Fußball-Ticker

Dank Haaland und Meunier: BVB setzt Bayern unter Druck

| Lesedauer: 15 Minuten
BVB besiegt Freiburg: Dortmunds Nico Schulz, Erling Haaland, Torschütze Mahmoud Dahoud und Mats Hummels feiern nach dem 5:1.

BVB besiegt Freiburg: Dortmunds Nico Schulz, Erling Haaland, Torschütze Mahmoud Dahoud und Mats Hummels feiern nach dem 5:1.

Foto: David Inderlied / dpa

Aktuelle Meldungen und Transfergerüchte. Der Fußball-Ticker des Hamburger Abendblatts hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Freitag, den 14. Januar 2022:

Dortmund verkürzt Rückstand auf Bayern

Borussia Dortmund setzt Tabellenführer FC Bayern in der Fußball-Bundesliga weiter unter Druck. Das Team von Trainer Marco Rose bezwang den SC Freiburg im Spitzenspiel souverän mit 5:1 (3:0) und verkürzte den Rückstand auf die Münchner vorerst auf drei Punkte. Der deutsche Rekordmeister tritt am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Köln an. Vor coronabedingt nur 750 Zuschauern besiegelten Thomas Meunier (14./29. Minute), Erling Haaland (45./75.) und Mahmoud Dahoud (86.) die dritte Auswärtsniederlage der Freiburger. Die Steigerung der Breisgauer kam zu spät und wurde nur noch durch den Treffer von Ermedin Demirovic (61.) zum zwischenzeitlichen 3:1 belohnt.

Herzmuskelentzündung: Davies fehlt Bayern wochenlang

Alphonso Davies wird dem FC Bayern München nach seiner Corona-Infektion wegen einer Herzmuskelentzündung länger fehlen. „Er ist bis auf Weiteres erst mal raus, wird die nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen“, sagte Trainer Julian Nagelsmann am Freitag. Der Münchner Coach sprach davon, dass die Erkrankung „nicht so dramatisch“ sei. Bei Untersuchungen der Corona-Infektion seien aber eben Anzeichen für die Herzmuskelentzündung festgestellt worden. „Trotzdem muss es ausheilen, und das dauert auf jeden Fall eine gewisse Zeit“, sagte Nagelsmann.

Ob die Herzmuskelentzündung eine Corona-Folge sei, vermochte der Trainer nicht zu sagen. Aber natürlich sei die Wahrscheinlichkeit gegeben, wenngleich die Ursache aktuell keine Relevanz habe. „Er hat's – das ist bescheiden bis beschissen, bis hochgradig beschissen“, sagte der 34-Jährige.

Beim missglücken Start ins Fußballjahr mit dem 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach hatte Nagelsmann auf insgesamt 13 Profis verzichten müssen. Darunter befanden sich neun zuletzt positiv getestete Akteure um Kapitän Manuel Neuer. Der Torhüter ist einer der Akteure, die am Samstag im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln zurückkehren. Wieder im Kader sind auch Dayot Upamecano, Omar Richards, Leroy Sané, Tanguy Nianzou und Corentin Tolisso.

Nach Corona-Infektion: Messi fällt weiter aus

Superstar Lionel Messi wird wegen seiner Corona-Infektion auch das nächste Spiel mit Paris Saint-Germain gegen Stade Brest verpassen. Das teilte Trainer Mauricio Pochettino am Freitag mit. Der Offensivspieler hatte sich zu Hause in Argentinien mit dem Coronavirus infiziert und bereits das erste Spiel seiner Mannschaft nach der Winterpause verpasst.

Auf Instagram erklärte der 34-Jährige, dass seine Genesung etwas länger dauere. Er habe sich jedoch fast erholt und freue sich sehr darauf, wieder auf den Platz zurückzukehren. Der Verein teilte am Freitag mit, dass Messi „nächste Woche schrittweise in den Kader zurückkehren wird“.

Ex-HSV-Torjäger Terodde vor Comeback

Mittelstürmer Simon Terodde steht vor seinem Comeback beim FC Schalke 04. „Simon Terodde ist startbereit, hat das volle Programm heute mitgemacht. Er hat einen sehr frischen Eindruck hinterlassen. Wenn nichts dazwischen kommt, wird er eine Option fürs Wochenende sein“, sagte Trainer Dimitrios Grammozis am Freitag. Schalke empfängt in der 2. Bundesliga am Sonntag Holstein Kiel (13.30 Uhr/Sky).

