Fußball-Ticker

Marc Rzatkowski tritt in Konkurrenz mit Ex-Club FC St. Pauli

| Lesedauer: 22 Minuten
Der ehemalige St.-Pauli-Profi Marc Rzatkowski ist wieder in der Zweiten Bundesliga untergekommen.

Der ehemalige St.-Pauli-Profi Marc Rzatkowski ist wieder in der Zweiten Bundesliga untergekommen.

Foto: Imago/Icon SMI

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Dienstag, den 21. September 2021:

31.000 Fans? Eintracht bekommt es nicht hin

Eintracht Frankfurt darf am Sonnabend gegen den 1. FC Köln nach eigenen Angaben vor 31.000 Zuschauer spielen, lässt aber aus organisatorischen Gründen nur 25.000 Fans zu. Das Gesundheitsamt Frankfurt habe die Genehmigung des Antrags für bis zu 31.000 Zuschauer unter der Berücksichtigung der 2G-Regelung im Stehplatzbereich in Aussicht gestellt, so der Bundesligist am Dienstag. „Aufgrund der Kurzfristigkeit und den damit verbundenen organisatorischen Herausforderungen nimmt Eintracht Frankfurt allerdings Abstand von dieser Option“, hieß es.

Nach der vorgesehenen Beschlusslage könnten erstmals seit dem 4. März 2019 wieder alle Stehplätze für Heim- und Auswärtsfans im Deutsche Bank Park geöffnet werden. Die Eintracht belässt es aber gegen Köln bei maximal 25.000 Sitzplätzen wie bei den beiden ersten Heimspielen dieser Saison.

„Für einen Großteil unserer organisierten Fanszene ist die Rückkehr zur Normalität auch eine Frage der Geschlossenheit. Daher kann es auch für uns nur ein zentrales Ziel sein, die Zulassung von Getesteten in Stehplatzblöcken zu erreichen“, sagte Eintracht-Justiziar Philipp Reschke. „Im Übrigen ist ein Einzelverkauf der Stehplatztickets im freien Verkauf ab Freitag schlicht nicht darstellbar.“

„Ehrlich schwer“: Lewandowski über Goldenen Schuh

Mit unfassbaren 41 Toren hat Weltfußballer Robert Lewandowski in der vergangenen Saison den vermeintlich ewigen Bundesliga-Rekord von Gerd Müller geknackt – jetzt erhielt er den verdienten Lohn. Der Ausnahmestürmer von Bayern München hat am Dienstag im Klubmuseum in der Allianz Arena den Goldenen Schuh für Europas besten Liga-Torjäger erhalten.

„Ist ehrlich schwer, wirklich“, sagte Lewandowski mit einem Schmunzeln, als er die begehrte Trophäe in Händen hielt: „Ich bin sehr stolz, sehr zufrieden.“ Er könne noch immer nicht glauben, dass er Müllers 40 Treffer aus der Spielzeit 1971/72 wirklich übertroffen hat.

„Ich muss meiner Frau Danke sagen. Sie ist eine große Stütze für mich und eine Motivation, wenn es mal ein bisschen schlechter geht“, sagte der 33-Jährige, dessen Frau Anna unter den Gästen war. „Er ist ein wunderbarer Mensch, Athlet, Partner, Freund und Ehemann“, sagte sie, „ich bin so stolz auf ihn.“

Auch Bayern-Boss Oliver Kahn und Trainer Julian Nagelsmann wohnten der Zeremonie bei. „Seine grandiose Leistung“ werde „auf ewig in Erinnerung bleiben“, sagte Präsident Herbert Hainer in seiner Laudatio: „Der Goldene Schuh passt dir wie angegossen. Schön, dass du bei uns bist. Lass uns weiter gemeinsam Geschichte schreiben!“

Lewandowski nahm diesen Ball auf und versprach: „Es ist noch nicht vorbei. Wir sind noch immer hungrig auf mehr Titel.“ Bundestrainer Hansi Flick, Förderer Jürgen Klopp und Fifa-Präsident Gianni Infantino gratulierten ihm in Videobotschaften.

Der Goldene Schuh wird seit 1968 vergeben. Seit 1997 von den European Sports Media, dem Verbund der wichtigsten europäischen Sportmagazine, dem der kicker und die FAZ angehören. Tore in Topligen werden dabei doppelt gewertet.

