Fußball-Ticker

Manchester City baut beeindruckende Serie aus

Lesedauer: 6 Minuten
Kyle Walker (l.) und Manchester City steuern weiter auf den Meistertitel in der Premier League zu.

Kyle Walker (l.) und Manchester City steuern weiter auf den Meistertitel in der Premier League zu.

Foto: Getty Images

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Sonnabend, den 27. Februar 2021:

Manchester City marschiert weiter Richtung Meistertitel

Nationalspieler Ilkay Gündogan hat mit dem englischen Titelfavoriten Manchester City die beeindruckende Siegesserie fortgesetzt und die Tabellenführung in der Premier League weiter gefestigt. Das Team von Startrainer Pep Guardiola setzte sich im Spitzenspiel gegen den Vierten West Ham United mit 2:1 (1:1) durch und baute mit dem 20. Pflichtspielerfolg nacheinander den Vorsprung vorerst auf 13 Punkte aus.

Der Lokalrivale Manchester United und Leicester City könnten mit Siegen am Sonntag wieder auf zehn Zähler herankommen. Ruben Dias (30.) und John Stones (68.) erzielten die Tore für die Skyblues, die Guardiola nach dem 2:0 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Borussia Mönchengladbach auf sieben Positionen umgestellt hatte.

So gab Stürmer Sergio Agüero nach fast zweimonatiger Zwangspause wegen einer Corona-Infektion sein Comeback. Den zwischenzeitlichen Ausgleich markierte Michail Antonio (43.).

Mourinho macht sein Job ohne Druck kein Spaß

Star-Trainer Jose Mourinho (58) macht die angespannte Lage bei seinem Premier-League-Klub Tottenham Hotspur nicht zu schaffen - im Gegenteil. „Das Problem ist, wenn man keinen Druck hat“, erklärte der portugiesische Teammanager: „Er ist wie Sauerstoff, er ist unser Leben.“

Die Londoner kassierten in ihren vergangenen sechs Ligaspielen fünf Niederlagen. In der Europa League gelang indes der Einzug ins Achtelfinale nach zwei klaren Siegen über den Wolfsberger AC aus Österreich. Dort trifft Tottenham auf Dinamo Zagreb.

Druck gehöre einfach zum Geschäft, betonte Mourinho. „Man gewöhnt sich einfach daran und auch daran, wie die Presse zu dieser Zeit ist, man muss sich einfach daran anpassen.“ In der Meisterschaft bekommt es der Tabellenneunte als nächstes am Sonntag (15.00 Uhr) mit dem FC Burnley zu tun.

Köpke sieht Torwartentwicklung mit Sorge

Andreas Köpke, Torwarttrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, hat angesichts mangelnder Einsatzchancen junger Schlussmänner vor möglichen Langzeitfolgen gewarnt. „Die Jungs, die da im Blickpunkt stehen, wie zum Beispiel Alexander Nübel, Markus Schubert und Lennart Grill, bekommen zu wenig Spiele, um sich weiterzuentwickeln. Als junger Torwart ist Spielpraxis durch nichts zu ersetzen“, sagte der 58-Jährige der „Bild“-Zeitung. „Wir müssen schon aufpassen, dass wir nach der "Generation Neuer/ter Stegen" keine Probleme bekommen.“

Nübel (24/FC Bayern), Schubert (22/Eintracht Frankfurt) und Grill (22/Bayer Leverkusen) sind aktuell keine Stammkräfte bei ihren Teams. Zuletzt hatte der frühere Nationaltorhüter Roman Weidenfeller falsches Torwart-Training in der Bundesliga kritisiert. „Die Torhüter werden heutzutage offenbar mehr darauf trainiert, als elfter Feldspieler zu agieren“, erläuterte der Weltmeister von 2014 in der „Bild“. „Dabei – so finde ich – werden die Grundlagen vernachlässigt. Das Wichtigste ist in meinen Augen aber immer noch, dass sie Bälle abwehren und halten.“

Wegen politischer Statements: Ibrahimovic pestet gegen NBA-Star

Fußball-Exzentriker Zlatan Ibrahimovic hat sich mit einem Rüffel für Basketball-Superstar LeBron James ins Abseits begeben. Der Schwede vom AC Mailand echauffierte sich in einem Uefa-Interview für "Discovery+" in Schweden gegen Sportler, die sich auf die politische Bühne begeben. Und pickte sich als Beispiel James heraus. „Mach, worin du gut bist. Bleib dabei“, sagte „Ibra“.

