Fußball-Ticker

Nach Zusammenprall: Bielefeld-Stürmer Klos am Kopf operiert

| Lesedauer: 13 Minuten
Arminia Bielefelds Rekordtorschütze Fabian Klos (M.) verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Teamkollege Alessandro Schöpf (l.) schwer am Kopf.

Arminia Bielefelds Rekordtorschütze Fabian Klos (M.) verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Teamkollege Alessandro Schöpf (l.) schwer am Kopf.

Foto: Martin Rose / Getty Images

Aktuelle Meldungen und Transfergerüchte. Der Fußball-Ticker des Hamburger Abendblatts hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Dienstag, den 5. April 2022:

Bielefeld-Stürmer Klos am Kopf operiert

Der schwer am Kopf verletzte Bielefelder Rekordtorschütze Fabian Klos ist operiert worden. Die Operation beim 34-Jährigen sei „ohne Komplikationen“ verlaufen, teilte der Bundesligist mit. Klos befinde sich „bei vollem Bewusstsein.“

Der Stürmer hatte sich die schwere Kopfverletzung bei einem heftigen Zusammenprall mit seinem Teamkollegen Alessandro Schöpf im Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart zugezogen. Klos fehlt der Arminia auf unbestimmte Zeit. Er verlässt den Club im Sommer nach elf Jahren. „Fabian Klos bedankt sich herzlich für alle Genesungswünsche, die ihn und seine Familie in den letzten Tagen erreicht haben“, heißt es in der Mitteilung der Arminia.

Real-Trainer Ancelotti droht Spiel bei Chelsea zu verpassen

Ohne Trainer Carlo Ancelotti ist Real Madrid am Dienstag vor dem Champions-League-Duell beim FC Chelsea in London angekommen. Der 62-Jährige, der Mitte vergangener Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden war, hofft laut spanischen Medien aber noch auf grünes Licht für die Viertelfinal-Partie am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN).

Ancelotti sollte sich am Dienstag einem weiteren PCR-Test unterziehen und könnte im Falle eines negativen Ergebnisses noch nachreisen, hieß es. Beim 2:1-Ligaerfolg bei Celta Vigo am Sonnabend hatte der Italiener nicht auf der Bank Platz nehmen können.

DFB-Frauen unglücklich über Anstoßzeit

Der Deutsche Fußball-Bund hat für das WM-Qualifikationsspiel der Frauen am Sonnabend (16.10 Uhr/ARD) in Bielefeld gegen Portugal bereits rund 6000 Tickets verkauft. Kritik gibt es aus dem Kreis der Mannschaft aber erneut an der frühen Anstoßzeit und der Tatsache, dass praktisch zur gleichen Zeit die Männer-Bundesliga spielt.

Wie schon von anderen deutschen Nationalspielerinnen und Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg geäußert, wünscht sich auch Stürmerin Svenja Huth attraktivere Anstoßzeiten: „Grundsätzlich natürlich zur Primetime, der Wochentag ist erstmal zweitrangig. Und wir würden uns wünschen, dass die Anstoßzeiten so sind, dass sie nicht unbedingt mit der Männer-Bundesliga kollidieren.“ Am Sonnabend (15.30 Uhr) spielt fast zeitgleich mit den DFB-Frauen unter anderem Arminia Bielefeld beim VfL Wolfsburg.

Die DFB-Auswahl führt die Gruppe H auf dem Weg zur WM 2023 in Australien und Neuseeland mit 18 Punkten aus sechs Spielen souverän vor Portugal (13) und Serbien (12) an.

DFB lädt Geflüchtete zu Frauenländerspiel ein

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) lädt geflüchtete Menschen aus der Ukraine zu dem WM-Qualifikationsspiel der Frauen-Nationalmannschaft am Sonnabend in Bielefeld ein. Wie der Verband mitteilte, werden für die Partie gegen Portugal 350 Freikarten zur Verfügung gestellt. Die Tickets werden in Kooperation mit Arminia Bielefeld und dem Arbeiter-Samariter-Bund Ostwestfalen-Lippe verteilt.

