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Gladbach verliert in Mainz zwei Punkte und zwei Spieler

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Borussia Mönchengladbachs Breel Embolo (M.) verlässt verletzt das Spielfeld in Mainz.

Borussia Mönchengladbachs Breel Embolo (M.) verlässt verletzt das Spielfeld in Mainz.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Freitag, den 5. November 2021:

Gladbach verliert in Mainz zwei Punkte und zwei Spieler

Borussia Mönchengladbach hat bei der Aufholjagd im Kampf um einen Champions-League-Platz einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen müssen. Beim FSV Mainz 05 kam das Team von Trainer Adi Hütter am Freitagabend zum Auftakt des elften Bundesliga-Spieltages nur zu einem 1:1 (1:0).

Vor der maximalen Zuschauerzahl von 25.000 hatte Florian Neuhaus (38.) die Gladbacher nach einem Patzer des Mainzer Schlussmannes Robin Zentner mit einem Tor aus Nahdistanz in Führung gebracht. Der verdiente Ausgleich für die Mainzer in dem umkämpften Spiel gelang Silvan Widmer (76. Minute) mit einem sehenswerten Schuss in den Torwinkel. Mainz behauptete Tabellenplatz fünf, Mönchengladbach verbesserte sich vorerst auf den neunten Rang.

Nach knapp einer halben Stunde ereilte die Gäste gleich doppelt das Verletzungspech. Erst musste Nico Elvedi nach einem Foul mit einer Sprunggelenksblessur vom Platz und wurde durch Florian Neuhaus ersetzt. Kurz darauf humpelte Breel Embolo mit lädiertem Oberschenkel vom Feld, für ihn feierte der lange verletzte Marcus Thuram sein Comeback.

Bremen schlägt in Nürnberg spät zurück und jubelt

In einem packenden Spiel hat der SV Werder Bremen dem 1. FC Nürnberg durch zwei späte Tore die erste Heimniederlage in der 2. Bundesliga zugefügt. Stürmer Niclas Füllkrug (80.) und der eingewechselte Leonardo Bittencourt (88.) wendeten am Freitagabend beim 2:1 (0:1) die Partie für die Bremer, die lange ihre Chancen nicht verwerteten oder am herausragenden Ex-HSV-Torwart Christian Mathenia verzweifelten.

Vor 25.000 Zuschauern im ausverkauften Max-Morlock-Stadion köpfte der nur 1,71 Meter große Nikola Dovedan in der 19. Minute eine präzise Flanke von Taylan Duman freistehend zur Nürnberger Pausenführung ins Tor. Füllkrug und Bittencourt belohnten in der zweiten Häfte den Sturmlauf der Gäste. Der „Club“ schaffte zu wenig Entlastung. Die Nürnberger bleiben bei 21 Punkten, Werder hat jetzt 19 Zähler.

Kiel dreht Spiel gegen Dresden per Doppelschlag

Dynamo Dresden befindet sich in der 2. Bundesliga weiter im Sinkflug. Am 13. Spieltag kassierten die Sachsen bei Holstein Kiel nach Führung ein 1:2 (1:0) und damit ihre fünfte Niederlage in Folge. Die Gastgeber feierten indessen unter ihrem neuen Trainer Marcel Rapp im vierten Ligaspiel den ersten Sieg und zogen in der Tabelle am Gegner vorbei.

Benedikt Pichler (65., Foulelfmeter) und Fabian Reese (66.) drehten mit einem Doppelschlag die Partie zugunsten des Beinahme-Aufsteigers aus Schleswig-Holstein, der sich mit 14 Punkten zunächst etwas von den Abstiegsrängen entfernte. Heinz Mörschel (32.) hatte Dynamo (13) in Führung gebracht. Aufseiten der Kieler vergab Alexander Mühling einen Handelfmeter (45.+1).

