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Bobic-Nachfolge in Frankfurt: Erster heißer Kandidat sagt ab

| Lesedauer: 21 Minuten
Fredi Bobic wird Eintracht Frankfurt im Sommer verlassen – wer wird sein Nachfolger als Sportchef?

Fredi Bobic wird Eintracht Frankfurt im Sommer verlassen – wer wird sein Nachfolger als Sportchef?

Foto: Imago/Moritz Müller

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Freitag, den 5. März 2021

Bobic-Nachfolge in Frankfurt: Spycher wird es nicht

Christoph Spycher wird im kommenden Jahr nicht als Sportchef zu Eintracht Frankfurt zurückkehren. Der Schweizer, früher Kapitän der Hessen, galt als ein heißer Kandidat auf die Nachfolge von Fredi Bobic. Spycher bekannte sich am Freitag aber zu seinem aktuellen Arbeitgeber Young Boys Bern.

„Ich kann zu einhundert Prozent sagen, dass ich auch nächste Saison Sportchef der Young Boys sein werde“, sagte Spycher in einem Video-Interview des Schweizer Erstligisten.

Der 42-Jährige hatte von 2005 bis 2010 in der Frankfurter Defensive gespielt, war zeitweise Spielführer und Mitglied des Mannschaftsrats. Bobic wird die Eintracht nach fünf erfolgreichen Jahren zum Saisonende verlassen. Als möglicher Nachfolger hält sich unter anderem auch der Name des HSV-Sportvorstands Jonas Boldt.

HSV-Check: Boldt-Wirbel vor dem Kiel-Spiel
Henrik Jacobs und Stefan Walther

Heidenheim wahrt Mini-Chance, Darmstadt atmet auf

Der 1. FC Heidenheim darf in der 2. Bundesliga weiter vom Aufstieg träumen, Darmstadt 98 vertreibt indes die ärgsten Abstiegsängste. Heidenheim holte zum Auftakt des 24. Spieltags einen 2:1 (0:0)-Pflichtsieg beim abgeschlagenen Schlusslicht Würzburger Kickers und liegt auf Rang sechs. Der Abstand auf Relegationsplatz drei beträgt vorerst nur noch vier Punkte.

Darmstadt gewann ein wildes Spiel beim SC Paderborn mit 3:2 (1:1) und verschaffte sich Luft: Sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone hat die Mannschaft von Trainer Markus Anfang nun, die Konkurrenz ist am Wochenende noch im Einsatz.

In Würzburg sorgten Denis Thomalla (47.) und ein Eigentor von Christian Strohdiek (64.) für den Sieg der Heidenheimer, David Kopacz (67.) gelang nur noch der Anschlusstreffer. Der FCH hat nun 39 Zähler auf dem Konto und trifft in den kommenden drei Spielen auf drei direkte Konkurrenten: Gegen Holstein Kiel (45 Punkte), beim HSV (42) und gegen die SpVgg Greuther Fürth (43) kann der FCH näher an die Aufstiegsplätze heranrücken.

Für Darmstadt gelang Serdar Dursun (19., 75./Foulelfmeter) ein Doppelpack, auch Marvin Mehlem (68.) traf, die Lilien verhinderten damit die dritte Niederlage in Serie. Dennis Srbeny (24./Foulelfmeter) und Chris Führich (55.) hatten Paderborn im Spiel gehalten.

Watzke erwartet keinen "verrückten" Transfersommer

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (siehe auch diesen Eintrag) rechnet angesichts der Corona-Krise auch in diesem Jahr mit großer Zurückhaltung der Clubs auf dem Transfermarkt. „In Gänze glaube ich nicht, dass ganz verrückte Dinge passieren werden“, sagte der BVB-Chef dem TV-Sender Sky. Er erwarte keine unmoralischen Angebote für die Stars des Bundesligisten. „Ich kenne die Situation in den europäischen Ligen sehr gut, und da werden die Wolken immer dunkler statt heller“, sagte Watzke.

