Fußball-Ticker

Bayern-Schreck Kiel stoppt Essen nach „Skandal“-Elfmeter

Lesedauer: 27 Minuten
Umstrittener Elfmeter: Kiels Alexander Mühling (M.) erzielt dadurch das Tor zum 0:1 gegen Essens Torwart Daniel Davari.

Umstrittener Elfmeter: Kiels Alexander Mühling (M.) erzielt dadurch das Tor zum 0:1 gegen Essens Torwart Daniel Davari.

Foto: dpa/AP POOL/Martin Meissner

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Mittwoch, den 3. März 2021:

Leipzig träumt vom Pokalsieg nach Sieg gegen Wolfsburg

Fußball-Bundesligist RB Leipzig und Trainer Julian Nagelsmann dürfen weiter von ihrem ersten DFB-Pokalsieg träumen. In einem intensiven Viertelfinale besiegten drangvolle Sachsen am Mittwoch den VfL Wolfsburg mit 2:0 (0:0) und knackten nach 818 Pflichtspielminuten das Abwehrbollwerk der Wölfe. Leipzigs Titel-Jäger, die auch in der Liga im Meisterrennen voll dabei sind, können somit auf ihren zweiten Einzug in ein Pokalfinale nach 2019 hoffen.

Stürmer Yussuf Poulsen (63.) und Hee-Chan Hwang (88.) trafen für die Leipziger, die im Halbfinale am 1. oder 2. Mai um das Ticket für das Endspiel rund zwei Wochen später im Berliner Olympiastadion spielen. Für RB könnte es eine äußerst erfolgreiche Saison werden, denn auch in der Bundesliga läuft es für Nagelsmanns Team sehr gut. Im Kampf um die Schale liegt Leipzig nur zwei Punkte hinter Tabellenführer Bayern München.

DFB-Pokal: Kiel zieht erstmals ins Halbfinale ein

Bayern-Schreck Holstein Kiel hat auch dank eines unberechtigten Elfmeters das Pokal-Märchen von Rot-Weiss Essen beendet und erstmals in seiner Vereinsgeschichte das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Der Fußball-Zweitligist hatte in der 2. Runde den FC Bayern München ausgeschaltet und gewann am Mittwoch mit 3:0 (2:0) gegen die Essener. Im zweiten Viertelfinalversuch nach 2012 klappte es mit dem Einzug in die Vorschlussrunde.

Die Kieler trafen gegen den forschen Außenseiter vorentscheidend mit einem Doppelschlag innerhalb von 113 Sekunden durch Alexander Mühling (26./Foulelfmeter) und Janni Serra (28.). Allerdings war der Elfmeter-Pfiff zum 0:1 eine klare Fehlentscheidung. „Für mich ist das ein Riesen–Skandal“, kritisierte Essens Vorstandschef Marcus Uhlig schon zur Pause bei Sky: „Da fragt man sich schon, ob da alle geschlafen haben. Und ich bin sicher. Wenn es den Elfer nicht gibt, fällt auch das 0:2 nicht.“ Für das dritte Tor sorgte Joshua Mees in der 90. Minute.

Essen, 1953 erster Pokalsieger nach dem Zweiten Weltkrieg und 1994 Finalist, verpasste es, trotz guter Leistung als zweiter Viertligist nach dem 1. FC Saarbrücken im Vorjahr ins Halbfinale einzuziehen und kann sich nun auf den Aufstiegs-Kampf konzentrieren.

Klopp will Liverpool-Profis Länderspiele verbieten

Trainer Jürgen Klopp will Liverpools internationalen Stars des Clubs die Teilnahme an den kommenden Länderspielen verweigern, sofern die Profis danach in Quarantäne müssten. „Das ist einfach nicht möglich“, stellte Klopp am Mittwoch klar. „Ich glaube, alle Clubs sind sich einig, dass wir die Spieler nicht für ihr Land spielen lassen können und das Problem dann anschließend lösen, indem wir sie zehn Tage in einem Hotel unter Quarantäne stellen.“

Wegen der Coronavirus-Pandemie gelten in Großbritannien momentan scharfe Einschränkungen für Reiserückkehrer. Bislang gibt es für Fußballer keine Sonderregelung. Deshalb waren auch einige Spiele in der Champions League an einen neutralen Ort verlegt worden. Klopp sagte, der FC Liverpool wolle bis kurz vor Start der Länderspielpause am 22. März abwarten, bevor der Club eine endgültige Entscheidung fälle.

