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Medienbericht: Rangnick vor Wechsel zu Manchester United

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Ralf Rangnick könnte unter Umständen bald auf der Insel anheuern.

Ralf Rangnick könnte unter Umständen bald auf der Insel anheuern.

Foto: Imago/Sven Simon

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Donnerstag, den 25. November 2021:

Europa League: Eintracht Frankfurt muss weiter zittern

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat in der Europa League den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale verpasst. Das Team von Trainer Oliver Glasner kam im letzten Heimspiel der Vorrunde gegen Royal Antwerpen nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und muss deshalb in Gruppe D bis zum letzten Spieltag um Platz eins zittern. Damit könnten die Hessen die Zwischenrunde im Februar überspringen.

Daichi Kamada (13.) brachte die SGE mit seinem Treffer in Führung. Radja Nainggolan (33.) und Mbwana Samatta (88.) drehten das Spiel zugunsten des ältesten Klubs Belgiens. Goncalo Paciencia (90.+4) glich spät aus. Bereits vor dem fünften Spieltag war Frankfurt der Einzug in die K.o.-Runde nicht mehr zu nehmen, für den sicheren Gruppensieg muss Frankfurt nun am 9. Dezember bei Fenerbahce Istanbul punkten.

Europa League: Leverkusen vorzeitig im Achtelfinale

Bayer Leverkusen ist als Gruppensieger direkt in das Achtelfinale der Fußball-Europa League eingezogen. Das Werks-Team kam am fünften und vorletzten Spieltag in der Gruppe G zu einem verdienten 3:2 (1:1) gegen Celtic Glasgow und kann in seinem letzten Spiel in zwei Wochen bei Ferencvaros Budapest nicht mehr von Platz eins verdrängt werden.

Robert Andrich (16./82.) und Moussa Diaby (87.) trafen am Donnerstagabend für die Gastgeber vor 19 830 Zuschauern. Josip Juranovic (40.) per Foulelfmeter und Jota (56.) hatten die Schotten zwischenzeitlich in Führung geschossen.

Medienbericht: Rangnick vor Wechsel zu Manchester United

Ralf Rangnick soll laut einem Bericht neuer Trainer beim englischen Rekordmeister Manchester United werden. Nach Information von „The Athletic“ wird der 63-Jährige, der in der Bundesliga unter anderem RB Leipzig, die TSG Hoffenheim und den FC Schalke trainierte, das Amt interimsweise bis zum Saisonende übernehmen. Darauf hätte sich Man United mit dem Coach geeinigt. Ein Berater Rangnicks sagte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag auf Anfrage: „An der Geschichte ist was dran.“

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Rangnicks derzeitiger Verein Lokomotive Moskau, bei dem er als Sportdirektor arbeitet, aus seinem Vertrag entlässt. Laut „The Athletic“ soll Rangnick dann bei den Red Devils einen Vertrag über sechs Monate bis Ende Mai unterschreiben und dem Verein anschließend zwei weitere Jahre als Berater zur Seite stehen.

Die „Daily Mail“ hatte am Mittwoch berichtet, dass Ralf Rangnick eben dem früheren Dortmunder Coach einer von fünf möglichen Kandidaten auf die Nachfolge von Ole Gunnar Solskjaer sei. Von dem Norweger hatte sich Man United am Sonntag nach einer 1:4-Blamage beim Abstiegskandidaten FC Watford getrennt. Der Club hofft, ab Sommer Mauricio Pochettino, den derzeitigen Trainer von Paris Saint-Germain verpflichten zu können.

Zorc nach BVB-Aus in der Königsklasse: "Harter Rückschlag"

Das Vorrunden-Aus in der Champions League trifft Borussia Dortmund in vielen Bereichen. „Es ist nicht nur finanziell, sondern auch sportlich und auch vom Image ein Rückschlag. Das müssen wir ganz klar einräumen. In dieser Situation, aus Corona kommend - und wir wissen nicht, was in den nächsten Wochen passiert -, da musst du in der Europa League schon sehr weit kommen, um das wirtschaftlich zu kompensieren. Es ist ein harter Rückschlag“, sagte Sportdirektor Michael Zorc nach dem 1:3 (0:2) bei Sporting Lissabon.

Der DFB-Pokal-Sieger hat durch die Niederlage sein erstes Saisonziel verpasst und spielt nach der Winterpause in der Europa League weiter. „Es ist ein bitterer Moment, das muss man so klar sagen. Wir sind in der Champions League gescheitert. Insbesondere nachdem wir die ersten beiden Spiele gewonnen haben, ist das einfach schwach. Es tut im Moment nur weh“, sagte Zorc.

Ex-Frankfurter Profi stellt Champions-League-Rekord auf

Sebastien Haller hat einen Rekord in der Champions League aufgestellt. Der Stürmer von Ajax Amsterdam traf beim 2:1 (0:1)-Sieg seiner Mannschaft am Mittwochabend bei Besiktas Istanbul doppelt und hat nun neun Tore auf dem Konto. Damit hat er in seiner ersten Königsklassen-Saison einmal häufiger getroffen als Borussia Dortmunds Erling Haaland in der Saison 2019/20, als der Norweger noch für RB Salzburg gespielt hatte.

Dabei kam Haller, der zwischen 2017 und 2019 für den Bundesligisten Eintracht Frankfurt spielte, in Istanbul nur von der Bank. „Wenn man zum ersten Mal in der Champions League spielt, dann erwartet man mit Sicherheit keine neun Tore von sich. Ich lebe meinen Traum, denn das ist ein sehr spezieller Wettbewerb. Das gilt aber nicht nur für mich, sondern auch für Ajax“, sagte Haller, der mit dem niederländischen Meister bereits vorzeitig im Achtelfinale steht und nicht mehr von der Spitze der Gruppe C zu verdrängen ist.

