Fußball-Ticker

David Alabas Wechsel vom FC Bayern zu Real Madrid perfekt

| Lesedauer: 20 Minuten
David Alaba verabschiedete sich am Sonnabend mit der Meisterschale vom FC Bayern München. Künftig spielt der Österreicher für Real Madrid.

David Alaba verabschiedete sich am Sonnabend mit der Meisterschale vom FC Bayern München. Künftig spielt der Österreicher für Real Madrid.

Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Freitag, den 28. Mai 2021:

Alaba-Wechsel zu Real Madrid perfekt

Der Wechsel von Bayern Münchens Abwehrchef David Alaba zu Real Madrid ist perfekt. Der spanische Rekordmeister bestätigte am Freitag den Transfer des 28-Jährigen. Der österreichische Nationalspieler unterschrieb einen Vertrag bis 2026, er soll bei den Königlichen pro Jahr 12,5 Millionen Euro netto verdienen.

Alabas Abschied von den Bayern stand bereits seit einigen Wochen fest. Der Defensivspieler verlässt die Bayern nach 13 Jahren ablösefrei, sein Vertrag lief aus. Der deutsche Rekordmeister hatte sich mit Alaba nicht auf eine Verlängerung einigen können.

Der Wechsel Alabas ist die zweite wichtige Personalentscheidung in der spanischen Hauptstadt binnen zwei Tagen. Am Donnerstag hatte der Klub den Rücktritt von Trainer Zinedine Zidane bekannt gegeben. Wer die Mannschaft um Nationalspieler Toni Kroos in der kommenden Spielzeit trainiert, steht noch nicht fest.

Vor Finale: Gündogan bricht Abschlusstraining ab

Nationalspieler Ilkay Gündogan hat das Abschlusstraining vor dem Champions-League-Finale mit Manchester City gegen den FC Chelsea vorzeitig abbrechen müssen. Wie die Europäische Fußball-Union am Freitagnachmittag in ihrem Liveticker zum Endspiel mitteilte, hat der 30-Jährige einen Schlag abbekommen. Eine Diagnose einer möglichen Verletzung oder Vereinsangaben lagen zunächst nicht vor.

Gündogan ist einer der Schlüsselspieler von Trainer Pep Guardiola für das Finale am Sonnabend (21.00 Uhr/Sky und DAZN). Nach dem Endspiel sollen er und die Chelsea-Spieler Kai Havertz, Timo Werner und Antonio Rüdiger ins EM-Trainingslager der Nationalmannschaft reisen.

Juventus Turin holt Trainer Allegri zurück

Massimiliano Allegri kehrt als Nachfolger von Andrea Pirlo zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin zurück. Der 53 Jahre alte Trainer hatte den Serie-A-Club bereits von 2014 bis 2019 betreut. In den fünf Jahren hatten er und sein Team alle fünf Meistertitel gewonnen, zweimal stand Juve in dieser Zeit zudem im Finale der Champions League.

„Wir sind bereit mit Allegri wieder anzufangen, um zusammen unsere Zukunft zu errichten“, teilte der Verein am Freitag mit. Nur wenige Stunden zuvor war die Trennung von Pirlo offiziell bekanntgegeben worden. Der 42 Jahre alte Ex-Nationalspieler hatte Turin erst im Sommer 2020 übernommen. In der abgelaufenen Saison in Italien wurde Turin Pokalsieger, in der Liga am Ende aber nur Vierter.

Bleibt Messi? Barcelona-Boss „mäßig optimistisch“

Knapp einen Monat vor Ablauf des Vertrages zwischen Lionel Messi und dem FC Barcelona setzt Clubchef Joan Laporta weiter auf eine Verlängerung der seit 20 Jahren anhaltenden Zusammenarbeit. Er sei „mäßig optimistisch“, dass der sechsfache Weltfußballer auch nächste Saison für die katalanische Mannschaft auf Torejagd gehen werde, sagte Laporta am Freitag.

„Der neue Vertrag macht Fortschritte, aber er ist noch nicht fertig“, sagte Laporta, der nach einer ersten Amtszeit zwischen 2003 und 2010 im März wieder zum Chef des sowohl finanziell als auch sportlich und institutionell angeschlagenen Clubs gewählt wurde. Der 58-Jährige betonte, man wolle Messi „im Rahmen der Möglichkeiten“ ein gutes Angebot unterbreiten. Der Spieler wolle aber in erster Linie, dass die Mannschaft sich gut verstärkt. Schon nächste Woche werde es Neuigkeiten bezüglich Verstärkungen geben.