Die Entscheidung könnte unter anderem die Brasilianer Alisson, Roberto Firmino und Fabinho und den Portugiesen Diogo Jota betreffen. Klopp warb um das Verständnis der nationalen Verbände. „Ich verstehe die Bedürfnisse der verschiedenen Fußballverbände, aber in dieser Zeit kann man nicht alle zufriedenstellen“, so der 53-Jährige. „Und wir müssen akzeptieren, dass die Spieler von den Clubs bezahlt werden, das heißt, dass wir auch die erste Priorität sein müssen.“

Gleichzeitig deutete der Liverpool-Coach einen Zusammenhang zwischen Länderspielreisen in der Vergangenheit und dem Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Umfeld des Vereins an. „In den letzten Monaten, immer wenn jemand die Blase verlassen musste, gab es nach der Länderspielpause mehr Fälle als vorher“, sagte Klopp.

Bayerns Pavard trainiert nach Quarantäne wieder

Weltmeister Benjamin Pavard hat nach seiner Corona-Quarantäne das Training bei Bayern München wieder aufgenommen. Der 24 Jahre alte Franzose absolvierte am Mittwoch nach abschließenden Untersuchungen eine individuelle Laufeinheit.

Ob Trainer Hansi Flick den Rechtsverteidiger bereits beim Gipfel am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Dortmund einsetzen kann, ist offen. Pavard war am 18. Februar positiv getestet worden.

Schalke: 20 Millionen Euro für McKennie

Der endgültige Wechsel von Weston McKennie zu Juventus Turin verschafft dem finanziell angeschlagenen Bundesliga-Letzten FC Schalke 04 mehr finanzielle Planungssicherheit.

Der italienische Rekordmeister verpflichtet den bislang ausgeliehenen 22 Jahre alten Mittelfeldspieler aus den USA vorzeitig. Das teilte Schalke am Mittwoch mit. Nach Medienangaben erhält der abstiegsbedrohte Revierclub dafür knapp 20 Millionen Euro.

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McKennie war 2016 zu den Königsblauen gekommen und spielte 91 Mal für Schalke. Im vergangenen Sommer hatten die klammen Gelsenkirchener McKennie an den Club von Superstar Cristiano Ronaldo verliehen. Für Juve lief McKennie seither 31 Mal auf.

Genesio wohl neuer Trainer bei Stade Rennes

Der französische Erstligist Stade Rennes ist auf der Suche nach einem Nachfolger für den am Montag zurückgetretenen Trainer Julien Stephan offenbar fündig geworden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP wird Bruno Genesio den Posten übernehmen.

Der 54-Jährige trainierte bis 2019 dreieinhalb Jahre Olympique Lyon, zuletzt war Genesio in China tätig. Unter Stephan hatte Rennes 2019 den französischen Pokal gewonnen und sich in der vergangenen Saison erstmals für die Champions League qualifiziert.

Uerdingen-Coach schießt gegen den eigenen Club

Trainer Stefan Krämer hat erneut die Umstände beim finanziell schwer angeschlagenen Drittligisten KFC Uerdingen beklagt. „Die Zustände beim KFC sind weit vom Profifußball entfernt. Weiter als die Erde vom Mars“, sagte Krämer im Sport1-Interview.

Der 53-Jährige hatte sich schon nach der Niederlage gegen den MSV Duisburg (1:2) beschwert. Die Trainingsbedingungen seien „katastrophal“, die Spieler müssten sich „ihr Wasser selbst kaufen“, auch „für Massageöl gibt es kein Geld“, klagte Krämer bei MagentaSport.

Zuletzt hatte der Club mitgeteilt, dass der Spielbetrieb trotz der finanziellen Sorgen vorerst gesichert sei. „So lange uns niemand was anderes sagt, kommen wir zur Arbeit. Ich weiß zwar noch nicht, wo und wie, aber wir werden trainieren. Wir wissen nicht, was ab morgen ist“, sagte Krämer, dessen Team auch sportlich gegen den Abstieg kämpft. Sollte der Klassenerhalt gelingen, wäre es für Krämer „mit einem Aufstieg vergleichbar“.