Moukoko und Becker kehren zur U-21-Nationalmannschaft zurück

Trainer Antonio Di Salvo hat am Freitag drei Neulinge für die letzten EM-Qualifikationsspiele der U21-Fußball-Nationalmannschaft im Jahr 2021 nominiert. Noah Atubolu (SC Freiburg), Marton Dardai (Hertha BSC) und Jan Thielmann (1. FC Köln) könnten gegen Polen am 12. November (18.15 Uhr/ProSieben MAXX) in Großaspach oder San Marino am 16. November (18.15 Uhr/ProSieben MAXX) in Ingolstadt ihr Debüt geben. Mit zwölf Punkten liegt U21-Europameister Deutschland auf Platz eins der Qualifikationsgruppe B, Polen ist mit sieben Zählern hinter Israel (9 Punkte) Dritter.

Ebenfalls wieder nominiert wurden der Dortmunder Youssoufa Moukoko und der Stuttgarter Roberto Massimo, die bereits vor dem Spiel in Paderborn gegen Israel (3:2) das Teamquartier verlassen mussten. Dazu kehren Finn Ole Becker vom FC St. Pauli und Lars Lukas Mai (Werder Bremen) nach Verletzungen in den Kader zurück. Verzichten muss Di Salvo auf Shinta Appelkamp (Fortuna Düsseldorf) und Maximilian Bauer (Greuther Fürth) nach Corona-Infektionen sowie Malik Tillman (Bayern München) und Jordan Beyer (Borussia Mönchengladbach) wegen Verletzungen.

PSG verärgert: Messi reist verletzt zur Nationalmannschaft

Superstar Lionel Messi (34) fällt bei Paris St. Germain weiterhin aus. Der Angreifer wird trotz seiner anhaltenden Oberschenkelprobleme und Knieschmerzen aber die anstehend Reise zur Nationalmannschaft antreten.

„Er wird nach Argentinien fliegen, und wir werden sehen, ob er spielen kann“, sagte PSG-Trainer Mauricio Pochettino, der wie zuletzt in der Champions League bei RB Leipzig (2:2) unter der Woche bei Girondins Bordeaux (Samstag, 21.00 Uhr) auf Messi verzichten muss.

Argentinien tritt in der Qualifikation für die WM 2022 in Katar am 13. November auf Uruguay, vier Tage später steht der Klassiker gegen Brasilien an.

Für Messi ist es bereits der vierte verletzungsbedingte Ausfall in dieser Saison. Am Freitag ließ sich der sechsmalige Weltfußballer erneut wegen „seiner Knieschmerzen und Kniesehnenbeschwerden“ behandeln, wie der Club mitteilte. Sergio Ramos soll nächste Woche wieder mit dem Team trainieren.

Newcastle United will DFB-Keeper ter Stegen

Der kürzlich von einem saudischen Konsortium übernommene britische Fußballclub Newcastle United will nach einem Bericht der spanischen Zeitung „El Nacional“ den deutschen Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen beim FC Barcelona abwerben. Der abstiegsgefährdete Club der Premier League sei bereit, dem in einer Finanzkrise steckenden katalanischen Verein eine Ablösesumme in Höhe von 55 Millionen Euro zu zahlen, schrieb die Zeitung ohne Nennung von Quellen. Die beiden Clubs sowie ter Stegen äußerten sich auch am Freitag zunächst nicht zu dem Bericht.

Barça, das unter einem Schuldenberg von 1,35 Milliarden Euro ächzt, könnte das Geld gut gebrauchen. Zudem seien die Leistungen des 29-jährigen Deutschen zuletzt nicht mehr so spektakulär gut gewesen wie früher, gab die Zeitung zu bedenken. Größtes Hindernis für einen Wechsel ter Stegens sei jedoch ter Stegen selbst. Er fühle sich in Barcelona wohl und habe immer gesagt, dass er nach seiner Zeit in Katalonien nach Deutschland zurückkehren wollen, schrieb „El Nacional“

RB-Trainer Marsch flirtet mit Stürmer Adeyemi

Trainer Jesse Marsch von Fußball-Bundesligist RB Leipzig macht kein Geheimnis um sein Interesse am heiß umworbenen Nationalspieler Karim Adeyemi. „Sicher möchte ich diesen Jungen gerne in Leipzig haben“, sagte Marsch vor dem Topspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Dortmund: „Ich habe in den letzten Monaten ein paar Mal mit Karim gesprochen, das habe ich mit vielen Salzburg-Spielern gemacht.“

Genauer habe Marsch dem Angreifer von RB Salzburg mitgeteilt, „dass er es gut gemacht hat in dieser Saison und es mich stolz macht, was er für Leistungen zeigt“. Marsch war vor der Saison aus Salzburg gekommen, dort hatte er dem 19-Jährigen zum Debüt bei den Profis verholfen. Der BVB und der FC Bayern sollen neben zahlreichen Top-Clubs am gebürtigen Münchener baggern.

