Fußball-Ticker

Einbruch bei United-Star – Frau und Kinder verstecken sich

| Lesedauer: 28 Minuten
Schwedens Nationalspieler Victor Lindelöf umarmt seine Frau Maja.

Schwedens Nationalspieler Victor Lindelöf umarmt seine Frau Maja.

Foto: Joel Marklund / imago/Bildbyran

Aktuelle Meldungen und Transfergerüchte. Der Fußball-Ticker des Hamburger Abendblatts hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Freitag, den 21. Februar 2022:

Bielefeld schlägt Frankfurt

Arminia Bielefeld hat durch den ersten Sieg bei Eintracht Frankfurt seit anderthalb Jahrzehnten den Abstiegsrelegationsplatz vorerst verlassen und die frustrierende Sieglosserie der Hessen im neuen Jahr verlängert. Die Ostwestfalen feierten am Freitagabend zum Auftakt des 20. Spieltags in der Fußball-Bundesliga einen 2:0 (2:0)-Sieg bei der Eintracht. Patrick Wimmer brachte die Gäste in der fünften Minute mit dem schnellsten Arminia-Tor seit der Rückkehr ins Oberhaus in Führung, ehe er mit einer spektakulären Vorarbeit den Treffer von Alessandro Schöpf 22 Minuten später auflegte.

Einbruch bei United-Star: Frau und Kinder verstecken sich

Großer Schreck für den schwedischen Nationalspieler Victor Lindelöf und seine Familie: Während des Premier-League-Spiels von Lindelöfs Klub Manchester United beim FC Brentford am vergangenen Mittwoch (3:1) wurde in dessen Haus eingebrochen. Seine Frau Maja war zu diesem Zeitpunkt mit den beiden Kindern allein zu Hause.

„Wir haben es geschafft, uns zu verstecken und in einem Raum einzusperren, bevor sie ins Haus kamen“, schrieb sie bei Instagram. Sie sprach von einem „sehr traumatischen und furchteinflößenden Moment“ sowohl für sie selbst, als auch für die Kinder. „Wir sind jetzt in Schweden und verbringen etwas Zeit mit unseren Familien“, schrieb Lindelöf weiter.

Innenverteidiger Lindelöf stand bei der Partie der Mannschaft von Teammanager Ralf Rangnick 90 Minuten auf dem Platz. Der 27-Jährige werde für das Spiel gegen West Ham United am Sonnabend freigestellt, sagte Rangnick: „Er möchte seine Frau und seine Kinder nicht allein lassen, was ich als Vater zweier Kinder absolut verstehe.“

Auch der frühere Dortmunder Jadon Sancho könnte gegen die Hammers fehlen. Grund dafür ist laut Rangnick der Tod eines Familienmitglieds. Dabei handle es sich um jemanden, „der ihm Zeit seines Lebens sehr nahe gestanden hatte“, sagte der Coach.

Hoffenheim holt US-Talent Che aus Dallas

Nach dem FC Augsburg hat auch die TSG Hoffenheim einen Teenager des US-Proficlubs FC Dallas in die Fußball-Bundesliga geholt. Der 18 Jahre alte Abwehrspieler Justin Che wechselt zunächst auf Leihbasis bis Juni 2023 in den Kraichgau. Darüber hinaus wurde eine Kaufoption vereinbart. Erst Anfang Januar hatte Augsburg den gleichaltrigen Stürmer Ricardo Pepi vom MLS-Team aus Dallas verpflichtet.

„Justin ist ein sehr talentierter Spieler, der in der Defensive variabel eingesetzt werden kann und durch seine Schnelligkeit und seine Fertigkeiten am Ball besticht“, sagte Alexander Rosen, Direktor Profifußball, über den US-Amerikaner. Die „hochattraktiven Konditionen zum aktuellen Zeitpunkt“ hätten den Transfer abgerundet.

Che besitzt auch einen deutschen Pass und spricht fließend Deutsch, da er regelmäßig seine in Mannheim lebenden Großeltern besucht. Che war im vergangenen Jahr bereits von Dallas an den FC Bayern München ausgeliehen, wo er in der vergangenen Rückrunde acht Einsätze in der dritten Liga absolvierte.

