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Erhält Özil Unterstützung von deutschem Ex-Nationalspieler?

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Mesut Özil könnte bei Fenerbahce Istanbul bald weitere deutsche Gesellschaft erhalten.

Mesut Özil könnte bei Fenerbahce Istanbul bald weitere deutsche Gesellschaft erhalten.

Foto: Imago/Lehtikuva

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Donnerstag, den 2. September 2021:

Max Meyer vor Wechsel zu Özils Fenerbahce

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Max Meyer (25) steht möglicherweise vor einem Wechsel zu Fenerbahce Istanbul und könnte Teamkollege des 2014er-Weltmeisters Mesut Özil (32) werden. Laut Medienberichten aus der Türkei befindet sich der Mittelfeldspieler, der zuletzt beim 1. FC Köln gespielt hatte, zu abschließenden Verhandlungen und dem Medizincheck am Bosporus.

Der Kontrakt von Meyer in Köln war nicht verlängert worden. Bei Fenerbahce steht auch der Torschützenkönig der vergangenen Zweitliga-Saison, Serdar Dursun (29/früher Darmstadt 98), unter Vertrag.

WM-Quali: Herber Dämpfer für Japan

Japan ist mit einem Dämpfer in die entscheidende Phase der WM-Qualifikation gestartet. In Osaka verloren die Japaner am Donnerstag 0:1 (0:0) gegen den Oman. Das Siegtor erzielte Issam Al Sabhi (88.). In Wataru Endo (VfB Stuttgart), Daichi Kamada (Eintracht Frankfurt) und Genki Haraguchi (Union Berlin) standen drei Bundesliga-Profis in der Startelf der Gastgeber. Auch Südkorea kam in Seoul gegen Irak über eine Nullnummer nicht hinaus.

In der dritten Runde der asiatischen WM-Quali steht Japan nun gleich unter Druck. In zwei Sechsergruppen lösen nur die ersten beiden jeder Staffel direkt das Ticket für die WM 2022 in Katar. Die beiden Drittplatzierten spielen untereinander den Teilnehmer für das interkontinentale Play-off aus, in dem es um einen weiteren WM-Startplatz geht.

Milan-Neuzugang Giroud coronapositiv

Stürmer-Neuzugang Olivier Giroud (AC Mailand) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Verein am Donnerstag mit. Milan habe die Gesundheitsbehörden informiert. Dem 34 Jahre alten Franzosen gehe es gut, er müsse aber in häusliche Quarantäne. Außerdem habe der Weltmeister von 2018 seit dem vergangenen Ligaspiel in der Serie A keinen Kontakt zum Rest der Mannschaft gehabt.

Giroud war gerade erst vom englischen Club FC Chelsea zu den Rossoneri gewechselt. Zuletzt traf er beim 4:1-Heimsieg gegen Cagliari Calcio am vergangenen Wochenende zum ersten Mal für seinen neuen Club und erzielte am Ende zwei Tore, eins davon per Elfmeter.

AC Mailand um Trainer Stefano Pioli und den schwedischen Star Zlatan Ibrahimovic ist mit zwei Siegen in die Saison gestartet und stand vor dem 3. Spieltag auf Platz vier. Am 12. September trifft die Mannschaft zu Hause auf Lazio Rom. Wegen der Länderspiele in dieser Woche zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar pausiert die Liga am Wochenende.

Schalke verleiht Harit an Marseille

Der finanziell angeschlagene FC Schalke 04 hat seinen Kader weiter verkleinert und Amine Harit an Olympique Marseille verliehen. Wie der Zweitligist mitteilte, gilt wie Vereinbarung für ein Jahr ohne Kaufoption. Über die weiteren Modalitäten des Wechsels vereinbarten beide Clubs Stillschweigen. Der 24 Jahre alte marokkanischen Nationalspieler steht beim Bundesliga-Absteiger noch bis 2024 unter Vertrag.

„Einerseits sparen wir durch die Ausleihe in dieser Saison eine Menge Geld. Gleichzeitig haben wir die Entwicklung seines Marktwertes im Blick: Wir erhalten uns die Möglichkeit, Amine Harit – im Idealfall nach einer Saison als Stammspieler bei einem Europapokalteilnehmer – im nächsten Sommer auf einem Transfermarkt anzubieten, der hoffentlich weniger stark durch Corona beeinflusst ist“, erläuterte Sportdirektor Rouven Schröder den Deal aus Schalker Sicht.

