Fußball-Ticker

Zwei Tore in Nachspielzeit: Srbeny rettet Paderborn Punkt

Lesedauer: 20 Minuten
Dennis Srbeny (r., gegen Heidenheims Andreas Geipl) traf für Paderborn zweimal in der Nachspielzeit.

Dennis Srbeny (r., gegen Heidenheims Andreas Geipl) traf für Paderborn zweimal in der Nachspielzeit.

Foto: David Inderlied / dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Dienstag, den 23. Februar 2021:

Srbeny rettet Paderborn Punkt gegen Heidenheim

Der SC Paderborn und der 1. FC Heidenheim können ruhigen Gewissens für eine weitere Saison in der 2. Bundesliga planen. Die Rivalen trennten sich in einem Nachholspiel am Dienstagabend 2:2 (1:1), beide Mannschaften bewegen sich im Tabellenmittelfeld fernab von Aufstiegshoffnung oder Abstiegsangst. Anfang des Monats war das Spiel wegen des starken Schneefalls in Ostwestfalen ausgefallen.

Tim Kleindienst brachte die Gäste mit seinem fünften Tor im vierten Spiel nach seiner Rückkehr in Führung – SCP-Torhüter Leopold Zingerle war bei einer Freistoßflanke übermotiviert aus seinem Tor gekommen und hatte unter Druck den Ball fallen gelassen. Ein Foulelfmeter von Dennis Srbeny (45.+2, nach Videobeweis) brachte den verdienten Ausgleich.

Christian Kühlwetter schoss Heidenheim mit seinem 13. Saisontor erneut in Front. Wieder schlug Srbeny in der Nachspielzeit spät zurück (90.+1).

Chelsea-Kapitän stützt Werner, Havertz und Tuchel

Timo Werner und Kai Havertz haben bisher beim FC Chelsea weitgehend enttäuscht – doch Blues-Kapitän César Azpilicueta erwartet einen baldigen Durchbruch der teuren Nationalspieler. „Wenn man sich die Qualität und das Talent der beiden anschaut, weiß man: Sie werden sicher bald große Fortschritte machen“, sagte der 31-jährige Spanier der Zeitung „El País“.

In der Premier League sei es für Neulinge nicht leicht. „Es ist nicht einfach: Neue Liga, junge Spieler, die Mannschaft war zuweilen als Kollektiv nicht auf der Höhe. Alles spielt eine Rolle“, sagte Azpilicueta. Werner (24) und Havertz (21), für die der Club aus London insgesamt mindestens 133 Millionen Euro gezahlt hatte, hätten sich sehr bemüht. „Sie haben eine gute Einstellung bewiesen und sich auch Mühe gegeben. Auch in den schlechten Momenten, und daran erkennt man, wie ein Spieler ist“, so Azpilicueta.

Der Spanier lobte auch Thomas Tuchel, der Chelsea erst seit Ende Januar coacht. „Tuchel möchte, dass wir mit und auch ohne Ball das Geschehen bestimmen. Dass wir den Ball schnell zurückerobern und die Angreifer, die den Unterschied machen können, in Szene setzen.“ Der frühere Coach von Paris sei aber zu kurz im Amt, um eine Bilanz zu ziehen. In der Premier League liegen die Blues derzeit auf dem fünften Tabellenplatz.

Schalkes Torhüter Fährmann fällt vorerst aus

Schalke 04 muss „bis auf Weiteres“ auf seinen Stammtorhüter Ralf Fährmann verzichten. Der 32-Jährige hatte sich am vergangenen Sonnabend in der ersten Halbzeit des Revierderbys gegen Borussia Dortmund (0:4) eine Rippe angebrochen. Das teilten die Königsblauen am Dienstag mit.

Wegen einer leichten Erkältung konnte am Dienstag zudem der Brasilianer William am Mannschaftstraining nicht teilnehmen.

Der abgeschlagene Tabellenletzte aus Gelsenkirchen tritt am kommenden Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) beim Aufsteiger VfB Stuttgart an. Mit Blick auf diese Partie absolvieren Shkodran Mustafi, Nabil Bentaleb, Matthew Hoppe und Sead Kolasinac ein individuelles Programm.

DFB: "Unbequemer" Keller will die Wiederwahl

Präsident Fritz Keller hat noch einmal betont, dass er trotz der internen Querelen beim DFB nicht an seinen Abschied denkt. Der Sport Bild sagte der 63-Jährige, dass er sich auf dem DFB-Bundestag im Sommer 2022 wahrscheinlich zur Wiederwahl stellen wird.