Der frühere HSV-Torjäger Terodde hatte zuletzt am 20. November 2021 gegen Werder Bremen gespielt. Aufgrund einer Muskelverletzung in der Wade war der 33-Jährige anschließend ausgefallen. „Ich denke, dass Simon für jede Mannschaft sehr wertvoll ist“, sagte Grammozis über den Rekordtorschützen der 2. Liga. „Ich freue mich unheimlich, genauso wie die Jungs, dass er wieder an Bord ist.“

FC Bayern verpflichtet südkoreanisches Talent Lee

Der FC Bayern München hat das südkoreanische Talent Hyunju Lee ausgeliehen. Der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler kommt laut Mitteilung vom Freitag für ein Jahr vom Erstligisten FC Pohang Steelers an den FC Bayern Campus. Darüber hinaus hat sich der Verein eine Kaufoption gesichert.

„Hyunju hat uns im Probetraining überzeugt, und wir haben die Entscheidung getroffen, ihn zu verpflichten. Wir freuen uns, dass er ab sofort für unsere Amateure auflaufen wird, und hoffen auf eine gemeinsame erfolgreiche Rückrunde“, sagte Campus-Leiter Jochen Sauer.

Schalke holt Norwegens Nationalspieler Lode

Der FC Schalke 04 hat den norwegischen Nationalspieler Marius Lode verpflichtet. Der 28-Jährige wechselt vom norwegischen Club FK Bodö/Glimt zu den Gelsenkirchenern, wie der Zweitligist am Freitag mitteilte. Lode erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. „Marius ist sofort einsatzbereit und erweitert unsere Optionen in der Innenverteidigung“, sagte Sportdirektor Rouven Schröder.

Lode und der ebenfalls neu verpflichtete Abwehrspieler Andreas Vindheim könnten bereits am Sonntag gegen Holstein Kiel eingesetzt werden. „Beide sind absolut fit, machen einen guten Eindruck“, sagte Trainer Dimitrios Grammozis am Freitag. „Von daher sind sie auf jeden Fall auch Startelf-Kandidaten.“ Lode spielte bislang zweimal für das Nationalteam um Dortmunds Sturm-Superstar Erling Haaland.

Corona: Zwei Drittligaspiele abgesagt

Das für Sonnabend angesetzte Spiel der 3. Liga zwischen dem Halleschen FC und Türkgücü München ist abgesagt worden. Grund dafür ist ein positiv auf die Omikron-Variante des Coronavirus getesteter Mitarbeiter von Türkgücü, der auch zahlreiche Kontakte mit Spielern hatte. Diese müssen in Quarantäne, da das Münchner Gesundheitsamt die dafür neu festgelegten Regeln erst ab Montag umsetzt.

Das Spiel wäre das Pflichtspiel-Debüt für Halles neuen Trainer Andre Meyer gewesen. Zudem hätten im Stadion der Gastgeber 7500 Zuschauerinnen und Zuschauer anwesend sein dürfen.

Auch die für Sonntag geplante Partie zwischen Viktoria Berlin und Eintracht Braunschweig wurde abgesetzt. Nach einem Corona-Ausbruch und der daraus resultierenden Quarantänesituation stehen den Gastgebern weniger als 16 einsatzberechtige Spieler zur Verfügung, womit die Mindestgrenze unterschritten ist. Bereits zuvor war das Duell zwischen dem FSV Zwickau und Viktoria Köln abgesagt worden.

Stuttgart bezieht Kurztrainingslager in Spanien

Bundesligist VfB Stuttgart wird in der kurzen Pause im Januar ein Trainingslager in Spanien beziehen. Vom 23. bis 28. Januar reisen die Schwaben nach Marbella.

„Die Bundesliga-Pause nach dem 20. Spieltag bietet eine sehr gute Möglichkeit, nach der nur kurzen Unterbrechung zwischen Hin- und Rückrunde intensiv und zielgerichtet im Training zu arbeiten“, sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat und ergänzte: „Natürlich wurden bei der Planung alle coronabedingt notwendigen Überlegungen angestellt und die entsprechenden Maßnahmen getroffen.“

Weiteres Premier-League-Spiel wegen Corona abgesagt

Nächste Spielabsage in der englischen Premier League: Die für Sonnabend angesetzte Partie zwischen dem FC Burnley und Leicester City ist wegen mehrerer Coronafälle abgesagt worden. Das teilte die Liga nach einer Sitzung am Freitag mit. Burnley hatte zuvor mitgeteilt, nicht mehr genügend Spieler zur Verfügung zu haben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

FC Sevilla holt Flügelspieler Corona

Corona-Transfer beim FC Sevilla: Der spanische Erstligist hat Jesús Manuel Corona vom FC Porto verpflichtet. Wie der Club am Freitag mitteilte, unterschrieb der Mexikaner einen Vertrag bis 2025.

