Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Mittwoch, den 16. September 2020:

Trotz hoher Inzidenz: Bayern will Bundesliga mit Fans eröffnen

Der deutsche Meister FC Bayern München bereitet sich nach dpa-Informationen auf ein Bundesliga-Eröffnungsspiel gegen den FC Schalke 04 vor Publikum vor. Die Bundesländer hatten sich am Dienstag auf einheitliche Regeln zu einer Rückkehr von Fans geeinigt. Die Grenze im vorläufigen Probebetrieb liegt demnach bei 20 Prozent der jeweiligen Stadionkapazität. Das wären am Freitagabend (20.30 Uhr/ZDF und DAZN) in der Allianz-Arena maximal 14.000 bis 15.000 Zuschauer, je nachdem wie die sonst übliche Zahl der Stehplätze berücksichtigt würde.

Im Weg stehen noch einige Kriterien, die offenbar rechtzeitig beseitigt werden könnten. In der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (6. BayIfSMV) des Freistaates steht noch der Passus, wonach Profifußball vor Fans verboten ist. Die neuen Regeln auch zum Fußball werden aber noch am Mittwoch in die Verordnung aufgenommen und gelten dann von Donnerstag an und damit rechtzeitig vor der Partie.

Problematisch ist, dass in München sich derzeit viele Menschen in der Landeshauptstadt mit dem Coronavirus anstecken. Am Mittwochnachmittag wurde ein Anstieg von 167 im Vergleich zum Vortag vermeldet. Der Inzidenzwert für sieben Tage pro 100.000 Einwohner lag bei 45,53, nach 40,09 am Dienstag. Laut Länderbeschluss soll „in der Regel“ keine Zulassung von Zuschauern erfolgen, wenn diese sogenannte 7-Tages-Inzidenz „am Austragungsort größer gleich 35 und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar ist“.

Ex-Bayern-Star Toni erwirbt Trainerlizenz

Der ehemalige Bayern-Stürmer Luca Toni plant eine Karriere als Trainer. Der 43-Jährige, der 2016 seine aktive Karriere beendete, hat zusammen mit seinem Ex-Nationalmannschaftskollegen Andrea Pirlo die Trainerprüfung bestanden, berichteten italienische Medien. Damit erhält der Weltmeister von 2006 die Lizenz auf dem Level UEFA Pro, die für die Tätigkeit in der Serie A benötigt wird.

Im Hauptquartier der italienischen Nationalmannschaft in Coverciano bei Florenz hatte Toni seine theoretische Prüfung absolviert. Anschließend stellte er der Prüfungskommission seine Abschlussarbeit zum Thema Taktik und Technik vor. Neben dem neuen Juventus-Coach Pirlo und Toni erhielt auch der Ex-Spieler Vincenzo Italiano die Trainerlizenz. In der neuen Saison wird er den Erstliga-Aufsteiger La Spezia trainieren.

5000 Fans in Bochum bei Spiel gegen St. Pauli

Zweitligist VfL Bochum will sein Heimspiel zum Saisonauftakt am Montag (20.30 Uhr/Sky, Liveticker bei Abendblatt.de) vor knapp 5000 Zuschauern austragen. Das teilte der Revierclub am Mittwoch mit, nachdem die Länder tags zuvor eine Teilzulassung von Zuschauern für einen sechswöchigen Testbetrieb bis Ende Oktober beschlossen hatten.

Die zulässige Auslastung von maximal 20 Prozent der Gesamtkapazität im Ruhrstadion entspreche etwa 5400 Zuschauern, hieß es. Für das erste Heimspiel einigte sich der VfL mit dem örtlichen Gesundheitsamt darauf, knapp unter 5000 Plätze zu nutzen. Details über das Hygienekonzept und die Verteilung der Tickets teilte der Club auf seiner Homepage mit. Gegen St. Pauli genießen die VfL-Dauerkarteninhaber der vergangenen Saison ein Vorkaufsrecht.

