Fußball-Ticker

Auch der FC Schalke 04 kann Jahn Regensburg nicht stoppen

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Auch der FC Schalke 04 hatte beim SSV Jahn Regensburg nichts zu feiern.

Auch der FC Schalke 04 hatte beim SSV Jahn Regensburg nichts zu feiern.

Foto: Thomas Eisenhuth / Getty Images

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Sonnabend, den 21. August 2021:

Auch Schalke kann Regensburg nicht stoppen

Auch Bundesliga-Absteiger Schalke 04 hat Zweitliga-Spitzenreiter Jahn Regensburg nicht stoppen können: Die Königsblauen verloren bei der Mannschaft der Stunde mit 1:4 (0:1), es war der vierte Sieg für die Oberpfälzer im vierten Meisterschaftsspiel der Saison. Der Jahn führt die Tabelle mit zwölf Punkten und 12:1 Toren an.

Tabellenspitze 2. Bundesliga

1. FC St. Pauli 15 Sp. / 34:18 Tore / 32 Pkt.
2. Darmstadt 98 15 / 37:17 / 29
3. Jahn Regensburg 15 / 33:20/ 28
4. SC Paderborn 15 / 29:17 / 26
5. HSV 15 / 27:16 / 26
6. FC Schalke 04 15 / 28:19 / 26
7. 1. FC Nürnberg 15 / 21:15 / 24
8. 1. FC Heidenheim 15 / 16:20 / 24

Jan-Niklas Beste (8.) erzielte mit einem Distanzschuss das Führungstor für den SSV Jahn, wobei S04-Keeper Ralf Fährmann allerdings nicht den besten Eindruck machte. Schalkes Florian Flick hatte zuvor den Ball leichtfertig vertändelt. Steve Breitkreuz (55.) erhöhte mit einem Schuss im Fallen auf 2:0, David Otto (73.) sorgte für das 3:0, ehe Simon Terodde (81.) verkürzte. Es war das erste Gegentor für die Regensburger in dieser Saison. Sarpreet Singh (86.) stellte den alten Drei-Tore-Abstand wieder her.

Liverpool lässt Anfield beben

Der FC Liverpool hat sich auch am zweiten Spieltag der englischen Premier League in exzellenter Form präsentiert. Eine Woche nach dem souveränen 3:0-Sieg in Norwich besiegten die Reds am Samstag zuhause den FC Burnley mit 2:0 (1:0). Diogo Jota (18. Minute) und Sadio Mané (69.) trafen im ausverkauften Stadion Anfield zum laut bejubelten Heimsieg für die Mannschaft von Fußball-Lehrer Jürgen Klopp. Für Liverpool war es das erste Liga-Heimspiel vor Zuschauern seit rund anderthalb Jahren.

Die Gäste aus Burnley traten in Anfield aggressiv und körperlich auf, hatten dem überlegenen Fußballmeister von 2020, der in der zweiten Hälfte das Tempo erhöhte, offensiv wenig entgegenzusetzen. Liverpools Heimsieg hätte hingegen auch höher ausfallen können. Ein Treffer von Mohamed Salah nach 26. Minuten wurde vom Videoschiedsrichter wegen einer hauchdünnen Abseitsposition nicht gegeben.

Bremen verpasst trotz Überzahl erneut Sieg

Der SV Werder Bremen ist im dritten Pflichtspiel nacheinander sieglos geblieben. Trotz mehr als 30-minütiger Überzahl kam der Zweitligist am Sonnabend nicht über ein 0:0 beim Karlsruher SC hinaus. Der Absteiger, der neben dem Erstrunden-Aus im DFB-Pokal in Osnabrück und der 1:4-Klatsche gegen Paderborn in der Liga zuletzt auch einige Spielerabgänge zu verkraften hatte, steht nach vier Spieltagen in der 2. Fußball-Bundesliga damit bei fünf Punkten. Der in dieser Saison noch ungeschlagene KSC, der Mittelfeldspieler Marvin Wanitzek in der 57. Minute durch Gelb-Rot verlor, hat acht Zähler.

