Fußball-EM

Knatsch über Abschlusstraining: Uefa wundert sich über Löw

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Verwirrung um Abschlusstraining in Wembley: Bundestrainer Joachim Löw, hier mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff (r.) und Assistenztrainer Marcus Sorg, trainierte am Montag mit dem Team in Herzogenaurach.

Verwirrung um Abschlusstraining in Wembley: Bundestrainer Joachim Löw, hier mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff (r.) und Assistenztrainer Marcus Sorg, trainierte am Montag mit dem Team in Herzogenaurach.

Foto: dpa

Durfte die DFB-Elf vor dem Klassiker gegen England nicht im Wembley-Stadion trainieren? Bundestrainer Löw erklärt die Verwirrung.

Herzogenaurach/London. Die Uefa hat mit Verwunderung auf die Absage des Abschlusstrainings der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für das EM-Achtelfinale gegen England im Wembley-Stadion reagiert. Die DFB-Elf hätte vor der Partie am Dienstag (18 Uhr/ARD und Magenta TV) in Englands Kultstätte die letzte Übungseinheit vornehmen können, habe „jedoch nicht darum gebeten, im Stadion zu trainieren“, sagte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union am Montag.

Löw: Wir wollten den Plan nicht mehr ändern

Joachim Löw widersprach der Uefa: „Als die Meldung von der Uefa kam, hieß es zunächst mal, wir können nicht dort trainieren, weil der Platz nicht in besonderem Zustand ist“. Daraufhin habe er das Training für Montagmittag im Teamcamp in Herzogenaurach angesetzt und geplant, dass das Team erst am Montag fliege. "Am Sonntag spätabends kam dann die Nachricht, wir könnten doch. Aber dann wollten wir den Plan nicht mehr über den Haufen werfen“, sagte der Bundestrainer dem ZDF.

England experimentiert bei der EM mit der Normalität„Grundsätzlich wäre es gut gewesen, absolut“, meinte Löw zu einer Trainingsoption in Wembley. Am späten Montagvormittag hatte die DFB-Elf das Abschlusstraining im Adi-Dassler-Stadion im Teamquartier von Herzogenaurach abgehalten. Am späten Nachmittag war der Charterflug von Nürnberg nach London geplant.

DFB-Sprecher: Hätten sehr gerne im Stadion trainiert

Die Uefa ist ob dieser Aussagen irritiert. Löw habe sehr wohl die Möglichkeit gehabt, sich am Vorabend im englischen Fußball-Tempel vorzubereiten, teilte ein Sprecher mit, „verbunden mit einem eingeschränkten Zugang zu bestimmten Bereichen des Spielfelds“. Diese Einschränkungen seien Teil des üblichen Spielfeldschutzes, der bei anderen Uefa-EURO-Austragungsorten zum Einsatz kommt, hieß es von der Uefa. So seien lediglich die Rasenzonen direkt vor den Toren gesperrt.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur SID gab es das Uefa-Angebot wie von Löw dargestellt erst, nachdem der Bundestrainer seinen Unmut über das anfängliche Verbot hatte kundtun lassen. „Wir hätten sehr gerne dort trainiert. Das ist ein Wermutstropfen, weil es eine besondere Turnierphase und ein besonderes Stadion ist“, sagte DFB-Sprecher Jens Grittner.

Der Rasen im Wembley-Stadion hat bereits unter den drei Gruppenspielen der englischen Mannschaft dort sehr gelitten. Am Samstag fand in Wembley zudem das Achtelfinale zwischen Italien und Österreich (2:1 n.V.) statt. (fs/sid)

( fs/sid )

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