Lewandowski hatte sich in der abgelaufenen Spielzeit mit 82 Punkten klar vor den Weltstars Lionel Messi (FC Barcelona/60) und Cristiano Ronaldo (Juventus Turin/58) durchgesetzt. Vor ihm war Gerd Müller (1970 und 1972) der einzige Bundesliga-Schützenkönig, der diesen prestigeträchtigen Preis erringen konnte.

Wieder weniger Zuschauer für Leipzig

RB Leipzig darf am Sonnabend gegen Hertha BSC (15.30 Uhr/Sky) wegen der zuletzt gestiegenen Corona-Inzidenzzahlen in der Messestadt nur 23.500 Fans in die Red Bull-Arena lassen. Beim Spitzenspiel gegen den FC Bayern München durften zuletzt alle Dauerkarten-Inhaber auf ihren Stammplatz zurückkehren.

Der Vizemeister will zunächst weiter an der 3G-Regel festhalten. Das bedeutet, dass neben Geimpften und Genesenen auch Personen mit tagesaktuellem Corona-Test ins Stadion dürfen. Hertha als Gastverein erhält gemäß des Beschlusses der Mitgliederversammlung der DFL zu diesem Spiel 1175 Tickets für seine Anhänger.

Knochenprellung: Messi fehlt PSG in Metz

Nach seinem Stotterstart reißen die Probleme für Neuzugang Lionel Messi bei Paris St. Germain nicht ab. Der argentinische Fußballstar, um den es zuletzt wegen seiner Auswechslung im französischen Topspiel gegen Olympique Lyon Ärger gegeben hatte, fällt für die Ligue-1-Begegnung am Mittwoch (21.00 Uhr/Dazn) beim FC Metz aus.

Messi (34) hat nach Clubangaben einen Schlag aufs linke Knie bekommen, eine MRT-Untersuchung bestätigte am Dienstag „die Anzeichen einer Knochenprellung“. Das gab PSG bekannt. In den nächsten 48 Stunden solle es ein Update geben.

Der Südamerikaner wartet noch auf sein erstes Tor für Paris. Messis Landsmann Mauricio Pochettino hatte ihn am Sonntag in der 76. Minute vom Platz genommen, der Neue aus Barcelona schien dem Trainer den Handschlag zu verweigern und handelte sich danach einen Rüffel von seinem Chef ein. PSG gewann 2:1.

Wechsel-Knatsch bei PSG: Pochettino rüffelt Messi
Wechsel-Knatsch bei PSG: Pochettino rüffelt Messi

Geldstrafe für den Mainz 05

Bundesligist FSV Mainz 05 ist vom DFB-Sportgericht wegen zweier Fälle eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro belegt worden. Aus dem Mainzer Block waren im DFB-Pokalspiel beim Regionalligisten SV Elversberg am 8. August mehrmals Flüssigkeiten auf Spieler des Heimvereins geschüttet worden. Zudem warfen FSV-Anhänger wiederholt teils gefüllte Getränkebecher auf das Feld.

Marc Rzatkowski landet bei Schalke 04

Schalke 04 hat den seit Monaten vereinslosen Marc Rzatkowski unter Vertrag genommen. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler unterschrieb einen Kontrakt bis zum Ende der Spielzeit.

Die Königsblauen reagieren damit auf die Verletzungen von Kapitän Danny Latza und Blendi Idrizi. Der in Bochum geborene Rzatkowski spielte zuletzt bis zum Jahreswechsel für Red Bull New York und war seitdem ohne Club.

Rzatkowski spielte in der zweiten Liga bereits 114 Partien für den VfL Bochum und den FC St. Pauli (85 Pflichtspiele zwischen 2013 und 2016). Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder ist überzeugt davon, „dass er unserem Team auf und neben dem Platz guttun wird“.

Bremens Groß schwer am Knie verletzt

Hiobsbotschaft für Werder Bremen: Christian Groß fällt nach seiner Gelb-Roten Karte bei der 0:2-Niederlage im Nordderby gegen den HSV nicht nur für ein Spiel, sondern verletzungsbedingt eine längere Zeit aus. Wie der Zweitligist mitteilte, zog sich der Ersatzkapitän im Training am Sonntag eine Verletzung im rechten Knie zu. Groß müsse deshalb nun operiert werden.