Als mögliche Ausnahme nannte der 61-Jährige wenige Clubs, „hinter denen ganze Staaten stehen und die auch Mittel und Wege finden, Geld rein zu pumpen“. Durch die Einnahme-Ausfälle in der Corona-Krise hatte auch die an der Börse notierte Borussia zuletzt ein deutliches Minus verzeichnet. Im Geschäftsbericht war der Revierclub für die laufende Spielzeit von einem Verlust zwischen 70 und 75 Millionen Euro ausgegangen. Immer wieder war daher spekuliert worden, ob der BVB deshalb Spieler wie Torjäger Erling Haaland oder Jadon Sancho für hohe Ablösen ziehen lassen müsste.

Fifa passt mal wieder die Handspielregel an

In der hitzigen Diskussion um die Handspiel-Regel haben die Regelhüter des Fußball-Weltverbandes Fifa die Vorschriften präzisiert. Fifa-Präsident Gianni Infantino bezeichnete es „als bedeutendste“ Änderung, dass ein unabsichtliches Handspiel eines Mitspielers unmittelbar vor der Erzielung eines Tors oder der Entstehung einer Torchance zukünftig nicht mehr geahndet wird. Diese Regel war noch relativ neu in den Bestimmungen, ein Handspiel des Torschützen wird weiterhin in jedem Fall abgepfiffen, ob absichtlich oder unabsichtlich.

„Das Ifab hatte den Eindruck, dass es vielleicht einen Schritt zu weit geht“, sagte Infantino. Grundsätzlich sei es klar, „dass der Fußball mit den Füßen gespielt wird“.

Das Ifab stellte bei ihrer Generalversammlung am Freitag klar, dass nicht jedes Handspiel zwingend ein Vergehen ist. Die Schiedsrichter hätten weiterhin den Handlungsspielraum zur Einschätzung, wann die Körperfläche durch die Arme und Hände „unnatürlich vergrößert“ wird. Dies sei der Fall, wenn die Position der Arme und Hände keine nachvollziehbare Folge der Körperbewegung des Spielers in der spezifischen Situation sei, wurde nun festgeschrieben.

Grundsätzlich gelten die neuen Regeln ab dem 1. Juli, die Verbände hätten aber die Möglichkeit, sie früher einzuführen, teilte die Fifa mit. Über entscheidende Änderungen der Abseits-Regel, die im Ifab weiterhin diskutiert wird, wurde nicht abgestimmt.

Vor Giganten-Duell: Flick warnt vor dem BVB

Der FC Bayern München bestreitet das Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund ohne Fußball-Weltmeister Benjamin Pavard. Nach seiner überstandenen Coronavirus-Infektion soll der Außenverteidiger erst in der kommenden Woche wieder komplett integriert werden. „Nach so einer Erkrankung ist es immer wichtig, dass man einen gewissen Fahrplan hat“, sagte Trainer Hansi Flick am Tag vor dem Spiel am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky). Der 24-jährige Pavard ist seit Mittwoch wieder im Training. Gegen den BVB dürfte Niklas Süle erneut rechts hinten verteidigen.

Thomas Müller war zuletzt nach seiner Infektion nach nur zwei Tagen Training gegen den 1. FC Köln (5:1) wieder zum Einsatz gekommen. Damals sei der Kader kleiner gewesen, jetzt habe man auch ohne Pavard genügend Spieler, sagte Flick.

Der 56-Jährige freut sich auf das Kräftemessen des Münchner Spitzenreiters gegen den Tabellenfünften. „Spiele gegen Dortmund sind immer etwas Besonderes“, sagte Flick. „Das haben die Duelle der letzten Jahre gezeigt, das waren Spiele auf sehr hohem Niveau.“ Der BVB habe in den vergangenen Wochen und Spielen gezeigt, was er für eine Qualität habe.