Neapel ehrt Diego Maradona mit drei Statuen

Ein Jahr nach dem Tod Diego Maradonas enthüllt die süditalienische Stadt Neapel drei Bronzestatuen zu Ehren der argentinischen Fußball-Legende. Eine erste Statue soll im Stadion enthüllt werden, die nach dem Tod des Argentiniers in „Stadio Diego Armando Maradona“ umbenannt wurde.

Sie wurde vom Künstler Domenico Sepe entworfen. Eine zweite Statue, die den „Pibe de Oro“ (Goldjungen) in seiner Größe von 1,67 Meter zeigt, soll vor der Arena aufgestellt werden.

Das dritte Bronzewerk, das den Titel „Der Traum des Heldens“ trägt, ist drei Meter groß und wurde im nationalen Museum Neapels als zeitgenössische Skulptur inmitten Tausender archäologischer Gegenstände altrömischem Zeitalters installiert.

An der Enthüllung der Statuen in und außerhalb des Stadions werden sich am Donnerstag Mitglieder von Neapels Gemeinderat, ehemalige Teamkollegen Maradonas bei der SSC Neapel sowie der Sohn des Fußball-Stars, Diego Armando Maradona junior, beteiligen.

Das argentinische Fußball-Genie hatte von 1984 bis 1991 für Napoli gespielt. Mit ihm gewann der Verein 1989 den Uefa-Cup und wurde in den Jahren 1987 und 1990 italienischer Meister. Seitdem genoss Maradona Kult-Status am Vesuv. Maradona war am 25. November 2020 im Alter von 60 Jahren gestorben.

Trainer Pochettino flirtet mit Manchester United

Inmitten der Spekulationen um seine Zukunft will sich Trainer Mauricio Pochettino bei Paris Saint-Germain nicht beirren lassen. „Die Spieler kennen die Situation und sie kennen das Geschäft. Diese Spekulationen gehören dazu - mal sind sie positiv, mal negativ. Ich muss mit ihnen darüber aber nicht sprechen“, sagte der Coach des französischen Star-Ensembles am Mittwochabend nach seinem Auftritt in Manchester.

Im Champions-League-Spitzenspiel der Gruppe A bei Manchester City hatte er mit PSG mit 1:2 (1:0) verloren, steht aber im Achtelfinale der Königsklasse. Den Argentinier umwehen Gerüchte um einen Wechsel zu Citys Stadtrivalen United, die vorerst nicht leiser werden.

Englische Medien hatten berichtet, dass Pochettino bei PSG unzufrieden sei. In Paris lebt er noch in einem Hotel, während seine Familie in London wohnt. Der 49-Jährige hatte zuvor die Tottenham Hotspur gecoacht. Bei United war am vergangenen Wochenende durch die Trennung von Ole-Gunnar Solskjaer ein Platz an der Seitenlinie freigeworden.

Hertha BSC einigt sich mit Stadt Berlin auf Zuschauerkapazität

Maximal 39 738 Fans können am Samstag zum Heimspiel von Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg ins Berliner Olympiastadion kommen. Zunächst hatte der Hauptstadt-Club die Vollauslastung mit 74 000 Zuschauerinnen und Zuschauern unter 2G-Bedingungen beantragt. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sportund Hertha BSC einigten sich nun auf eine geringere Auslastung an diesem Sonnabend (15.30 Uhr/Sky). Zugelassen sind nur genesene oder geimpfte Personen. Auch auf den zugewiesenen Plätzen im Stadion ist das Tragen einer medizinischen oder einer FFP2-Maske vorgeschrieben.

Die nun festgelegte Zuschauer-Obergrenze entspreche bereits den Vorgaben der geänderten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die der Senat in Berlin beschlossen habe, hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag. „Bei Zuschauerzahlen über 5000 können noch 50 Prozent der restlichen freien Platzkapazität ausgelastet werden.“ Eigentlich trete die Beschränkung der zulässigen Personenzahl bei Großveranstaltungen erst ab dem 1. Dezember in Kraft.

Der nächste Corona-Fall beim FC Bayern München

Wer den Hohn hat, braucht für den Spott laut einem Sprichwort nicht zu Sorgen. "Bayern München wird die erste Mannschaft sein, die Herdenimmunität hat", war nach den Corona-Infektionen bei Joshua Kimmich und Eric-Maxim Choupo Moting beispielsweise bei Twitter zu lesen. Und am Donnerstag kam offenbar der nächste Corona-Fall dazu. So soll Torwarttrainer Toni Tapalovic positiv auf Covid-19 getestet worden sein. Eine offizielle Bestätigung seitens des Rekordmeisters steht noch aus.

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat Kimmich derweil nach dessen Corona-Ansteckung eine „schnelle vollständige Genesung“ gewünscht. „Der Fall zeigt, wir schwer es ist, ungeimpft heute Covid zu vermeiden.“ In der Gruppe der Ungeimpften liege die Inzidenz weit über 1000, schrieb der SPD-Politiker bei Twitter und warnte zugleich: „Das Risiko ist unbeherrschbar.“

Kimmich ist positiv auf das Coronavirus getestet worden, hatte der FC Bayern München am Mittwoch bestätigt. Der bislang ungeimpfte 26-Jährige befand sich zuletzt in Quarantäne, nachdem er Kontakt zu einer positiv getesteten Person gehabt hatte.

Seit Wochen stand Kimmich deutschlandweit im Mittelpunkt von öffentlichen Debatten, nachdem der Bayern-Profi Ende Oktober eingeräumt hatte, nicht gegen das Coronavirus geimpft zu sein. Er habe „persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht“, hatte Kimmich sein Zögern begründet.

( sid/dpa/ber )

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