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Matthäus gibt Löw einen mit – neue Details bei Opdenhövel

Lesedauer: 7 Minuten
Chef-Kritiker Lothar Matthäus und Bundestrainer Joachim Löw werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr.

Chef-Kritiker Lothar Matthäus und Bundestrainer Joachim Löw werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr.

Foto: Imago / Sportfoto Rudel

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Sonnabend, den 6. März 2021

Leipzig gegen Liverpool wohl ohne Angeliño

RB Leipzig muss gegen den FC Liverpool wahrscheinlich weiter auf Flügelspieler Angeliño verzichten. Der Spanier werde im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League wegen seiner muskulären Probleme „wohl nicht dabei sein" können, sagte Trainer Julian Nagelsmann nach dem 3:0-Sieg in Freiburg. Leipzig muss gegen die Reds einen 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen.

Rekordjagd von Casteels beendet

Koen Casteels hat nach 673 Minuten erstmals wieder ein Gegentor in der Bundesliga kassiert. Der 28 Jahre alte Keeper vom VfL Wolfsburg war am Sonnabend im Spiel bei seinem Ex-Verein Hoffenheim in der achten Minute machtlos, als Christoph Baumgartner die Hausherren mit einem sehenswerten Treffer mit 1:0 in Führung schoss. Die längste Serie eines Torwarts ohne Gegentreffer hält der ehemalige Keeper Timo Hildebrand mit 884 Minuten.

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Matthäus stichelt erneut gegen Löw

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hätte sich ein früheres Einlenken von Bundestrainer Joachim Löw in der Debatte um das ausgebootete Rio-Weltmeister-Trio um Thomas Müller gewünscht. „Die Aussage kommt ein bisschen spät. Man weiß ja schon länger, dass man durch Corona schon ein Jahr verloren hat. Und der Umbruch hat einfach nicht funktioniert“, sagte Matthäus dieser Redaktion.

Im DFB-Kader sieht Matthäus „auch gute Spieler“, in der Abwehr jedoch das Problem: „Ich halte viel von Antonio Rüdiger. Matthias Ginter und Niklas Süle machen ihren Job befriedigend, aber längst nicht auf dem Niveau wie Mats Hummels oder Jérôme Boateng zu ihrer besten Zeit.“

Opdenhövel moderiert Bundesliga bei Sat.1

Nach dem Aus bei der ARD soll Matthias Opdenhövel laut der „Bild" ab der kommenden Saison die neuen Bundesliga-Sendungen von Sat.1 moderieren. Demnach soll auch Andrea Kaiser bei den neun Live-Spielen im Einsatz sein, die Sat.1 ab August pro Saison zeigen darf. Der Sender wollte auf Nachfrage keine Details über seine Besetzung bekannt geben, dementierte den Bericht allerdings auch nicht.

Opdenhövel arbeitet bereits für Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe und präsentiert Unterhaltungsformate wie „The Masked Singer“. Bis zum Ende der laufenden Spielzeit moderiert der 50-Jährige noch die „Sportschau“, danach läuft sein Vertrag mit der ARD aus.

Real stellt Ramos im Vertragspoker Ultimatum

Im Poker um eine Vertragsverlängerung hat Real Madrid seinem Kapitän und Abwehrchef Sergio Ramos offenbar ein Ultimatum gestellt. Wie die vereinsnahe Sportzeitung „Marca" berichtet, bieten die Königlichen dem 34-Jährigen für ein weiteres Jahr zehn Millionen Euro netto. Die Offerte gelte bis zum 31. März, danach werde sie unwiderruflich zurückgezogen.

Ramos, der seit 2005 im Verein ist und mit Real unter anderem viermal die Champions League gewann, soll zwei Jahre mit einem Salär von 15 Millionen Euro netto per annum fordern. Ein Druckmittel des Vereins dürfte David Alaba (28) sein. Der Abwehrchef verlässt Champions-League-Titelverteidiger Bayern München zum Saisonende ablösefrei. Der Wechsel des Österreichers zu Real ist noch nicht offiziell, gilt aber als sehr wahrscheinlich.

