Fußball-Ticker

FC Schalke kauft einen ehemaligen St.-Pauli-Profi

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Mittelfeldspieler Rodrigo Zalazar hat sich schnell in die Herzen der Fans des FC Schalke 04 gespielt.

Mittelfeldspieler Rodrigo Zalazar hat sich schnell in die Herzen der Fans des FC Schalke 04 gespielt.

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Der Fußball-Ticker am Freitag, den 25. März 2022:

Schalke kauft ehemaligen St.-Pauli-Profi

Mittelfeldspieler Rodrigo Zalazar bleibt beim FC Schalke 04. Die Königsblauen statteten den Uruguayer mit einem Vertrag bis 2026 aus, für den bislang von Eintracht Frankfurt ausgeliehenen 22-Jährigen greift eine Kaufoption. „Rodrigo hat sich von der ersten Minute an mit Schalke vollumfänglich identifiziert. Er ist ein Spieler, der eine unheimliche Qualität besitzt, intensiven und emotionalen Fußball zu spielen“, sagte Sportdirektor Rouven Schröder: „Dazu hat er ein feines Gespür, ein Spiel zu lenken und zu entscheiden.“

Zalazar war 2019 von der Eintracht verpflichtet worden. Die Hessen verliehen ihn zunächst an den polnischen Verein Korona Kielce, ehe es im Sommer 2020 für eine Saison zum FC St. Pauli ging. Seit dem Sommer 2021 spielt Zalazar für Schalke. In 24 Einsätzen gelangen ihm bisher vier Tore sowie sechs Vorlagen.

Frankfurt hat nach eigenen Angaben ein Rückkaufsrecht. Die Ablösesumme soll abhängig von der Schalker Ligenzugehörigkeit sein. „Jeder weiß, wie gerne ich für Schalke auf dem Feld stehe“, sagte Zalazar: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen so schnell wie möglich in die Bundesliga aufsteigen.“ Schalke liegt als Tabellenvierter einen Punkt hinter dem Relegationsplatz zurück.

Kölns Sportchef Jakobs will Kapitän und Trainer halten

Interims-Sportchef Jörg Jakobs vom 1. FC Köln geht davon aus, dass Mannschaftskapitän Jonas Hector den Verein nicht mehr wechseln wird. Der Vertrag des 31-Jährigen beim Fußball-Bundesligisten läuft am 30. Juni 2023 aus. „Ich glaube nicht, dass er noch einmal für einen anderen Verein in Deutschland spielen wird. Er wird aufhören oder noch mal beim FC verlängern“, sagte Jakobs dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Hector spielt seit 2010 beim 1. FC Köln.

Der 51-Jährige wird den Job bis zum Dienstantritt des neuen Kölner Sportchefs Christian Keller am 1. April noch interimsmäßig ausüben und dann die Geschäfte an Keller übergeben. Wichtigste Aufgabe sei dann die Zukunft des Cheftrainers zu klären. Steffen Baumgarts Vertrag läuft ebenfalls noch bis 2023. „Die Personalie des Trainers genießt höchste Priorität. Christian Keller weiß, dass es das große Thema sein wird“, sagte Jakobs.

Nach Play-off-Gala: Bale rechnet mit seinen Kritikern ab

Nach dem Jubel über den Doppelpack zum vorletzten Schritt auf dem Weg zur ersehnten WM-Teilnahme rechnete Gareth Bale schonungslos mit seinen Kritikern ab. Weil er für Real Madrid bei stattlichem Gehalt höchstens noch als Teilzeitarbeiter fungiert, hatte ihn die „Marca“ vor dem 2:1 gegen Österreich im Play-off-Spiel zur Fußball-WM in Katar als „walisischen Parasiten“ beschrieben. „Es ist widerlich. Sie sollten sich ihrer selbst schämen“, sagte der 32-Jährige ruhig, aber bestimmt. „Ich bin nicht aufgeregt, Ende.“

Sein traumhaftes Freistoßtor in den Winkel (25. Minute) zur Führung feierte Bale ausgelassen auf dem Bauch rutschend. Nach dem Drehschuss zum 2:0 (51.) klopfte er sich demonstrativ auf das Wappen mit dem roten Drachen auf seiner Brust. Ob er mit dem Jubel eine Botschaft senden wollte? „Nein, ich brauche keine Botschaft zu senden“, antwortete er mit einem Lächeln.