Englischer Viertligist trauert um Edelfan Meat Loaf

Mit großer Trauer hat sich der englische
Viertligist Hartlepool United vom gestorbenen US-Sänger Meat Loaf verabschiedet. „Er war wahrscheinlich unser bekanntester Fan, und wir schicken seiner Familie und seinen Freunden in dieser traurigen Zeit all unsere Liebe und Gedanken“, sagte ein Vereinssprecher am Freitag. „Wir sind froh, die Mannschaft gewesen zu sein, der er seine Leidenschaft für Fußball gewidmet hat.“ Die Geschichte, wie Meat Loaf zum Hartlepool-Fan wurde, sei herzerwärmend.

Tatsächlich handelte es sich um einen kuriosen Zufall. So suchte der Sänger im Vorfeld eines Interviews des Senders Sky Sports 2003 nach einem englischen Fußballclub, den er unterstützen konnte. Topvereine wie den FC Liverpool oder Manchester United schloss er aus, das war ihm zu langweilig. Auf der Suche nach einem Club stieß er auf Hartlepool – und auf eine skurrile Anekdote.

In Großbritannien hält sich das Gerücht, die Bewohner von Hartlepool hätten während des Napoleonischen Krieges einen Affen gehängt, der von einem gesunkenen französischen Kriegsschiff kam und - aus Unkenntnis - für einen französischen Spion gehalten wurde. Der Club hat deshalb als Maskottchen einen Affen. Diese Geschichte faszinierte Meat Loaf so, dass er zum Hartlepool-Fan wurde, wie er selbst erzählte.

Corona-Ausbruch beim KSC: Sandhausen-Spiel verlegt

Wegen des Corona-Ausbruchs beim Karlsruher SC ist das Spiel der 2. Fußball-Bundesliga zwischen den Badenern und dem SV Sandhausen auf den 8. Februar (18.30 Uhr) verlegt worden. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) gab damit einem entsprechenden Antrag der Karlsruher statt.

Aufgrund der aktuellen Corona-Infektion von 16 Spielern steht dem KSC für die für Sonntag angesetzte Begegnung nicht die erforderliche Mindestzahl von Spielern zur Verfügung. Darüber hinaus sind insgesamt acht Personen aus dem Trainer- und Funktionsteam infiziert.

Schalke-Mitarbeiter stimmen Kürzungen zu

Betriebsbedingte Kündigungen beim finanziell angeschlagenen Zweitligisten FC Schalke 04 sind Medienangaben zufolge vorerst vom Tisch. Nach einem Bericht der Funke Mediengruppe, zu der auch das Abendblatt gehört, stimmten mehr als 50 Prozent der Belegschaft einem Sparplan zu.

Dabei sollen die Mitarbeiter auf fünf bis 15 Prozent ihrer Gehälter verzichten, sollte Schalke der Wiederaufstieg in die Bundesliga in dieser Saison nicht gelingen. Im Falle eines Bundesliga-Aufstiegs sollen die eingesparten Teile der Gehälter jedoch mit Zinsen ausgezahlt werden.

Durch die Zustimmung der Mehrheit der rund 400 Mitarbeiter spare der Club „eine hohe sechsstellige Summe“, hieß es. Bis zum Juni 2023 soll es nun zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommen. Schalke wollte sich zu dem Bericht zunächst nicht äußern.

Vermaelen hört auf und wechselt in Trainerstab

Der belgische Routinier Thomas Vermaelen ist als Aktiver der Nationalmannschaft zurückgetreten und wird das Team künftig als Mitglied des Trainerstabs begleiten. Das teilte der belgische Verband am Freitag mit. Der 36 Jahre alte Verteidiger spielte seit 2006 für Belgien und lief für die Red Devils bei der WM 2014 in Brasilien, der EM 2016 in Frankreich, der WM 2018 in Russland und der paneuropäischen EM 2021 auf.