„Wenn man der Meinung ist, dass man weiter einen unbequemen Menschen braucht, der mit an der Zukunft arbeiten möchte und nicht zu allem Ja und Amen sagt, bin ich überzeugt, dass ich noch einmal kandidieren werde“, sagte Keller.

Er hatte das Amt am 27. September 2019 übernommen. Angesichts der jüngsten öffentlichen Dissonanzen mit Generalsekretär Friedrich Curtius gab es zuletzt Spekulationen über einen möglichen Rücktritt, der für Keller nach eigener Aussage aber nie zur Debatte stand.

Leverkusens Lars Bender fehlt länger

Bayer Leverkusen muss nach einer Meniskus-Operation vorerst auf Lars Bender verzichten. Der 31-Jährige werde auf absehbare Zeit fehlen, teilte der Club mit. Bender habe sich im Liga-Heimspiel Ende Januar gegen den VfL Wolfsburg neben einer Muskelverletzung auch eine Quetschung des rechten Außenmeniskus zugezogen, welche sich zu einem Riss entwickelt habe.

Der Defensivspieler sei bereits am Freitag operiert worden. Es scheine realistisch, dass Bender Ende März nach der Länderspielpause in den Trainingsbetrieb zurückkommen könne. Der frühere Nationalspieler hatte seit der Wolfsburg-Partie bereits sechs Pflichtspiele verpasst, von denen Bayer nur eine gewann.

Gulacsi setzt Zeichen gegen Homophobie

Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi hat sich klar gegen Homophobie in seinem Heimatland Ungarn positioniert. Der 30-Jährige kritisierte mit einem Facebook-Post das Ende Dezember verabschiedete Gesetz, nach dem homosexuelle Paare keine Kinder adoptieren dürfen. „Jeder Mensch hat das Recht auf Gleichberechtigung“, schrieb der Schlussmann: „So hat auch jedes Kind das Recht, in einer glücklichen Familie aufzuwachsen – ganz egal, aus wie vielen Menschen sie besteht, welche Hautfarbe man hat, wen man liebt oder an was man glaubt.“

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Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban erregt bereits seit Jahren Aufsehen durch ihre LGBTQ-feindliche Politik. Gulacsi betonte, er habe in seiner Zeit im Ausland „viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Nationalitäten, anderen Religionen oder Kulturen und Lebensphilosophien getroffen“. Durch diese vielen Treffen habe er gemerkt, „dass die Tatsache, dass nicht jeder gleich ist, die Welt nur noch bunter macht und dass das Wichtigste Liebe, Akzeptanz und Toleranz für andere sind.“ Gulacsi spielt seit 2007 nicht mehr in seiner Heimat und seit 2015 für RB.

Ex-ManUnited-Spieler an Demenz erkrankt

Der britische Fußball beklagt den nächsten Demenz-Fall. Wie seine Familie bestätigte, leidet der ehemalige schottische Nationalspieler Gordon McQueen an der vaskulären Demenz, die zu den häufigsten Demenzerkrankungen zählt. Der 68-Jährige gehörte 1974 und 1978 zum schottischen WM-Aufgebot, kam aber nicht zum Einsatz. 1983 gewann er im Wembley-Stadion mit Manchester United den FA Cup.

Im englischen Fußball nimmt die Debatte über den Zusammenhang zwischen Kopfbällen und Demenz-Erkrankungen immer größere Ausmaße an. Im Zuge dessen hat sich der englische Verband FA entschlossen, eine Studie in Auftrag zu geben, um die genauen Gründe von Demenzerkrankungen bei Profispielern zu ergründen.

Eine erste Untersuchung in Schottland hatte Ende 2019 aufgezeigt, dass Profifußballer einer erhöhten Gefahr ausgesetzt sind, an einer Demenzerkrankung zu sterben. Die Frage jedoch, was genau dafür verantwortlich ist, konnte aber nicht beantwortet werden. Vermutet wird ein Zusammenhang mit Gehirnerschütterungen sowie Kopfbällen.

Zuletzt war im November Englands Fußball-Legende Bobby Charlton (83), Weltmeister von 1966, an Demenz erkrankt. Erst im Juli war Charltons älterer Bruder Jack im Alter von 85 Jahren gestorben, er litt ebenso an Demenz wie der ebenfalls verstorbene 66er-Weltmeister Nobby Stiles.