Für die Königlichen von Real absolvierte der Starstürmer diese Saison nur fünf Pflichtspiele. Sein Land führt Bale jedoch verlässlich als Kapitän an. 2016 gelang mit dem Halbfinaleinzug bei der EM-Endrundenpremiere der bislang größte Erfolg, nun soll die zweite WM-Teilnahme nach 1958 folgen. Der Gegner im Playoff-Finale wird erst im Juni im Duell zwischen der Ukraine und Schottland ermittelt.

Saarbrücken-Coach nach Türkgücü-Aus: "Fühlt sich wie Betrug an"

Saarbrückens Trainer Uwe Koschinat hat den Fall Türkgücü München als „Bankrotterklärung“ für die 3. Fußball-Liga bezeichnet. „Es fühlt sich wie Betrug an, wenn ein sportliches Ergebnis jetzt nichts mehr wert ist“, sagte der 50-Jährige der „Saarbrücker Zeitung“ (Freitagausgabe). „Wir sind diejenige Mannschaft, die den höchsten Preis zahlt.“

Der zahlungsunfähige Verein aus München muss den Spielbetrieb zum Ende dieses Monats einstellen. Alle bislang gespielten Partien des Tabellenletzten werden gemäß der DFB-Spielwertung aus der Wertung genommen, wie der Deutsche Fußball-Bund am Donnerstag mitgeteilt hatte. Deshalb verliert der 1. FC Saarbrücken die sechs Punkte für die zwei Siege gegen Türkgücü und rutscht auf den vierten Tabellenplatz zurück. Der Aufstiegskandidat hatte angekündigt, juristisch gegen diese Entscheidung vorzugehen.

Das Koschinat-Team spielt am 2. April beim TSV 1860 München, das gegen Türkgücü nur einen Punkt holte und plötzlich nur noch einen Zähler hinter Saarbrücken liegt. „Die Ausgangssituation ist nun eine ganz andere. Es wäre die letzte Chance der Löwen gewesen“, sagte Koschinat.

Katar attackiert Bondscoach van Gaal für Kritik an WM

Katar hat ungewöhnlich scharf auf die Kritik des niederländischen Nationaltrainers Louis van Gaal an der Vergabe der Fußball-WM ins Emirat reagiert. „Für jemanden, der seit so vielen Jahren Trainer ist und die Kraft des Fußballs versteht, ist es lächerlich, ein derart nichtssagendes Statement abzugeben“, sagte WM-Chef Hassan al-Thawadi bei beIN Sports.

Er sei sicher, sagte al-Thawadi, van Gaal habe sich „nicht viel mit der Bedeutung des Fußballs für Katar und die arabische Welt“ beschäftigt. Angesichts der Leidenschaft der Menschen dort sei es „keine lächerliche Vorstellung, dass eine arabische Nation die WM austrägt“. Katar habe „unvergleichliche Fähigkeiten“ beim Ausrichten von Großereignissen bewiesen und werde für nichts um Entschuldigung bitten.

Van Gaal, früherer Bayern-Trainer, hatte die Vergabe „lächerlich“ genannt. Der Weltverband Fifa verfolge ausschließlich finanzielle und kommerzielle Interessen, das Gerede von Entwicklung sei „Bullshit“. Die erste Fußball-Weltmeisterschaft im arabischen Raum wird von 21. November bis 18. Dezember

( SID/dpa )

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