Im vorigen Sommer hatte Messi versucht, den Verein zu verlassen. Er war aber vom später zurückgetretenen Präsidenten Josep Bartomeu daran gehindert worden. Nun könnte der 33-Jährige ungehindert und auch ablösefrei wechseln. Spanischen Medienberichten zufolge sind Paris Saint-Germain und auch der von Messis Ex-Trainer Pep Guardiola gecoachte Manchester City am Argentinier interessiert.

Aue trennt sich von Trainer Schuster

Der FC Erzgebirge Aue hat sich vorzeitig von Cheftrainer Dirk Schuster getrennt. Über die vorzeitige Auflösung des ursprünglich bis 2022 laufenden Vertrages informierte der Zweitligist am Freitag. Vereinspräsident Helge Leonhardt begründete die Entscheidung mit der Notwendigkeit, in Hinblick auf die kommende Saison neue sportliche Impulse setzen zu wollen.

„Dies schmälert nichts an den Verdiensten von Dirk Schuster. Der Verein dankt Dirk auch für seine Bereitschaft, diesen Weg mitzugehen, indem er bereit ist, den Vertrag vorzeitig aufzulösen“, erklärte Leonhardt. Schuster habe in den vergangenen zwei Jahren „herausragende Arbeit“ geleistet.

Schuster hatte im August 2019 das Amt des Cheftrainers beim FC Erzgebirge übernommen und die Mannschaft zweimal souverän zum Klassenverbleib geführt. Dennoch hatte sich Präsident Leonhardt in den vergangenen Wochen auch öffentlich immer häufiger kritisch zur sportlichen Entwicklung geäußert. Drei Tage der 3:8-Heimniederlage am 9. Mai gegen Paderborn hatten sich Schuster und Assistent Sascha Franz krank gemeldet, sodass die Mannschaft in den verbleibenden zwei Spielen von Co-Trainer Marc Hensel betreut wurde.

Liverpool holt Leipzigs Konaté

Der Transfer von Ibrahima Konaté von Bundesligist RB Leipzig zum FC Liverpool ist perfekt. Der französische Innenverteidiger unterschrieb beim Team von Jürgen Klopp einen langfristigen Vertrag ab 1. Juli. Das teilten RB und Liverpool am Freitag mit. Über die genaue Laufzeit machten beide Vereine keine Angaben.

Möglich wurde der Transfer des 22-Jährigen, der in Leipzig noch einen Kontrakt bis 2023 hatte, durch eine Ausstiegsklausel. Diese soll dem Vernehmen nach bei rund 40 Millionen Euro liegen.

Der Franzose Konaté war 2017 ablösefrei vom französischen Zweitligisten FC Sochaux in die Messestadt gekommen. In der abgelaufenen Saison spielte der verletzungsanfällige Abwehrspieler lediglich 14-mal in der Bundesliga und lief sechsmal in der Champions League auf.

Konaté ist neben dem zum FC Bayern München wechselnden Dayot Upamecano der zweite Innenverteidiger, der RB Leipzig im Sommer verlässt. Um die Abgänge zu kompensieren, hat Leipzig bereits Josko Gvardiol von Dinamo Zagreb und Mohamed Simakan von Racing Straßburg verpflichtet.

Nike erklärt Trennung von Neymar

Der Sportartikelhersteller Nike hat seine Trennung vom brasilianischen Star Neymar im Zuge einer Anschuldigung wegen eines angeblichen sexuellen Übergriffs vollzogen. Der 29 Jahre alte Profi von Paris Saint-Germain habe sich bei der Untersuchung des Vorwurfs einer Mitarbeiterin gegen ihn unkooperativ verhalten, teilte der US-amerikanische Konzern mit. Die Trennung war bereits im vergangenen Jahr vollzogen worden.

Bei den Untersuchungen gehe es um einen Vorfall aus dem Jahr 2016, der dem Unternehmen 2018 angezeigt worden sei. Der PSG-Star weist die Vorwürfe entschieden zurück. „Neymar Jr. wird sich energisch gegen diese unbegründeten Angriffe verteidigen, falls ein Rechtsanspruch erhoben wird, was bisher nicht geschehen ist“, sagte eine Sprecherin des Profis in einem Bericht des „Wall Street Journal“ und fügte an, dass sich beide Parteien nach 15 Jahren aus „geschäftlichen Gründen“ getrennt hätten.