VfB Lübeck suspendiert Vize-Kapitän Riedel

Der abstiegsbedrohte Drittligist VfB Lübeck hat seinen bisherigen Vize-Kapitän Florian Riedel für dessen öffentlich geäußerte Kritik an Sportdirektor Rocco Leeser bestraft. Der 30-Jährige wird für eine Woche vom Trainings- und Spielbetrieb der ersten Mannschaft suspendiert, zudem muss er eine Geldstrafe zahlen und sein Amt als Vize-Kapitän abgeben, teilte das Schlusslicht mit.

Riedel hatte am Sonnabend vor dem Spiel gegen Türkgücü München (0:2) auf zuvor geäußerte Kritik von Leeser öffentlich geantwortet. „Das kam nicht gut an“, sagte Riedel bei MagentaSport: „Den Charakter der Mannschaft infrage zu stellen, finde ich nicht fair.“

Leeser hatte die Leistung des Aufsteigers nach der 1:3-Pleite bei Tabellenführer Dynamo Dresden unter anderem als „unwürdig“ bezeichnet.

Schmadtke-Appell an Löw wegen Arnold

In der Diskussion um eine mögliche Berufung von Maximilian Arnold in die deutsche Nationalmannschaft hat Wolfsburgs Geschäftsführer Jörg Schmadtke Bundestrainer Joachim Löw aufgefordert, sich einmal ein Spiel in der VW-Stadt anzuschauen. „Ich wünsche mir, dass der Jogi mal zu uns nach Wolfsburg kommt“, sagte Schmadtke dem „Sportbuzzer“. Er wisse zwar nicht genau, wie sich Löw seine Informationen über die Spieler beschaffe. Aber: „Wenn der Bundestrainer den Max einladen will, sollte er sich ein Spiel von uns anschauen“, sagte Schmadtke.

Mittelfeldspieler Arnold zeigt beim VfL seit Wochen starke Leistungen und hat großen Anteil am sportlichen Höhenflug der Niedersachsen. Die DFB-Elf bestreitet Ende März drei WM-Qualifikationsspiele gegen Island, in Rumänien und gegen Nordmazedonien.

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„Ich habe schon vor drei Monaten gesagt, dass er meiner Einschätzung nach überdurchschnittlich gute Leistungen abliefert. Und wenn das so ist, befähigt das einen, bei der Nationalmannschaft aufzutauchen“, sagte Schmadtke über den 26-Jährigen.

BVB-Trio zurück im Mannschaftstraining

Borussia Dortmunds Trainer Edin Terzic hat am kommenden Spieltag wohl wieder mehr Optionen. Neben Thorgan Hazard und Dan-Axel Zagadou ist auch Torhüter Roman Bürki zurück im Mannschaftstraining. „Wir haben das Go bekommen, dass sie voll mittrainieren können“, sagte der BVB-Coach am Dienstag: „Jetzt müssen wir das clever steuern, damit wir sie nicht in jeden Zweikampf jagen.“

Gegen Arminia Bielefeld fordert Terzic am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) einen weiteren positiven Schritt. „Wir haben immer wieder angedeutet, dass wir gut Fußball spielen können. Jetzt geht es darum, das konstant und über 90 Minuten Woche für Woche abzurufen“, sagte er. Die jüngsten Erfolgserlebnisse seien hilfreich für mehr Vertrauen und Ruhe.

Thomas Müller: "Muss raus aus dem Stall"

Thomas Müller (FC Bayern München) kann sein Comeback nach einer Corona-Infektion samt Isolation kaum noch erwarten. Er habe „die Quarantäne bisher wirklich meisterhaft überstanden“, berichtete Müller in den sozialen Netzwerken und stellte ein kurzes Trainingsvideo aus seinem Haus online. „Aber langsam fängt es zum Arbeiten an. Ich muss raus, ich muss raus aus dem Stall“, sagte der Weltmeister von 2014 und passionierte Pferdezüchter.

Müller war jüngst während der Club-WM in Katar positiv getestet worden und in einem separaten Flugzeug heimgereist. Seit rund zehn Tagen ist er nun in häuslicher Quarantäne, wo er individuelle Trainingsübungen mache. „Ich muss schließlich schauen, dass ich topfit – zumindest so fit wie möglich – eben wieder zurückkomme“, sagte er und ergänzte: „Und das wird nicht mehr lange dauern.“

Einen konkreten Termin für sein Comeback nannte der 31-Jährige nicht. Einfach ist die Isolation für jemanden wie Thomas Müller nicht: „Ich bin langsam schon ein bisschen kribbelig, muss ich zugeben.“