„Seine Erfahrung während seiner außergewöhnlichen Karriere für den Club und die Red Devils wird eine große Bereicherung für unseren Stab sein“, sagte Cheftrainer Roberto Martínez, der bei den letzten Turnieren schon mit Thierry Henry als Co-Trainer zusammengearbeitet hat.

Vermaelen selbst sagte: „Ich fühle mich geehrt und bin dankbar, die WM als Assistent von Roberto Martínez vorbereiten zu dürfen.“ Der WM-Dritte von 2018 ist für das Endturnier in Katar (21. November bis 18. Dezember) bereits qualifiziert.

FC Bayern erwartet zwei weitere Profis zurück

Nach vielen Corona-Ausfällen entspannt sich die Lage beim deutschen Rekordmeister Bayern München immer mehr. Trainer Julian Nagelsmann stehen am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) im Auswärtsspiel bei Hertha BSC auch die Verteidiger Dayot Upamecano und Lucas Hernandez wieder zur Verfügung.

Dadurch könnte Joshua Kimmich wieder seine angestammte Position im defensiven Mittelfeld einnehmen. Benjamin Pavard würde dafür wieder rechts verteidigen. „Wenn Luci und Upa nichts mehr signalisieren, wird Benji wieder nach rechts rücken. Aber das müssen wir abwarten“, sagte Nagelsmann am Freitag. Grundsätzlich sehe er Kimmich „auf beiden Positionen gerne. Er hat überall einen großen Einfluss“.

Verzichten müssen die Bayern weiter auf Eric Maxim Choupo-Moting, Bouna Sarr (beide Afrika-Cup), Alphonso Davies (leichte Herzmuskelentzündung), Josip Stanisic (Muskelbündelriss) und Leon Goretzka (Patellasehnenprobleme). Goretzka trainierte am Donnerstag erstmals wieder leicht mit dem Ball.

Wachwechsel in Köln: Schwäbe neue Nummer eins

Marvin Schwäbe ist die neue Nummer eins beim Bundesligisten 1. FC Köln. Das verkündete Trainer Steffen Baumgart am Freitag vor dem Spiel beim VfL Bochum am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky). Der langjährige Stammtorhüter Timo Horn habe seine Verletzung und Erkrankung zwar überstanden und ist inzwischen wieder im Training, sei aber nun „in der Herausforderer-Position“, befand Baumgart.

„Die Entscheidung auf der Torhüterposition ist damit gefallen“, sagte Baumgart. „Ich habe mit Timo schon gesprochen. Er nimmt die Situation voll an, weil er ein guter Sportsmann ist.“

Über das Auswärtsspiel in Bochum sagte der Trainer: „Das wird nicht nur ein schweres, sondern auch ein enges Spiel.“ Bochum habe in dieser Saison bereits gegen sehr gute Mannschaften punkten können. Nach der Pokalniederlage gegen den HSV will Baumgart mit seiner Mannschaft nun in der Bundesligatabelle weiter nach oben rücken.

DFB-Kandidat plant mit Ullrich als Generalsekretärin

Bernd Neuendorf setzt im Fall seiner Wahl zum neuen DFB-Präsidenten auf Heike Ullrich als Generalsekretärin. „Ich bin fest davon überzeugt, dass Heike Ullrich aufgrund ihres Wissens, ihrer sozialen Kompetenz und ihrer hohen Akzeptanz im DFB-Ehren- und Hauptamt eine hervorragende Generalsekretärin wäre, die dem Verband guttäte“, sagte der Kandidat am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Ullrich ist seit Mai 2021 kommissarische Generalsekretärin als Nachfolgerin von Friedrich Curtius. Dessen Vertrag als höchster Hauptamtlicher in der DFB-Zentrale war im vergangenen Jahr im Zuge des Rücktritts von Verbandschef Fritz Keller aufgelöst worden. Die 52-Jährige war zuvor Stellvertreterin von Curtius beim größten Einzelsportfachverband der Welt.

Der 60 Jahre alte Neuendorf ist der Kandidat der Amateure für die Präsidentschaftswahl beim DFB-Bundestag am 11. März. Neben dem früheren Staatssekretär im Familienministerium von Nordrhein-Westfalen stellt sich Peter Peters, der den Verband derzeit interimsmäßig mit seinem Vizepräsidenten-Kollegen Rainer Koch führt.