„Der Krieg in der Ukraine und das unermessliche Leid der Menschen dort sind natürlich auch bei uns innerhalb des Teams ein großes Thema“, sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg: „Das bewegt uns sehr und macht uns alle fassungslos. Wir hoffen, dass wir den geflüchteten Menschen mit der Einladung ins Stadion wenigstens für eine begrenzte Zeit ein wenig Ablenkung und Freude schenken können.“

Ex-Bundesliga-Star Herzog als Foda-Nachfolger im Gespräch

Der frühere Bundesliga-Profi Andreas Herzog hat offenbar Interesse an der Nachfolge von Franco Foda als Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft. Der Trainer des Erstligisten Admira Wacker Mödling habe deswegen Kontakt mit dem Sportdirektor des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) gehabt, sagte Admira-Präsident Philipp Thonhauser im Interview des TV-Senders Sky Sport Austria. „Es gab auch das Gespräch bereits gestern zwischen Peter Schöttel und Andreas Herzog“, berichtete der Clubchef am Montagabend.

Zuvor hatte bereits der ehemalige Bundesliga-Trainer Peter Stöger bestätigt, dass er mit ÖFB-Sportdirektor Schöttel über die Nachfolge des scheidenden Foda gesprochen hat. Foda hatte nach der verpassten Qualifikation für die Weltmeisterschaft Ende des Jahres in Katar angekündigt, seinen auslaufenden Vertrag beim ÖFB nicht zu verlängern.

Österreichs Rekord-Nationalspieler Herzog ist seit Beginn der laufenden Saison Trainer in Mödling. Der 53-Jährige, der in der Bundesliga bei Werder Bremen und beim FC Bayern München spielte, hatte von 2018 bis 2020 bereits Israels Nationalmannschaft betreut. Nach dem Willen von Thonhauser soll Herzog Coach des Clubs bleiben. Der ÖFB wird voraussichtlich am 29. April den neuen Teamchef benennen.

Zwickaus Nkansah nach Platzverweis freigesprochen

Steffen Nkansah von Drittligist FSV Zwickau ist nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Waldhof Mannheim gemäß der Rechts- und Verfahrensordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) freigesprochen worden. Der Innenverteidiger war am Sonntag wegen eines regelwidrigen Handspiels auf der Torlinie des Feldes verwiesen worden.

Dies lag nach Betrachtung der Fernsehbilder jedoch nicht vor. Zwickau hatte folglich die Aufhebung der Sperre beantragt.

Wolfsburg-Trainer Kohfeldt bleibt in Isolation

Trainer Florian Kohfeldt vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg befindet sich immer noch in Quarantäne. Der 39-Jährige kehrte nach seiner Corona-Infektion nicht wie geplant auf den Trainingsplatz zurück, wie der Verein auf dpa-Nachfrage bestätigte. Zuerst hatte die „Bild“ darüber berichtet.

Am Sonntag hatte Geschäftsführer Jörg Schmadtke noch mit einer Rückkehr am Dienstag gerechnet. Kohfeldt fehlte bei der 0:3-Niederlage beim FC Augsburg, weil er sich nach seiner Infektion noch nicht frei testen konnte. Ihn vertrat an der Seitenlinie der erst 25 Jahre alte Assistent Vincent Heilmann.

Trunkenheit am Steuer: Ex-Torhüterin Solo äußert sich

Die mehrmalige Welttorhüterin Hope Solo, die vor wenigen Tagen wegen mutmaßlicher Trunkenheit am Steuer vorübergehend festgenommen worden war, will sich zu „gegebener Zeit“ zu dem Vorfall äußern. Wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf einen Polizeireport berichtet hatte, soll die frühere Fußballerin am vergangenen Donnerstag in Winston-Salem (Bundesstaat North Carolina) auf dem Parkplatz eines Einkaufscenters ohnmächtig in ihrem Auto aufgefunden worden sein, während der Motor lief und ihre beiden Kinder auf dem Rücksitz saßen.