Wagner: Abstieg wird Schalke nicht gut tun

Der ehemalige Schalke-Trainer David Wagner erwartet von dem möglichen Abstieg des Tabellen-Letzten keine reinigende Wirkung für den Revierclub. „Dieser Abstieg wird Schalke nicht gut tun“, sagte Wagner (49) im „Sport1“-Interview. „Es ist so verdammt schwer einzuschätzen, was helfen kann, damit der Club aus dem Schlamassel rauskommt.“ (Zu Schalke siehe auch diesen Eintrag)

Grundsätzlich seien die Probleme des Clubs vielschichtig. Auch verwies er auf viele Verletzungen und „finanzielle Fesseln“ bei Transfers. „Es bleibt ein ganz großer Verein mit extrem viel Wucht. Es ist leider lange Zeit ganz viel in die falsche Richtung gelaufen“, sagte Wagner, der das Traineramt bei den Königsblauen zu Beginn der Vorsaison übernommen hatte. Nach dem zweiten Spieltag der aktuellen Saison trennte sich der Club von Wagner.

Neururer gibt Schalke keine Chance mehr

Ex-Trainer Peter Neururer glaubt indes ebenfalls nicht mehr an den Klassenverbleib der Königsblauen, dieser sei „völlig unrealistisch“, sagte der 65-Jährige dem „RevierSport“. „Wer daran wirklich noch glaubt, ist der größte Träumer auf der Erde.“ Der Club solle für die kommende Saison in der 2. Liga planen.

Der sportliche Absturz sei das Resultat vieler Fehler in der Vergangenheit, so Neururer. „Die über Jahre gewachsene Blindheit von Personen, die die Situation nicht richtig einschätzen und analysieren konnten, haben den Verein in diese katastrophale Lage geführt.“

Island-Lockerungen: Bis zu 200 Fans möglich

Die stark gesunkenen Neuinfektionszahlen auf Island haben für die Menschen auf der Nordatlantik-Insel weitere Lockerungen der geltenden Corona-Maßnahmen zur Folge. Wie Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir ankündigte, dürfen ab Mittwoch unter anderem bei sportlichen Wettkämpfen bis zu 200 Zuschauer dabei sein, sofern sie sitzen und mindestens einen Meter Abstand zueinander halten können.

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Bei Spielen in der ersten isländischen Fußballliga und anderen Sportveranstaltungen waren Zuschauer zuletzt im vergangenen Herbst live dabei gewesen. Damals hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf der abgeschiedenen Insel ihren Höchststand erreicht, seitdem ist sie rapide gesunken. Im europäischen Vergleich hat Island auf seine kleine Bevölkerung gerechnet die mit Abstand niedrigsten Neuinfektionszahlen aller Länder des Europäischen Wirtschaftsraums.

Frankfurt-Torjäger Silva gegen Werder zurück?

Eintracht Frankfurt kann im Auswärtsspiel bei Werder Bremen voraussichtlich wieder auf Toptorjäger Andre Silva zurückgreifen. Der 25-Jährige kehrte nach seinen Rückenproblemen am Dienstag ins Mannschaftstraining zurück, einem Einsatz am Freitag (20.30 Uhr/Dazn) sollte damit nichts im Wege stehen. Auch der zuletzt angeschlagene Erik Durm trainerte wieder mit seinen Teamkollegen.

Das Duo hatte das Spitzenspiel gegen Bayern München (2:1) am vergangenen Sonnabendg verpasst.

FC Everton: Neues Stadion rückt näher

Der englische Erstligist FC Everton hat eine weitere Hürde zum Bau eines neuen Stadions übersprungen. Der Planungsausschuss der Stadt Liverpool stimmte den Plänen der Toffees für die neue Heimspielstätte am Fuße des Mersey Rivers zu, teilte der Club mit. Nun fehlt nur noch die finale Zustimmung der Regierung.

Inbegriffen in die Neubau-Pläne sind umfangreiche Investitionen in den Goodison Park, der nach der Fertigstellung des neuen Stadions zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen beherbergen soll. Die Gesamtkosten sollen sich auf 500 Millionen Pfund (rund 580 Millionen Euro) belaufen. Die neue Arena wird am Bramley-Moore Dock direkt an der Flussmündung in die Irische See errichtet und bietet ab 2024 Platz für 52.888 Zuschauer.

Den 1982 eröffneten Goodison Park und das benachbarte Anfield, Spielstätte des Erzrivalen FC Liverpool, trennt nur einen Kilometer. Auch das künftige Stadion der Toffees wird fußläufig erreichbar sein, es liegt lediglich vier Kilometer vom Goodison Park entfernt.