Kroos reagiert mit Ironie auf Gelbe Karte

Auf diese Verwarnung konnte Toni Kroos nur mit Galgenhumor und Ironie reagieren. „Gelbe Karte? Natürlich“, schrieb der frühere deutsche Nationalspieler in Diensten des spanischen Rekordmeisters Real Madrid am Freitag in den sozialen Netzwerken. Dazu stellte der 32-Jährige ein kurzes Video der skurrilen Szene vom Pokal-Achtelfinale gegen den FC Elche, das die Königlichen mit viel Mühe 2:1 nach Verlängerung gewonnen hatten.

Mit launiger Zirkusmusik untermalt ist darauf zu sehen, wie Elches José Antonio Morente Oliva, genannt Tete Morente, zu einem Trick ansetzt. Mit dem rechten Fuß versucht er auf den Ball zu treten und sich zu drehen - und fällt dabei zu Boden. Kroos steht zwar in der Nähe, berührt seinen Gegenspieler aber definitiv nicht. Obwohl Schiedsrichter Jorge Figueroa Vazquez ebenfalls in der Nähe steht, zeigt er Kroos nach der artistischen Einlage Morentes Gelb.

Der frühere Bundesliga-Profi kann es kaum fassen, fasst sich an den Kopf, gestikuliert. Immerhin: Die Verwarnung hat keine Auswirkungen auf einen Einsatz im Viertelfinale der spanischen Copa del Rey.

Frankreichs Nationaltorwart Lloris verlängert mit Tottenham

Der französische Weltmeister Hugo Lloris hat seinen Vertrag bei Tottenham Hotspur vorzeitig bis 30. Juni 2024 verlängert. Das teilte der englische Premier-League-Club am Freitag mit. Der 35 Jahre alte Weltklasse-Keeper ist seit 2012 bei den Spurs, bisher hat der Kapitän 395 Einsätze für den Verein absolviert.

Der 136-malige Nationalspieler avancierte zum Vereinsrekordhalter, indem er im vergangenen August als erster Profi 300 Spiele für Tottenham in der Premier League (aktuell 317) absolvierte.

Ausgliederung der Frauen-Bundesliga vom Tisch

Eine Ausgliederung der Frauen-Bundesliga aus dem DFB ist zumindest vorerst vom Tisch. Die Vereine der 1. und 2. Liga streben mit einem Änderungsantrag eine nachhaltige Professionalisierung für ihre Ligen unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes an, teilte der Verband am Freitag in Frankfurt am Main mit. Um mehr Aufmerksamkeit für den Frauenfußball zu erhalten und ihn besser zu vermarkten, hatte es einen entsprechenden Antrag des Landesverbandes Rheinland für den DFB-Bundestag am 11. März gegeben.

In Abstimmung mit den Vereinen beider Spielklassen bereite der Ausschuss Frauen-Bundesligen nun einen entsprechenden Änderungsantrag vor, so der DFB. Ziel sei eine schnelle und nachhaltige Entwicklung der beiden höchsten deutschen Frauen-Spielklassen.

Der Fußballverband Rheinland (FVR) hatte im vergangen Jahr einen entsprechenden Antrag für den Bundestag gestellt. Für eine Profiliga unter einem eigenen Dach machte sich auch der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger stark. Die 36 Männer-Proficlubs sind schon lange nicht mehr beim DFB, sondern bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) organisiert.

