Fußball-Ticker

Choupo-Moting: Altonaer Jung spielt jetzt für die Bayern

| Lesedauer: 11 Minuten
Choupo-Moting wechselt zum FC Bayern München.

Choupo-Moting wechselt zum FC Bayern München.

Foto: AFP

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Montag, den 5. Oktober 2020:

FC Bayern bestätigt Transfer von Choupo-Moting

Nun ist der Transfer offiziell: Bayern München hat Eric Maxim Choupo-Moting (31) verpflichtet. Der frühere HSV-Stürmer und gebürtige Hamburger erhält einen Vertrag bis Saisonende und kostet keine Ablöse, weil er vereinslos war. Zuletzt ging Choupo-Moting für Paris St. Germain auf Torejagd.

„Ich bin froh, dass wir Eric verpflichten konnten. Er gibt unserem Kader in der Offensive, vor allem im Zentrum eine Tiefe, die wir brauchen werden“, sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Choupo-Moting ergänzte, es sei ein „schönes Gefühl, wieder in die Bundesliga zurückzukommen – und dann auch noch beim größten Club Deutschlands. Es ist eine Ehre, für diesen Verein zu spielen“.

Außerdem kehrt Ex-Bayer Douglas Costa (30) drei Jahre nach seinem Wechsel zu Juventus Turin wieder nach München zurück. U21-Europameister Marc Roca (23) und der französische Rechtsverteidiger Bouna Sarr (28) sind ebenfalls neu im Kader des zuletzt etwas wackligen Allesgewinners.

„Super, super happy“ macht Flick das ersehnte Ende der 83 Tage langen zweiten Transferperiode. Endlich hat er „einen Überblick“ über sein aufgefrischtes Starensemble, endlich kann er sich von Dienstag an „auf die Dinge konzentrieren, die wichtig sind“. Flick plant nach kniffligem Saisonbeginn den Neustart mit seinen Champions.

Stuttgart holt französisches Talent von Juve

Der VfB Stuttgart hat ein weiteres Talent verpflichtet. Der 18-jährige Franzose Naouirou Ahamada wird bis Saisonende von Juventus Turin ausgeliehen. Anschließend besitzt der VfB eine Kaufoption.

Hoffenheim leiht Rudy aus – dafür kommt Ludewig

Hoffenheim hat Mittelfeldakteur und Ex-Nationalspieler Sebastian Rudy (30) wie in der vergangenen Saison für ein Jahr von Schalke 04 ausgeliehen. Im Gegenzug lieh der Tabellen-Letzte den zuletzt von RB Salzburg an den FC Barnsley ausgeliehenen Rechtsverteidiger Kilian Ludewig aus. Den 20 Jahre alten Rechtsverteidiger kennt der neue Schalke-Coach Manuel Baum aus seiner Zeit als Nachwuchs-Trainer beim DFB.

„Kilian bringt alles mit, was man als Rechtsverteidiger in der Bundesliga braucht“, sagte Baum. Das Kuriose am Rudy-Transfer: Schalke, wo Rudy noch bis 2022 unter Vertrag steht, soll einen Großteil seines üppigen Gehalts von rund 6 Millionen Euro weiterzahlen. Ein guter Deal für die TSG.

Szalai darf wieder bei Mainz trainieren

Der krisengeschüttelte Mainz 05 ist im „Fall Adam Szalai“ zurückgerudert und will durch die Rückkehr des Ungarn ins Mannschaftstraining die Lage beruhigen. Mit dem Comeback Szalais nach der Länderspielpause ist die drohende gerichtliche Auseinandersetzung zwischen dem Club und dem Stürmer, dessen Suspendierung zu Chaostagen beim Tabellenvorletzten geführt hatte, vom Tisch. Darauf einigten sich Klubchef Stefan Hofmann, Sportvorstand Rouven Schröder, Szalai und dessen Berater Oliver Fischer.

Die Verbannung Szalais hatte zu einem Beben in Mainz geführt. Nach einem Trainingsstreik der Profis und der zweiten Niederlage im zweiten Punktspiel gegen den VfB Stuttgart (1:4) wurde Trainer Achim Beierlorzer entlassen. Unter dem neuen Coach Jan-Moritz Lichte setzte es am Freitag bei Union Berlin eine weitere Pleite (0:4). Immerhin ist die für Donnerstag angesetzte Szalai-Verhandlung vor dem Mainzer Arbeitsgericht nun hinfällig.

