Formel 1

WM-Führender Hamilton wird um 30 Plätze strafversetzt

Schreibt weiter fleißig Autogramme trotz der Strafversetzung: Lewis Hamilton

Schreibt weiter fleißig Autogramme trotz der Strafversetzung: Lewis Hamilton

Foto: Charles Coates / Getty Images

Möglich ist sogar, dass der Brite bis ans Ende des Feldes versetzt wird. Greift Rosberg dadurch noch mal in den Titel-Kampf ein?

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton (Mercedes) ist wie erwartet jeweils mit neuen Motoren in die ersten beiden Trainings zum Großen Preis von Belgien gestartet. Der Engländer kassierte damit für die Startaufstellung des Rennens am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) eine 30-Plätze-Strafe. Im Klartext bedeutet dies wohl den vorletzten Startplatz, da McLaren-Pilot Fernando Alonso (Spanien) wegen des Austauschs zahlreicher Teile eine noch härtere Strafe (35 Plätze) erhielt.

Die Strafe wird ausgesprochen, da Hamilton bei einigen Motorenkomponenten nun über dem erlaubten Limit für eine Saison liegt. So wurde nun bereits der siebte Turbolader und die siebte MGU-H zur Energierückgewinnung eingebaut. Mercedes nahm den doppelten Motorenwechsel in Spa aus taktischen Gründen vor: Mit diesem Kniff geht Hamilton weiteren entsprechenden Strafen in diesem Jahr wohl aus dem Weg.

Nutzt Rosberg die sich bietende Chance?

Für Hamiltons Teamrivalen Nico Rosberg (Wiesbaden) eröffnet sich nun die große Chance zum Comeback im Titelkampf. Im ersten freien Training am Freitagvormittag überzeugte der 31-Jährige mit der deutlichen Bestzeit in 1:48,348 Minuten und lag dabei mehr als sieben Zehntel vor dem zweitplatzierten Hamilton (1:49,078).

Seine schnellste Runde drehte Rosberg indes mit dem sogenannten Halo am Auto. Der Cockpitschutz wird auch an diesem Wochenende von einigen Piloten getestet, nachdem eine Einführung vor einem Monat vorerst auf 2018 verschoben wurde.

Vor dem 13. Saisonrennen liegt der WM-Zweite Rosberg 19 Punkte hinter Hamilton, der sechs der vergangenen sieben Rennen gewonnen hat. Knapp hinter den Silberpfeilen lag in der allerdings noch wenig aussagekräftigen Zeitenliste der Finne Kimi Räikkönen (1:49,147) im Ferrari. Sein Teamkollege Sebastian Vettel (Heppenheim/1:49,768) landete vorerst auf dem fünften Platz.

Der Emmericher Nico Hülkenberg (1:50,088) wurde im Force India Achter, Pascal Wehrlein (Worndorf/1:52,837) musste sich im ersten Duell mit seinem neuen Teamkollegen Esteban Ocon (1:51,787) überraschend deutlich um eine Sekunde geschlagen geben. An Wehrleins Manor kamen dabei allerdings die Testreifen von Pirelli zum Einsatz, echte Aufschlüsse brachte dieser Vergleich daher noch nicht.