Drei neue Corona-Fälle bei Regensburg

Beim Zweitligisten Jahn Regensburg sind drei weitere Corona-Fälle aufgetreten. Wie der Ligarivale des HSV und FC St. Pauli auf Anfrage mitteilte, sind die Infektionen unter der Woche bei einer Nachtestung entdeckt worden. Damit wurden insgesamt elf Mitglieder des Profiteams, also Spieler, Trainer oder Betreuer, positiv auf Covid-19 getestet. Zuvor hatte die „Mittelbayerische Zeitung“ darüber berichtet und präzisiert, dass bei den elf Fällen sechsmal die britische Corona-Mutante gefunden wurde.

Durch den Corona-Ausbruch musste das DFB-Pokal-Viertelfinale des Jahn gegen Werder Bremen am Dienstag abgesagt und auf 7. April verschoben werden. Auch zwei Zweitliga-Partien wurden neu terminiert: Das Heimspiel gegen Greuther Fürth wurde um vier Tage nach hinten auf den 17. März (18.30 Uhr) geschoben. Das für dieses Wochenende geplante Gastspiel beim VfL Osnabrück steigt dagegen erst eine Woche nach dem Regensburger Pokalspiel am 14. April.

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Rose-Nachfolger? Jetzt spricht Kohfeldt

Werder-Trainer Florian Kohfeldt hat Spekulationen über einen Wechsel zu Borussia Mönchengladbach vorerst entkräftet. „Wenn Werder und ich das wollen, dann bleibe ich bis 2023 hier“, sagte der 38-Jährige in der Sendung „Sportblitz“ von Radio Bremen. „Ich kann nur das wiederholen, was ich immer gesagt habe: Ich bin super gerne bei Werder. Im vergangenen Jahr haben wir alle eine schwierige Situation gemeistert, vor zwei Jahren hatten wir die euphorischste Saison seit einem Jahrzehnt erlebt. Das sind Dinge, die wir grundsätzlich weiterführen wollen.“

Kohfeldt hatte seinen Vertrag mit den Bremern im Sommer 2019 bis 2023 verlängert. In Mönchengladbach wird er immer wieder zusammen mit anderen Trainern als möglicher Nachfolger von Marco Rose gehandelt, der nach dieser Saison zu Borussia Dortmund wechseln wird.

Schalke: Grammozis ordnet sein Debüt ein

Einen Sieg hätte Schalke 04 gebraucht, um im Abstiegskampf neue Hoffnung zu schöpfen. Doch am Ende waren die Königsblauen im Spiel um die wohl letzte Chance sogar mit einem Remis zufrieden. „Die Defensivleistung und die Einstellung haben gestimmt“, sagte der neue Trainer Dimitrios Grammozis nach dem 0:0 des Tabellenletzten gegen den direkten Konkurrenten Mainz 05, „wir nehmen den Punkt mit.“

Unübersehbar war, dass den Gelsenkirchenern in den letzten Minuten die Kräfte fehlten. So blieb die eigentlich zwingend notwendige Schlussoffensive aus, Mainz war dem Sieg deutlich näher. „Es haben Jungs gespielt, die nicht die Spielpraxis haben“, sagte Grammozis, „und aufgrund der vielen Verletzten hat auch die Tiefe im Kader gefehlt, um noch mal Entlastung zu bringen.“

Auch unter dem fünften Trainer der Saison trudelt Schalke Richtung Zweite Liga. Der Rückstand auf Mainz beträgt weiter acht Punkte, der vierte Abstieg der Vereinsgeschichte rückt immer näher. „Wir können keine Wunderdinge in zwei Tagen vollbringen“, sagte der neue Coach, der erst am Dienstagabend die Nachfolge des gefeuerten Christian Gross angetreten hatte: „Aber ich habe einige positive Dinge gesehen, die mir ein gutes Gefühl geben.“

( HA/sid/dpa )