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Schock für Austria Wien: Traditionsclub erhält keine Lizenz

| Lesedauer: 22 Minuten
Schock für Austria-Trainer Peter Stöger: Der Wiener Traditionsclub erhielt in erster Instanz keine Lizenz für die österreichische Bundesliga.

Schock für Austria-Trainer Peter Stöger: Der Wiener Traditionsclub erhielt in erster Instanz keine Lizenz für die österreichische Bundesliga.

Foto: Erwin Scheriau / dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Dienstag, den 13. April 2021:

CL: Chelsea trotz Heimpleite im Halbfinale

Trainer Thomas Tuchel hat den FC Chelsea erstmals seit 2014 wieder ins Halbfinale der Champions League geführt. Dem Spitzenclub aus der Premier League reichte mit den Nationalspielern Kai Havertz und Antonio Rüdiger in der Startelf ein 0:1 (0:0) im Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Porto.

Mehdi Taremi traf in der Nachspielzeit für die Portugiesen, sorgte aber nur für einige Sekunden Zittern. Das Hinspiel in der vergangenen Woche hatten die Londoner ebenfalls in Sevilla 2:0 gewonnen, wo auch das Rückspiel wegen der coronabedingten Reisebeschränkungen stattfand. Nationalstürmer Timo Werner kam nicht zum Einsatz.


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Im Halbfinale der Königsklasse geht es nun gegen den Sieger des Duells zwischen Liga-Konkurrent FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp und Real Madrid um Nationalspieler Toni Kroos. Diese Partie findet am Mittwoch statt. Tuchel hat also weiterhin die Chance auf zwei Titel in seiner ersten Saison in England. Im FA Cup geht es am Samstag im Halbfinale gegen Manchester City.

Drei Corona-Tests für Fans beim englischen Ligapokalfinale

Die 8000 zugelassenen Fans beim englischen Ligapokalfinale am 25. April im Wembley-Stadion müssen insgesamt drei Coronatests durchführen. Ein Schnelltest frühestens 24 Stunden vor der Begegnung ist ebenso Pflicht wie ein PCR-Test vor der Abreise zum Spiel sowie ein weiterer fünf Tage danach.

Für die Begegnung zwischen Manchester City and Tottenham Hotspur, die als Testevent für die Rückkehr von Zuschauerinnen und Zuschauern dient, haben beide Clubs je 2000 Tickets erhalten. Die übrigen Karten erhalten Anwohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalen Gesundheitsdienstes.

Weil die Fans mindestens 18 Jahre alt sein müssen und weder gesundheitlich gefährdet noch schwanger sein dürfen, gab es aber auch Kritik. Tottenhams Vereinigung von Fans mit Behinderung (SpursAbility) nannte die Vorgaben eine „direkte Diskriminierung“. Einige der Fans hätten sich „seit mehr als zwölf Monaten abgeschirmt und haben dieses Spiel als Möglichkeit gesehen, zu einer Art normalem Leben zurückzukehren“, hieß es in einer Stellungnahme. Das Wembleystadion fasst 90.000 Zuschauer, somit beträgt die Auslastung weniger als neun Prozent.

Beckham wird Disney-Star bei Fußball-Dokusoap

Der Streamingdienst Disney+ plant ein Format mit dem früheren Fußballstar David Beckham (45). „Save Our Squad“, also auf Deutsch in etwa „Rette unsere Mannschaft“, heißt die Dokusoap. Disney nennt es eine „herzerwärmenden Serie, in der Beckham zu den Fußballplätzen im Osten Londons zurückkehrt, in denen er als Kind spielte.“ Dort werde er ein junges Team betreuen, das ums Überleben in der Liga kämpfe.

Beckham ließ sich mit den Worten zitieren: „Junge Talente zu entdecken und zu fördern ist so wichtig im Spiel und es ist großartig, mit Disney+ an diesem Projekt zu arbeiten.“ Wann die Serie kommt und wie viele Folgen sie hat, blieb zunächst unklar.

