Hamburger Fußball-Verband

Darum müssen 3000 Kinder auf einen Platz im Verein warten

Einfach dem Ball nachjagen und Spaß haben. Für viele Hamburger Kinder ist der Weg in die Fußballvereine allerdings verbaut.

Einfach dem Ball nachjagen und Spaß haben. Für viele Hamburger Kinder ist der Weg in die Fußballvereine allerdings verbaut.

Foto: Witters

Die Wartelisten der Fußballvereine in Hamburg sind prall gefüllt. Präsident Christian Okun spricht von „dramatischer Lage“.

Hamburg.  Rund 3000 Kinder in Hamburg haben nicht die Möglichkeit, in einem Verein Fußball zu spielen. Das ergibt eine Umfrage des Hamburger Fußball-Verbandes (HFV). Von 97 Clubs, die sich an der Umfrage im Dezember 2022 beteiligten, gibt es in 50 Wartelisten. Die gut 3000 Kinder machen fast fünf Prozent der Kinder- und Jugendlichen aus, die im HFV Sport treiben.

Hamburger Fußball-Verband: Hier sind die Wartelisten besonders lang

Betroffen sind vor allem Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren. Besonders lang sind die Wartelisten bei Altona 93 (100 bis 120 Kinder), Bramfelder SV (ca. 150), ESV Einigkeit (80), GW Eimsbüttel (120), HEBC (120), Rahlstedter SC (100), SV Eidelstedt (300), Teutonia 05 Ottensen (120) und SC Teutonia 10 (100).

„Die Corona-Zeit hat zu einem Rückgang der Zahlen der Ehrenamtlichen geführt. Die Lage ist teilweise dramatisch“, sagt HFV-Präsident Christian Okun. „Es wäre aus unserer Sicht sehr förderlich, wenn von staatlicher Seite die guten Rahmenbedingungen für das Ehrenamt weiter forciert und bekannt gemacht würden, um auch Menschen außerhalb der Vereinslandschaft zu erreichen und für die Gesellschaft zu gewinnen.“

Fehlende Platzzeiten sind ein Problem für die Vereine

Neben den fehlenden ehrenamtlichen Personen führen die Vereine immer wieder mangelnde Platzkapazitäten an. Der Ausbau bestehender Sportflächen, wie vom HFV gefordert, ist oftmals ein finanzielles Hindernis.

( jkr )

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