Nike gab jedoch an, dass es „unangemessen“ für den Konzern wäre, „eine anklagende Aussage zu machen, ohne unterstützende Fakten liefern zu können“, und fügte an: „Nike beendete die Beziehung mit dem Sportler, weil er sich weigerte, in einer gutgläubigen Untersuchung von glaubwürdigen Anschuldigungen eines Fehlverhaltens durch eine Mitarbeiterin zu kooperieren.“

Goretzka zeigt Flagge gegen Rassismus

Nationalspieler Leon Goretzka hat zum Start des EM-Trainingslagers wieder einmal klare Kante gegen Rassismus gezeigt. „Wenn ich für unser Land spielen darf, möchte ich für unsere Werte und Verfassung spielen, nicht für ein Land, das in Geschichte nicht aufgepasst hat. Schwarz-Rot-Gold sind die Farben unserer Demokratie, nicht der Rechten“, schrieb Goretzka bei Twitter zu einem Bild von ihm, auf dem er eine Fahne mit der Aufschrift „Kein Fußball den Faschisten“ hält.

Der Mittelfeldspieler des deutschen Rekordmeisters Bayern München war in der Vergangenheit häufiger mit ähnlichen Aktionen aufgefallen. Derzeit laboriert der 26-Jährige noch an den Folgen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel. Wann Goretzka im Trainingslager in Seefeld (bis 6. Juni) ins Training einsteigen kann, ist noch offen.

Trotz Pokalsiegs: Juventus entlässt Trainer Pirlo

Italiens Rekordmeister Juventus Turin hat am Freitag die Trennung von Coach Andrea Pirlo nach einer enttäuschend verlaufenen Saison bekannt gegeben. Der 41-Jährige hatte im vergangenen Sommer als Trainerdebütant das Ruder übernommen, konnte allerdings die hoen Erwartungen nicht erfüllen.

Die Alte Dame gewann den italienischen Pokal, schloss die Saison auf Platz vier ab und konnte sich am letzten Spieltag wenigstens noch für die Champions League qualifizieren. Das Ziel, zum zehnten Mal nacheinander den Scudetto zu erringen, wurde aber klar verfehlt.

Erwartet wird, dass noch am Freitag Massimiliano Allegri als neuer Chefcoach verpflichtet wird und von Juve zurückgeholt wird. Der 53-Jährige hatte mit dem piemontesischen Club fünf Meisterschaftstiteln in Folge erobert. Er hatte nach seinem Abschied von Juve im Jahr 2019 eine zweijährige Auszeit genommen.

Relegation: Kölns Polizei bereitet Einsatz vor

Das Relegationsrückspiel des 1. FC Köln findet am Sonnabend (18.00 Uhr/DAZN) in Kiel statt, doch die Polizei in Köln richtet sich trotzdem mit mehr als 200 Polizisten auf einen Einsatz in der Stadt ein. Wie die Polizei mitteilte, werden die Beamten „schon ab dem Nachmittag breit gefächert präsent sein und konsequent gegen all diejenigen vorgehen, die Pyrotechnik abbrennen oder Gewalt ausüben wollen. Im Fokus werden insbesondere beliebte Treffpunkte der Fußballanhänger sowie auch der Flughafen Köln-Bonn sein.“

Im Spiel am Sonnabend fällt die Entscheidung über den Kölner Abstieg oder Klassenverbleib. Das Hinspiel im eigenen Stadion hatte der FC mit 0:1 verloren. Nachdem es beim letzten Bundesliga-Spiel am Sonnabend gegen den FC Schalke 04 zu Ausschreitungen rund ums Stadion gekommen war, blieb es beim Hinspiel gegen Kiel verhältnismäßig ruhig.

Watzke will 5000 Pflegekräfte zum BVB einladen

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des DFB-Pokal-Siegers Borussia Dortmund, will bei einer Rückkehr von Zuschauern im heimischen Signal-Iduna-Park 5000 Pflegekräfte ins Stadion einladen. Dies sagte der BVB-Boss im Interview mit RTL/ntv.

„Wenn man diese Rechte unseren Fans auch wieder einräumt, dann wieder ins Stadion zu gehen, zumindest Geimpfte und Genesene, wenn das dann im großen Rahmen möglich ist, dann werden wir auch mal 5000 Leute einladen, die eben doppelt geimpft sind, aus den Pflegeberufen, um auch unsere Dankbarkeit gegenüber diesen Kräften der Gesellschaft Ausdruck zu verleihen“, sagte Watzke.