Schock für Austria: Traditionsclub erhält keine Lizenz

Der österreichische Traditionsclub Austria Wien um Trainer Peter Stöger hat in erster Instanz keine Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten. Wie der Senat 5 der österreichischen Bundesliga mitteilte, wurde dem 24-maligen Meister als einzigem Verein in der höchsten Spielklasse die Teilnahmeberechtigung aus finanziellen Gründen verweigert.

„Die betroffenen Clubs haben in der zweiten Instanz die Möglichkeit, die erforderlichen Nachweise zu erbringen“, erklärte Ligaboss Christian Ebenbauer. Die Frist hierfür endet am 21. April. Trainer und Sportchef Stöger, der zuletzt als Cheftrainer beim 1. FC Köln und Borussia Dortmund tätig war, hatte vor wenigen Tagen seinen Abschied im Sommer von seinem finanziell schwer angeschlagenen Herzensverein angekündigt.

Stöger war 2019 als Sportdirektor bei den „Veilchen“ angetreten und übernahm 2020 zusätzlich das Traineramt. Gespräche über ein mögliches Comeback in Köln hatte er zuletzt verneint: „Es gibt momentan nichts“, sagte der 55-Jährige bei Sky.

Augsburg trennt sich von Rani Khedira

Der FC Augsburg und Mittelfeldspieler Rani Khedira gehen im Sommer nach vier Jahren getrennte Wege. Wie der Bundesligaclub am Dienstag mitteilte, wird der zum Saisonende auslaufende Vertrag des 27-Jährigen nicht verlängert. In dieser Spielzeit absolvierte der Bruder von Hertha-Profi Sami Khedira beim Tabellenelften bislang 24 Ligaspiele.

„Ich konnte mich hier zu einem echten Bundesliga-Spieler entwickeln“, wurde Khedira in einer Mitteilung zitiert: „Daher werde ich die vier Jahre immer in sehr guter Erinnerung behalten. Doch ich habe festgestellt, dass für mich jetzt der richtige Zeitpunkt ist, ein neues Kapitel in meiner sportlichen Laufbahn aufzuschlagen.“

Insgesamt war Khedira in 124 Pflichtspielen für den FCA im Einsatz, nachdem der defensive Mittelfeldspieler 2017 ablösefrei von RB Leipzig gekommen war. Khedira steht laut kicker kurz vor einem Wechsel zu Union Berlin, die Gespräche seien weit fortgeschritten.

Bröndby nennt WM-Vergabe an Katar Verrat am Fußball

Im dänischen Fußball formiert sich eine breitere Front gegen die WM 2022 in Katar. Der zehnmalige Meister Bröndby IF forderte den bislang zögerlichen dänischen Verband DBU am Dienstag auf, den Dialog mit Fans, Partnern und anderen Nationalverbänden „schnellstmöglich“ mit dem Ziel voranzutreiben, um gemeinsam Veränderungen in Katar zu bewirken.

Außerdem solle sich die DBU dafür einsetzen, dass Großveranstaltungen künftig nicht mehr an Länder vergeben werden, in denen die Menschenrechte nicht gewährleistet sind. Dem vorangegangenen Boykottaufruf der organisierten Bröndby-Fans wollte sich der Club aber nicht anschließen.

Bröndby griff Katar in seiner Stellungnahme scharf an. Die WM-Vergabe an das Land sei ein „Verrat“ an den Idealen des Fußballs. Es gebe „keine Zweifel“ daran, dass die Kritik an den mangelnden Rechten der Arbeiter auf den WM-Baustellen und der Zuteilung der Endrunde im Jahr 2010 gerechtfertigt sei, hieß es.

Corona: Bremens Amateure brechen Saison ab

Die Liga-Spielzeiten der Bremer Amateurfußballer im Herren- und Alt-Senioren-Bereich sind coronabedingt abgebrochen worden. Die Saison 2020/21 werde komplett annulliert, teilte der Bremer Fußball-Verband (BFV) am Dienstag mit. Wie es bei den Meisterschaftsspielen der Frauen, Juniorinnen, Junioren und Kindern weitergeht, soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

Die Pokalwettbewerbe der Männer und Frauen sollen nach Möglichkeit fortgesetzt werden, um die Teilnehmer am DFB-Pokal der kommenden Saison zu ermitteln.