Trotz Corona-Ausbruch beim KSC: Sandhausen will spielen

Obwohl der Karlsruher SC als Reaktion auf einen großen Corona-Ausbruch in Mannschaft und Betreuerstab eine Absetzung der Zweitligapartie durch die Deutsche Fußball-Liga beantragt hat, würde Gegner SV Sandhausen gerne antreten. Das liege aber nicht daran, dass man am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) in Karlsruhe aus den personellen Problemen des KSC Kapital schlagen könnte, erklärte Trainer Alois Schwartz zwei Tage vor dem nordbadischen Derby. „Wir wollen spielen, weil wir eine Reaktion auf den ganz schwachen Auftritt beim 0:3 gegen Jahn Regensburg zeigen wollen.“

Der KSC hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass 16 Spieler sowie acht Personen aus dem Trainer- und Funktionsteam positiv getestet worden seien und der Club bei der DFL einen Antrag auf Absetzung der Partie stellen wolle. Der abstiegsbedrohte Tabellen-16. SVS war in dieser Saison selbst schon von einem Corona-Ausbruch betroffen. Im November waren zwölf Spieler und sechs Personen aus dem Betreuerstab positiv getestet worden. Daraufhin war die Partie gegen den FC St. Pauli verschoben worden.

Everton erhält dicke Finanzspritze

Der Premier-League-Club FC Everton erhält dringend benötigte finanzielle Unterstützung. Eigentümer Farhad Moshiri steckt weitere 100 Millionen Pfund (knapp 120 Millionen Euro) in den Verein, wie der Fußballclub aus Liverpool am Freitag mitteilte. Mit dem Geld will der englische Erstligist Verluste durch die Corona-Pandemie ausgleichen. Außerdem sollen mit dem Geld Verstärkungen für den Abstiegskampf finanziert werden und auch der Bau des neuen Stadions vorangetrieben werden. In den vergangenen drei Geschäftsjahren machte Everton insgesamt 265 Millionen Pfund Minus.

Mit der Investition, bei der es sich um die Umwandlung eines Darlehens in Eigenkapital handelt, stockt Moshiri seinen Anteil auf 94,1 Prozent auf. Der Schritt sei ein eindeutiger Beweis für sein Engagement und seine Entschlossenheit, schrieb er in einem Brief an die Anhänger. Der iranische Geschäftsmann hatte die Blues 2016 für 200 Millionen Pfund übernommen und hat seither rund eine halbe Milliarde Pfund für Neuzugänge ausgegeben. Dennoch steckt Everton derzeit im Tabellenkeller fest.

Vor kurzem entließ der Club daher nach nur sieben Monaten seinen Coach Rafael Benitez. Wie die „Daily Mail“ berichtete, sind vier Trainer als Nachfolger im Gespräch. Dazu zähle auch Niko Kovac, einst Bundesligatrainer bei Eintracht Frankfurt und Bayern München, der zum Jahreswechsel beim französischen Erstligisten AS Monaco gehen musste. Der Kroate habe aber nur Außenseiterchancen.

Nationalspieler Raum bindet sich langfristig an 1899

Nationalspieler David Raum wird für seine starken Leistungen beim Bundesligisten TSG Hoffenheim mit einer Vertragsverlängerung belohnt. Wie die Kraichgauer mitteilten, verlängerte der 23-Jährige seinen ohnehin langfristigen Kontrakt vorzeitig nochmals um ein Jahr bis Sommer 2026. Der Linksverteidiger war erst im Sommer ohne jegliche Erstligaerfahrung nach Hoffenheim gewechselt und entwickelte sich auf Anhieb zum Stammspieler.

„Der mutige und offensiv ausgerichtete Spielstil in Hoffenheim kommt mir und meinem Spiel total entgegen, sodass ich nicht lange überlegen musste hier zu verlängern“, sagte Raum: „Wir sind auf einem sehr guten Weg und ich möchte mit voller Energie dazu beitragen, dass wir weiter einen attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen.“

Trainer Sebastian Hoeneß sieht die Verlängerung „als schöne Nachricht“ für den Verein. „Er ist ein Junge mit einer richtig guten Einstellung. Die Entwicklung in dieser Saison ist enorm, er ist ein ganz, ganz wichtiger Faktor für uns“, sagte der 39-Jährige. Alexander Rosen lobte Raum als einen „der absoluten Shootingstars des deutschen Fußballs“. Der gebürtige Nürnberger habe die Erwartungen „mit Höchstgeschwindigkeit übertroffen“, betonte der Direktor Profifußball.