Bericht: Berg und Wendt zurück nach Göteborg

Borussia Mönchengladbachs Linksverteidiger Oscar Wendt steht einem Medienbericht zufolge vor einer Rückkehr in seine schwedische Heimat. Wie das „Aftonbladet“ berichtet, kehrt der 35-Jährige ebenso wie der ein Jahr jüngere Ex-HSV-Stürmer Marcus Berg im Sommer zu IFK Göteborg zurück.

Dazu sei in beiden Fällen eine Vereinbarung getroffen worden, berichtete die schwedische Zeitung unter Berufung auf informierte Kreise. Wendt wird demnach für anderthalb Jahre unter Vertrag genommen, Berg für zweieinhalb Jahre. Offiziell bestätigt wurden die Wechsel von Vereinsseite bisher nicht.

Sowohl Bergs Vertrag beim russischen Erstligisten Krasnodar als auch der von Fan-Liebling Wendt in Gladbach laufen Ende Juni aus. Für beide war IFK Göteborg die erste Profi-Station gewesen.

VfB erwägt Verkäufe von Topstars im Sommer

Sportdirektor Sven Mislintat schließt Abgänge von Leistungsträgern des VfB Stuttgart im Anschluss an die laufende Saison nicht aus. „Es besteht für uns keine wirtschaftliche Notwendigkeit zu verkaufen“, sagte Mislintat am Mittwoch. „Aber Sinn machen würde ein Transferüberschuss in der aktuellen Zeit natürlich schon.“

Einer der Profis, die sich zuletzt in den Vordergrund gespielt haben, ist der österreichische Stürmer Sasa Kalajdzic. „Er hat sich genau wie Borna Sosa in eine Gruppe gespielt, die zunehmend im Fokus steht, und der auch Silas Wamangituka oder Orel Mangala angehören“, sagte Mislintat über Kalajdzic. Der Angreifer hatte für den schwäbischen Aufsteiger in den vergangenen fünf Partien sechs Tore erzielt.

„Noch gibt es keine konkrete Anfrage für diese Jungs“, sagte Mislintat. „Dafür ist es aber auch noch zu früh. Bei vielen Clubs ist noch nicht klar, welche Auswirkungen Corona auf die Transferbudgets haben wird. Die Jungs haben Verträge und keine Klauseln. Wenn ein Club aus Europas Top 16 kommt, wird es aber natürlich schwer für uns.“

Watzke entschuldigt sich für emotionalen Ausbruch

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich für seinen emotionalen Ausbruch in der Nachspielzeit des Pokal-Viertelfinals bei Borussia Mönchengladbach (1:0) entschuldigt. „Das war keine Glanzleistung von mir. Ich habe mich darüber aufgeregt, dass wir in die siebte Minute der Nachspielzeit gegangen sind“, sagte Watzke den Zeitungen der Funke Mediengruppe, zu denen auch das Abendblatt gehört.

Der BVB-Boss wütete kurzzeitig auf der Tribüne und riss sich dabei für einen Moment auch die Corona-Schutzmaske vom Gesicht. „Das war in dieser Minute der Emotion geschuldet. Es war nicht in Ordnung, und es wird auch nicht wieder vorkommen“, meinte Watzke.

Werders Bittencourt kann sich Köln-Rückkehr vorstellen

Werder-Profi Leonardo Bittencourt hängt noch immer an seinem ehemaligen Club und nächsten Bremer Gegner 1. FC Köln. „Ich habe bei Werder einen Vertrag, aber natürlich kann ich mir vorstellen, noch mal für den FC zu spielen. Köln ist für meine Familie und mich zur Heimat geworden. Wir haben ein Haus in Köln, meine Eltern leben ebenfalls in der Stadt. Ich bin jetzt 27 Jahre alt, da kann noch viel passieren“, sagte der Mittelfeldspieler in einem Interview des „Kölner Stadt-Anzeigers“.

Bittencourt spielte von 2015 bis 2018 in Köln, ehe er nach einer Saison bei 1899 Hoffenheim zu Werder wechselte. An diesem Sonntag (15.30 Uhr/Sky) treffen beide Clubs im Abstiegskampf aufeinander. „Gewinnen wir, sind wir acht Punkte vor dem FC. Verlieren wir, ist der FC nur noch zwei Punkte hinter uns“, sagte der frühere deutsche U21-Nationalspieler. „Aber auch nach dem Spiel am Sonntag ist gar nichts entschieden. Die letzten acht Teams in der Tabelle werden den Kampf um den Klassenerhalt unter sich ausmachen, und dieser könnte bis zum letzten Spieltag anhalten.“

Maric nach Haaland-Umarmung: "Naiv und dumm"

Borussia Mönchengladbachs Co-Trainer Rene Maric hat zerknirscht auf die harte Kritik von Fans nach den TV-Bildern vom Dienstagabend reagiert. Maric war nach der Heimniederlage im DFB-Pokal-Viertelfinale (0:1) in Umarmung und im angeregten Gespräch mit Starstürmer Erling Haaland von Borussia Dortmund zu sehen, den er einst bei RB Salzburg betreut hatte.