„Das ist eine schlechte Nachricht für uns“, sagte Werder-Trainer Markus Anfang. „In den letzten Wochen wurde deutlich, welchen Stellenwert Grosso für unsere Mannschaft hat“ Für Groß persönlich sei die Verletzung nach dem Platzverweis gegen seinen Ex-Club Hamburg „natürlich unheimlich bitter“, so Anfang: „Wir hoffen, dass der Eingriff gut verläuft und er schnell wieder auf den Platz zurückkehren kann.“

Bundesliga: Holzhäuser für Meister-Playoffs

Mit Blick auf die Dominanz des FC Bayern München in der Bundesliga hat der frühere DFL-Manager Wolfgang Holzhäuser erneut Playoffs um die Meisterschaft angeregt. „Wenn man dafür sorgen will, dass bei den Spielen um die Meisterschaft und die Königsklassen-Ränge noch mehr Spannung entsteht, dann ergibt dieser Modus Sinn. Es kann nicht im Sinn der Anhänger sein, dass der Meister bereits im Oktober feststeht. Das Problem kann man zwar nicht finanziell lösen, dafür aber sportlich“, sagte Holzhäuser dem Internetportal Spox.

Der Ex-Geschäftsführer von Bayer Leverkusen schlägt dabei vor, dass der Erste gegen den Vierten und der Zweite gegen den Dritten spielt. Die Sieger sollten das Endspiel um die Meisterschaft bestreiten. Dadurch bestünden auch größere Vermarktungschancen. Holzhäuser schlägt dabei vor, die Erlöse an die Teams zu verteilen, die nicht die K.o.-Runde erreichen. Somit hätten alle etwas davon. „Wenn man über Geldverteilung spricht, kann man nicht bereits bestehendes Geld weiter verteilen, sondern muss neues generieren. Bei neu generierten Einnahmen geht es um Medienerlöse, nicht die Spieleinnahmen beispielsweise“, sagte der langjährige Funktionär.

Dagegen ist Holzhäuser kein Freund davon, die WM alle zwei Jahre auszutragen. „Bei allem Verständnis für die Finanzierung der Verbände, vergessen diese, vor allem die Fifa und die Uefa, dass die Spieler immer noch vom Verein bezahlt werden. Die Spieler laufen kostenlos für die Nationalmannschaft auf, kommen eventuell verletzt zurück und müssen dann weiter von den Vereinen bezahlt werden. Letztlich wollen diese Verbände damit nur Geld verdienen.“

Ex-Weltfußballerin Hegerberg vor Comeback

Das Comeback der ehemaligen Weltfußballerin Ada Hegerberg rückt nach quälend langer Pause näher. Die Norwegerin, die 2018 den Ballon d'Or feminin gewonnen hatte, bestritt für ihren Club Olympique Lyon erstmals seit 20 Monaten ein Teamtraining.

Die 26-Jährige hatte im Januar 2020 einen Kreuzbandriss erlitten. Seitdem musste Hegerberg, die bis 2014 eineinhalb Jahre für Turbine Potsdam auf Torejagd gegangen war, immer wieder Rückschläge einstecken und sich mehreren Operationen unterziehen.

Flick will Hector nicht zurückholen

Bundestrainer Hansi Flick beschäftigt sich derzeit nicht mit einer Rückkehr von Jonas Hector in die Nationalmannschaft. „Jonas hat in den vergangenen Wochen einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ich weiß auch, dass er in Köln aufgrund seiner Art und Spielweise sehr hoch angesehen ist. Aber aktuell stellt sich das Thema für mich nicht“, sagte Flick nach seinem Stadion-Besuch beim 1:1 des 1. FC Köln gegen RB Leipzig dem „Express“: „Natürlich schauen wir permanent, was wir ändern könnten. Aber Robin Gosens macht das auf der Position gut, David Raum hat wieder eine gute Leistung gezeigt, Thilo Kehrer ist vielseitig.“

Der 31 Jahre alte Hector hatte im vergangenen Oktober nach 43 Länderspielen aus privaten Gründen offiziell seinen Rücktritt aus dem Nationalteam erklärt. Den damaligen Bundestrainer Joachim Löw hatte er schon im Juli informiert. In Köln spielte er in der vergangenen Saison nach langen Verletzungspausen im zentralen Mittelfeld. Der neue Trainer Steffen Baumgart stellte ihn wieder auf die Linksverteidiger-Position, auf der Hector zum Nationalspieler wurde.

