Neuzugang

Christen will bei den Towers ein "besserer Spieler" werden

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Alexander Berthold
Robin Christen (l.) im Duell mit Towers-Profi Max DiLeo. Die beiden Profis haben bei Rasta Vechta gemeinsam gespielt und sind nun erneut Teamkollegen.

Robin Christen (l.) im Duell mit Towers-Profi Max DiLeo. Die beiden Profis haben bei Rasta Vechta gemeinsam gespielt und sind nun erneut Teamkollegen.

Foto: Witters

Der Profi von Rasta Vechta ist der zweite neue Spieler bei den Wilhelmsburgern, die eine neue Trainingshalle suchen.

Hamburg. Langsam aber sicher steigt das Kribbeln bei Robin Christen. Mitte August soll beim 30 Jahre alten Basketball-Profi seine Tochter das Licht der Welt erblicken. Zur selben Zeit wird der zwei Meter große Flügelspieler, dessen Wechsel von Bundesliga-Absteiger Rasta Vechta zu den Hamburg Towers perfekt ist, mit seinen neuen Kollegen in die Saisonvorbereitung einsteigen.

Dabei wird Christen einige bekannte Gesichter antreffen. Mit Cheftrainer Pedro Calles (32), Assistenzcoach Miguel Zapata (41) und Guard Max DiLeo (27) arbeitete der Neu-Hamburger bereits in Vechta zusammen. "Wir hatten gemeinsam bereits eine erfolgreiche Zeit, die Zusammenarbeit macht unheimlich viel Spaß. Ganz ehrlich – Max als Teamkollegen zu haben ist geil, ihn als Gegner zu haben, ist nicht so cool. Pedro und Miguel schaffen es, Spieler besser zu machen. Und das ist auch mein Ziel, ich will in Hamburg ein besserer Spieler werden", erklärte Christen, der bei den Towers nach Lukas Meisner (25, Löwen Braunschweig) der zweite Neuzugang des Sommers ist.

Neu-Hamburger musste 16 Monate pausieren

Der gebürtige Berliner soll dem Kader mehr Tiefe verleihen und vor allem den jüngeren Spielern als Vorbild dienen. Denn Christen hat nicht nur die Sonnenseiten des Basketball-Geschäfts kennengelernt. 2018 sorgten eine schwere Knieverletzung und eine Blinddarm-Operation für eine 16-monatige Pause. "Ohne jetzt zu dramatisch klingen zu wollen, aber es gab eine Phase, da habe ich mich auch mit dem Gedanken eines Karriereendes beschäftigt“, berichtet Christen von der schwierigen Zeit.

Christen soll mit seiner Einstellung als Vorbild dienen

Der „Basketball-Arbeiter“, wie er sich gern selbst beschreibt, verpasste die komplette Saison 2019/20. Im vergangenen Jahr gab der variable Forward, der im April mit 23 Punkten und 9 Rebounds gegen den späteren Meister Berlin eine neue persönliche BBL-Bestmarke erreichte, sein Comeback – und kam anschließend in allen Pflichtspielen zum Einsatz. „Das war für mich der größte Erfolg letzte Saison“, sagt Christen.

Neben 7,7 Punkten sammelte er durchschnittlich 3,8 Rebounds und verteilte 1,1 Assists pro Spiel. "Ich bin glücklich, dass Robin wieder gesund ist. Im letzten Jahr hat er das eindrucksvoll bewiesen und gezeigt, dass er in die BBL gehört. Ebenso schätze ich seinen Charakter und seine Mentalität – er ist bereit, alles für den Teamerfolg zu tun“, freut sich Trainer Calles auf die erneute Zusammenarbeit.

Towers brauchen künftig eine neue Trainingshalle

Derweil sind die Towers nach Abendblatt-Informationen auf der Suche nach einer neuen Trainingshalle. Weil die edel-optics.de Arena künftig vermehrt für Events genutzt werden soll, sucht die sportliche Leitung für die Profis und die Nachwuchsabteilung eine Sportstätte, die im Idealfall sieben Tage die Woche, 24 Stunden zur Verfügung steht.

Der Eimsbüttler TV (ETV) hatte seine Hilfe signalisiert, doch Cheftrainer Calles besteht darauf, das die neue Trainingsstätte einen Parkettboden hat. Der ETV war aber nicht bereit, für einen solchen Untergrund zu sorgen. Derzeit wird auch geprüft, ob möglicherweise ausgediente Tennis-oder Lagerhallen so umgebaut werden können, dass sie den Ansprüchen der Towers genügt.