Die Zulassung von Fans für die kommende Bundesliga-Saison (Start 13. August) betrachtet Watzke angesichts einer steigenden Impfquote generell als erwartbar. Auf die Frage, ob der Pokalsieger ab August wieder mit Fans plane, zeigt sich Watzke zumindest überzeugt: „Ich gehe davon aus und zwar ohne Wenn und Aber.“

Paderborn zieht bei Führich Kaufoption

Zweitligist SC Paderborn hat Offensivspieler Chris Führich verpflichtet. Die Paderborner ziehen damit die Kaufoption für den 23-Jährigen, der im August letzten Jahres von Borussia Dortmund II ausgeliehen worden war. Über die Höhe der Ablösesumme vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

„Chris hat den Sprung von der Regionalliga in die 2. Bundesliga sehr gut geschafft und ist längst noch nicht am Ende seiner sportlichen Entwicklung angekommen,“ sagte SCP-Geschäftsführer Sport Fabian Wohlgemuth.

Führich habe sich nach seinem Wechsel zu Paderborn von der Reserve des BVB mit 13 Toren und sieben Vorlagen in der abgelaufenen Spielzeit durchsetzten können.

Kimmich findet sich „ein bisschen spießig“

Nationalspieler Joshua Kimmich (26) empfindet sich selbst als etwas kleinbürgerlich. „Ich bin ein bisschen spießig“, sagte der Mittelfeld-Star des FC Bayern München dem „SZ-Magazin“. „Meine Schwester sagt manchmal: Du lebst wie ein alter Mann.“

Der Hintergrund ist, dass der extrem ehrgeizige Kimmich von der Versuchung sprach, auch mal unvernünftig zu sein und sich als Leistungssportler ein Glas zu viel zu genehmigen. „Ich finde die Vorstellung schon schön, abends mit meiner Freundin ein Glas Wein zu trinken – es passiert nur eigentlich nie“, sagte Kimmich, der mit der Nationalmannschaft ab dem 11. Juni um den EM-Titel kämpfen will.

Mainz verlängert mit Onisiwo

Der FSV Mainz 05 hat den Vertrag mit dem österreichischen Nationalstürmer Karim Onisiwo vorzeitig bis zum 30. Juni 2024 verlängert. Dies teilte der Bundesligist am Freitag mit. Der 29 Jahre alte Angreifer bereitet sich derzeit mit dem Austria-Team auf die Europameisterschaft vor.

Onisiwo kam 2016 vom SV Mattersburg an den Bruchweg und hat in 132 Pflichtspielen 17 Tore erzielt. „Karim beim Fußballspielen zuzuschauen diese Rückrunde hat riesigen Spaß gemacht. Er hat eine starke, kontinuierliche Entwicklung genommen in den Jahren hier in Mainz“, sagte FSV-Sportdirektor Martin Schmidt.

Torwart-Mutter Schult für Elternzeit bei Profis

Nationaltorhüterin und Zwillingsmutter Almuth Schult wünscht sich, dass sich männliche Profis mehr Zeit für ihre Babys nehmen. „Ich warte auch tatsächlich auf den ersten männlichen Profi-Fußballer, der sagt: 'Komm, ich nehme jetzt mal fünf oder sechs Monate Elternzeit und bin nicht da'“, sagte die 30-Jährige vom VfL Wolfsburg in einem Interview des Onlineportals „Sportbuzzer“.

„Ich finde es manchmal traurig, wenn man sagt: Du kannst da jetzt ein oder zwei Tage hin, danach bist du wieder in deinem Profifußball-Alltag“, sagte Schult. Als Arbeitnehmer sei das ja theoretisch möglich. Auf der anderen Seite sei es ein Job, den man nicht bis 67 machen könne – „da verstehe ich auch, wenn jemand sagt, ich will möglichst wenig verpassen“.

Schult brachte vor einem Jahr einen Jungen und ein Mädchen zur Welt. Die Olympiasiegerin von 2016 bestreitet am Sonntag (16.00 Uhr/ARD) in Köln mit Wolfsburg das DFB-Pokal-Finale gegen Eintracht Frankfurt.

Bielefeld holt Vasiliadis aus Paderborn

Arminia Bielefeld hat Sebastian Vasiliadis vom SC Paderborn verpflichtet. Der Mittelfeldspieler erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. Dies teilte der Club am Freitag mit. Der 23-Jährige absolvierte für die Paderborner 32 Erstliga- und 47 Zweitligaspiele.

„In seinem Paderborner Bundesligajahr hat er bewiesen, dass er auf diesem Niveau sehr gute Leistungen bringen kann. Daher sind wir sehr froh, dass Sebastian in den nächsten Jahren zu unserem Kader gehören wird“, sagte Bielefeld Geschäftsführer Sport Sami Arabi.