Effenberg rät Trio von Nationalmannschaft ab

Der frühere Nationalspieler Stefan Effenberg rät Marco Reus, in Zukunft auf Länderspiele zu verzichten und sich stattdessen auf seinen Verein Borussia Dortmund zu fokussieren. „Marco Reus ist verletzungsanfällig“, schrieb der frühere Bayern-Kapitän in seiner Kolumne bei „T-Online.de“ über den 32 Jahre alten Angreifer.

Der Dortmunder sei inzwischen über 30 Jahre alt, „da gilt es zu überlegen, sich vielleicht voll auf den BVB zu konzentrieren. Die Belastung durch Länderspiele und Turniere zu streichen, würde ihm mit Sicherheit zugutekommen.“

Der häufig durch Verletzungen ausgebremste Angreifer hatte zuletzt auf eine Teilnahme an der Europameisterschaft verzichtet, um wieder in Topform zu kommen. Effenberg würde Reus daher zu einem DFB-Abschied raten, „ich würde mich aber natürlich freuen, wenn er das Trikot nochmal überstreift“. Den gleichen Ratschlag gibt Effenberg auch dem BVB-Spieler Mats Hummels (32) und Thomas Müller (31) vom FC Bayern München. „Wenn du über 30 bist, sind die Ruhephasen von extremer Bedeutung.“

Nastasic wechselt von Schalke nach Florenz

Zweitligist Schalke 04 hat sein Gehaltsbudget weiter entlastet. Der 28-malige serbische Nationalspieler Matija Nastasic (28) wechselt nach sechseinhalb Jahren mit sofortiger Wirkung zu AC Florenz und unterschrieb beim italienischen Erstligisten einen Zweijahresvertrag.

Angeblich sparen die Königsblauen rund vier Millionen Euro Gehalt ein, hinzu kommt laut Medienberichten eine Ablösesumme von rund einer halben Millionen Euro. Der Innenverteidiger bestritt für Schalke 157 Pflichtspiele.

„Von Tag eins an haben wir offen mit Matija kommuniziert und ihm dargelegt, dass die Konditionen seines Lizenzspielervertrages in der 2. Bundesliga nicht zu stemmen sind“, sagte Schalke-Sportdirektor Rouven Schröder, der allerdings die kolportierten Zahlen nicht kommentierte. Schalke sei froh, „dass wir für beide Seiten eine sehr zufriedenstellende Lösung finden konnten“.

Hannovers Maina vor Wechsel nach Bremen

Offensivspieler Linton Maina steht vor einem Wechsel vom Zweitligisten Hannover 96 zu Bundesliga-Absteiger Werder Bremen. 96-Vereinschef Martin Kind bestätigte am Rande des Spieles gegen den 1. FC Heidenheim (1:0) am Freitagabend eine Anfrage aus Bremen. Die Gespräche würden „ergebnisoffen“ geführt, sagte Kind dem Online-Nachrichtenportal „Sportbuzzer“.

Mainas Vertrag bei 96 läuft bis Sommer 2022. Der gebürtige Berliner spielt seit 2014 für Hannover. 22 Partien hat er in der Bundesliga absolviert, 44 in der 2. Liga.

Viele Fans beim Serie-A-Auftakt

Zur Wiederöffnung der Stadien in Italiens Meisterschaft nach zehn Monaten rechnen die Serie-A-Clubs für den Saisonstart mit guten Besucherzahlen. Meister Inter Mailand vermeldete für seine Heimpremiere am Samstag gegen Sampdoria Genua ebenso schon ein ausverkauftes Haus wie die Ligarivalen AS Rom (gegen den AC Florenz) und SSC Neapel (gegen den FC Venedig/beide Sonntag). Laut Medienberichten ist auch der Vorverkauf für die übrigen sieben Begegnungen des ersten Spieltages bislang vielversprechend.

In den Stadien dürfen nunmehr unter Beachtung der 3G-Regel und eines Mindestabstands von einem Meter wieder 50 Prozent der verfügbaren Plätze genutzt werden. Inter kann dadurch gegen Sampdoria 30.000 Zuschauer begrüßen. In Rom werden 24.000 Tifosi das Spiel in der Arena verfolgen, in Neapel 22.000.

