierarchie. Ähnlich fokussiert wie 2016 Nico Rosberg wirkt nun auch dessen Cockpit-Erbe Bottas. Sein vierter Karrieresieg vor Titelverteidiger Lewis Hamilton kam einer Demonstration gleich.