Quarantäne gebrochen: Italien-Profi angezeigt

Nach einem Abend mit Freunden in einer Bar trotz Corona-Quarantäne ist Mittelfeldspieler Emanuele Ndoj vom italienischen Erstliga-Absteiger Brescia Calcio angezeigt worden. Das berichteten italienische Medien. Der albanische Nationalspieler war nach einem Urlaub auf Sardinien positiv auf das Virus getestet worden. Der inzwischen zu AC Mailand gewechselte Sandro Tonali, der mit ihm zusammen den Urlaub verbracht hatte, infizierte sich ebenfalls mit Corona.

Ndoj, der eigentlich zwei Wochen in häuslicher Quarantäne bleiben sollte, wurde bei einer Kontrolle von der Polizei in einer Bar ertappt. Ihm drohen jetzt strafrechtliche Konsequenzen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Auflagen.

Gladbach und Düsseldorf wollen 10.000 Zuschauern spielen

Borussia Mönchengladbach kalkuliert nach den neuen Vorgaben zur Teil-Rückkehr von Zuschauern mit etwa 10 800 Zuschauern bei seinen Heimspielen. Man habe sich bereits mit den örtlichen Behörden zur Umsetzung der Konzepte zur Fan-Rückkehr ausgetauscht, teilte der Bundesligaclub am Mittwoch mit. Im Borussia-Park dürften laut Länderbeschluss vom Dienstag zu den Heimspielen im sechswöchigen Testbetrieb bis Ende Oktober jeweils 10.804 Fans kommen.

Nach einem Gespräch mit Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners sowie dem Gesundheitsamt und dem Ordnungsamt gehe es nun an die konkrete Umsetzung. „Wir haben bis jetzt im Zuge der Corona-Pandemie alles sehr gut gemeistert, und ich hoffe und glaube, dass diese Pilotprojekte ebenfalls funktionieren werden“, sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl.

Auch der rheinische Nachbar Fortuna Düsseldorf plant mit 10.800 Zuschauern für seine ersten beiden Heimspiele in der 2. Bundesliga. 90 Prozent der Tickets sollen unter den 14.000 Dauerkarten-Inhabern verteilt werden. Die restlichen Karten entfallen auf die VIP-Bereiche und sonstige Vertragspartner, teilte der Club am Mittwoch mit. Die Düsseldorfer Arena fasst normalerweise 54.600 Zuschauer.

Real-Star Bale vor Rückkehr zu Tottenham

Der walisische Fußballstar Gareth Bale steht nach sieben Jahren bei Real Madrid vor einer Rückkehr zu Tottenham Hotspur. Der Transfer sei „nahe, aber noch nicht perfekt“, sagte sein Agent Jonathan Barnett am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Bei Real-Trainer Zinedine Zidane hatte der 31-Jährige zuletzt keine Rolle mehr gespielt.

Der Deal gestalte sich allerdings „kompliziert“, sagte Barnett weiter. Bale hatte Tottenham 2013 für die damalige Weltrekord-Ablöse von 100 Millionen Euro in Richtung Madrid verlassen. Sein Vertrag, der ihm rund 30 Millionen Euro pro Jahr garantiert, läuft noch zwei Jahre. Die Spurs sollen ein Leihgeschäft bevorzugen, bei dem Real weiter einen Teil des Gehalts zahlt.

Der heutige Tottenham-Manager Jose Mourinho erklärte, schon zu seiner Zeit bei Real Interesse an Bale gehabt zu haben. „Das ist kein Geheimnis, und Gareth weiß das“, sagte der Portugiese am Mittwoch. Bale kam letztlich erst, als Mourinho Madrid verließ.

Frauen-Länderspiel gegen Irland ohne Zuschauer

Das EM-Qualifikationsspiel der deutschen Frauen an diesem Sonnabend (14 Uhr/ZDF) in Essen gegen Irland findet ohne Zuschauer statt. Das bestätigte eine DFB-Sprecherin in einer digitalen Pressekonferenz der Nationalmannschaft am Mittwoch. An der Vorgabe des Europäischen Fußball-Verbandes für UEFA-Pflichtspiele hat sich durch die angekündigte Rückkehr einer größeren Anzahl von Zuschauern bei Fußballspielen in Deutschland nichts geändert. „Wir dürfen im Stadion in Essen keine Zuschauer zulassen“, stellte DFB-Sprecherin Annette Seitz klar.