Ibrahimovic fährt per Anhalter zu Musikfestival

Stürmer-Star Zlatan Ibrahimovic wird nicht nur im Fußball manchmal ausgebremst, sondern auch im Stau auf der Autobahn. Weil der 39 Jahre alte Top-Torjäger des AC Mailand sich aber nicht gerne aufhalten lässt, stieg er am Donnerstag aus dem feststeckenden Auto auf ein Motorrad um. „Ibra“ düste „per Anhalter“ weiter, wie er selbst erzählte. Ibrahimovic gehört gerade allabendlich zu den Stars beim Musikfestival in Sanremo, einer Küstenstadt in Ligurien. Dort wurde sein Auftritt am Donnerstagabend sehnsüchtig erwartet. Der Fußballer aus Schweden konnte wegen des Zwischenfalls erst verspätet gegen 23 Uhr auf die Bühne kommen, wie Medien in Italien schrieben.

„Er fuhr nicht sehr gut“, berichtete der Fußballer danach über seinen „Retter“. Er habe den Fahrer gefragt, ob sie tauschen wollten. „Nein, nein, Ibra, ich lenke“, habe dieser gesagt. Nach der 60-Kilometer-Tour bei der Ankunft in Sanremo habe Franco, so sein Name, ihm gestanden, dass er ein Sonntagsfahrer sei und zum ersten Mal auf der Autobahn.

Der Wagen von Ibrahimovic steckte nach einem schweren Unfall rund drei Stunden im Stau fest, hieß es. Dann habe der Fußballer seinen Fahrer verlassen und das Motorrad angehalten. Zweirad-Held Franco bestätigte laut Medien die Darstellung. Er habe ihm den Zweithelm gegeben, seine Frau angerufen und gesagt: „Ich bringe Ibra nach Sanremo“, erzählte er in einem Interview. Sie habe ihm nicht geglaubt.

Beim traditionellen Musikfest im Ariston-Theater, das vom Sender Rai übertragen wird, macht Ibrahimovic im Smoking modisch eine gute Figur. Seine Moderationen werden in den Medien gelobt. Singen musste der Sportler neben den anderen Stars aus Italiens Musikszene auch schon. Beim AC Mailand muss er wegen einer Verletzung gerade einige Zeit pausieren.

Abgesagtes DFB-Pokalspiel neu terminiert

Das abgesagte Viertelfinale im DFB-Pokal zwischen Zweitligist Jahn Regensburg und Bundesligist Werder Bremen ist für den 7. April (18.30 Uhr) neu angesetzt worden. Die Begegnung wird live im Free-TV von "Sport1" sowie im Pay-TV von "Sky" übertragen. Wegen eines Corona-Ausbruchs bei Regensburg hatte das ursprünglich für den 2. März angesetzte Spiel abgesagt werden müssen.

Der Gegner der siegreichen Mannschaft steht bereits am Sonntag fest. Bärbel Wohlleben, die erste Frau, die ein „Tor des Monats“ erzielt hat, zieht in der ARD die Lose im Beisein von U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz. Die Spiele des Halbfinales findet am 1. und 2. Mai statt, das Finale 13. Mai im Berliner Olympiastadion (alle live bei ARD und Sky).

Real-Star gibt zu: "Ich habe nur einen Freund"

Real Madrids Stürmerstar Karin Benzema hat nur einen Freund. „Das beweist aber, dass Freundschaft für mich sehr wichtig ist“, sagte der Clubkollege von Nationalspieler Toni Kroos in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Zeitschrift „Icon“, einer Beilage der spanischen Zeitung „El País“. Den Namen seines einzigen Freundes verriet der 33 Jahre alte Franzose allerdings nicht.

Benzema versicherte im Interview unter anderem, dass finanzieller Wohlstand für ihn nicht das Wichtigste sei. „Geld erleichtert vieles, aber man braucht keine Millionen, um glücklich zu sein.“ Der Mann aus Lyon räumte aber ein, dass er nicht nur Musik und Mode mag, sondern auch eine Schwäche für Luxuswagen hat („Wer mag die nicht?“).