Maric nannte sein Verhalten in sensibler Lage „naiv, emotional und unbedacht. Über 90 Minuten habe ich mir Lunge und Kehle rausgebrüllt, nachdem wir von früh bis spät das Spiel vorbereiteten. Nach Schlusspfiff stand ich am anderen Ende der Coachingzone, und ein ehemaliger Spieler ist als Einziger und nach Minuten zum Trösten gekommen.“

Er sei, schrieb Maric, angesichts der sportlichen Enttäuschung „so angefressen und traurig“ gewesen, „dass ich nicht an irgendwelche Kameras denken konnte.“ Der 28-Jährige wird zur neuen Saison mit Cheftrainer Marco Rose von Mönchengladbach zum BVB wechseln. Die Bilder hatten bei Twitter einen Shitstorm unter Gladbach-Fans ausgelöst.

Ex-Kapitän Höwedes nimmt Schalke-Profis in Schutz

Rio-Weltmeister Benedikt Höwedes hat die zuletzt harsch kritisierten Schalker Profis in Schutz genommen. „Auch auf die Gefahr hin, dass es unpopulär ist – und nicht jedem gefallen mag, aber: Ich bin davon überzeugt, dass sich alle Schalker Spieler reinknien werden und im Rahmen ihres angeknacksten Selbstvertrauens alles tun werden, um noch irgendwie in der Liga zu bleiben“, sagte der langjährige Kapitän dem Nachrichtenportal „t-online“: „Niemand will absteigen!“

Dass die Königsblauen aller Voraussicht nach zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen, „macht mich einfach nur traurig“, so der 33-Jährige: „Dieser Verein gehört in die Bundesliga. Aber es sind viele völlig falsche Entscheidungen getroffen worden, die nun bestraft werden.“

Die prekäre wirtschaftliche Lage der Knappen werde, so Höwedes, wohl dazu führen, dass „der Club Spieler verkaufen muss“, er braucht „liquide Mittel, um überleben zu können“, so Höwedes. „Einige Akteure werden zu teuer für die 2. Liga sein“, glaubt der einstige Abwehrspieler, „das Gesicht der Mannschaft wird sich nach dem Sommer ändern – auch ändern müssen.“

Für Höwedes ist für den Fall des Abstiegs klar: „Schalke muss alles daransetzen, sofort wieder aufzusteigen. Sollte es wirklich so kommen, darf die 2. Liga nur ein ganz kurzer Ausrutscher sein.“

Florian Wirtz positiv auf Corona getestet

Bayer Leverkusens Jungstar Florian Wirtz ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Infektion des 17-Jährigen wurde beim obligatorischen Corona-Test festgestellt. Das teilte der Club am Mittwoch mit. Alle anderen Testergebnisse seien negativ ausgefallen.

Wirtz hat sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben und fehlt damit im Spiel am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) bei Borussia Mönchengladbach. „Alle weiteren Maßnahmen werden nun mit dem in diesem Fall zuständigen Gesundheitsamt abgestimmt“, hieß es in der Mitteilung des Vereins.

Markus Feldhoff neuer Trainer des VfL Osnabrück

Der frühere Bundesliga-Stürmer Markus Feldhoff ist neuer Trainer des VfL Osnabrück. Das gab der Tabellen-15. der Zweiten Bundesliga am Mittwochmorgen bekannt. Der 46-Jährige spielte nach Stationen bei Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg bereits von 2004 bis 2008 für die Osnabrücker. In der Saison 2008/09 war er außerdem schon einmal Co-Trainer des VfL.

Aktuell tritt er bei den Niedersachsen die Nachfolge des vor zwei Wochen freigestellten Marco Grote an, der zuvor im Sommer den zum HSV abgewanderten Daniel Thioune ersetzt hatte. Unter Grote und Interimstrainer Florian Fulland kassierte der VfL zuletzt neun Niederlagen in Serie.