Keyhanfar vertritt 05-Trainer Svensson

Co-Trainer Babak Keyhanfar wird den FSV Mainz 05 im Bundesliga-Spiel bei der SpVgg Greuther Fürth coachen. Dies kündigte der nach vier Gelben Karten für Samstag (15.30 Uhr/Sky) gesperrte Bo Svensson an. „Wir kennen uns schon lange und haben volles Vertrauen zueinander. Nicht nur er, sondern auch die anderen im Trainerteam haben morgen mehr Verantwortung. Aber das werden sie gemeinsam lösen“, sagte der dänische Cheftrainer am Freitag.

Svensson darf sich zwar bis eine halbe Stunde vor Anpfiff sowie während der Halbzeit in der Kabine aufhalten und die Partie, anders als es nach einer Rotsperre der Fall wäre, von der Tribüne verfolgen. „Aber ich darf nicht aktiv coachen“, erklärte der 42-Jährige.

Er sei aber davon überzeugt, dass sein Assistent zusammen mit dem übrigen Trainerteam die Aufgabe lösen werde. „Und Babak hat einen sehr guten Draht zur Mannschaft. Ich glaube, dass die Jungs für ihn durchs Feuer gehen werden“, sagte Svensson über den 36 Jahre alten gebürtigen Mainzer.

Spielergewerkschaft kritisiert Gladbach für Umgang mit Ginter

Geschäftsführer Ulf Baranowsky von der Vereinigung der Vertragsfußballer (VDV) hat Bundesligist Borussia Mönchengladbach für den Umgang mit Nationalspieler Matthias Ginter kritisiert. „In der Praxis kommt es leider relativ oft vor, dass Spieler aus wirtschaftlichen Interessen von Clubs und Spielervermittlern unter Druck gesetzt werden. Sie werden damit zum Spielball in einem Spiel, das sie selbst kaum beeinflussen können“, sagte Baranowsky der ARD-„Sportschau“.

Es gehöre zum Geschäftsmodell zahlreicher Clubs, „Spieler möglichst billig einzukaufen, um sie später teuer zu verkaufen. Das darf aber nicht dazu führen, dass Spieler dazu gedrängt werden, frühzeitig Verträge bei ihren Clubs zu verlängern oder ihre Clubs vor Vertragsende zu verlassen“, so Baranowsky.

Ginter wird seinen auslaufenden Vertrag in Mönchengladbach nicht verlängern, er kann den fünfmaligen deutschen Meister im Sommer ablösefrei verlassen. Gladbach will den 28-Jährigen gerne noch im Januar abgeben, um noch eine Ablösesumme zu kassieren. In der Liga verzichtete Trainer Adi Hütter zuletzt gegen Bayer Leverkusen (1:2) auf Ginter. Beim Pokal-Aus beim Zweitligisten Hannover 96 (0:3) war Ginter wieder dabei.

Union holt Ungarns Nationalspieler Schäfer

Bundesligist Union Berlin hat sich mit dem ungarischen Nationalspieler Andras Schäfer verstärkt. Der 22 Jahre alte Offensivspieler wechselt vom slowakischen Erstligisten DAC Dunajska Streda in die Hauptstadt. Über die Vertragslaufzeit machte der Pokal-Viertelfinalist keine Angabe. Bei der EM im vergangenen Sommer hatte Schäfer alle drei Partien der Ungarn bestritten und beim 2:2 gegen Deutschland zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung getroffen.

„In der Bundesliga und somit einer der Topligen Europas zu spielen, ist etwas ganz Besonderes“, sagte Schäfer, der in seiner Heimat zum Spieler des Jahres 2021 gewählt worden war: „Union hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen und in der Bundesliga Spuren hinterlassen.“

Herzprobleme? Aubameyang gibt Entwarnung

Der frühere BVB-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang hat nach medizinischen Untersuchungen wegen seiner jüngsten Herzprobleme Entwarnung gegeben. „Ich bin nach London zurückgekommen, um einige zusätzliche Untersuchungen zu absolvieren. Ich freue mich sehr zu sagen, dass mein Herz absolut in Ordnung ist und ich komplett gesund bin“, schrieb der Stürmer des FC Arsenal in den sozialen Netzwerken.