Harit ist der insgesamt 30. Spieler, der den Revierclub in diesem Sommer verließ. Er war im Juli 2017 vom FC Nantes nach Gelsenkirchen gewechselt und hat 102 Bundesligapartien bestritten.

Fortuna Düsseldorf schlägt Hollerbach

Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat dank eines Fehlers des früheren Gladbachers Rocco Reitz ein Testspiel gegen den VV St. Truiden 1:0 (0:0) gewonnen. Gegen den von Bernd Hollerbach (ehemals HSV) trainierten belgischen Erstligisten war Dawid Kownacki (63. Minute) für die Fortuna erfolgreich. Der polnische Angreifer erlief ein verunglücktes Rückspiel von Reitz, der gerade erst von Borussia Mönchengladbach auf Leihbasis nach Belgien gewechselt war.

Holstein Kiels Stürmer Fridjonsson fällt aus

Stürmer Holmbert Aron Fridjonsson wird dem Zweitligisten Holstein Kiel mehrere Wochen fehlen. Der 28 Jahre alte Profi hat sich im Training einen Teilanriss des Innenbandes zugezogen, teilte der Verein mit. Der Isländer ist im Juli vom italienischen Zweitligisten Brescia Calcio zur KSV gekommen. In den fünf Punktspielen bisher wurde er zweimal eingewechselt.

Bobic-Rüffel für Hertha-Trainer Dardai

Fredi Bobic hat die Transferaktionen von Hertha BSC in der zurückliegenden Wechselperiode verteidigt. Der dafür verantwortliche Sport-Geschäftsführer erwartet zudem, dass der punktlose Tabellenletzte einen Aufwärtstrend zeigt. „Ich kann voller Überzeugung sagen, wir haben das gemacht, was wir machen wollten“, sagte Bobic am Donnerstag zu den Sommer-Transfers. Der ehemalige Nationalstürmer geht davon aus, „dass wir eine stabile Saison spielen, das ist möglich.“

Mit dem Neuzugang Myziane Maolida sowie den Abgängen von Javairo Dilrosun und Daishawn Redan am letzten Tag des Transferfensters steht die Mannschaft. „Wir haben Spieler geholt, die Erfahrung haben, gepaart mit jungen Spielern, die mit großer Freude und Euphorie herkommen, um sich hier entwickeln zu können und stolz sind, für diesen Verein zu spielen“, sagte Bobic.

Allerdings verwies der 49 Jahre alte Manager auf die Zeit, die für den eingeleiteten Wandel benötigt werde: „Das passiert nicht von einem auf den anderen Tag, das ist ein Prozess – in allen Bereichen. Dass da Fehler passieren und wir selber welche produzieren, gehört dazu. Allerdings dürfen wir nicht zu viele Fehler davon machen.“

Bobic berichtete zudem von einem Gespräch mit Trainer Pal Dardai, der nach dem 0:5 zuletzt gegen den FC Bayern München indirekt seinen Rücktritt angeboten hatte. „Ich habe mit Pal sehr lange geredet nach seinem emotionalen Ausbruch am Sonntag, der nicht gut war. Die Emotionalität darf nicht Überhand gewinnen. Das war nicht förderlich für Hertha BSC Berlin“, sagte Bobic. Es sei aber „jetzt alles in bester Ordnung.“

Keine Schweigeminute vor DFB-Spiel

Vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein am Donnerstag (20.45 Uhr/RTL) in St. Gallen wird es keine Schweigeminute für Fürstin Marie geben.

Die Ehefrau von Liechtensteins Staatsoberhaupt Hans Adam II. war am 21. August im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Die angeordnete siebentägige Staatstrauer endete am vergangenen Sonnabend.

Medien: Hellas Verona verhandelt mit Ribéry

Serie-A-Club Hellas Verona will sich offenbar die Dienste von Altstar Franck Ribéry sichern. Laut der Gazzetta della Sera verhandeln die Klubverantwortlichen mit dem früheren Profi des deutschen Rekordmeisters Bayern München über ein Engagement.

