Fußball-Ticker

Ex-HSV-Trainer Joe Zinnbauer geht nach Russland

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Der frühere HSV-Trainer Joe Zinnbauer wird Trainer in Moskau.

Der frühere HSV-Trainer Joe Zinnbauer wird Trainer in Moskau.

Foto: imago/MIS

Aktuelle Meldungen und Transfergerüchte. Der Fußball-Ticker des Hamburger Abendblatts hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am 2. und 3. Juli 2022:

Ex-HSV-Trainer Zinnbauer übernimmt Lok Moskau

Der frühere HSV-CoachJosef Zinnbauer ist neuer Trainer des russischen Erstligisten Lokomotive Moskau. Der 52-Jährige war zuletzt bei den Orlando Pirates in Südafrika und löst beim dreimaligen russischen Meister den ehemaligen deutschen Nationalspieler Marvin Compper ab. Der Ex-Profi, der im März dieses Jahres die Nachfolge des früheren HSV-Trainers Markus Gisdol angetreten hatte, gehört weiter zum Trainerstab. Gisdol hatte das Amt wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine niedergelegt. In Thomas Zorn hat Lok Moskau auch einen Deutschen als Sportdirektor.

„Marvin ist das wichtigste Element im Trainerstab“, sagte der 52-jährige Zinnbauer in einem am Sonntag auf der Vereinsseite veröffentlichten Interview. Er habe vorher mehrmals mit ihm telefoniert. „Wir verstehen uns gut, wir haben die gleiche Fußballphilosophie. Ich kann sagen, dass Marvin und ich auf einer Wellenlänge liegen“, sagte Zinnbauer. Der frühere Mittelfeldspieler hatte in der Saison 2014/2015 in der Bundesliga den HSV trainiert. Über Lok Moskau sagt er: „Ich bin von diesem Projekt überzeugt, es ist sehr interessant.“

Hertha-Boss Bernstein will auf Windhorst zugehen

Der neue Hertha-Präsident Kay Bernstein will das Gespräch mit Investor Lars Windhorst suchen. „Wir werden uns jetzt gemeinsam hinsetzen und den kurz- und mittelfristigen Weg absprechen. Wo können wir ihn einbinden, informieren? Gibt es ein monatliches Treffen? Es wird darum gehen, wie wir vernünftig miteinander umgehen“, sagte Bernstein der „Bild am Sonntag“. Der Ex-Ultra und Unternehmer war am vergangenen Sonntag zum Präsidenten des Berliner Bundesligisten gewählt worden.

Windhorst hat bislang 374 Millionen Euro in den Club investiert und bei einem Neustart weitere Millionen in Aussicht gestellt. Dem würde sich Bernstein nicht verwehren: „Wenn es Hertha BSC bei unseren Zielen hilft, ja. Erst müssen wir eine solide Grundlage schaffen, damit das Geld in dem Fall auch auf fruchtbare Erde fällt. Für kurzfristige sportliche Ziele werden wir derzeit kein Geld nehmen.“

Freiburg will Ex-HSV-Profi Gregoritsch

Der SC Freiburg zeigt offenbar Interesse an Ex-HSV-Profi Michael Gregoritsch vom FC Augsburg. Zunächst hatte Sky über die Kontaktaufnahme der Breisgauer berichtet. Nach „Kicker“-Informationen sind sich die beiden Clubs bei der Ablösesumme noch nicht einig. Beim FCA besitzt Gregoritsch, der in der Vorsaison bester Augsburger Torschütze in der Bundesliga war, noch einen Vertrag bis Juni 2023. Nach Daniel-Kofi Kyereh und Matthias Ginter wäre der Österreicher der dritte externe Neuzugang des Sport-Clubs.

Itakura wechselt zu Gladbach

Abwehrspieler Ko Itakura steht vor einem Wechsel innerhalb der Bundesliga. Wie Sky und Sport1 berichten, absolvierte der 25-jährige Japaner einen Medizincheck bei Borussia Mönchengladbach. Der Innenverteidiger, der in der vergangenen Saison vom englischen Meister Manchester City an Bundesliga-Aufsteiger FC Schalke 04 verliehen war, soll einen Vertrag bis 2026 erhalten und in der kommenden Woche mit ins Trainingslager an den Tegernsee fahren. Im Gespräch ist eine Ablösesumme von vier bis fünf Millionen Euro an ManCity, wo Itakura noch ein Jahr unter Vertrag steht.

TV-Rechteverkauf bei Barça für 400 Millionen?

Der in finanziellen Schwierigkeiten steckende FC Barcelona will laut der „Mundo Deportivo“ einen weiteren Anteil an seinen Fernsehrechten verkaufen. Demnach erhoffe sich der Club einen Erlös von etwa 400 Millionen Euro. Davon sollten rund 200 Millionen für weitere Verstärkungen ausgegeben werden, darunter auch für Torjäger Robert Lewandowski vom dFC Bayern.

Der FC Barcelona wolle weitere 15 Prozent seiner TV-Rechte abgeben. Dies solle noch vor einer Reise in die USA erfolgen, zu der die Mannschaft in zwei Wochen aufbricht. Erst zum Ende Juni hatte der katalanische Club zehn Prozent seiner Fernsehrechte für die nächsten 25 Jahre an die Investmentfirma Sixth Street veräußert. Dafür fließen 207,5 Millionen Euro an den mit 1,35 Milliarden Euro verschuldeten Club. Die Transaktion ermöglicht es Barça, einen Kapitalgewinn von 267 Millionen Euro für die laufende Saison auszuweisen.

Inter verpflichtet Ex-Dortmunder Mkhitaryan

Inter Mailand hat den früheren Dortmunder Henrikh Mkhitaryan vom Liga-Rivalen AS Rom verpflichtet. Das bestätigte der Vizemeister der italienischen Serie A Zu den Vertragsdetails machten die Nerazzurri zunächst keine Angaben; laut Medienberichten erhält der 33 Jahre alte Armenier einen Kontrakt über zwei Spielzeiten bis 2024. Mkhitaryans Vertrag beim Sieger der Uefa Conference League war ausgelaufen, er wechselt ablösefrei.

Wahl bleibt Kiels Kapitän – Holtby wird Vize

Hauke Wahl bleibt Kapitän von Holstein Kiel. Wie die Norddeutschen aus ihrem österreichischen Trainingslager in Maria Alm mitteilten, hat das Trainerteam um Chefcoach Marcel Rapp den 28 Jahre alten Innenverteidiger in seinem Amt bestätigt. Zum neuen stellvertretenden Mannschaftsführer wurde Ex-Nationalspieler Lewis Holtby (31) bestimmt.

Dresden verpflichtet Ex-St.-Pauli-Profi Conteh

Drittligist Dynamo Dresden hat rund drei Wochen vor Beginn der neuen Saison den nächsten Neuzugang für die Offensive präsentiert. Der 22 Jahre alte Christian Conteh wird für ein Jahr vom niederländischen Erstligisten Feyenoord Rotterdam ausgeliehen. „Er ist ein klassischer Flügelspieler – schnell, mutig im Eins-gegen-eins und mit Zug zum Tor. Mit seinen Qualitäten wird er unser Offensivspiel bereichern“, sagte Sportchef Ralf Becker. Der frühere St. Paulianer Conteh traf am Freitagabend im Trainingslager der Schwarz-Gelben in Bad Häring (Österreich) ein.

( sid/dpa/HA )

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