Aubameyang und Landsmann Mario Lemina waren vom Afrika-Cup nach Angaben des Fußball-Verbandes von Gabun wegen Herzproblemen nach einer Corona-Infektion zurück nach Europa geschickt worden.

Es hatte aber auch Berichte gegeben, wonach die beiden Profis wegen Fehlverhaltens ausgeschlossen worden seien. Das hatte Aubameyang auf Twitter zurückgewiesen, auch der bei OGC Nizza spielende Lemina verwahrte sich gegen die Vorwürfe. „Wir haben keine Klarheit vom Verband. Es ist unsere Pflicht, medizinisch sicherzustellen, dass der Spieler sicher ist“, hatte Arsenal-Trainer Mikel Arteta daher gesagt.

Bitteres Pokal-Aus – Barça-Juwel Fati erneut verletzt

Nach dem Achtelfinal-Aus im spanischen Pokal hat der FC Barcelona auch noch eine erneute Verletzung von Jung-Profi Ansu Fati zu beklagen. Der 19-Jährige zog sich nach Angaben des Vereins bei der 2:3 (1:1, 2:2)-Niederlage nach Verlängerung bei Athletic Bilbao eine Blessur am linken Oberschenkel zu. Über die Schwere der Verletzung sollen weitere Untersuchungen Aufschluss geben, hieß es in der Mitteilung der Katalanen. Fati war am Donnerstagabend in der 61. Minute eingewechselt worden und musste in der Verlängerung in der 96. Minute wieder ausgewechselt werden.

„Er war sehr geknickt“, sagte Barça-Trainer Xavi Hernández über das Top-Talent. Fati hatte bereits am Ende des vergangenen Jahres wegen Problemen am Oberschenkel länger pausieren müssen. Während der Titelverteidiger damit früh aus dem Pokal ausschied, vermied Real Madrid gerade noch eine Blamage und erreichte durch ein 2:1 (0:0, 0:0) nach Verlängerung gegen den FC Elche das Viertelfinale.

„Es ist ein schwerer Tag“, räumte Xavi ein und sprach von „schwierigen Zeiten“, die der Verein gerade durchmache. In der Liga liegt der Club des deutschen Nationaltorwarts Marc-André ter Stegen nur auf Platz sechs mit 17 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Real Madrid. Im Supercup scheiterten die Katalanen zuletzt im Halbfinale.

Ex-BVB-Star Dembélé wirft Barcelona „Erpressung“ vor

Zudem sorgt der Streit zwischen Verein und Flügelstürmer Ousmane Dembélé für Schlagzeilen. Nachdem Barcelona zuletzt die Trennung bekannt gegeben hatte, warf der 24 Jahre alte Franzose den Katalanen „Erpressung“ vor.

„Wir haben keine andere Wahl, als zu arbeiten und zu arbeiten. Jetzt haben wir die Liga und die Europa League. Wir müssen versuchen, uns schnell zu erholen“, sagte Xavi. „Denn das sind zwei harte Schläge, zwei verlorene Titel in einer Woche.“

Dass die Unruhe um den früheren Dortmunder Dembélé Auswirkungen auf die Mannschaft hatte, glaubt der frühere Profi Xavi nicht. „Er ist natürlich ein wichtiger Spieler, aber das hat uns nicht beeinflusst.“

Real Madrid quält sich ins Viertelfinale

Real Madrid hat eine Riesenblamage gerade noch vermieden und sich gegen Außenseiter FC Elche ins Viertelfinale des spanischen Pokals gequält. Vier Tage nach dem Gewinn des nationalen Supercups konnte sich der Spitzenreiter der Primera División am Donnerstagabend aber erst mit 2:1 (0:0, 0:0) nach Verlängerung und großer Mühe durchsetzen.

Real-Profi Isco glich die Führung der mutigen und konterstarken Gastgeber, in der Primera División nur auf Platz 15, durch Gonzalo Verdu (103.) in der 108. Minute zunächst aus. Eden Hazard (115. Minute) schoss die Königlichen – mit dem früheren DFB-Nationalspieler Toni Kroos und Ex-Bayern-Profi David Alaba in der Startelf – in die nächste Runde. Madrid-Profi Marcelo sah in der Verlängerung wegen einer Notbremse kurz vor dem Strafraum Rot.