Der 38 Jahre alte Franzose ist nach dem Ende seines Vertrages bei AC Florenz derzeit vereinslos. Ribéry will aber seine Karriere fortsetzen und in der Serie A bleiben.

Goretzka schätzt Flick: „Wenig Eventualitäten“

An Bundestrainer Hansi Flick schätzt Nationalspieler Leon Goretzka vor allem dessen klare Vorstellungen. „Da gibt es wenige Eventualitäten. Klarheit ist, gerade wenn man nicht viel Zeit hat, ein nicht zu unterschätzender Faktor“, sagte der Bayern-Profi im Interview mit der FAZ.

Flick sei zudem ein „extrem kommunikativer Typ, der an den Menschen interessiert ist und eine gute Beziehung aufbauen möchte“, ergänzte Goretzka. Er und seine Münchner Teamkollegen hätten das schon mit Flick beim FC Bayern erlebt, „da ist etwas zusammengewachsen, was uns die Hoffnung gibt, dass wir auch hier schnell eine neue Einheit werden“.

Der Bayern-Block will auch unter Flick den Ton angeben. „Die Nationalmannschaft ist nicht der FC Bayern München. Aber ich sehe unsere Aufgabe als Bayern-Spieler schon darin, die Philosophie mit in die Mannschaft zu tragen“, meinte Goretzka: „Wir haben sie zwei Jahre erfolgreich praktiziert, wir haben mit Hansi gewonnen, was es zu gewinnen gab, da kann man den Mitspielern schon helfen, sie schnell zu verinnerlichen.“

Flick mit Vorfreude ins Debütspiel - Kimmich als Sechser gesetzt
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Fall Xhaka: Schweiz droht Impfdiskussion

Nach dem Corona-Fall von Nationalmannschafts-Kapitän Granit Xhaka droht dem Schweizer Fußball eine Impfdiskussion. Unmittelbar, nachdem der nationale Verband SFV am Mittwoch eine Impfempfehlung für seine 1400 Vereine mit mehr als 300.000 Mitgliedern gegeben hatte, war der Mittelfeldspieler des FC Arsenal positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden und fehlte am Abend beim 2:1-Testspielsieg der Schweizer in Basel gegen Griechenland. Xhaka ist als einziger Spieler des Auswahlkaders weder geimpft noch genesen.

„Wir geben eine Impfempfehlung. Granit ist als Kapitän ein Vorbild, aber auch er ist ein Mensch. Es ist sein Entscheid, er hat seine eigenen Rechte“, sagte der neue Nationaltrainer und frühere Bundesliga-Profi Murat Yakin. An diesem Donnerstag soll ein weiterer PCR-Test Aufschluss darüber bringen, ob sich Xhaka tatsächlich infiziert hat. In diesem Fall würde der 28-Jährige für die anstehenden Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft 2022 in Katar ausfallen. Die Eidgenossen spielen am Sonntag in Basel gegen Europameister Italien und am Mittwoch in Nordirland.

Klopp: DFB-Team nicht viel besser als andere

Kapitän Manuel Neuer will 2022 in Katar „möglichst Weltmeister“ werden – doch Jürgen Klopp hat da seine Zweifel. „Die Qualität ist absolut in Ordnung, aber sie ist nicht viel besser als bei anderen Nationen auch“, sagte der Teammanager des FC Liverpool im Interview mit RTL/ntv.

Für Klopp, der vor der Ernennung von Hansi Flick zum neuen Bundestrainer auch als möglicher Nachfolger von Joachim Löw gehandelt worden war, ist vor allem die Stürmer-Not in Deutschland eklatant.

„England hat mindestens sieben klassische Mittelstürmer, die in der Nationalmannschaft spielen könnten. Warum haben wir das nicht? In der Breite haben wir das nicht. Irgendwo müssen die Spieler ja herkommen“, sagte der 54-Jährige. Von den „paar Buben, die da rumlaufen“, wäre es „schon cool, wenn da langfristig ein Mittelstürmer bei rauskommen würde“.