Neuer Türkgücü-Trainer kommt aus der Türkei

Serdar Dayat ist neuer Cheftrainer des Drittligisten Türkgücü München. Der 51-Jährige erhält einen Vertrag bis zum Ende dieser Saison. Dayat hat in der Vergangenheit für die U17- und die U19-Mannschaften von Türkgücü gespielt. Zuletzt war er Koordinator der Nachwuchsakademie von Fenerbahce Istanbul. Dayat gibt am Sonntag (13 Uhr) gegen den FSV Zwickau sein Debüt.

Nach der Trennung von Alexander Schmidt hatte Andreas Pummer die Münchner betreut und beide Partien als Interimschef gewonnen. Pummer wird nun wieder als Co-Trainer beim Tabellenfünften arbeiten.

Jorge Sampaoli verlässt Atlético Mineiro

Der frühere argentinische Nationalcoach Jorge Sampaoli hat seinen Abschied von Atlético Mineiro verkündet. „Der brasilianische Fußball hat unendlich viele Talente und ließ mich die Schönheit des Spiels wiederentdecken, was mich für immer prägen wird“, schrieb Sampaoli in einem unter anderem in der brasilianischen Zeitung „O Globo“ am Montagabend (Ortszeit) veröffentlichten Brief. „Das Ende ist gekommen. Am Donnerstag wird das letzte Spiel sein.“ Medien bringen ihn mit dem französischen Erstligisten Olympique Marseille in Verbindung.

Sampaoli, mit Chile 2015 Gewinner der Copa América, hatte die Mannschaft aus Belo Horizonte vor rund einem Jahr übernommen. Der 59-Jährige war bis Mitte Dezember 2019 Coach beim FC Santos gewesen und folgte bei Atlético Mineiro auf den früheren venezolanischen Nationaltrainer Rafael Dudamel. Mit der Auswahlmannschaft seines Heimatlandes war Sampaoli bei der Weltmeisterschaft in Russland 2018 im Achtelfinale gescheitert.

Tottenham an Nagelsmann interessiert?

Tottenham Hotspur ist offenbar an RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann interessiert. Wie der Telegraph berichtet, sei der 33-Jährige der Wunschkandidat der Spurs, falls sie sich vom aktuellen Teammanager José Mourinho trennen sollten. Der Portugiese ist in London unter Druck, weil der Club auf Tabellenplatz neun abgestürzt ist und zuletzt nur drei Punkte aus fünf Ligaspielen holte.

Nagelsmann, dessen Abgang aus Leipzig während der laufenden Saison praktisch ausgeschlossen ist, hat bei RB einen Vertrag bis 2023. Daher gilt auch ein Wechsel im Sommer als unwahrscheinlich.

Im Interview mit dem Telegraph hatte Nagelsmann zuletzt bereits sein Interesse an der Premier League eingeräumt. „Die Premier League ist eine sehr interessante Liga und ich kann mir vorstellen, dass es ein großes Ziel sein könnte, eines Tages ein großer Manager in der Premier League zu sein, so wie Jürgen Klopp (Teammanager des FC Liverpool/d. Red.), der sehr erfolgreich ist“, sagte er. Jedoch könne er sich auch vorstellen, seine „ganze Karriere lang Trainer in der Bundesliga zu bleiben.“

Azzouzi will im Sommer nicht zu Schalke

Der angeblich vom FC Schalke 04 (siehe auch diesen Eintrag) umworbene Fürther Sportchef Rachid Azzouzi hat einen Wechsel im Sommer zum Noch-Erstligisten ausgeschlossen. Der 50-Jährige hat beim fränkischen Aufstiegskandidaten noch einen Vertrag bis Ende Juni 2022 und will auch bleiben. „Ich freue mich, dass ich hier arbeiten kann. Ich bin stolz, hier in Fürth zu sein“, sagte Azzouzi im TV-Sender Sky nach dem 2:1 (1:1) der Fürther am Montagabend in der 2. Fußball-Bundesliga gegen Holstein Kiel.

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Von Schlusslicht Schalke habe er keine Anfrage erhalten. „Es gab irgendwann mal, aber schon vor längerer Zeit ein Gespräch, aber das war unter Jochen Schneider, das ist wirklich sehr lange her“, räumte Azzouzi ein. Er habe damals aber einen neuen Vertrag beim aktuellen Zweitliga-Tabellenzweiten in Fürth unterschrieben und sich „zum Verein bekannt“.