„In den Gesprächen mit Markus Feldhoff wurden zwei Dinge sehr schnell klar: Er verfügt nicht nur über die notwendige Fachkompetenz, er bringt gleichzeitig die Energie und Leidenschaft mit, die es in dieser Situation braucht, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen“, sagte der Osnabrücker Geschäftsführer Benjamin Schmedes. Zuletzt war Feldhoff als Co-Trainer von Werder Bremen und Hertha BSC tätig.

Die Zweitliga-Trainerwechsel 2020/21:

  1. Michael Schiele (Würzburger Kickers): 29. September 2020. Nachfolger: Marco Antwerpen
  2. Marco Antwerpen (Würzburger Kickers): 9. November 2020. Nachfolger: Bernhard Trares
  3. Uwe Koschinat (SV Sandhausen): 24. November 2020. Nachfolger: Michael Schiele
  4. Marco Grote (VfL Osnabrück): 15. Februar 2021. Nachfolger: Markus Feldhoff
  5. Michael Schiele (SV Sandhausen): 15. Februar 2021. Interims-Nachfolger: Stefan Kulovits und Gerhard Kleppinger

Wieder neuer Rasen für Hertha im Olympiastadion

Hertha BSC kann im Abstiegskampf auf verbesserte äußere Bedingungen setzen. Im Berliner Olympiastadion wird der erst im vergangenen Dezember eingebrachte Rasen nach dem kommenden Heimspiel gegen den FC Augsburg (Sonnabend, 15.30 Uhr/Sky) durch ein neues Geläuf ersetzt.

Die verkürzte Winterpause sowie die erhöhte Spielfrequenz hatten den derzeit verlegten Rasen stark in Mitleidenschaft gezogen. Das neue Grün soll erstmals im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am 26. Spieltag (21. März) bespielt werden.

Regensburg: Corona-Ausbruch durch Teamsitzung?

Der Coronavirus-Ausbruch beim SSV Jahn Regensburg ist möglicherweise auf eine Mannschaftsbesprechung zurückzuführen. „Es ist eine reine Mutmaßung. Ich kann mir keinen anderen Anlass erklären. Ich weiß es aber nicht. Auch bei Besprechungen halten wir uns aber an die vorgegebenen Regeln“, sagte Geschäftsführer Christian Keller der „Mittelbayerischen Zeitung“ im Interview über eine mögliche Ausbreitung des Virus im Verein.

Beim Zweitligisten aus der Oberpfalz waren acht Corona-Fälle aufgetreten. Bei mindestens vier der Infizierten wurde die britische Variante des Virus nachgewiesen, wie das Gesundheitsamt Regensburg mitteilte. Wegen der positiven Tests war das für Dienstag geplante DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen abgesagt worden.

„Neben unserem Cheftrainer sind sieben Akteure, allerdings nicht nur Spieler betroffen. Namen möchte ich aber nicht nennen“, sagte Keller. „Der Großteil der Mannschaft erfreut sich insofern bester Gesundheit. Die Folgetests bei allen Nichtinfizierten waren zum Glück negativ.“ Trainer Mersad Selimbegovic war bereits am Freitag positiv auf das Virus getestet worden.

Keller bewertete das Hygienekonzept der DFL als hervorragend. „Nicht umsonst hat es in elf Monaten keinen einzigen Fall bei uns gegeben. Es gibt aber auch ein Leben außerhalb des Konzeptes. Alle Spieler und Trainer haben auch ein Privatleben, haben da Kontakte, so dass nie eine abschließende Sicherheit hergestellt werden kann“, sagte der Jahn-Geschäftsführer.

Sky zeigt Doku über Steinhaus-Aufstieg

Der Aufstieg von Bibiana Steinhaus zur ersten Schiedsrichterin in der Fußball-Bundesliga wird von Sky in einer Dokumentation nacherzählt. Am 8. März zeigt der Pay-TV-Sender den Film als weitere Episode seiner Doku-Reihe „Her Story“ zu verschiedenen Sendezeiten auf mehreren seiner Kanäle.