Hinter Cristiano Ronaldo (451 Tore), Raúl (323), Alfredo Di Stéfano (308) und Carlos Santilla (290) rangiert Benzema mit 266 Treffern auf Platz fünf der ewigen Rangliste der erfolgreichsten Torschützen „Königlichen“. Er will aber noch mehr erzielen. „Seitdem Cristiano weg ist, darf ich eine andere Rolle spielen. Er hat immer 50 Tore pro Jahr erzielt, und man muss sich seinem Spiel anpassen“, meinte der Franzose. Der Portugiese, derzeit bei Juventus, sei aber „einer der besten der Welt“. „Ich war glücklich an seiner Seite.“

Fußballerisches Vorbild des jungen Benzema war aber ein anderer Ronaldo, das brasilianische „Fenómeno“, das „Phänomen“. Im Sport bewundere er aber auch den früheren Boxer Mike Tyson. „Er hat sich genau wie ich langsam von ganz unten nach ganz oben gearbeitet. Wir hatten es nie einfach, uns hat niemand etwas geschenkt.“

Bayern zahlt Toptalent Musiala fünf Millionen Euro pro Jahr

Bayern München hat sein Ausnahmetalent Jamal Musiala langfristig an sich gebunden. Der künftige deutsche Nationalspieler unterschrieb eine Woche nach seinem 18. Geburtstag wie erwartet seinen ersten Profivertrag. Das bis 2026 laufende Arbeitspapier soll mit einem Gehalt von fünf Millionen Euro/Jahr dotiert sein.

„Ich spiele mit den besten Spielern der Welt zusammen und darf jeden Tag im Training von ihnen lernen“, sagte Musiala. Sein Ziel sei es, „ein wichtiger Spieler des FC Bayern zu werden“. Sportvorstand Hasan Salihamidzic betonte, der deutsche Rekordmeister werde „noch viel Freude“ an dem Teenager haben.

Der gebürtige Stuttgarter hatte sich seit seinem Bundesliga-Debüt im Juni gegen den SC Freiburg (3:1) zunehmend ins Rampenlicht gespielt und auch die Aufmerksamkeit von Joachim Löw erregt. Der Bundestrainer sieht „riesiges Potenzial“ in Musiala und will ihn für die WM-Qualifikationsspiele Ende März in sein Aufgebot berufen. Nach einem Gespräch mit Löw hatte sich Musiala für die DFB-Elf und gegen die englische Auswahl entschieden.

Musiala hat für die Bayern-Profis seit seinem Debüt als jüngster Münchner Bundesliga-Spieler im Juni gegen Freiburg 27 Pflichtspiele (vier Tore) bestritten. Beim 4:1 in der Champions League bei Lazio Rom avancierte er zum jüngsten deutschen Torschützen in der Königsklasse. „Das Tor zeichnet ihn aus. Er ist sehr ballsicher und hat ein gutes Gespür für die Räume“, lobte Trainer Hansi Flick.

Köln hat sich mit Profis auf weiteren Gehaltsverzicht geeinigt

Die Profis des 1. FC Köln haben sich mit der Vereinsführung zum bereits dritten Mal während der Corona-Pandemie auf einen Gehaltsverzicht geeinigt. „Das kann ich bestätigen“, sagte Sport-Geschäftsführer Horst Heldt. Wie lange die neuerliche Vereinbarung gilt und wie hoch der Verzicht ist, wurde nicht bekannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass er bis zum Saisonende gilt. Zuletzt lag der Verzicht bei angeblich 15 Prozent.

„Wir hatten immer gute und offene Gespräche mit dem Spielerrat, die gesamte Mannschaft hatte großes Verständnis“, betonte Heldt: „Deshalb war das wie in den vergangenen Monaten kein Problem. Wir bekommen das immer sehr, sehr gut hin mit der Mannschaft.“

Nagelsmann kritisiert Länderspiel-Abstellungen für Profis

RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann sieht die Länderspielabstellungen seiner Fußball-Nationalspieler als rein politisches Thema. Inmitten der Dauerbelastungen von Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League wäre eine mehrtägige Quarantäne bei einem möglichen Corona-Fall schwierig, erklärte er am Freitag.