Klopp betonte zudem erneut, dass der Job als Bundestrainer zum Abschluss seiner Trainerkarriere keineswegs geplant sei. „Das, was ich mache, macht mir unglaublichen Spaß, das mache ich sehr gerne. Das Problem ist nur, in meinem Job hat man keinen Feierabend, keine Chance abzuschalten“, sagte er und stellte die rhetorische Frage: „Muss ich das wirklich bis ins hohe Alter haben?“

Klopp: Qualität beim DFB "kaum besser als bei anderen Nationen"
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DFB startet Corona-Impfkampagne

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie startet der DFB gemeinsam mit seinen Regional- und Landesverbänden eine Impfkampagne. So werden beim WM-Qualifikationsspiel der Nationalmannschaft am Sonntag in Stuttgart gegen Armenien zwei Impfbusse am Stadion zum Einsatz kommen.

"Nur im Team können wir die Corona-Pandemie überstehen – indem jeder für sich und seine Mitmenschen Verantwortung übernimmt", sagte Bundestrainer Hansi Flick: "Impfen ist unser sicherster und schnellster Weg zurück zur Normalität. Lasst ihn uns alle gemeinsam gehen.“

Beim WM-Qualifikationsspiel der Frauen gegen Serbien am 21. September in Chemnitz wird ebenfalls ein Impfbus vor Ort sein. Weitere Impfaktionen sind für die übrigen Heimländerspiele der Männer, Frauen und U21 bis Jahresende in Prüfung und Planung.

EM beschert Uefa traumhafte Einschaltquoten

Die zurückliegende EM-Endrunde hat derUefa nach eigenen Angaben traumhafte TV-Einschaltquoten auf der ganzen Welt beschert. Demnach haben insgesamt 5,23 Milliarden Zuschauer die 51 Partien live verfolgt.

Beim Finalsieg der Italiener im Elfmeterschießen gegen England saßen im Schnitt 328 Millionen Menschen vor dem Bildschirm. Durchschnittlich wurden die Begegnungen von über 100 Millionen Zuschauern in 229 Ländern verfolgt.

Adler über Torhüter: „Ein bisschen verwöhnt“

Ex-Nationaltorwart René Adler macht sich bedingt Sorgen um den deutschen Keeper-Nachwuchs. „Es gibt eben mal stärkere und dann wieder schwächere Jahrgänge“, sagte er in einem Interview der „Sächsischen Zeitung“. Adler, der zwölf Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft bestritt, sagte aber auch: „Wir haben derzeit sicher nicht die Talente, bei denen wir mit absoluter Überzeugung sagen können: Die werden perspektivisch definitiv eine Nummer eins in der Auswahl.“

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Es habe immer Pärchen gegeben – erst Oliver Kahn/Jens Lehmann, dann Manuel Neuer und er oder Bernd Leno/Marc-André ter Stegen, betonte Adler, der bei Bayer 04 Leverkusen, dem HSV und dem FSV Mainz 05 gespielt hat. „Wir sind ein bisschen verwöhnt von den vergangenen Jahren“, sagte der 36-Jährige.

Kimmich baut Sandkasten und Bank: „Beides Murks“

Nationalspieler Joshua Kimmich (26) hat sich im ersten Lockdown der Corona-Pandemie handwerklich mit mäßigem Erfolg versucht. „Wir haben einen Sandkasten für die Kids gebaut und eine Holzbank. Aber beides ist leider eher Murks, nicht TÜV-geprüft. Bei der Bank stehen ein paar Schrauben raus, da muss man vorsichtig sein, wo man sich hinsetzt. Also, zu zweit geht es. Bei drei herrscht eine gewisse Verletzungsgefahr. Da muss man dann auf Lücke zwischen den Schrauben sitzen“, berichtete der Mittelfeldspieler des FC Bayern München im Mitgliedermagazins „51“. Er sei „handwerklich nicht besonders geschickt“.

Gefragt danach, ob er die Bank selbst gebaut habe, weil ihm die Alternative zu teuer war, erklärte Kimmich, dass es zwei Gründe dafür gegeben habe. „Ich bin Schwabe, wurde sparsam erzogen und habe das schon in mir drin. Als Profi kann man sich vieles leisten - aber ich stelle mir dann immer die Frage: Muss man sich alles leisten? Bringt mich das weiter, macht es mich glücklicher? Ich gönne mir schon auch mal was. Aber es muss Sinn machen“, sagte Kimmich.