Werder-Leihe von Marko Grujic geplatzt

Eigentlich sollte Marko Grujic bei Bremen Nachfolger für den zu Ajax Amsterdam gewechselten Davy Klaassen werden. Doch wie "Sport1" berichtet, konnten sich die Norddeutschen mit Grujics Club FC Liverpool nicht über die finanziellen Rahmenbedingungen einigen. So wollte Werder den Serben offenbar ausleihen, während Liverpool eine Ablöse von rund 15 Millionen Euro einfahren wollte. Nun soll der Wechsel geplatzt sein.

An dem 24 Jahre alten Mittelfeldspieler hatte Werder schon im vergangenen Sommer Interesse. Damals entschied sich Grujic aber dafür, ein Leihgeschäft mit Hertha BSC um ein weiteres Jahr zu verlängern. Für die Berliner kam der Serbe in der Saison 2019/20 in der Bundesliga 29-mal zum Einsatz und erzielte vier Treffer.

Klopp kassiert 2:7-Debakel mit Liverpool

Was war das denn? Der FC Liverpool hat sich am 4. Spieltag der Premier League nach Kräften blamiert und bei Aston Villa eine überraschend deutliche Niederlage kassiert. Mit 2:7 (1:4) ging die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp am Sonntag in Birmingham unter. Villa-Stürmer Ollie Watkins war mit drei Toren in der ersten Hälfte (4./22./39. Minute) der Matchwinner des Abends.

Liverpool-Torwart Adrian, der für den verletzten Stammkeeper Alisson im Tor stand, leitete die deutliche Pleite mit seinem Patzer ein. Adrian spielte einen ungenauen Pass auf Joe Gomez. Villas Jack Grealish schnappte sich den Ball und spielte sofort auf Watkins, der seine ersten Premier-League-Tore erzielte. In der zweiten Halbzeit hatte der Stürmer sogar einen vierten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber frei vor Adrian.

Klopp in England nur noch Fünfter

Für das angriffslustige Team aus Birmingham trafen außerdem John McGinn (35.), Neuzugang Ross Barkley (55.), der auf Leihbasis vom FC Chelsea zu Aston Villa gekommen war, und Jack Grealish mit einem Doppelpack (66./75.). Mohamed Salah (33./60.) erzielte beide Treffer für die in der Abwehr ungewohnt schwachen Gäste. Zuletzt hatte Liverpool vor über 50 Jahren sieben Gegentore kassiert. Im April 1963 verlor der Club gegen Tottenham Hotspur – ebenfalls mit 2:7.

In der Premier-League-Tabelle rangiert Aston Villa, das ein Spiel weniger absolviert hat als Liverpool, nun vor den Reds auf dem zweiten Platz. Die Klopp-Elf, die zuvor drei Liga-Siege in Serie eingefahren hatte, ist trotz der Pleite noch Fünfter. Tabellenführer nach vier Siegen aus vier Spielen ist Liverpools Lokalrivale FC Everton mit dem früheren Bayern-Profi James.

Hertha holt Guendouzi von Arsenal

Hertha BSC hat die Verpflichtung des paraguayanischen Nationalspielers Omar Alderete (FC Basel) und des Franzosen Mattéo Guendouzi (FC Arsenal) bekannt gegeben. Der 23 Jahre alte Manndecker Alderete unterzeichnete einen mehrjährigen Vertrag, genauere Angaben machte der Hauptstadtclub nicht; auch nicht zu einer möglichen Ablösesumme. Guendouzi, der zuletzt seinen Stammplatz bei Arsenal verloren hatte, wird für ein Jahr ausgeliehen.

Nicht mehr im Trikot der Hertha wird Karim Rekik auflaufen. Der 25 Jahre alte niederländische Innenverteidiger wechselt zum FC Sevilla. Zuvor hatte der Verein bereits bekanntgegeben, dass Eduard Löwen vor Ablauf des Leihgeschäfts vom FC Augsburg zurückgeholt und Arne Maier an Arminia Bielefeld verliehen wird.

Leipzig leiht Stürmer Kluivert aus

RB Leipzig hat sich erwartungsgemäß mit Justin Kluivert verstärkt. Der Sohn des früheren niederländischen Weltklassespielers Patrick Kluivert absolvierte den Medizincheck erfolgreich und wird für eine Saison von der AS Rom ausgeliehen. Der 21-Jährige war 2018 für 17 Millionen Euro von Ajax Amsterdam nach Rom gewechselt, konnte sich dort aber nicht nachhaltig durchsetzen.