Dortmund bangt um Reus und Hummels

Borussia Dortmund muss auch im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Manchester City noch auf Jadon Sancho (Muskelbündelriss) verzichten. „Für ihn wird es leider nicht reichen. Es ist wichtig, dass Jadon jetzt nicht zu schnell zurückkommt und dann wieder ausfällt“, sagte Trainer Edin Terzic am Dienstag über den englischen Offensivspieler.

Zudem, berichtete Terzic, seien „einige Spieler“ angeschlagen. Der 38-Jährige zählte Abwehrchef Mats Hummels und Kapitän Marco Reus auf, die im Ligaspiel beim VfB Stuttgart (3:2) hatten ausgewechselt werden müssen. „Da ist noch der eine oder andere dabei“, sagte Terzic: „Wir werden gucken, für wen es reicht.“ Reus wäre „ein großer Verlust“.

Nach dem 1:2 in Manchester im Hinspiel hofft der Trainer auf die Wende am Mittwochabend (21.00 Uhr/Sky) und den ersten Halbfinaleinzug seit 2013. „Der Glaube ist groß“, betonte Terzic, „aber Glaube allein wird nicht reichen.“

Bayern holen polnische Nationalspielerin Zawistowska

Vizemeister Bayern München hat die polnische Nationalspielerin Weronika Zawistowska (21) verpflichtet. Die Offensivspielerin erhält einen Dreijahresvertrag, wird aber ab Sommer zunächst ausgeliehen. Das teilte der FC Bayern am Dienstag mit.

„Weronika ist eine sehr talentierte Offensivspielerin mit viel Potenzial. Wir haben mit Weronika einen Plan aufgestellt, wie wir sie in den nächsten Jahren gemeinsam entwickeln wollen“, sagte Bianca Rech, Sportliche Leiterin der Bayern-Frauen, über die zehnmalige Nationalspielerin vom polnischen Rekordmeister KKS Czarni Sosnowiec.

Entwarnung: Wolfsburg-Quartett beendet Quarantäne

Entwarnung nach dem Corona-Wirbel beim Frauennationalteam: Wie der VfL Wolfsburg drei Tage nach der Bekanntgabe eines positiven PCR-Tests bei Felicitas Rauch mitteilte, steht nach mehreren negativen Testergebnissen fest, dass die Verteidigerin „zu keiner Zeit“ eine COVID-19-Infektion hatte. Der „einmalig schwach positive Befund“ konnte laut VfL durch weitere Untersuchungen nicht bestätigt werden.

Das zuständige Gesundheitsamt hat demnach die Quarantäne aufgehoben, die vorsichtshalber auch für die engen Kontaktpersonen Lena Oberdorf, Svenja Huth und Sara Doorsoun (alle VfL Wolfsburg) verhängt worden war. Das bereits vom Nationalteam abgereiste Quartett kehrt nach ausschließlich negativen Testergebnissen in den Trainingsbetrieb des deutschen Meisters zurück.

Das DFB-Team bestreitet ohne das Wolfsburger Quartett am späteren Dienstag (16.00 Uhr/ZDF) sein Länderspiel in Wiesbaden gegen Norwegen.

Kritik an Schiedsrichter: kurze Sperre für Ibrahimovic

AC Mailands Starstürmer Zlatan Ibrahimovic ist wegen einer respektlosen Äußerung gegen einen Schiedsrichter für ein Spiel gesperrt worden und muss 5000 Euro Strafe bezahlen. Das teilte die italienische Liga Serie A am Dienstag mit.

Der Schwede habe den Unparteiischen in der Auswärtspartie gegen Parma Calcio am vergangenen Sonnabend respektlos und mit einer provokanten Haltung in der 60. Minute kritisiert, hieß es weiter. Bei dem 3:1-Sieg der „Rossoneri“ hatte der 39-Jährige dafür die Rote Karte gesehen und war vom Platz geflogen. Was „Ibra“ genau gesagt hatte, wurde nicht mitgeteilt.