Flick sprach auch über zwei weitere Kölner. „Timo Horn hat gut gehalten. Aber bei den Torhütern sind wir perfekt aufgestellt“, sagte er: „Jan Thielmann zeigt auch eine gute Geschwindigkeit, leistet sich aber noch ein paar Leichtsinnsfehler.“

Werder und Klaassen-Berater vor Gericht

Knapp ein Jahr nach dem Verkauf von Davy Klaassen an Ajax Amsterdam liefert sich Werder vor dem Bremer Landgericht einen ungewöhnlichen Rechtsstreit mit der Beratungsagentur des niederländischen Nationalspielers. Das bestätigte der für Personal- und Rechtsfragen zuständige Werder-Direktor Tarek Brauer dem Multimediaportal „Deichstube“.

Der Hintergrund: Im Profifußball endet die Sommertransferperiode für Spieler in der Regel am 31. August. Wechselt ein Spieler vor diesem Stichtag den Verein, erhält sein Berater von dem abgebenden Verein üblicherweise keine Provisionszahlungen für die dann bereits begonnene Saison mehr. Im Jahr 2020 wurde die Wechselfrist wegen des coronabedingt verspäteten Saisonbeginns jedoch ausnahmsweise bis zum 5. Oktober ausgedehnt. Die Bremer verkauften Klaasen am 5. Oktober an den niederländischen Meister, der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler bestritt vorher nur noch drei Ligaspiele für Werder – und trotzdem fordern seine Agenten nun eine Provision in Höhe von 250.000 Euro für die gesamte Spielzeit 2020/21, weil der Transfer nach dem im Beratervertrag festgehaltenen Stichtag 31. August vollzogen wurde.

„Ich habe so etwas in meinen zehn Jahren hier noch nicht erlebt“, sagte Brauer. „Durch die Corona-Pandemie hat sich eine Ausnahmesituation und damit eine nicht vorhersehbare Veränderung der Transferperiode ergeben. Deshalb muss die Vereinbarung, dass die Provision bei einem Wechsel in der Sommer-Transferperiode wegfällt, aus unserer Sicht weiterhin wirksam sein.“ Mit einem Verhandlungstermin vor dem Landgericht Bremen wird Anfang Dezember gerechnet. Ein erster Termin musste dem „Deichstube“-Bericht zufolge bereits abgesagt werden, weil der zuständige Richter ausgefallen sei.

Kwasniok: Würde Michel „meine Frau anvertrauen“

Trainer Lukas Kwasniok vom Zweitliga-Tabellenführer SC Paderborn hat seinem Stürmer Sven Michel ein ungewöhnliches Lob gezollt. „Wenn ich einem Spieler meine Frau anvertrauen würden – wenn ich in Urlaub fahren würde und sagen würde, pass auf sie auf – dann wirklich Sven Michel“, sagte Kwasniok im Talk „Doppelpass 2. Bundesliga“ auf Sport1. Michel sei „ein unfassbar guter Typ. Völlig uneitel, er marschiert immer vorneweg. In unserer Mannschaft ist er ein Anker.“

Derweil mahnte der Nachfolger des nach Köln gewechselten Steffen Baumgart sein Team, nach dem überraschenden Sprung auf Platz eins nicht nachzulassen. „Wir haben die Punkte nicht geschenkt bekommen. Aber wenn wir auch nur ein wenig nachlassen, geht es schnell in die andere Richtung“, sagte der 40-Jährige und lebt diese Einstellung auch vor.