„Zu Beginn dieses tollen Filmprojekts war nicht ansatzweise abzusehen, wir sehr uns Umstände, die wir zuvor nicht kannten, bei unserer gemeinsamen Reise begleiten würden“, sagte Steinhaus, die mittlerweile nur noch als Video-Assistentin arbeitet: „Ich freue mich, dass in dieser Dokumentation viele meiner Wegbegleiter zu Wort kommen. Meine Geschichte erzähle ich somit nicht alleine.“

Hannovers Falette entgeht dem Rauswurf

Eine Woche nach den Handgreiflichkeiten gegen seinen Mitspieler Genki Haraguchi darf Simon Falette an diesem Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining von Hannover 96 zurückkehren. Das gab der Zweitliga-Club nach einem Gespräch zwischen dem 29 Jahre alten Abwehrspieler sowie Mehrheitsgesellschafter Martin Kind bekannt. „Herr Falette hat glaubhaft die Situation aus seiner Sicht dargestellt und eingesehen, dass er einen Fehler gemacht hat“, wird Kind in einer Mitteilung des Clubs zitiert.

Hannover 96 hatte den Nationalspieler Guineas nach dem Vorfall in der vergangenen Woche zunächst nur mit einer Geldstrafe und einer kurzen Zeit des Einzeltrainings sanktioniert. Falette saß beim Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth auf der Tribüne und sollte eigentlich schon am Montag wieder mit der Mannschaft trainieren. Zuletzt ließ Kind jedoch offen, ob dem im Oktober von Eintracht Frankfurt verpflichteten Verteidiger nicht doch noch eine fristlose Kündigung droht. Das ist jedoch seit Mittwoch mit der Zahlung der Geldstrafe und dem Erhalt einer Abmahnung vom Tisch.

„Ich freue mich, dass ich ab heute wieder beim Team bin und möchte meinen Teil dazu beitragen, mit der Mannschaft erfolgreich zu sein. Meine Familie ist jetzt endlich in Hannover – das ist für mich noch einmal eine zusätzliche Motivation“, sagte Falette.

FC Bayern legt Versammlungen zusammen

Die Jahreshauptversammlungen 2020 und 2021 des FC Bayern München werden zusammengelegt. Die ursprünglich für November 2020 geplante und für den 15. April neu terminierte Veranstaltung wird nun im Rahmen der JHV 2021 in diesem November stattfinden. Alle für 2020 geplanten Tagesordnungspunkte werde man auf die Agenda nehmen, teilte der FC Bayern mit.

„Aufgrund der nach wie vor in diesem Frühjahr unkalkulierbaren Pandemie-Situation und dem gemeinsamen Wunsch, eine Präsenzveranstaltung durchzuführen, haben wir uns entschieden, beide Jahreshauptversammlungen zusammenzulegen“, sagte Präsident Herbert Hainer.

Bobic bestätigt Abschied von der Eintracht

Sportvorstand Fredi Bobic hat den Weggang von Eintracht Frankfurt im Sommer bestätigt. Es sei eine „persönliche Entscheidung“, sagte Bobic am Dienstagabend der ARD in der Sendung „Sportschau Thema“. Bereits am Nachmittag hatte der Sender unter anderem die Aussage veröffentlicht: „Ich brauche gar nicht groß rumeiern. Ich hab' vor einem Jahr bereits schon, also vor Corona, den Wunsch geäußert, den Verein im Sommer 2020 zu verlassen.“

Diese Saison habe er „auch aus moralischen Gründen“ aber noch durchziehen wollen. Sein aktueller Arbeitgeber sei vorbereitet gewesen. „Dass es jetzt ein bisschen Turbulenzen gibt und dass viel in der Zeitung steht, ist leider so, ist aber nicht dem geschuldet, dass ich keinem Bescheid gesagt habe“, betonte Bobic in der ARD.

Auf die Frage, ob sich die Fans von Hertha BSC nun auf ihn freuen dürften, sagte der 49-Jährige: „Ich will auf dieses Thema gar nicht mehr groß eingehen.“ Es seien „leider zu viele Indiskretionen“ in der Öffentlichkeit. Sein Ansprechpartner sei der Aufsichtsrat bei Eintracht Frankfurt, sagte der frühere Nationalspieler.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Philip Holzer hatte zuvor Gespräche bestätigt – nicht aber, dass bereits eine Entscheidung gefallen sei. Als möglicher neuer Verein des einstigen Stürmers wird Medienberichten zufolge Frankfurts Ligakonkurrent Hertha BSC gehandelt. Dort könnte Bobic die Nachfolge des im Januar als Geschäftsführer entlassenen Michael Preetz antreten.

