Wimbledon

Nach Aufreger um Bälle: Alexander Zverev souverän weiter

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Alexander Zverev präsentiert sich in Wimbledon bisher in hervorragender Verfassung.

Alexander Zverev präsentiert sich in Wimbledon bisher in hervorragender Verfassung.

Foto: dpa

Der Hamburger hatte mit dem US-Amerikaner Tennys Sandgren keine Probleme. Ungleich härter musste Angelique Kerber kämpfen.

London. Locker, lässig und mit einem Lächeln auf den Lippen hat ein bärenstarker Alexander Zverev in Wimbledon die dritte Runde erreicht. Deutschlands Topspieler gewann ein unterhaltsames Match gegen Tennys Sandgren (USA) mit 7:5, 6:2, 6:3 und trifft nun auf den Sieger des US-Duells zwischen Taylor Fritz und Steve Johnson.

Ungleich härter kämpfen musste Angelique Kerber fürs Weiterkommen. Die Siegerin von 2018 bezwang die Spanierin Sara Sorribes Tormo mit 7:5, 5:7, 6:4. 3:18 Stundden benötigte Kerber, um den Erfolg gegen die Weltranglisten-50. perfekt zu machen. Nächste Gegnerin der 33 Jahre alten Kielerin ist am Sonnabend entweder Alexandra Sasnowitsch aus Belarus oder die Japanerin Nao Hibino.

Alexander Zverev in Wimbledon weiter – Petkovic raus

Für Andrea Petkovic ist Wimbledon dagegen für dieses Jahr beendet. Die 33-jährige Darmstädterin verlor in der zweiten Runde gegen French-Open-Siegerin Barbora Krejcikova (Tschechien) 5:7, 4:6 und sorgte sich danach vor allem um „meine knarzigen Knie“.

Ihr eigenes Spiel, mit dem sie bis zum 5:5 im ersten Durchgang gut mithielt, sei „zu unausgewogen“ gewesen: „Es ärgert mich, dass ich die Balance zwischen aggressiv und sicher nicht gefunden habe.“ Krejcikova habe sie „ständig auf dem falschen Fuß erwischt“.

Zverev überzeugt mit starkem Aufschlagspiel

Diese Probleme hatte Zverev nicht, vor allem konnte er sich gegen den 29-jährigen Sandgren von Beginn an auf seinen Aufschlag verlassen. Bereits im ersten Satz schlug der 24-jährige Hamburger neun Asse, am Ende waren es insgesamt 13. Zverev hatte einen guten Rhythmus, rückte öfter ans Netz vor und überzeugte mit einer variantenreichen Spielweise.

Im ersten Durchgang hielt Sandgren noch relativ gut mit, ehe er im elften Spiel seinen Aufschlag zum 6:5 für Zverev abgeben musste. Der nutzte die Vorlage und verwandelte nach 40 Minuten seinen ersten Satzball zum 7:5. Die Atmosphäre war launig und entspannt, als Zverev bei einer Challenge deutlich danebenlag und Sandgren ihm scherzhaft die Faust zeigte, grinste er über das ganze Gesicht.

Alexander Zverev diskutiert mit Schiedsrichter

Im zweiten Satz ermöglichte Sandgren, Nummer 68 der Welt, seinem Gegner durch eigene Fehler viele einfache Punkte. Nach zwei Breaks zum 2:1 und 4:1 machte Zverev nach 70 Minuten mit dem Punkt zum 6:2 die 2:0-Satzführung perfekt. Einziger Aufreger bis zu dem Zeitpunkt: Sandgren fiel mehrfach der Ball für den zweiten Aufschlag aus der Hosentasche. „Was soll das, was macht er da“, fragte Zverev Stuhlschiedsrichter Mohammed Lahyani, der verwies ihn an Sandgren: „Frag ihn.“

Im dritten Satz wehrte sich Sandgren nach Kräften, hatte aber Zverevs wuchtigem Spiel nichts mehr entgegenzusetzen. Das schnelle Break zum 2:1 brachte der Weltranglistensechste problemlos über die Zeit, nach 1:45 Stunden verwandelte Zverev seinen ersten Matchball.

In diesem Jahr soll es für Zverev in Wimbledon deutlich weitergehen als bisher. Bei bislang fünf Starts im All England Club erreichte er nur einmal das Achtelfinale (2017). Bei den anderen drei Grand-Slam-Turnieren stand er jeweils mindestens schon im Halbfinale.

( dpa )

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