Hannover holt Frankfurt-Verteidiger

Innenverteidiger Simon Falette wechselt von Eintracht Frankfurt zu Hannover 96. Der 28 Jahre alte Nationalspieler Guineas spielte zuletzt auf Leihbasis für Fenerbahce Istanbul. Beim Zweitligisten Hannover unterschrieb Falette einen Dreijahresvertrag. „Seine spielerischen Qualitäten sind unbestritten, die kann er aber aufgrund der starken Konkurrenz bei uns nicht regelmäßig zeigen“, sagte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner.

Hoffenheim leiht Tottenham-Talent aus

1899 Hoffenheim hat sich kurz vor dem Ende der Transferperiode mit dem englischen U21-Nationalspieler Ryan Sessegnon verstärkt. Der 20-Jährige kommt für ein Jahr auf Leihbasis von den Tottenham Hotspur. Sessegnon kann auf der linken Seite sowohl defensiv als auch offensiv agieren. Mit der Verpflichtung des variablen und schnellen Außenbahnspielers reagierten die Kraichgauer auf die langen Verletzungsausfälle von Ermin Bicakcic und Konstantinos Stafylidis.

St. Pauli verleiht Profi an Magdeburg

Der FC St. Pauli hat einen weiteren Spieler abgegeben. Mittelfeldakteur Maximilian Franzke wird bis Saisonende an den Drittligisten 1. FC Magdeburg verliehen. Der 21-Jährige war im Januar vom FC Bayern II nach Hamburg gewechselt. Für St. Pauli absolvierte Franzke fünf Einsätze in der 2. Liga und fünf weitere mit der U23 in der Regionalliga Nord. Nun soll er in der Dritten Liga mehr Spielpraxis erhalten. „Ich bin überzeugt, dass Maxi in Magdeburg eine gute Rolle spielen und den nächsten Schritt gehen wird“, sagte Sportchef Andreas Bornemann.

Real Madrid erobert Tabellenspitze

Real Madrid hat die Tabellenführung in der Primera Division erobert. Der Titelverteidiger gewann ohne den verletzten Toni Kroos (Gesäßmuskelverletzung) bei UD Levante 2:0 (1:0) und verdrängte Betis Sevilla auf Rang zwei. Vinicius Junior (16.) brachte Real in Führung, Karim Benzema (90.+5) sorgte kurz vor Schluss für den Endstand.

Zum ersten Mal sieglos blieb der Erzrivale FC Barcelona. Die Katalanen kamen gegen Europa-League-Sieger FC Sevilla nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Der frühere Gladbacher Luuk de Jong (8.) brachte Sevilla in Führung, der Ex-Münchner Coutinho (10.) glich kurz danach aus.

Cuisance geht nach Marseille

Nach seinem jüngst geplatzten Wechsel zu Leeds United hat Michael Cuisance den FC Bayern nun in Richtung Frankreich zu verlassen. Der 21-Jährige Franzose wechselt auf Leihbasis für eine Saison zu Olympique Marseille. „Michaël wünscht sich regelmäßige Einsatzzeiten. Mit Olympique Marseille wird er auch in der Champions League spielen“, sagte der Münchner Sportvorstand Hasan Salihamidzic

Vergangene Woche war Cuisance durch den Medizincheck beim Premier-League-Aufsteiger Leeds gefallen, der anvisierte Wechsel platzte. Im Gespräch war eine Ablösesumme von rund 20 Millionen Euro.

Die Münchner hatten Cuisance im Sommer 2019 von Borussia Mönchengladbach für eine Ablösesumme von angeblich rund zehn Millionen Euro verpflichtet (Vertrag bis 2024). Bei den Bayern kam der Franzose kaum zum Einsatz.

Frankfurt: Wiedwald wechselt in die Niederlande

Ersatztorwart Felix Wiedwald verlässt Eintracht Frankfurt in Richtung des niederländischen Erstligisten FC Emmen. Für den 30-Jährigen, der ursprünglich bis zum Ende der laufenden Saison in Frankfurt unter Vertrag stand, endet damit die zweite Episode bei der Eintracht.

( HA/sid/dpa )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport