Fußball-Ticker

Europa League: Götze tragisch, Bayer und Hoffenheim siegen

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Donnerstag, den 22. Oktober 2020:

Hoffenheim siegt – Platzverweis für Trainer

Die TSG 1899 Hoffenheim ist mit einem 2:0 (0:0) über Roter Stern Belgrad erfolgreich in die Europa League gestartet. In der Partie ohne Zuschauer in Sinsheim erzielte der Österreicher Christoph Baumgartner am Donnerstag nach 64 Minuten die Führung.

Gäste-Trainer Dejan Stankovic erregte sich zu sehr über einen ausbleibenden Pfiff des Schiedsrichters nach einer Aktion von Kevin Akpoguma vor dem 1:0 und musste nach Gelb-Roter Karte in die Kabine.

Munas Dabur sorgte kurz vor Schluss für die Entscheidung. In der nächsten Woche muss Hoffenheim zu KAA Gent nach Belgien reisen. Weiterer Gegner in der Gruppe L ist Slovan Liberec aus Tschechien.

Leverkusen fertigt Dantes Nizza ab

Bayer Leverkusen ist mit einem ungefährdeten Sieg in die Europa League gestartet. Der Bundesligist gewann im ersten Gruppenspiel daheim 6:2 (2:1) gegen OGC Nizza. Nadiem Amiri und Lucas Alario sorgten mit ihren Toren in der elften und 16. Minute für eine schnelle 2:0-Führung. Die Gäste mit dem früheren Bundesligaprofi Dante verkürzten noch in der ersten Hälfte durch Amine Gouiri.

Moussa Diaby in der 61. Minute, Karim Bellarabi mit einem Doppelpack in der 79. und 83. Minute und der eingewechselte Youngster Florian Wirtz (87.) sorgten für die Entscheidung zugunsten von Leverkusen. Alexis Claude-Maurice gelang für Nizza in der Schlussminute nur noch eine Resultatsverbesserung. Weitere Gegner in der Gruppe C sind Slavia Prag und Hapoel Beer'Sheva aus Israel.

Götze trifft, muss runter und verliert

Trotz seines nächsten Treffers für seinen neuen Club PSV Eindhoven hat Mario Götze mit den Niederländern zum Europa-League-Auftakt eine Enttäuschung erlebt. Zwar erzielte der von Vizemeister Borussia Dortmund aussortierte Ex-Nationalspieler beim 1:2 (1:0) gegen den FC Granada wie schon bei seinem Debüt im PSV-Trikot vier Tage zuvor die Führung für das Team von Trainer Roger Schmidt (45.+2), doch im zweiten Durchgang drehten die Spanier die Begegnung noch zu ihren Gunsten.

Götze musste zur Pause dann allerdings ausgepumpt aus dem Spiel. Er sei erst zwei Wochen im Training und daher noch nicht bei 100 Prozent, sagte Götze nach dem Spiel zu seiner Auswechslung. Der Ex-Stuttgarter Timo Baumgartl und der vom FC Augsburg für acht Millionen Euro zur PSV gewechselte Philipp Max spielten durch.

Mit einem Sieg starteten hingegen Götzes früherer Clubkollege Julian Weigl und Nationalspieler Luca Waldschmidt bei Benfica Lissabon in die Gruppe D. Bei Lech Posen siegte der portugiesische Rekordmeister 4:2 (2:1).

Leno patzt bei Arsenal-Sieg

In der Gruppe C von Bayer Leverkusen siegte der israelische Pokalsieger Hapoel Beer Sheva gegen Slavia Prag 3:1 (1:0). Unterdessen fuhren namhafte Clubs mühsame Pflichtsiege ein: Der FC Arsenal gewann bei Rapid Wien nach der Unruhe durch die vorläufige Aussortierung von Götzes Weltmeister-Kollege Mesut Özil und einem 0:1-Rückstand aufgrund eines Fehlers von Nationaltorwart Bernd Leno noch mit 2:1 (0:0). AS Rom drehte bei den Young Boys Bern ebenfalls ein 0:1 noch zu einem 2:1 (0:1)-Erfolg.

Ein symbolträchtiges Zeichen setzte Eindhovens Ligarivale AZ Alkmaar. Trotz des Ausfalls von 13 mit dem Coronavirus infizierten Spielern siegte der niederländische Ex-Meister mit einem Rumpfaufgebot beim SSC Neapel 1:0 (0:0).