Bayern-Ikone Gerland will kein Trainer mehr sein

Bayern Münchens Vereinslegende Hermann Gerland wird nach seinem Abschied beim deutschen Rekordmeister nicht mehr als Trainer arbeiten. „Ich werde wieder in das Fußball-Business zurückkehren. Ich werde kein Co-Trainer mehr sein und auch kein Trainer mehr. Ich lasse jetzt alles auf mich zukommen“, sagte der 66-Jährige im Sport1-Podcast „Meine Bayern-Woche“. Ob er Hansi Flick zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) folgen werde? „Wer weiß das schon? Ich habe noch keine Gespräche mit irgendwem geführt.“

Die Zeit unter Flick beim FC Bayern sei für ihn „eine Krönung“ gewesen, betonte der langjährige Assistenztrainer. „Ich habe mit einigen der größten Trainer der Welt zusammengearbeitet, und Hansi hatte außergewöhnliche Erfolge – sieben Titel innerhalb von 18 Monaten, mehr geht eigentlich nicht. Er hat überragende Fähigkeiten. Sein Umgang mit den Spielern und seinem Staff ist außergewöhnlich. Dass ihn Oliver Bierhoff unbedingt als Bundestrainer holen wollte, kann ich sehr gut nachvollziehen.“

Gerland verlässt den Rekordmeister im Sommer nach über 20 Jahren, obwohl sein Vertrag noch bis 2022 lief. Er gilt als Entdecker von Stars wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Mats Hummels oder David Alaba. Gerland geht aber ohne Groll: „Der FC Bayern wird immer in meinem Herzen sein. Meine Enkelkinder laufen den ganzen Tag in Bayern-Klamotten rum.“

Nach Aus bei PSG: Guardiola rief Tuchel an

Thomas Tuchel hat nach seinem Rauswurf bei Paris Saint-Germain Unterstützung von Pep Guardiola bekommen. „Pep war einer der Ersten, der mich angerufen hat, nachdem in Paris Schluss war“, sagte der Teammanager des FC Chelsea im DAZN-Interview: „Es ist immer ein sehr freundschaftlicher Austausch.“

Der 47-Jährige war im Dezember bei PSG entlassen worden, heuerte aber im Folgemonat gleich in London an. Dort beerbte er den glücklosen Frank Lampard und stabilisierte Chelsea.

Neben Platz vier in der Premier League erreichte Tuchel das FA-Cup-Finale und das Endspiel der Champions League, wo am Sonnabend (21.00 Uhr/Sky und DAZN) in Porto Guardiolas Manchester City der Gegner ist.

Venedig kehrt in die Serie A zurück

Der FC Venedig kehrt nach 19 Jahren und einem zwischenzeitlichen Absturz in die Viertklassigkeit in die italienische Serie A zurück. Dem Team aus der Lagunenstadt reichte am Donnerstag in einem hochspannenden Play-off-Rückspiel um den Aufstieg gegen den Nachbarn AS Cittadella ein 1:1 (0:1).

Den am Ende ausschlaggebenden Ausgleich erzielte Riccardo Bocalon in der dritten Minute der Nachspielzeit, Venedig spielte zu diesem Zeitpunkt in doppelter Unterzahl. Das Hinspiel hatte Venedig mit 1:0 für sich entschieden.

Venedig war nach dem Abstieg aus der Serie A im Jahr 2002 gleich dreimal (2005, 2009, 2015) für bankrott erklärt worden. Noch 2016 spielte der Club in der viertklassigen Serie D, ehe unter anderem mit Trainer Filippo Inzaghi der sportliche Aufstieg begann.Vor Venedig waren bereits Empoli und Salerno in die Serie A aufgestiegen.

Inzaghi verlässt Lazio – für Inter?

Trainer Simone Inzaghi wird den italienischen Erstligisten Lazio Rom verlassen und steht offenbar vor einem Engagement bei Meister Inter Mailand. Den Abschied des 45-Jährigen aus der Hauptstadt deutete Lazio in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Statement an, erwähnte Inzaghi dort aber nicht namentlich.

„Wir respektieren das Umdenken eines Trainers und vor allem eines Spielers, dessen Name viele Jahre mit der Familie Lazio und den vielen Erfolgen der Biancocelesti verbunden war“, schrieb Lazio. Inzaghi, der mehr als 20 Jahre als Spieler und Coach für Lazio arbeitete, ist nur noch bis Ende Juni vertraglich an Lazio gebunden.

Medienberichten zufolge tritt Inzaghi die Nachfolge von Inters Meistertrainer Antonio Conte an, von dem sich der neue italienische Meister am Mittwoch getrennt hatte. Inzaghi soll in Mailand einen Zweijahresvertrag erhalten.

( SID/dpa )

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