Damit muss Trainer Stefano Pioli am kommenden 31. Spieltag auf seinen Topscorer verzichten. Am Sonntag will AC im Heimspiel gegen CFC Genua 1893 mit einem Sieg wichtige Punkte sammeln, um den Anschluss an den aktuellen Tabellenführer und Stadtrivalen Inter Mailand nicht zu verlieren. AC rangierte vor dem Spieltag auf Tabellenplatz zwei mit einem Punkt vor Rekordmeister Juventus Turin um Superstar Cristiano Ronaldo.

Dresden ehrt Dörner mit Sonderbriefmarke

Dynamo Dresden hat seiner Vereins-Legende Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner zum 70. Geburtstag eine eigene Briefmarke gewidmet. Die Sonderbriefmarke im passenden Wert von 70 Cent, die in Kooperation mit dem Post- und Kurierdienstleister PostModern entstanden ist, zeigt eine Spielszene des Dynamo-Rekordspielers und Ehrenspielführers.

Die Briefmarke ist unter anderem im Dynamo-Fanshop am Rudolf-Harbig-Stadion erhältlich. Die Erstauflage beträgt 300.000 Stück.

PSG im Rückspiel gegen Bayern ohne Marquinhos

Paris Saint-Germain muss im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Titelverteidiger Bayern München (21.00 Uhr/Sky) auf Kapitän Marquinhos verzichten. Wie der französische Meister am Spieltag mitteilte, fällt der Abwehrchef wegen seiner im Hinspiel (3:2) erlittenen Adduktorenverletzung aus.

Neben Marquinhos fehlen auch Mauro Icardi, Layvin Kurzawa und der frühere Münchner Juan Bernat verletzt. Die zuletzt angeschlagenen Keylor Navas und Abdou Diallo stehen dagegen ebenso zur Verfügung wie die italienischen Nationalspieler Marco Verratti und Alessandro Florenzi nach ihrer Corona-Quarantäne.

Real-Präsident Pérez im Amt bestätigt

Florentino Pérez bleibt für weitere vier Jahre Präsident des spanischen Rekordmeisters Real Madrid. Der milliardenschwere Ingenieur und Bauunternehmer wurde am Dienstag in Madrid ohne Wahl bis 2025 im Amt bestätigt, da es keinen Gegenkandidaten gab, wie die Wahlkommission des Clubs von Nationalspieler Toni Kroos mitteilte. Der letzte verbliebene Konkurrent von Pérez, der junge Unternehmer Enrique Riquelme (32), hatte seine Kandidatur erst am Samstag zurückgezogen.

Nach zwei ersten Amtszeiten zwischen den Jahren 2000 und 2006 leitet Pérez inzwischen bereits seit 2009 ohne Unterbrechung die Geschicke der „Königlichen“. Der 74 Jahre alte Präsident des Baukonzerns ACS geht nun in seine sechste Amtszeit. Mit Pérez als Boss gewann der Verein in verschiedenen Disziplinen insgesamt 47 wichtige Titel, darunter allein 26 im Fußball. In dieser Zeit holten die Madrilenen unter anderem fünfmal die Champions League.

Gladbach-Towart Sommer für zwei Spiele gesperrt

Borussia Mönchengladbach muss zwei Bundesliga-Spiele ohne Stammkeeper Yann Sommer auskommen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes sperrte den 32 Jahre alten Schweizer für die Partien bei Eintracht Frankfurt am Sonnabend und bei der TSG 1899 Hoffenheim am 21. Mai. Das teilte der DFB am Dienstag mit.

Sommer hatte in der Partie bei Hertha BSC wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen.

Auch Real Madrids Kapitän Ramos hat Corona

Aufregung bei Real Madrid vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League beim FC Liverpool: Wie der spanische Rekordmeister bekannt gab, wurde Kapitän Sergio Ramos positiv auf das Coronavirus getestet.

Der 35-Jährige fällt wegen einer Wadenverletzung ohnehin für das Duell in der Königsklasse aus. Am vergangenen Sonnabend saß er mit anderen Real-Profis beim 2:1 im Clásico gegen den FC Barcelona auf der Tribüne und fiel mit zahlreichen gut hörbaren Zwischenrufen auf.

