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Klassenerhalt ist für die Luchse eine „Hammeraufgabe“

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Fatos Kücükyildiz (r.) wechselte von den Luchsen zum BVB.

Fatos Kücükyildiz (r.) wechselte von den Luchsen zum BVB.

Foto: Michael Schmidt/Eibner-Pressefot via www.imago-images.de / imago images/Eibner

Neben Buchholz 08-Rosengarten starten auch die Frauen des Buxtehuder SV an diesem Wochenende in die Handball-Bundesliga.

Buxtehude/Buchholz. Sven Dubau klingt nicht allzu optimistisch, wenn er auf den Saisonstart in der Frauen-Handball-Bundesliga angesprochen wird. Dass sein Team die ersten drei Saisonspiele abschenkt, würde der Geschäftsführer der Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten zwar niemals sagen – seine Erwartungen gehen dennoch gegen null. Dubau spricht eher von einem „großen Glück, zum Anfang nicht alles liefern zu müssen“. Nach dem Saisonauftakt gegen den Vorjahresdritten TuS Metzingen an diesem Sonnabend (19 Uhr/sportdeutschland.tv) in der Buchholzer Nordheidehalle warten ein Gastspiel beim Topteam HSG Blomberg-Lippe (11. September) sowie ein Heimauftritt gegen Vizemeister SG BBM Bietigheim (18. September) auf die Luchse. Punkte gibt es wohl erst danach.

„Für uns ist der Klassenerhalt das einzige Ziel. Ich sehe uns ziemlich weit mit unten drin. Durch die Verkleinerung der Liga von 16 auf 14 Teams ist es noch enger geworden“, sagt Dubau. Erst vor drei Monaten retteten sich die Luchse in letzter Sekunde im Relegationsrückspiel bei den Füchsen Berlin – nur die Auswärtstorregel verhinderte den Abstieg.

Handball-Bundesliga: In dieser Spielzeit steigen drei von 14 Teams ab

In dieser Spielzeit steigen drei von 14 Teams ab. Da die überragende Spielmacherin der vergangenen Saison, die Schwedin Fatos Kücükyildiz, mittlerweile im schwarz-gelben Trikot von Meister Borussia Dortmund in der Champions League aufläuft, muss Kapitänin Kim Berndt noch mehr Verantwortung übernehmen. „Dass Fatos geht, war uns von vornherein klar“, sagt Dubau. „Im Rückraum fehlt jetzt eine, die mal ein Ausrufezeichen setzt. Kim Berndt kann das aber auch, sodass ich da noch entspannt bin.“ Die Betonung liegt auf noch.

Da Torhüterin Mareike Vogel, Kreisläuferin Svea Geist (beide Reha nach Kreuzbandriss), die Rückraumspielerinnen Marleen Kadenbach (Operation an der Wurfhand) und Jessica Inacio (Fuß) sowie Rechtsaußen Marthe Nicolai (Ellenbogen) beim Saisonstart fehlen werden und von der erst 19 Jahre alten, vom Kooperationspartner Buxtehuder SV gekommenen Rückraumspielerin Antonia Pieszkalla keine Wunderdinge erwartet werden können, ist der Klassenerhalt für Dubau eine „echte Hammeraufgabe“.

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Buxtehuder SV vor Auftakt mit großen Verletzungssorgen

Auch wenn der Klassenerhalt für den Buxtehuder SV nicht zum Problem werden dürfte, kämpft Trainer Dirk Leun mit ähnlich großen Verletzungsproblemen. Wenn die BSV-Frauen am Sonntag (16.30 Uhr/sportdeutschland.tv) beim VfL Oldenburg in die neue Saison starten, fehlen mit Rechtsaußen Meret Ossenkopp (medizinischer Routineeingriff), Torhüterin Lea Rühter (Wiederaufbau nach Knorpelschaden im Knie) sowie den Rückraumspielerinnen Annika Lott (Schulter-Operation), Mia Lakenmacher (Kreuzbandriss) und Mieke Düvel (Fuß-Operation) fünf Spielerinnen verletzt. Da mit Linksaußen Lone Fischer (erwartet Zwillinge) die langjährige Kapitänin und BSV-Rekordspielerin (1161 Tore in 295 Bundesligaspielen) kurzfristig ihr Karriereende bekannt gab, rückte Nachwuchsspielerin Lucia Kollmer in den Bundesligakader.

„Das Spiel an sich ist viel schneller, man muss bessere Entscheidungen treffen“, sagt Kollmer zu ihrem Schritt in den Profibereich. Hoffnung macht die starke Vorbereitung von der erst 20 Jahre alten Rückraumspielerin Charlotte Kähr. Die Schweizer Nationalspielerin war im Sommer vom LK Zug nach Deutschland gewechselt.

Sowohl die Luchse als auch der BSV dürfen vor geimpften, getesteten oder genesenen Fans spielen (3G). Beim Saisonauftakt der Luchse sind es noch 149 zugelassene Zuschauer, danach bis zu 300. Der BSV darf sogar 350 Fans in der Halle Nord empfangen.

( bron )

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