„Erstmal denken wir an unsere Belastung, wir haben noch vier Spiele bis zur Nationalmannschafts-Abstellungsperiode. Grundsätzlich liegt es dann auch an der Landesregierung, was es da für Regularien gibt. Danach werden wir dann auch entscheiden, ob wir die Spieler zur Nationalmannschaft geben können oder nicht“, sagte Nagelsmann und betonte: „Es ist ja wie in allen Situationen aktuell: Nicht der Club, der Spieler oder die Trainer entscheiden, sondern es ist ein politisches Thema darüber.“

Nagelsmann will sich primär um die anstehenden Aufgaben gegen Freiburg, Liverpool, Frankfurt und Bielefeld kümmern. „Dann wird sich Uli Wolters, unser Leiter Taskforce Corona, sich mit der Landesregierung auseinandersetzen und mit Marcus Krösche als Sportdirektor diese übergeordneten Themen bearbeiten“, sagte Nagelsmann. „Wenn die Landesregierung in Sachsen sagt, dass es nicht funktioniert, dann werden die Spieler hierbleiben und ganz normal bei uns weiter trainieren“, fügte er an.

Trainer Jürgen Klopp vom FC Liverpool hatte zuletzt erklärt, er wolle den internationalen Stars seiner Mannschaft die Teilnahme an den kommenden Länderspielen verweigern, sofern die Profis danach in Quarantäne müssten. Klopps Team ist am kommenden Mittwoch (21 Uhr) RB-Gegner im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League in Budapest

Glasner schweigt über mögliche Ausstiegklausel

Trainer Oliver Glasner vom VfL Wolfsburg möchte Berichte über eine Ausstiegsklausel in seinem noch bis 2022 laufenden Vertrag weder bestätigen noch dementieren. „Ein Vertragsbestandteil ist, dass wir uns nicht über Vertragsbestandteile äußern“, sagte der 46 Jahre alte Österreicher am Freitag bei der Pressekonferenz zum Spiel bei 1899 Hoffenheim (Sonnabend, 15.30 Uhr/Sky). „Als nächstes fragt mich jemand: Wie viel verdienen Sie? Wie sieht's mit Prämien aus? Das ist kein Thema für die Öffentlichkeit. Sonst wäre es ja am einfachsten, wenn wir den Vertrag auf die Homepage stellen und jeder sich dort heraussuchen würde, was ihn interessiert.“

Der „Kicker“ hatte am Vortag berichtet, dass Glasner den VfL noch in diesem Jahr gegen Zahlung einer festgelegten Ablösesumme verlassen könne. So wie zuletzt auch Marco Rose, der von Borussia Mönchengladbach zu Borussia Dortmund wechseln konnte, weil er eine entsprechende Option im Arbeitspapier hatte.

Wer diese Information in genau dieser Phase der Saison gestreut haben könne: „Das ist auch die Frage, die ich mir gestellt habe“, sagte Glasner. „Ich kann nur von meiner Seite sagen: Ich habe hier einen riesen Spaß an dem Job, wir spielen eine tolle Saison und haben eine tolle Mannschaft, die super mitzieht.“

Glasner war im Sommer 2019 als Nachfolger von Bruno Labbadia nach Wolfsburg gewechselt. In seiner ersten Saison führte er den VfL auf einen Europa-League-Platz, aktuell ist er mit dem Tabellendritten auf Champions-League-Kurs. Zu den Debatten über seine Zukunft sagte der Österreicher: „Ich habe überhaupt keine Sorgen, dass dieses Thema irgendwelche Auswirkungen auf die Mannschaft haben wird.“

Ehemalige St.-Pauli-Stürmer Tashchy wechselt nach Südkorea

Boris Tashchy, ehemaliger Stürmer des FC St. Pauli, wechselt zum südkoreanischen Erstligisten FC Pohang Steelers. Der 27 Jahre alte Ukrainer hatte im Januar seinen noch bis 2022 laufenden Vertrag vorzeitig aufgelöst, weil er beim Kiezclub keine sportliche Perspektive mehr gesehen hat. Tashchy blieb während seiner gesamten Zeit von 2019 bis 2021 in 28 Spielen beim FC St. Pauli ohne eigenen Treffer.