„Unsere Familie ist stark und von Liebe umgeben. Unsere Kinder sind stark, intelligent, glücklich und dynamisch, und wir sind jeden Tag präsent, um ihnen das bestmögliche Leben zu ermöglichen“, schrieb Solo auf Instagram. „In der Zwischenzeit genießen unsere Kinder die Sonne, essen Eis am Stiel und spielen auf unserem Grundstück.“ Das seien die Momente, auf die es wirklich ankomme. Solo fühle sich „gesegnet, diese Art von Liebe in meinem Leben zu haben“.

Den Angaben zufolge wurde die 40-Jährige wegen Fahrens trotz Fahruntüchtigkeit, Widerstandes gegen einen Polizeibeamten und Verletzung der Aufsichtspflicht vorübergehend festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Am 28. Juni soll sie sich dafür vor einem Gericht verantworten.

Laut dem Haftbefehl hatte ein Passant beobachtet, dass Solo mehr als eine Stunde lang bei laufendem Motor ohnmächtig hinter dem Steuer gesessen haben soll. Ein hinzugerufener Beamter habe demnach Alkoholgeruch bei ihr wahrgenommen. Die Ex-Weltmeisterin und dreimalige Olympiasiegerin soll anschließend einen Alkoholtest verweigert haben, woraufhin ihr eine Blutprobe entnommen wurde.

Russisches Fernsehen bricht Bundesliga-Übertragung ab

Der russische TV-Sender MatchTV hat die Übertragung des Bundesliga-Spieles zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig (1:4) am vergangenen Sonnabend noch vor dem Ende der ersten Halbzeit abgebrochen. Grund dafür waren die im Stadion zu sehenden pro-ukrainische und gegen den russischen Angriffskrieg gerichteten Botschaften.

„Leider müssen wir die Ausstrahlung aus Gründen abbrechen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen“, sagte Kommentator Igor Kytmanow. „Generell heißt es, Fußball und Politik getrennt zu betrachten. Aber diese Regel wird in der Bundesliga nicht immer eingehalten.“ Zuerst hatte ntv.de darüber berichtet.

Anders als die französische Ligue 1 und die englische Premier League wird die Bundesliga in Russland noch ausgestrahlt. Die Deutschen Fußball Liga hatte Anfang März entschieden, ihren Vertrag mit Match TV vorerst fortzusetzen und die Einnahmen für humanitäre Hilfe in der Ukraine zu spenden. Auf eine Kündigung des Vertrages wurde verzichtet, damit die Anti-Kriegs-Aufrufe und Friedensappelle aus den deutschen Stadien auch weiter die russische Bevölkerung erreichen könnten, hieß es. Voraussetzung dafür war, dass Match TV das von der DFL zur Verfügung gestellte Basissignal unverändert sendet – inklusive Ukraine-bezogener Botschaften von Liga, Spielern, Clubs und Fans.

Bayern-Profi Davies CONCACAF-Spieler des Jahres

Bayern Münchens Verteidiger Alphonso Davies ist als erster kanadischer Fußballer zum Spieler des Jahres des Nord- und Mittelamerika-Verbandes CONCACAF gewählt worden. Der 21 Jahre alte Außenverteidiger hatte großen Anteil an der ersten WM-Qualifikation seines Heimatlandes seit 1986, auch wenn er das entscheidende Spiel nur am Fernseher verfolgen konnte.

„Ich freue mich über diese Auszeichnung, Fußball bringt Freude, Fußball bringt Glück und Fußball zeigt dir die Welt“, sagte Davies, der 2021 in der WM-Qualifikation in 13 Spielen fünf Tore und acht Vorlagen schaffte. Davies musste seit Mitte Januar wegen einer Herzmuskelentzündung nach einer vorangegangenen Corona-Infektion pausieren. Im Champions-League-Spiel beim FC Villarreal am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) könnte er sein Comeback feiern.

Bei den Frauen fiel die Wahl, die der Kontinentalverband seit 2013 durchführt, auf die US-Amerikanerin Crystal Dunn. Bei der Wahl stimmen Trainer und Spieler von 41 Mitgliedsverbänden sowie Medienvertreter und Fans ab.

