Motorsport

Formel 1: Früherer Präsident Max Mosley gestorben

Max Mosley, ehemaliger Präsident des Internationalen Automobilverbandes (FIA), ist tot.

Max Mosley, ehemaliger Präsident des Internationalen Automobilverbandes (FIA), ist tot.

Foto: dpa

Der langjährige Automobil-Weltverbandschef Max Mosley, einer der Väter der modernen Formel 1, ist britischen Medienberichten zufolge tot.

Der frühere FIA-Präsident Max Mosley ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Das bestätigte sein langjähriger Freund und Weggefährte Bernie Ecclestone der BBC am Montag. „Es ist wie der Verlust eines Familienmitglieds, wie der Verlust eines Bruders“, sagte der langjährige Formel-1-Promoter Ecclestone (90). Mosley war an Krebs erkrankt.

40 Jahre lang prägten die beiden Briten die Formel 1. Mosley, Sohn eines faschistischen Politikers, promovierter Physiker und Jurist, war Rennfahrer und Mitbegründer des Formel-1-Teams March, von 1993 bis 2009 stand er dem Automobil-Weltverband FIA vor.

Mosley erhöhte die Sicherheit bei der Formel 1

Zu seinen Verdiensten gehörte die Verbesserung der Sicherheit in der Formel 1 nach dem schwarzen Wochenende von Imola 1994, an dem Ayrton Senna und Roland Ratzenberger tödlich verunglückten. Mosley schrieb den Teams vor, wie sie ihre Autos zu bauen hatten, und ließ eine Rennstrecke nach der anderen „entschärfen“.

Mosley, der wegen seiner Ausbildung in deutschen Internaten perfekt Deutsch sprach, war allerdings auch eine hochgradig umstrittene Figur. 2008 veröffentlichte das britische Boulevardblatt News of the World ein Sadomaso-Video, das Mosley mit fünf Prostituierten zeigte. Mosley ging juristisch erfolgreich gegen die Berichterstattung vor, die von einer „Nazi-Orgie“ gesprochen hatte.

Mosley stellte sich nach den Enthüllungen in der Yellow Press einem Misstrauensvotum und wurde von den FIA-Mitgliedern bestätigt. Nach Ablauf seiner Amtszeit 2009 verzichtete er auf eine erneute Kandidatur. (sid)