„Bei der Bank sind wir ehrlicherweise am Ende von den Kosten her sogar schlechter weggekommen, als wenn wir das fertige Ding gekauft hätten: Holz, Schrauben, Scharniere, das kostet ja alles. Es ging da aber mehr um die Beschäftigung. Ich wollte etwas machen. Und wenn man etwas zusammenbaut und am Ende ein Ergebnis sieht, so was hat man ja auch nicht immer“, führte er aus.

Leader Kimmich: "Wichtig, mit Erfolgserlebnissen zu starten"
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Weltrekord: Ronaldo dankt Portugal und Fans

Cristiano Ronaldo hat sich erneut sehr emotional nach seinem nächsten Torrekord geäußert. 111 Länderspieltore für Portugal – diese beeindruckende Bestmarke sei von all seinen Rekorden etwas ganz Besonderes und eine, der ihn „wirklich stolz“ mache. „Vor allem, weil 111 Tore für Portugal 111 Momente bedeuten...Momente der weltweiten Vereinigung und des Glücks für Millionen und Abermillionen Portugiesen rund um den Globus. Für sie lohnt sich jedes Opfer“, schrieb der 36-Jährige auf Instagram.

Der Kapitän der Portugiesen hatte am Mittwochabend in der WM-Qualifikation beim 2:1 (0:1) gegen Irland in der Schlussphase doppelt getroffen. Mit 111 Länderspieltoren löste der gerade erst zu Manchester United gewechselte Ronaldo den Iraner Ali Daei (109 Treffer/149 Spiele) als weltweit besten Länderspieltorschützen ab.

Er habe gedacht, diese Bestmarke „nie einholen zu können“. Ronaldo gratulierte Daei, „dass er den Rekord so lange gehalten hat, und vielen Dank, dass er mir jedes Mal, wenn ich ein Tor geschossen habe und seiner herausragenden Zahl immer nähergekommen bin, so viel Respekt entgegengebracht hat“.

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Zugleich dankte der fünfmalige Weltfußballer Portugal, all seinen Mannschaftskameraden und Gegnern, „die diese Reise so unvergesslich gemacht haben. Lasst uns auch in den kommenden Jahren auf dem Spielfeld zusammenkommen! Ich bin noch nicht am Ende...“, schrieb Ronaldo.

Nächste Bestmarke: Ronaldo nach Doppelpack Tor-Weltrekordhalter
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Zenit beordert Selecao-Spieler umgehend zurück

Der Abstellungsstreit zwischen Europas Ligen und Südamerikas Fußballnationen hat am Mittwochabend ein weiteres skurriles Kapitel geschrieben. Bevor Brasiliens Selecao von Sao Paulo aus zum WM-Qualifikationsspiel nach Chile aufbrach, beorderte Russlands Erstligist Zenit St. Petersburg seine Profis Claudinho und Malcom umgehend zurück. Die beiden Olympiasieger jetteten also mal eben rund 11.000 Kilometer sinnlos über den Atlantik.

Hintergrund ist der Champions-League-Auftakt der Russen am 14. September beim FC Chelsea in London. Und weil Brasilien in England wegen der Corona-Pandemie noch auf der „Roten Liste“ steht, hätten die beiden Offensivspieler, die vor kurzem in Tokio Gold gewannen, in zehntägige Quarantäne gemusst.

Aus dem gleichen Grund hatten die Premier-League-Klubs FC Liverpool, Manchester City und United sowie Chelsea ihre Selecao-Stars erst gar nicht für die Eliminatorias-Duelle am Donnerstag in Santiago de Chile, am Sonntag gegen Argentinien und in der kommenden Woche gegen Peru freigestellt. Andere Ligen wollten dem Beispiel folgen, gaben aber nach der Ablehnung eines Einspruchs des spanischen Verbandes vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS nach.

Um die Eskalation der Situation zu vermeiden, ließ Brasiliens Verband CBF die beiden Akteure vorzeitig abreisen, kündigte in einem offiziellen Kommunique aber an, formell bei der Fifa Beschwerde einzulegen, nachdem den Spielern wohl bei Verweigerung Sanktionen angedroht worden seien. Laut Reglement kann die Fifa nicht freigegebene Spieler für den Abstellungszeitraum sowie plus fünf Tage sperren.

( HA/sid/dpa )

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