Beim Tabellenzweiten der spanischen Liga, der fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Real Madrid hat, soll Corona den rechten Flügel verstärken. Der 29-Jährige hatte seit 2015 für Porto gespielt und war 2018 und 2020 portugiesischer Meister geworden.

Skandal um Afrika-Cup-Schiedsrichter: Protest abgewiesen

Nach dem Schiedsrichter-Skandal beim Afrika Cup im Vorrundenspiel gegen Mali (0:1) ist der Protest des Mitfavoriten Tunesien abgewiesen worden. Der sambische Unparteiische Janny Sikazwe hatte die Partie in der Gruppe F gleich zweimal zu früh beendet. Essam Abd el-Fatah, Schiedsrichterchef des Kontinentalverbandes CAF, verteidigte ihn: Sikazwe habe einen Hitzschlag erlitten und sei dehydriert gewesen: „Er hat völlig die Konzentration verloren.“

Zunächst pfiff Sikazwe in der 86. Minute beim Stand von 1:0 für Mali ab, bemerkte seinen Fehler nach Protesten der tunesischen Seite, entschuldigte sich und ließ mit Schiedsrichterball weiterlaufen. Der endgültige Abpfiff der Begegnung im kamerunischen Limbe erfolgte nach 89:45 Minuten und damit mindestens 15 Sekunden zu früh. Das Schiedsrichterteam musste unter dem Schutz von Sicherheitskräften das Spielfeld verlassen.

Etwa eine halbe Stunde später, die Pressekonferenz war bereits in vollem Gange, schien das Spiel wieder aufgenommen zu werden. Die Malier mit den Bundesligaprofis Amadou Haidara von RB Leipzig und Diadie Samassekou (TSG Hoffenheim) kehrten auf das Spielfeld zurück, um die letzten Sekunden der regulären Spielzeit und eine mögliche Nachspielzeit zu bestreiten. Die Tunesier mit dem Kölner Ellyes Skhiri blieben jedoch in der Kabine.

Hoffenheim verleiht Bogarde an Groningen

Bundesligist TSG Hoffenheim verleiht Defensivspieler Melayro Bogarde (19) bis zum Saisonende an den niederländischen Erstligisten FC Groningen. Das teilte der Club am Freitag mit. Bogarde war 2018 zur TSG gewechselt, kam zuletzt aber nur selten zum Einsatz. Der Niederländer besitzt im Kraichgau noch einen Vertrag bis 2024.

Köln verpflichtet Sturmtalent Mekoma

Der 1. FC Köln hat Sturmtalent Jeremy Mekoma verpflichtet. Der 17-Jährige wechselt im Sommer zu den Rheinländern und ist dort für die U-21-Mannschaft eingeplant, wie der FC am Freitag mitteilte. Mekoma spielt in der Rückrunde noch für den rheinland-pfälzischen Oberligisten FC Karbach, soll aber auch schon zweimal pro Woche mit dem Nachwuchsteam der Kölner trainieren, um sich an das Regionalliga-Niveau zu gewöhnen.

Real Madrid meldet neuen Corona-Fall

Real Madrid muss im Finale des spanischen Supercups auf den früheren Leverkusener Dani Carvajal verzichten. Wie der Club am Freitag mitteilte, ist der 30 Jahre alte Rechtsverteidiger positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Im Endspiel trifft Real am Sonntag (19.30 Uhr) in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad auf Athletic Bilbao. Im Halbfinale gegen den FC Barcelona (3:2 n.V.) am vergangenen Mittwoch hatte Carvajal in der Startelf gestanden.

Stuttgarts Stürmer Al Ghaddioui wechselt nach Zypern

Angreifer Hamadi Al Ghaddioui wechselt vom Bundesligisten VfB Stuttgart mit sofortiger Wirkung nach Zypern zu Pafos FC. Der 31-Jährige war 2019 von Jahn Regensburg zum VfB gekommen und hatte 49 Pflichtspiele (13 Tore) für die Schwaben absolviert. Sein Vertrag wäre im Sommer ausgelaufen.