Arsenal rutscht aus Champions-League-Rängen

Der FC Arsenal hat die Rückkehr auf einen Champions-League-Platz verpasst. Mit Torhüter Bernd Leno auf der Bank verloren die Gunners beim Londoner Rivalen Crystal Palace 0:3 (0:2) und bleiben auf Rang fünf der Premier League. Zuvor hatte Arsenal fünf Auswärtssiege in Folge gefeiert.

Jean-Philippe Mateta (16.), Jordan Ayew (24.) und Wilfried Zaha (74./Foulelfmeter) trafen für den Tabellenneunten Palace. Arsenal liegt weiter hinter dem punktgleichen Rivalen Tottenham Hotspur, hat aber noch ein Spiel in der Hinterhand.

Milan büßt Vorsprung ein

Der AC Mailand ist in der italienischen Meisterschaft auf dem Weg zu seinem ersten Titelgewinn seit elf Jahren ins Straucheln geraten. Die Lombarden blieben beim 0:0 gegen den Außenseiter FC Bologna zwar im neunten Serie-A-Spiel nacheinander ungeschlagen, haben aber an der Tabellenspitze durch die enttäuschende Nullnummer sieben Runde vor Saisonschluss nur noch einen Punkt Vorsprung auf Verfolger SSC Neapel.

Die Süditaliener hatten am vergangenen Wochenende durch ein 3:1 bei Atalanta Bergamo vorübergehend die Tabellenführung von Milan übernommen.

Alavés entlässt Trainer nach zwölf Spielen

Der spanische Erstligist Deportivo Alavés hat Trainer José Luis Mendilibar nach nur vier Monaten im Amt entlassen. Der 61-Jährige hatte in zwölf Spielen nur einen Sieg geholt. Nachfolger wird Julio Velázquez.

Alavés war am Wochenende auf den letzten Platz der Primera División abgerutscht, nach sechs Jahren im Oberhaus droht die Rückkehr in die Zweitklassigkeit.

Katar beendet Sex-Verfahren gegen WM-Mitarbeiterin

Ein Gericht in Katar hat das Verfahren gegen eine mexikanische Mitarbeiterin des WM-Organisationskomitees fallengelassen, der wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs eine Strafe von 100 Peitschenhieben und sieben Jahren Haft drohte. Der Fall hatte international für Aufsehen gesorgt. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen hätte eine Verurteilung viele Frauen von einem Besuch der im November beginnenden WM abhalten können.

Die 28 Jahre alte Paola Schietekat hatte im Juni 2021 eine Vergewaltigung angezeigt. Der vermeintliche Täter behauptete jedoch, in einer Beziehung mit der Mexikanerin zu sein, woraufhin gegen Schietekat wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs ermittelt wurde.

Nach Angaben der mexikanischen Regierung wurden diese Untersuchungen nun beendet. Schietekat hatte das Land schon vor Monaten verlassen.

Ex-HSV-Trainer Titz strauchelt mit Magdeburg erneut

Tabellenführer 1. FC Magdeburg ist zum Abschluss des 32. Spieltages der 3. Fußball-Liga bei Aufsteiger Viktoria Berlin ausgerutscht. Auf dem schwer bespielbaren Rasen des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks kassierte die Mannschaft von des früheren HSV-Trainers Christian Titz am Montag bei starkem Regen und Wind eine 1:2 (0:1)-Niederlage und bleibt im vierten Ligaspiel hintereinander sieglos.

Vor 4334 Zuschauern – zum größten Teil Gästefans – hatte Jakob Lewald die Gastgeber nach 19 Minuten in Front gebracht, Soufian Benyamina kurz nach dem Seitenwechsel auf 2:0 erhöht (46.). Kai Brünker gelang nur noch der Anschlusstreffer (76.). Magdeburg hat nach der fünften Saisonniederlage weiterhin acht Punkte Vorsprung auf den Aufstiegsrelegationsplatz. Viktoria kletterte mit dem ersten Sieg in diesem Jahr auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

Den Fußball-Ticker vom Montag finden Sie hier.

( SID/dpa )

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