Matchwinner Jota: Liverpool zieht ins Ligapokal-Finale ein

Deutsches Finalduell im League Cup: Teammanager Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool das Endspiel des englischen Ligapokals erreicht und trifft dort nun auf Thomas Tuchels FC Chelsea. Liverpool gewann am Donnerstag das Halbfinal-Rückspiel beim FC Arsenal mit 2:0 (1:0), im Hinspiel hatte es trotz langer Überzahl der Reds ein 0:0 gegeben. Chelsea hatte sich in seinem Halbfinale gegen Tottenham Hotspur durchgesetzt.

Klopps Team, das weiter auf die Afrika-Cup-Spieler um Stürmerstar Mohamed Salah verzichten muss, ging durch Diogo Jota (19.) in Führung. Das Spiel blieb ausgeglichen, beide Mannschaften kamen zu Chancen, erneut Jota (77.) sorgte dann aber für die Entscheidung. Arsenal kam nicht mehr zurück, zumal Thomas Partey die Mannschaft zusätzlich schwächte: Gut eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung (74.) sah der Mittelfeldspieler Gelb-Rot (90.).

Liverpool könnte sich nun nach zehn Jahren wieder zum Ligapokal-Sieger krönen, der letzte Triumph gelang 2012. Bei einem Finalsieg wären die Reds zudem mit dann neun Titeln wieder alleiniger Rekordgewinner des Wettbewerbs: Manchester City hatte den League Cup zuletzt viermal in Folge gewonnen und zu Liverpool aufgeschlossen. Chelsea winkt der sechste Sieg, letztmals holten die Blues den Pokal im Jahr 2015.

Afrika-Cup: Titelverteidiger Algerien scheitert in Vorrunde

Titelverteidiger Algerien ist beim Afrika-Cup in Kamerun bereits in der Vorrunde gescheitert. Die Mannschaft um den Gladbacher Ramy Bensebaini verlor ihr abschließendes Spiel in der Gruppe E mit 1:3 (0:2) gegen die Elfenbeinküste (7 Punkte) und schied mit nur einem Punkt als Letzter aus. Ebenfalls in der K.-o.-Runde steht Äquatorialguinea (6) nach einem 1:0 (1:0) gegen Sierra Leone (2).

Dem zweimaligen Afrikameister Elfenbeinküste hatten Franck Kessie (23.), Ibrahim Sangare (39.) und Nicolas Pepe (54.) gegen Algerien den Gruppensieg beschert. Der Leverkusener Odilon Kossounou stand in der Startelf. Für Algerien traf Sofiane Bendebka (73.), Riyad Mahrez hatte zuvor einen Foulelfmeter an den Pfosten gesetzt (60.).

Für Sierra Leone vergab Kei Kamara (85.) per Elfmeter die große Chance zum Ausgleich gegen Äquatorialguinea. Ein Unentschieden hätte Sierra Leone genügt, um als Gruppendritter ins Achtelfinale einzuziehen.

Tunesien erreicht Achtelfinale knapp

Zum Abschluss der Vorrunde qualifizierten sich in Gruppe F anschließend Mali, Gambia und Tunesien um den Kölner Bundesligaprofi Ellyes Skhiri für das Achtelfinale. Mali (7 Punkte) holte Rang eins durch ein 2:0 (1:0) gegen das punktlose Schlusslicht Mauretanien. Massadio Haidara (2.) und Ibrahima Kone (49./Foulelfmeter) erzielten die Treffer.

Die durch einen Corona-Ausbruch dezimierten Tunesier unterlagen Gambia spät mit 0:1 (0:0), Ablie Jallow traf in der dritten Minute der Nachspielzeit. Gambia (7) belegt punktgleich mit Mali Rang zwei, Tunesien schafft es trotz der Niederlage als einer der vier besten Gruppendritten in die K.o.-Runde.

( SID/dpa )

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