Milan müht sich im Pokal ins Viertelfinale

Der AC Mailand ist im Achtelfinale der Coppa Italia gegen den kriselnden FC Genua nur mit viel Mühe und dank eines späten Traumtors seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Ohne seinen gesperrten Superstar Zlatan Ibrahimovic gewann Milan am Donnerstagabend im Giuseppe-Meazza-Stadion nach Verlängerung 3:1 (1:1, 0:1) und steht damit in der Runde der besten acht des italienischen Pokals.

Torjäger Olivier Giroud (74.) und die beiden Joker Rafael Leao mit einem überraschenden Schlenzer vom linken Strafraumrand (102.) sowie Alexis Saelemaekers (113.) trafen für den fünfmaligen Pokalsieger, Leo Östigard hatte den vom früheren Milan-Weltklassestürmer Andrej Schewtschenko trainierten Außenseiter früh in Führung gebracht (17.). Beim fünfmaligen Pokalsieger gab der 20-jährige Daniel Maldini genau wie sein Vater Paolo vor 37 Jahren mit einem Coppa-Spiel gegen Genua sein Startelfdebüt.

Florenz schaltet Titelverteidiger Neapel aus

In einer wilden Partie mit insgesamt drei Platzverweisen hatte zuvor der AC Florenz beim Vorjahres-Halbfinalisten SSC Neapel nach Verlängerung 5:2 (2:2, 1:1) gewonnen. Napoli glich in Unterzahl in der fünften Minute der Nachspielzeit aus. In der Verlängerung sorgte der frisch von Hertha BSC verpflichtete Krzystof Piatek bei seinem Debüt mit dem vierten Fiorentina-Treffer für die Vorentscheidung (108.)

Im Viertelfinale am 9. Februar trifft Milan auf den Sieger der Partie zwischen Lazio Rom und Udinese Calcio, die am kommenden Dienstag (17.30/DAZN) ausgetragen wird.

Liverpool gegen Arsenal trotz Überzahl torlos

Trotz mehr als einstündiger Überzahl ist der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp nicht über ein 0:0 gegen den FC Arsenal im Halbfinal-Hinspiel des englischen Fußball-Ligapokals hinausgekommen. Die Entscheidung fällt nun im Rückspiel am 20. Januar, wer im Finale auf den FC Chelsea trifft. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel hatte sich mit 2:0 und 1:0 gegen Tottenham Hotspur durchgesetzt.

Ursprünglich war das Hinspiel zwischen Arsenal und Liverpool am 6. Januar in London angesetzt gewesen. Wegen zahlreicher positiver Corona-Tests bei Klopps Team war das Spiel aber verlegt worden, was für Ärger sorgte. Denn später berichtete der Liverpool-Coach, dass sich fast alle positiven Testergebnisse als falsch herausgestellt hätten und die isolierten Spieler anschließend negativ getestet worden seien.

An der Anfield Road war Liverpool nun die klar bessere Mannschaft, zumal der Ex-Gladbacher Granit Xhaka wegen einer Notbremse bereits in der 24. Minute die Rote Karte gesehen hatte. Die Gastgeber konnten den Ball aber nicht im Tor unterbringen. Dabei machte sich das Fehlen der beiden beim Afrika-Cup spielenden Stürmerstars Sadio Mané und Mohamed Salah bemerkbar.

Atlético verpasst trotz Führung Stadtduell im Supercup-Finale

Der spanische Meister Atletico Madrid hat trotz eines kuriosen Eigentors zur Führung das Endspiel um den nationalen Supercup verpasst. Die Mannschaft von Trainer Diego Simeone verlor am Donnerstag ihr Halbfinale in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad gegen Titelverteidiger Athletic Bilbao 1:2 (0:0). Bilbao trifft im Finale am Sonntag, das an gleicher Stelle ausgetragen wird, auf Rekordmeister Real Madrid.

Yeray Alvarez (77.) und der elf Minuten zuvor eingewechselte Nico Williams (81.) drehten die Partie mit einem späten Doppelschlag. Zuvor hatte Bilbao-Keeper Unai Simon Atletico unfreiwillig in Führung gebracht (62.): Ein von Joao Felix geköpfter Ball sprang zunächst an den Pfosten und kullerte dann vom Rücken des am Boden liegenden spanischen Nationaltorhüters über die Linie. In der Nachspielzeit sah Atleticos Jose Maria Gimenez wegen eines groben Foulspiels Rot.

Am Dienstag hatte Rekordmeister Real Madrid nach einem Clasico-Sieg als erstes Team das Endspiel erreicht. Der La-Liga-Tabellenführer besiegte im ewig jungen Duell den Erzrivalen FC Barcelona nach Verlängerung mit 3:2.

( SID/dpa )

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