Nove Mesto. Franziska Preuß muss kurzfristig in der Biathlon-Staffel passen. Für sie läuft Sophia Schneider als Schlussläuferin - zu Bronze.

Die deutschen Biathletinnen haben bei der Weltmeisterschaft in Nove Mesto Bronze in der Staffel gewonnen und dem deutschen Team somit die dritte Medaille gesichert. Trotz des kurzfristigen Ausfalls der erkrankten Schlussläuferin Franziska Preuß (29) feierten Janina Hettich-Walz (27), WM-Debütantin Selina Grotian (19), Vanessa Voigt (26) und die nachnominierte Sophia Schneider (26) am Samstag etwas überraschend diesen Erfolg.

Das DSV-Quartett leistete sich ein Jahr nach Silber bei der Heim-WM in Oberhof neun Nachlader und mussten sich nur Frankreich und Schweden geschlagen geben. Im Ziel betrug der Rückstand 1:14,2 Minuten. Bei den vorigen drei Weltmeisterschaften hatte es jeweils zu Silber gereicht, 2019 in Östersund war es Platz vier gewesen.

Preuß musste kurzfristig für Staffel absagen

Zweieinhalb Stunden vor Rennstart hatte der Deutsche Skiverband über den Ausfall von Preuß informiert. Ob die 29-Jährige, die sich mit „neu aufgetretenen Halsschmerzen“ plagt, am Sonntag im Massenstart (14.15 Uhr/ZDF und Eurosport) starten kann, ist offen. „Franzi zu verlieren, tut uns immer weh. Jeder kennt den Wert und weiß, wie gut sie sein kann“, sagte Sportdirektor Felix Bitterling vor dem Rennstart beim ZDF.

Schneider sprang ein und führte das Team vom fünften auf den dritten Rang, obwohl vor allem die Einzel-Zweite Hettich-Walz Probleme in der Loipe gehabt hatte. „Es war bei mir eine Kombi aus allem“, sagte die Startläuferin. „Es gab Stellen, wo es sulzig war. Da hatte ich mit meinen Skiern extrem zu kämpfen und dann hatte ich auch nicht den besten Tag. Ich habe gerade keine Worte.“ Das DSV-Quartett profitierte bei der Aufholjagd auch von den Patzern der Konkurrenz am Schießstand.