Neuseeländische Nationalspielerin hat Leukämie

Die neuseeländische Nationalspielerin Rebekah Stott ist an Leukämie erkrankt. Das gab die 27-Jährige, die beim englischen Erstligisten Brighton & Hove Albion unter Vertrag steht, am Mittwoch bekannt. Stott unterziehe sich zur Behandlung nun einer Chemotherapie, der Krebs sei aber „behandelbar und heilbar, besonders bei jungen Menschen“, sagte sie.

Die Abwehrspielerin habe die Nachricht erhalten, als sie sich nach ihrer Rückkehr nach Neuseeland in Quarantäne begeben habe. „Ich bin gesund und fit. Das wird mir die bestmögliche Chance geben, noch stärker daraus hervorzugehen“, betonte sie in einer Videobotschaft auf Twitter: „Ich weiß, dass es nicht einfach sein wird, aber ich will die Krankheit mit einer positiven Einstellung durchstehen.“

Pelé nach Corona-Impfung: "Unvergesslicher Tag"

Die brasilianische Legende Pelé hat im Fußball viel erlebt und zahlreiche Titel gewonnen. Der Tag, an dem er seine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten hat, sei dennoch „unvergesslich“, schrieb der 80-Jährige bei Instagram. Dazu stellte Pelé ein Foto, auf dem er eine Maske trägt und den Daumen in die Höhe streckt.

„Die Pandemie ist noch nicht vorbei, wir müssen diszipliniert bleiben, um Leben zu retten, weil viele Menschen noch nicht geimpft sind“, schrieb Pelé. Hygienemaßnahmen wie das Tragen von Masken, Händewaschen und Abstand seien wichtig: „Diese Pandemie wird vorübergehen, wenn wir einander helfen und acht geben.“

Pele, der mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, lebt derzeit zurückgezogen in seinem Haus in Sao Paulo. Brasilien ist eines der am stärksten betroffenen Länder, mehr als 255.000 Todesopfer hat die Pandemie alleine in Brasilien gefordert.

Dortmund bangt um Sancho und Guerreiro

Borussia Dortmund bangt vor dem Bundesliga-Topspiel bei Spitzenreiter Bayern München am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky) um den Einsatz von Jadon Sancho und Raphael Guerreiro. Sancho klagte nach seinem Siegtreffer beim 1:0 (0:0) im Pokal-Viertelfinale bei Borussia Mönchengladbach über Oberschenkelprobleme, Guerreiro musste mit einer Wadenverletzung früh ausgewechselt werden.

BVB-Trainer Edin Terzic hofft bei beiden Spielern, „dass es nichts Ernstes ist“. Eine genaue Diagnose soll nach weiteren Untersuchungen im Tagesverlauf feststehen.

Überlebender der Chape-Tragödie entkommt erneut dem Tod

Einer der sechs Überlebenden der Chapecoense-Tragödie ist erneut knapp dem Tod entkommen. Erwin Tumiri, Flugbegleiter im Unglücksflieger mit der brasilianischen Fußball-Mannschaft Associacao Chapocoense de Futebol, überlebte am frühen Dienstagmorgen in seiner Heimat Bolivien mit leichten Verletzungen einen Busunfall mit 21 Todesopfern. „Schon wieder, ich kann es gar nicht glauben“, sagte er im Krankenhaus lokalen Medien.

Tumiri war am 28. November 2016 Crew-Mitglied einer bolivianischen Charter-Maschine gewesen, die auf dem Flug des damaligen Finalisten der Copa Sudamericana zum Hinspiel bei Atletico Nacional wegen Treibstoffmangels kurz vor der kolumbianischen Stadt Medellin an einem Berghang zerschellte. Dabei kamen 71 Passagiere, darunter fast die komplette Chape-Mannschaft, zu Tode. Nur drei Spieler, ein im März 2019 an einem Herzinfarkt verstorbener Journalist sowie zwei Flugbegleiter überlebten das Unglück.

Der Bus war auf der Fahrt zwischen den bolivianischen Städten Cochabamba und Santa Cruz von der Strecke abgekommen und gut 150 Meter einen Abhang hinuntergestürzt. „Ich bin wie eine Katze herausgekrochen, meine Knie taten sehr weh“, sagte Tumiri, der beim Unglück diesmal einer von 30 Überlebenden war.