Corona: Werder Bremen in Quarantäne

Ein Spieler von Werder Bremen ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin hat sich das gesamte Team bis zum nächsten Test am Freitag in freiwillige Quarantäne begeben. Dabei hatte das zuständige Gesundheitsamt nur für einen weiteren Profi sowie ein Mitglied des Funktionsteams eine 14-tägige Quarantäne angeordnet – trotz negativer Testergebnisse. Das Training am Donnerstag fiel somit aus. Werder empfängt am Sonntag Hoffenheim.

Gehaltsverzicht beim 1. FC Köln

Um den 1. FC Köln finanziell zu entlasten, haben die Spieler und das Trainerteam einem neuerlichen Gehaltsverzicht zugestimmt. Laut dem „Express" sollen die Profis in der Hinrunde zehn Prozent weniger Gehalt einstreichen, was eine Summe von rund 2,5 Millionen Euro ausmachen soll.

„Ich kann verstehen, dass keiner gerne auf Gehalt verzichtet. Aber unsere Spieler verstehen eben auch, dass in dieser schwierigen Situation jeder im Verein seinen Beitrag leisten muss, damit wir alle gemeinsam die wirtschaftlichen Mindereinnahmen durch fehlende Zuschauer einigermaßen kompensieren können“, sagte Kölns Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle dem „Express".

Corona: St.-Pauli-Trainer mit klarer Ansage

St. Paulis Trainer Timo Schultz ruft angesichts der steigenden Corona-Infektionen seine Spieler dazu auf, sich bestmöglich zu schützen. „Das ist bei uns natürlich ein Thema, permanent die Maske aufzusetzen, die Abstände einzuhalten und die Jungs beim Alltag zu sensibilisieren. Da ist es wichtig, dass sie sich nicht in Menschenmengen begeben und eher die Freundin zum Einkaufen zu schicken", sagte der Coach. „Ich hoffe wirklich, dass die Zahlen nicht noch weiter steigen und wir noch größere Probleme bekommen. Momentan geht es in die falsche Richtung."

Und weiter: „Uns bleibt nichts anderes übrig, als die nächsten Tage und Wochen abzuwarten. Niemand kann sich sicher sein, da braucht sich auch keiner was vormachen. Man sieht ja, dass bei anderen Mannschaft Corona-Fälle auftreten. Wir tun alles dafür, dass wir keinen Corona-Fall haben und alles kontrolliert bleibt."​

Flick appelliert nach Corona-Fall von Gnabry

Nach dem Corona-Fall von Serge Gnabry hat Bayern-Trainer Hansi Flick vor weiteren englischen Wochen auf die Wichtigkeit der Hygienemaßnahmen hingewiesen. „Andere Mannschaft hat es auch schon getroffen. Wir müssen uns weiterhin daran halten, dass wir die Hygieneregeln einhalten und schauen, dass wir Masken tragen, Abstand halten und auf die Dinge wirklich achten. Anders können wir uns nicht schützen“, sagte Flick nach dem 4:0 der Münchner in der Champions League gegen Atlético Madrid.

Rashica-Wechsel nach Leverkusen im Winter?

Bayer Leverkusen ist weiterhin an einer Verpflichtung des Bremer Stürmers Milot Rashica interessiert. „In zweieinhalb Monaten können die Vereine nachlegen, wenn das nächste Transferfenster öffnet. Er ist nicht abgeschrieben, aber es gibt keinen Automatismus, dass er im Januar kommt“, sagte Sportchef Rudi Völler dem „Kicker“. „Es ist bekannt, woran der Wechsel scheiterte. Wir wollten ihn ausleihen, Werder wollte ihn lange Zeit verkaufen.“ Als sich dann eine Einigung abzeichnete, habe die Zeit nicht mehr ausgereicht.

Lesen Sie auch:

Darmstadt gegen St. Pauli wird zum Geisterspiel

Das Zweitliga-Spiel zwischen dem SV Darmstadt 98 und dem FC St. Pauli muss als Geisterspiel ausgetragen werden. Da der Grenzwert für Neu-Infektionen am Donnerstagmorgen „deutlich“ über dem Wert von 35 liege, seien für das Aufeinandertreffen an diesem Sonnabend (13 Uhr) keine Zuschauer erlaubt, teilte der Club mit.