Droht dem 1. FC Köln der Abgang von Heldt und Wehrle?

Sportchef Horst Heldt vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln hat Gerüchte über ein mögliches Interesse anderer Vereine an ihm und Mit-Geschäftsführer Alexander Wehrle nicht kommentiert. „Der 1. FC Köln ist für mich ein besonderer Club, schließlich habe ich hier meine Karriere als Spieler begonnen. Es macht aus meiner Sicht aber keinen Sinn, Spekulationen, die mich oder meinen Geschäftsführer-Kollegen Alexander Wehrle betreffen, zu kommentieren“, sagte Heldt im Interview der „Kölnischen Rundschau“.

Im Fall von Heldt hatte es zuletzt vage Gerüchte um einen Wechsel zum FC Schalke 04 oder Eintracht Frankfurt gegeben. Wehrle wird immer mal wieder für Positionen beim VfB Stuttgart gehandelt, wo er seine Karriere begann. „Ich habe beim FC Vertrag bis 2023. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, hatte er zuletzt im „Express“ gesagt.

Lange Pause für Ex-Nationalspieler Özil

Mesut Özil hat sich nach seiner Verletzung zu Wort gemeldet und bedauert, seinem neuen Team vorerst nicht helfen zu können. Per Twitter erklärte der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler von Fenerbahce Istanbul am Freitagmorgen, dass er „wirklich traurig“ sei. Laut Özil handelt es sich bei seiner Verletzung um einen Außenbandriss. Er werde ein paar Spiele fehlen, „es hätte aber schlimmer kommen können“, schrieb der Weltmeister von 2014. Er werde alles daransetzen, so schnell wie möglich auf den Platz zurückzukehren, betonte der ehemalige Fußball-Nationalspieler.

Özil war am Donnerstagabend beim 1:1 gegen Antalyaspor mit dem linken Fuß in einem Zweikampf umgeknickt. Laut Fenerbahce erlitt er „partielle Risse in den inneren und äußeren Seitenbändern des Sprunggelenks und intensive Ödeme in den inneren-äußeren Knöchelknochen des Sprunggelenks“.

Vor Bayern-Duell: Watzke sieht BVB als zweite Kraft

RB Leipzig läuft Borussia Dortmund aus Sicht von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke noch nicht den Rang als zweite Kraft in Deutschland ab. „RB Leipzig ist sportlich ein harter Rivale von uns, sie machen das wirklich gut. Aber um die zweite Kraft in Deutschland zu sein, gehört viel dazu“, sagte Watzke der "Funke Mediengruppe".

„Sportlicher Erfolg über einen langen Zeitraum, Strahlkraft, Fans. Das Gesamtpaket ist wichtig. Noch einmal: Sie sind ein harter Rivale. Und doch sehe ich uns weiterhin als zweite Kraft in Deutschland“, erklärte er. Die Dortmunder reden im Titelkampf allerdings kein Wort mehr mit. Der Rückstand auf Rekordmeister FC Bayern beträgt 13 Punkte, die Leipziger hingegen könnten am Wochenende an den Münchnern vorbeiziehen.

„Es wird ein schwieriges Spiel. Aber im Clasico knistert es immer. Die Partie ist für uns zwischen den beiden Knaller-Spielen gegen Gladbach und Sevilla nicht leicht, aber wir haben eine gute Bank. Wir werden eine Mannschaft auf dem Platz stehen haben, die Fußball spielen kann und die sich wehren kann“, sagte Watzke zum bevorstehenden Spiel gegen den FC Bayern am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky).

( ber/sid/dpa )

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