Nachdem Ole Werner am Montagabend als Trainer des nächsten Gegners Holstein Kiel zurücktrat, erklärte Kwasniok: „Der freie Dienstag für das Trainer-Team ist gestrichen. Es gilt, sich auf neue Ideen einzustellen.“

Superliga: Gericht stellt Uefa Ultimatum

Der spanische Richter Manuel Ruiz de Lara hat der Uefa ein Ultimatum von fünf Tagen gestellt, um die Sanktionsdrohungen gegen die Gründungsmitglieder der umstrittenen Superliga zurückzunehmen. Dies müsse die Europäische Fußball-Union auf ihrer Internetseite offiziell mitteilen. Anderenfalls müsse Uefa-Chef Aleksander Ceferin mit einer Anklage wegen Nichtbeachtung eines richterlichen Urteils rechnen, berichtete die Sportzeitung „Marca“ unter Berufung auf die Entscheidung des Handelsgerichts Nummer 17 in Madrid vom Montag.

Der Richter habe es als unzureichend bezeichnet, dass die Uefa die Drohung, die Vereine von Wettkämpfen auszuschließen, nur außer Kraft gesetzt habe. Es war zunächst unklar, welche Auswirkungen die Gerichtsentscheidung auf die Uefa und Ceferin haben würde.

Derselbe Richter hatte bereits im April der Fifa und Uefa sowie deren angeschlossenen Organisationen und Ligen jede Sanktion oder andere Maßnahmen gegen die zwölf Gründerclubs der Superliga untersagt. Die Entscheidung vom April war auf Antrag des Unternehmens European Superleague Company SL gefällt worden. Im Mai rief der Richter dann den Europäischen Gerichtshof (EuGH) an. Der EuGH möge klären, ob die Fifa und die Uefa Monopolstellungen bei der Nutzung und Organisation von Wettkämpfen internationaler Clubs ausüben, die gegen EU-Recht verstießen.

Zwölf europäische Topclubs, darunter zunächst auch sechs englische Premier-League-Vereine, hatten in der Nacht zum 19. April mit der Veröffentlichung ihrer Superleague-Pläne Fußball-Europa geschockt. Die Superliga wäre in direkte Konkurrenz zur Champions League der Uefa getreten, die diese Pläne wie auch der Weltverband und etliche nationale Ligen und Verbände scharf kritisierte.

Deutsche Clubs waren nicht unter den Superleague-Gründern. Seit dem schnellen Rückzug der englischen Clubs ist die Superliga vorerst vom Tisch. Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin halten aber weiter an den Plänen fest. Ihnen hatte die Uefa deshalb die inzwischen ausgesetzten Sanktionen angedroht.

Gladbach macht Skraback zum Profi

Borussia Mönchengladbach hat Nachwuchsspieler Luiz Skraback mit einem bis 2024 laufenden Profivertrag ausgestattet. „Luiz ist in der U23 sehr schnell zu einer festen Größe geworden. Zudem hat er sich zuletzt schon bei den Profis zeigen dürfen und seine Sache dort sehr gut gemacht“, sagte Nachwuchsdirektor Roland Virkus. Skraback (19) wechselte 2017 nach Mönchengladbach.

Kuntz-Nachfolger: Auch Klose eine Option

Nach dem Wechsel von Stefan Kuntz in die Türkei will DFB-Direktor Oliver Bierhoff die Nachfolge auf dem Trainerposten der deutschen U21-Junioren zeitnah regeln. Der neue Juniorencoach soll das Team schon in den nächsten EM-Qualifikationspartien gegen Israel am 7. Oktober und fünf Tage später in Ungarn betreuen. „So viel Zeit haben wir nicht“, sagte Bierhoff am Rande des 25-Jahr-Treffens der deutschen Fußball-Europameister von 1996 am Montagabend im Europapark im badischen Rust: „An eine Interimslösung ist jetzt nicht gedacht.“

Neben verbandsinternen Lösungen schloss Bierhoff (53) auf Nachfrage auch eine externe wie Ex-Nationalspieler Miroslav Klose nicht aus. Der Weltmeister von 2014 war in der vergangenen Saison beim FC Bayern München Co-Trainer von Hansi Flick. Der 43-Jährige strebt aber nach jüngsten Aussagen eher seinen ersten Job als Chefcoach in der Bundesliga oder der 2. Liga an.