Auch sein Abwehrkollege Raphael Varane fehlt gegen Liverpool nach einem positiven Test. Zuvor waren neben Trainer Zinédine Zidane bereits die Profis Eden Hazard, Casemiro, Luka Jovic, Mariano, Éder Militão und Nacho infiziert.

Frankfurt-Trainer Hütter übernimmt Gladbach

Borussia Mönchengladbach hat seine Trainersuche abgeschlossen. Vom Ligakontrahenten Eintracht Frankfurt wechselt Adi Hütter an den Niederrhein und tritt im Sommer die Nachfolge von Marco Rose an. Dies teilten beide Vereine am Dienstag mit.

Gladbach nutzte eine Ausstiegsklausel in Hütters Vertrag bei der Eintracht und stattete den Österreicher mit einem Dreijahresvertrag aus.

Hütter hatte die Verantwortlichen der SGE am Montagabend über seine Entscheidung informiert, am Dienstagmorgen weihte er die Mannschaft in seine Pläne ein. „Die Entscheidung, zur neuen Saison ein neues Kapitel aufzuschlagen, habe ich mir nicht leicht gemacht“, sagte Hütter: „Ich habe hier drei unglaublich erfolgreiche und intensive Jahre erlebt, die ich gemeinsam mit der Mannschaft zum Ende dieser Saison mit einem herausragenden Ergebnis abschließen möchte.“

Gladbach zahlt laut Medienberichten für Hütter 7,5 Millionen Euro an die Eintracht, dass wäre die höchste Ablöse für einen Trainer in der Bundesliga-Historie. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

DFB-Vize Koch drängt München zu EM-Zusagen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) drängt München im Ringen um die vier geplanten EM-Spiele in diesem Sommer auf weitere Zuschauer-Zusagen. Sollte der Kontinentalverband UEFA fürchten, in den Allianz Arena nur Geisterspiele zu bekommen, könnte München in der nächsten Woche seinen Status als Ausrichterstadt verlieren.

„Es ist schwer, international zu vermitteln, auf Spiele in München bestehen zu wollen und gleichzeitig schon jetzt zu sagen, dass Zuschauer nicht zugelassen werden, wenn anderswo in Europa, zum Beispiel in London, sich Länder anbieten für weitere Spiele mit Zuschauern“, schrieb DFB-Vizepräsident Rainer Koch am Montagabend bei Facebook.

Zuvor hatte sich der Funktionär mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) getroffen, um die Lage zu bereden. Danach äußerten beide den Wunsch, dass die drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale vor zumindest teilweise gefüllten Rängen ausgetragen werden. Reiter aber machte auch klar, dass es in der aktuellen Situation der Corona-Pandemie unmöglich sei, vorab feste Zusagen zu geben.

Fans bei EM: Italiens Verband macht Druck auf Draghi

Der italienische Fußball-Verbandspräsident Gabriele Gravina hat Premierminister Mario Draghi aufgefordert, sich für die Zulassung von Zuschauern bei den EM-Spielen in Rom einzusetzen. Es sei wichtig, dass der Verband der UEFA bis zum vereinbarten Termin am 19. April die Garantie geben könne, dass mindestens 25 Prozent der Plätze im Olympiastadion besetzt sein werden, hieß es in einem Schreiben von Gravina an Draghi.

Die zur Sport-Staatssekretärin aufgerückte sechsmalige Florett-Olympiasiegerin Valentina Vezzali sicherte ihren vollen Einsatz zu, damit die vier Spiele wie geplant in Rom stattfinden können. In der italienischen Hauptstadt sollen bei der EM (11. Juni bis 11. Juli) drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale ausgetragen werden.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte acht Städten, die eine teilweise Zulassung von Zuschauern garantierten, grünes Licht gegeben. München, Dublin, Rom und Bilbao konnten dies aber noch nicht versichern und müssen bis zur Exko-Sitzung ihre Konzepte nachbessern. Sollten keine Fans garantiert werden können, droht der Verlust der Spiele.