Adeyemi, der seit Saisonstart in der Champions League und der Liga auf 13 Treffer kommt, sei momentan erst „bei 20 Prozent von seinem totalen Potenzial, das sagt viel über diesen Jungen“, betonte Marsch: „Ich kann nur positive Dinge über Karims Persönlichkeit und in der täglichen Arbeit sagen. Er ist überragend im letzten Drittel und immer gefährlich.“

Marsch habe zu Adeyemi eine ähnliche „Beziehung, wie ich sie mit Szobo (Dominik Szoboszlai, d.Red.) gehabt habe“, äußerte der RB-Coach. Szoboszlai war im Sommer für über 20 Millionen Euro von Salzburg nach Leipzig gewechselt.

Nach Regenchaos: Hertha BSC kriegt neuen Rasen

Der im Conference-League-Spiel von Union Berlin gegen Feyenoord Rotterdam (1:2) stark in Mitleidenschaft gezogene Rasen im Olympiastadion wird bis zum übernächsten Heimspiel von Hertha BSC erneuert. „Die gute Nachricht: wir bekommen einen neuen Rasen“, kündigte die Olympiastadion GmbH am Freitag bei Twitter an. „Die Schlechte: leider nicht bis Sonntag.“ Am Sonntag empfangen die Berliner in der Fußball-Bundesliga Bayer 04 Leverkusen (15.30 Uhr/DAZN).

Beide Mannschaften müssen sich auf einen holprigen Untergrund einstellen. Der Dauerregen hatte den Rasen am Donnerstagabend komplett aufgeweicht. Das holprige Geläuf wurde auch Union-Torwart Andreas Luthe zum Verhängnis, der einen Rückpass nicht kontrollieren konnte, ausrutschte und so das 1:2 verschuldete. Unions Rani Khedira hatte anschließend wegen der Wetterbedingungen von einem „beschissenen Platz“ gesprochen.

Die Olympiastadion GmbH verspricht für Sonntag einen gut bespielbaren Platz: „Wir arbeiten in Hochtouren daran, dass das Sonntagsspiel zwischen @HerthaBSC und @bayer04fussball ordentlich über die Bühne gehen kann!“

In der anschließenden Länderspielpause soll der neue Rasen verlegt werden, sodass Hertha im dann anstehenden Heimspiel gegen den FC Augsburg am 27. November auf einem neuen Untergrund spielen kann.

Wirbel um Xavi: Al-Sadd erteilt Freigabe für Barcelona

Der Weg ist frei: Klub-Idol Xavi (41) steht unmittelbar vor einer Rückkehr zum FC Barcelona. Der Wunschkandidat auf den Trainerposten bei den Katalanen erhielt am Freitag die Freigabe seines bisherigen Klubs Al-Sadd aus Katar.

Al-Sadd habe dem „Wechsel von Xavi nach Barcelona nach Zahlung der vertraglich festgelegten Ausstiegsklausel zugestimmt“, schrieb der Klub bei Twitter: „Wir haben eine zukünftige Zusammenarbeit mit Barcelona vereinbart. Xavi ist ein wichtiger Teil der Geschichte von Al-Sadd und wir wünschen ihm viel Erfolg.“ Barca-Präsident Joan Laporta erklärte am Freitagabend bei Mundo Deportivo: „Xavi wird Barcelonas Trainer werden. Xavis Vertrag steht kurz vor der Vollendung“.

Nach der Entlassung von Ronald Koeman gilt Vereinsikone Xavi als klarer Favorit auf das Traineramt bei Barca. Der frühere Mittelfeldstratege ist ein Eigengewächs des Klubs, spielte von 1991 bis 2015 für den Traditionsverein, bevor er zu Al-Sadd FC wechselte. Dort war der 41-Jährige seit 2019 Trainer und vertraglich ursprünglich noch bis 2023 gebunden.

( SID/dpa )

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