Bei der U21-Entscheidung hat wiederum Bundestrainer Flick ein maßgebliches Mitspracherecht, wie Bierhoff verriet. Dieses sei sogar vertraglich verankert. „Du wirst es nicht gegen Hansi durchsetzen, auf keinen Fall“, sagte Bierhoff deutlich. Schon an diesem Dienstag will der Direktor Nationalmannschaften in Frankfurt mit Flick sowie dem Sportlichen Leiter Joti Chatzialexiou und Meikel Schönweitz, dem Cheftrainer für die U-Teams, die Situation erörtern.

Der 58-jährige Kuntz hatte am Montag in Istanbul einen Vertrag für drei Jahre als türkischer Nationaltrainer unterschrieben. Er soll die türkische Auswahl zur Weltmeisterschaft 2022 in Katar führen. Kuntz war der erfolgreichste U21-Coach in der Geschichte des DFB, der ihm trotz eines Vertrages bis 2023 die Freigabe erteilt hatte. Der Ex-Nationalspieler führte die wichtigste deutsche Nachwuchsmannschaft in drei EM-Endspiele und gewann 2017 und 2021 jeweils den Titel.

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Matthäus: Nagelsmann top, Hütter ein Flop

Für Lothar Matthäus macht Julian Nagelsmann beim FC Bayern München momentan fast alles richtig. Für den TV-Sender Sky hat der Rekordnationalspieler den Start von acht Trainern bei ihren neuen Clubs bewertet und dem 34 Jahre alten Bayern-Coach eine glatte Eins gegeben. „Julian war clever genug, beim FC Bayern nicht gleich alles auf den Kopf stellen zu wollen. Das ist auch überhaupt nicht nötig, jedoch machen dies einige zu Beginn gerne, um ein Zeichen zu setzen. Nicht so Julian. Er hat sich das alles in Ruhe angeschaut und nur ein paar Kleinigkeiten verändert“, schrieb der 60 Jahre alte Matthäus über den Trainer des Bundesliga-Tabellenführers.

Mit einer 1,5 bewertete der Ex-Nationalspieler Steffen Baumgart vom 1. FC Köln. Gerardo Seoane von Bayer Leverkusen bekam genau wie Mark van Bommel vom VfL Wolfsburg von Matthäus eine glatte Zwei. Marco Rose von Borussia Dortmund wurde mit einer 2,5 bewertet. Mit einer Vier wurden Jesse Marsch von RB Leipzig und Oliver Glasner von Eintracht Frankfurt bewertet.

Borussia Mönchengladbachs Trainer Addi Hütter liegt mit der Note 4,5 am Ende der Matthäus-Rangliste. „Bei aller Sympathie und größter Wertschätzung für Adi Hütter und Borussia Mönchengladbach: Was die Borussia und ihr Trainer bisher bieten, ist absolut nicht Gladbach-like. Das, wofür der Club steht, wird total vermisst. Begeisternder Offensiv-Fußball, viele herausgespielte Chancen, Tore, Tempo, Leidenschaft. Von alledem ist bisher so gut wie nichts zu sehen. Ergebnis: Platz 16“, schrieb Matthäus.

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Barca entgeht gerade so der großen Blamage

Der FC Barcelona hat nach der 0:3-Pleite zum Champions-League-Auftakt gegen Bayern München nur mit Mühe in den heimischen Liga-Alltag zurückgefunden. Beim 1:1 (0:1) gegen den sieglosen FC Granada verhinderten die Katalanen mit dem deutschen Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen zwischen den Pfosten erst kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit eine totale Blamage und ihre erste Saisonniederlage.

Durch das glückliche Remis rückte Barcelona in der Tabelle mit einem Spiel Rückstand auf den siebten Rang vor. Allerdings hat der führende Rekordmeister und Erzrivale Real Madrid schon fünf Punkte Vorsprung.

Barcelona, wo der Druck auf Trainer Ronald Koeman durch die abermals schwache Vorstellung kaum nachlassen wird, wirkte erneut ideenlos und blieb weit hinter seinen Ansprüchen zurück. Erst mit der Brechstange retteten die Hausherren durch den Ausgleichstreffer von Ronald Araujo wenigstens einen Punkt, nachdem Barcelona der schnellen Gästeführung durch Domingos Duarte (2.) lange vergeblich hinterher gelaufen war.

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( HA/sid/dpa )

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