Man United will offenbar australischen Club kaufen

Der englische Premier-League-Club Manchester United will laut Medienberichten den australischen Verein Central Coast Mariners kaufen. Demnach sei Manchester in Gesprächen mit Mariners-Besitzer Mike Charlesworth. Der sucht seit einem Jahr einen Käufer für den finanziell angeschlagenen Verein. Charlesworth bezeichnete laut Medien das aber als Spekulation.

Ein Verkauf hängt von der Unterstützung durch die Mehrheit der A-League-Clubs ab. Auch der australische Fußballverband muss einem solchen Deal zustimmen. Uniteds Stadtrivale Manchester City hatte 2014 eine Mehrheitsbeteiligung am damaligen A-League-Club Melbourne Heart übernommen. Der Name des Teams wurde in Melbourne City geändert.

Hamit Altintop würde Schalke gern helfen

Der wohl bevorstehende Abstieg des Traditionsclubs FC Schalke 04 tut Ex-Spieler Hamit Altintop „in der Seele weh und ist einfach traurig“. Es werde schwer für die Königsblauen, sagte der gebürtige Gelsenkirchener der „Bild“-Zeitung und verwies auf die Probleme des HSV in der 2. Bundesliga. „Es ist leider das große Thema der letzten 15 Jahre: Seit Rudi Assauer weg ist, wurden viel zu viele Fehler gemacht.“

Altintop, der als Botschafter für das Champions-League-Finale in Istanbul fungiert, wäre bereit, seinem Ex-Club zu helfen. „Bisher ist keiner auf mich zugekommen. Aber als Gelsenkirchener Jung würde ich natürlich mit anpacken“, betonte Altintop, der in der Bundesliga für Schalke, den FC Bayern und Darmstadt 98 spielte.

Gericht erlaubt Vergleich zwischen US-Frauen und Verband

Im Kampf um gleiche Arbeitsbedingungen für Fußballerinnen in den USA hat ein Richter den im Dezember ausgehandelten Vergleich der Nationalmannschaft mit dem Verband genehmigt. Beim Thema gleiche Bezahlung gibt es unverändert keine Einigung, das Team um Weltstar Megan Rapinoe will eine frühere Entscheidung des Gerichts nun anfechten und in Berufung gehen. Das kündigte Sprecherin Molly Levinson am Montag (Ortszeit) an.

Flüge, Hotels, Trainingsplätze und die Ausstattung des Betreuerstabs müssen zukünftig vergleichbar sein mit den Rahmenbedingungen für die Männer-Auswahl. Das ist Bestandteil des Vergleichs, auf den sich die Mannschaft und der Verband Anfang Dezember 2020 geeinigt hatten und der von Richter R. Gary Klausner nun anerkannt wurde.

Um den Vergleich zu ermöglichen, war die Bezahlung abgetrennt worden und kann nun separat angegangen werden. Man sei unverändert engagiert, um die gleiche Vergütung zu erreichen, die dem Team rechtlich zustehe, hieß es in der Stellungnahme von Levinson. Die Frauenfußball-Nationalmannschaft hatte ihren eigenen Verband (USSF) im Frühjahr 2019 wegen Diskriminierung verklagt.

Schiedsrichter-Hochzeit: Steinhaus heiratet Webb

Die frühere Bundesliga-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hat in der Länderspielpause Ende März ihren Lebensgefährten Howard Webb geheiratet. Das bestätigte die 42-Jährige der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Zuvor hatten die „Bild“-Zeitung und Sport1 über die Hochzeit berichtet. Webb ist ein früherer englischer Spitzen-Referee, der 2010 das WM-Finale zwischen Spanien und den Niederlanden (1:0) geleitet hatte.

Steinhaus beendete Ende September ihre Karriere. Die Polizistin war seit 2017 als bislang einzige Frau in der Bundesliga aktiv. Zehn Jahre zuvor hatte sie in der 2. Bundesliga debütiert. Sechsmal wurde Steinhaus „Schiedsrichterin des Jahres“, jeweils dreimal vertrat sie Deutschland bei der WM und EM der Frauen. Als Video-Schiedsrichterin ist sie weiter im Einsatz. Sie trägt nun den Namen Bibiana Steinhaus-Webb.

( dpa/SID )

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