Beachvolleyball

Ittlinger/Schneider freuen sich auf ihr Heimspiel

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Foto: TayDucLam / WITTERS

Das Duo vom FC St. Pauli schlägt beim „King of the Court“ auf dem Heiligengeistfeld auf. Sandra Ittinger fährt mit dem Rad zum Match.

Hamburg. Der Grund für ihre Vorfreude ist ein pragmatischer. „Ich hatte noch nie ein internationales Turnier, zu dem ich mit dem Fahrrad anreisen konnte. Das ist supercool“, sagt Sandra Ittlinger. Die 27-Jährige war im Winter aus München nach Hamburg gewechselt, um am Bundesstützpunkt Beachvolleyball ihre Karriere voranzutreiben. Mit ihrer neuen Partnerin Isabel Schneider (30) tritt sie seitdem für den FC St. Pauli an. Mehr Heimspiel als in dieser Woche geht also kaum. Beim „King of the Court“-Turnier (KotC), mit dem von diesem Donnerstag bis Sonntag die „Ac­tive City Arena“ auf dem Heiligengeistfeld eröffnet wird, baggern und blocken Ittlinger/Schneider als Favoritinnen.

Warum? Im Januar gewann das Duo bei seinem ersten gemeinsamen Auftritt das Saisonfinale des rasanten Ausscheidungsformats in Katars Hauptstadt Doha. „Wir hatten damit nicht gerechnet, aber natürlich ist es toll, dass wir jetzt als die amtierenden Queens gejagt werden“, sagt Isabel Schneider, die nach dem Karriereende ihrer bisherigen Partnerin Victoria Bieneck (31) einen adäquaten Ersatz gefunden zu haben scheint. Im vergangenen Jahr, als die KotC-Serie erstmals in Hamburg Station machte, schlugen beide am Rothenbaum noch getrennt voneinander auf. „Ich glaube aber, dass dieses Format besser in die mobile Arena auf dem Heiligengeistfeld passt“, sagt Schneider.

Beachvolleyball: Turnier mit Partyfaktor

Tatsächlich ist der Partyfaktor hoch bei KotC, laute Musik begleitet die Ballwechsel. Gespielt wird mit 20 Teams pro Geschlecht in Gruppen à fünf Mannschaften, die alle gemeinsam gefordert sind. Wer den Ballwechsel gewinnt, bleibt stehen, wer verliert, wird durch das nächste Team ersetzt. Wer nach Ablauf von 15 Minuten die wenigsten Punkte hat, scheidet aus, bis am Ende in einer Fünfergruppe der Sieger ermittelt wird. „Es ist ein eigenes Format, das andere Fähigkeiten als das normale Beachvolleyball erfordert. Der taktische Effekt ist kleiner, der Fokus liegt auf der Intensität und dem Energiemanagement“, sagt Sandra Ittlinger.

Vier nationale Duos können pro Geschlecht in der ersten Gruppenphase antreten, gemischte Teams sind erlaubt. So tritt Rio-Olympiasiegerin Kira Walkenhorst (31/Essen) mit der Lettin Anastasia Kravcenoka (25) an, ihr Bruder Alexander (33) spielt mit dem Slowenen Nejc Zemljak (34), Deutschlands bester Abwehrspieler Clemens Wickler (27/ETV) mit dem Niederländer Robert Meeuwsen (34). Die Partien starten am Donnerstag um 16.30 Uhr, der Eintritt zur ersten Session ist frei, alle weiteren kosten Eintritt. Die Finals sind für Sonntag (19 Uhr Frauen, 20.15 Uhr Männer) geplant.

( bj )

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