Horn

Tennisprofi Kamke: Noch einmal zurück in die Top 100

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Der Hamburger Tennisprofi Tobias Kamke (34) steht aktuell an Position 235 der Weltrangliste

Der Hamburger Tennisprofi Tobias Kamke (34) steht aktuell an Position 235 der Weltrangliste

Foto: imago images/Passion2Press

Der 34 Jahre alte Hamburger ist beim Challengerturnier im Verbandszentrum in Horn der einzige Lokalmatador.

Hamburg. Am Ende eines erneut harten Arbeitstages war Tobias Kamke nicht rundum zufrieden mit seinem Werk. „Ich habe nicht gut angefangen, taktisch einiges nicht so umgesetzt wie geplant“, sagte der 34 Jahre alte Tennisprofi, nachdem er am Dienstagnachmittag beim Challengerturnier im Hamburger Verbandszentrum in Horn mit einem 3:6, 6:4, 6:1-Erfolg über den Inder Prajnesh Gunneswaran (30/Nr. 145 der Weltrangliste) das Achtelfinale erreicht hatte. Dort ist an diesem Mittwoch (nicht vor 15.30 Uhr/Livestream bei tennischannel.app) der Schweizer Henri Laaksonen (28/Nr. 133) sein nächster Gegner.

„Er ist ein sehr gefährlicher Spieler, der unglaublich spielen kann, wenn er einen Lauf hat. Aber ich habe in den vergangenen Tagen Selbstvertrauen gesammelt und hoffe, dass ich hier noch ein paar gute Matches zeigen kann“, sagte Kamke. Für den einzigen Lokalmatador im 32 Spieler umfassenden Hauptfeld war die Partie gegen Gunneswaran bereits der dritte Auftritt innerhalb der vergangenen vier Tage, nachdem er sich durch die Qualifikation hatte kämpfen müssen. „Wir hätten sehr gern eine Wildcard bekommen, aber dazu hat es leider nicht gereicht“, sagte Kamkes Cheftrainer Julian Reister.

Rückkehr unter die besten 100 der Welt ist das Ziel

Der 34-Jährige, der seine aktive Karriere vor vier Jahren beendet hatte und nun als selbstständiger Coach die Komplettbetreuung seines langjährigen Kumpels übernommen hat, arbeitet mit Kamke daran, noch einmal die Rückkehr unter die besten 100 der Welt zu schaffen. Dort stand der aktuell an Position 235 geführte gebürtige Lübecker zuletzt im März 2015, seine beste Platzierung (Rang 64) datiert vom Januar 2011. „Ich bin überzeugt davon, dass Tobi die Top 100 noch in sich hat. Drei oder vier Jahre kann er sicherlich noch auf hohem Niveau spielen“, sagte Reister.

Die Corona-Zwangspause von Mitte März bis Ende August habe man genutzt, um die Athletik zu optimieren. „Nun braucht Tobi Matchpraxis, um Selbstvertrauen zu sammeln“, sagte Reister, der sich nach einer langen Phase des Übergangs mit seiner neuen Rolle als Trainer nicht nur abgefunden, sondern angefreundet hat. „Meine Aufgabe ist es jetzt, Tobi beim Erreichen seiner Ziele zu helfen, und daran habe ich viel Spaß.“ Dieser Spaß würde in dieser Woche zweifelsohne wachsen, sollten bis einschließlich des Finalsonntags noch vier weitere harte Arbeitstage hinzukommen.