Italiens Sportstaatssekretärin Valentina Vezzali schürte unterdessen bereits vor dem Anpfiff zur neuen Saison bei den Clubs die Zuversicht für eine baldige Erhöhung der Obergrenze. Sie hoffe, erklärte die mehrfache Fecht-Olympiasiegerin, dass durch weitere Fortschritte der Impfkampagne bis zu 80 Prozent der Plätze besetzt werden könnten.

Havertz gefiele Rolle als DFB-Mittelstürmer

Offensiv-Ass Kai Havertz steht angeblichen Plänen des neuen Bundestrainers Hansi Flick für künftige Einsätze des Stars von Champions-League-Sieger FC Chelsea in der Nationalmannschaft als zentraler Stürmer aufgeschlossen gegenüber. „Das wäre eine Position, die mir gefallen würde“, sagte der 22-Jährige der „Bild“-Zeitung: „Ich mag die Position als Mittelstürmer in der Box, im Sechzehner: offensiv in die Spitze zu stoßen, Tore zu machen.“

In seiner Vorliebe für eine solche Rolle stützt sich Havertz auf bereits gesammelte Erfahrungen bei Bayer Leverkusen und in der vergangenen Saison bei den Blues: „Bei Leverkusen habe ich bereits als zentraler Stürmer gespielt, bei Chelsea nun das eine oder andere Mal.“

Köln fordert Erlaubnis für volles Stadion

In der Debatte über Zuschauerbeschränkungen im deutschen Profi-Fußball geht Bundesligist 1. FC Köln nach der Einführung des 2G-Prinzips in seinem Stadion den nächsten Schritt. Die Rheinländer reichten nach Angaben der „Bild“-Zeitung beim nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium eine „Bitte“ zur Ausweitung der auch in der neuen Coronaschutzverordnung des Landes festgeschriebenen Obergrenze von 25.000 Personen ein.

„Wenn es nun möglich ist, mit 3G Konzerte vor ausverkauftem Haus durchzuführen, was wir ausdrücklich sehr begrüßen, muss es im Fußball unter freiem Himmel möglich sein, zumindest mit 2G ebenfalls wieder 50.000 Zuschauer im Stadion begrüßen zu dürfen“, sagte Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle.

Nach den seit vergangenem Freitag geltenden Vorschriften für NRW gibt es bei Großveranstaltungen in Hallen oder Stadien auch oberhalb einer Landesinzidenz von 35 grundsätzlich unter Berücksichtigung der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) keinerlei Beschränkungen für die zugelassene Zuschauerzahl. Während dadurch in Köln am 25. September ein Konzert des deutschen Musikers Peter Maffay vor 19.500 Fans in der ausverkauften Lanxess-Arena möglich wird, ist für den Sport hingegen ausdrücklich weiterhin ein Maximum von 25.000 Zuschauenden festgeschrieben.

Stuttgart bangt um Stürmer Kalajdzic

Bundesligist VfB Stuttgart muss möglicherweise länger auf Mittelstürmer Sasa Kalajdzic verzichten. Dies deutete Trainer Pellegrino Matarazzo nach der 0:4 (0:1)-Niederlage bei RB Leipzig am Freitag an. „Er ist auf die Schulter gefallen und hat sich die Schulter ausgekugelt. Es gibt noch keine Diagnose, aber es kann schon sein, dass er ein paar Wochen ausfällt. Das wäre ganz kacke für uns“, sagte der Coach bei DAZN.

Kalajdzic war in der 73. Minute eingewechselt worden und ging kurz vor Schluss nach einem Kopfballduell mit Leipzigs Nordi Mukiele zu Boden. Auf einer Trage wurde der Österreicher anschließend vom Platz gebracht. Der 24-Jährige, der in der Vorsaison mit 16 Treffern Stuttgarts bester Torjäger gewesen war, hatte gerade erst Teile der Vorbereitung wegen einer Corona-Infektion verpasst.

( SID/dpa )

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