Er bewundere LeBron James für das, was er auf dem Parkett mache. „Er ist phänomenal, aber ich mag es nicht, wenn Leute einen bestimmten Status haben und dann losgehen und Politik machen“, sagte Ibrahimovic, „ich spiele Fußball, weil ich der Beste dort bin. Ich mache keine Politik. Wenn ich das wollte, würde ich in die Politik gehen.“

Schweigen ist für LeBron James allerdings undenkbar. „Auf keinen Fall würde ich mich nur auf Sport beschränken. Ich weiß, welche Kraft meine Stimme hat“, sagte der viermalige NBA-Champion nach dem 102:93-Erfolg seiner Los Angeles Lakers am Freitagabend gegen Portland.

Am Ende des Tages würde er „niemals die Klappe halten über Dinge, die falsch sind. Ich predige über mein Volk, und ich predige über Gleichheit, soziale Ungerechtigkeit, Rassismus, Unterdrückung von Wählern. Dinge, die in unserer Gemeinde vor sich gehen“, sagte James.

Ibrahimovic dürfte mit seiner Meinung zur politischen Betätigung von Sportlern ziemlich alleine dastehen. Zunehmend nutzen Athleten/innen ihre Stimme, um auf soziale Missstände hinzuweisen. Wie auch James, der sich für die Abschaffung sozialer Ungerechtigkeiten einsetzt und auch in der Black-Lives-Matter-Bewegung aktiv ist. Immer wieder erhob er auch seine Stimme gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump.

Revolte gegen Gross? Schalke schweigt zu Vorwürfen

Der drohende Abstieg reißt beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 immer mehr Gräben auf. Berichten mehrerer Medien zufolge sollen Führungsspieler des Schlusslichts nach der 0:4-Heimpleite im Derby gegen Borussia Dortmund bei Sportvorstand Jochen Schneider und Teammanager Sascha Riether die Ablösung von Trainer Christian Gross gefordert haben. Allerdings ließ die sportliche Leitung der Königsblauen die Profis mit ihrer Kritik an dem Coach vor dem Gastspiel am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) bei Aufsteiger VfB Stuttgart offenkundig abblitzen.

„Wir dementieren die Berichterstattung. Dass es speziell nach der Derby-Niederlage Frust gab, ist doch völlig klar. Dass dazu auch offene Gespräche und eine Aufarbeitung der aktuellen Situation gehören - daraus machen wir gar keinen Hehl. So etwas wie eine “Revolte' oder 'Revolution' hat es jedoch nicht gegeben„, erklärte Schalkes Kommunikationsdirektor Marc Siekmann.

Vermeintlich hat die Mannschaft den Glauben an eine Trendwende mit Gross auf der Bank nach dem Revierderby weitgehend verloren. Angeblich beschwerten sich die Spieler über eine zu einseitige Trainingsgestaltung, unflexible Taktik, mangelndes Coaching während der Spiele und Verwechslungen von Spielernamen.

Tatsächlich haben sich Schalkes Hoffnungen auf einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf unter Gross bislang alles andere als erfüllt. In den neun Ligaspielen mit dem schon vierten Chefcoach in der laufenden Saison an der Linie holten die Knappen lediglich fünf Punkte (ein Sieg, zwei Remis und sechs Niederlagen). Seit dem Amtsantritt des 66-Jährigen vergrößerte sich Schalkes Rückstand auf den Relegationsplatz auf inzwischen neun Zähler.

( ber/dpa/sid )