Am Dienstag (16 Uhr/ARD) folgt ein weiteres Qualifikationsspiel in Montenegro.

PSG vorerst ohne Nationalspieler Kehrer

Nationalspieler Thilo Kehrer vom französischen Champions-League-Finalisten Paris Saint-Germain fällt vorerst aus. Der Verteidiger klagt vor dem PSG-Nachholspiel gegen den FC Metz am Abend (21 Uhr) über Adduktorenprobleme.

Ohnehin ist die schwach gestartete Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel nach dem Skandalspiel gegen Olympique Marseille (0:1) am Sonntag dezimiert. Neymar, Layvin Kurzawa und Leandro Paredes waren in der Nachspielzeit vom Platz geflogen.

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Weltmeister Kylian Mbappé befindet sich nach einem positiven Corona-Test noch in Quarantäne, Marco Verratti fehlt verletzt.

Bundesliga in Brasilien künftig kostenlos zu sehen

Die Fußball-Plattform Onefootball startet gemeinsam mit Bundesliga International, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Fußball-Liga (DFL), und dem Vermarkter Sportfive ein Modell für die Übertragung aller Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga in Brasilien. Die Spiele werden in Brasilien exklusiv und kostenlos übertragen. Dies gilt für die nächsten drei Jahre.

Zusätzlich überträgt Onefootball den DFL-Supercup, bei dem sich dieses Jahr Bayern München und Borussia Dortmund gegenüberstehen, sowie alle Relegationsspiele am Saisonende. Über diese Vereinbarung hinaus steht es Bundesliga International offen, an jedem Spieltag einem TV-Sender ein Spiel zur linearen Übertragung in Brasilien zur Verfügung zu stellen.

Umgang mit Beckenbauer: Keller weist Hoeneß-Kritik zurück

DFB-Präsident Fritz Keller hat auf die von Uli Hoeneß kürzlich in einer TV-Sendung geäußerte Kritik am Umgang des Deutschen Fußball-Bundes mit Franz Beckenbauer reagiert. „Ich kann Uli Hoeneß beipflichten, dass Franz Beckenbauer ein großartiger Sportler war, ein Weltmeister, ein genialer Trainer, der uns damals auch die Weltmeisterschaft gebracht hat. Aber man muss natürlich auch sagen, dass dort ein Schatten drauf liegt“, sagte Keller in einem Gespräch mit dem TV-Sender Sport1.

FC-Bayern-Ehrenpräsident Hoeneß hatte dem DFB am vorigen Sonntag im Sport1-„Doppelpass“ einen schlechten Umgangsstil mit Beckenbauer zum 75. Geburtstag des „Kaisers“ vorgeworfen. Der Verband habe Beckenbauer, der mit der Nationalmannschaft als Spieler (1974) und Teamchef (1990) Weltmeister wurde und 2006 zudem die WM-Endrunde nach Deutschland holte, nicht entsprechend gewürdigt. Beckenbauer, kritisierte Hoeneß, werde inzwischen viel zu sehr auf die ungeklärten Umstände rund um die Vergabe des WM-Turniers 2006 reduziert.

Dass Beckenbauer für die WM 2006 Stimmen gekauft habe, sei „absolut falsch“, hatte Hoeneß gesagt. Er wisse „sehr sicher, dass das Geld nicht zum Stimmenkauf verwandt wurde“. Dabei bezog sich der 68-Jährige auf die 6,7 Millionen Euro, die vor der Abstimmung zur WM-Vergabe 2006 auf Konten des damaligen FIFA-Exekutivmitglieds Mohamed bin Hammam (Katar) gelandet waren.

„Wenn Uli Hoeneß, wie er ja gesagt hat, auch Erkenntnisse hat, würden wir uns sehr freuen, wenn er die mit uns oder der Kommission, die das aufarbeitet, teilen würde“, betonte DFB-Chef Keller. „Wenn er etwas weiß, kann er das gerne mitteilen. Und dann können diejenigen, die das untersuchen, das auch gerne einbauen. Ich freue mich auf den Anruf.“

Duda-Wechsel nach Köln perfekt

Der Wechsel von Mittelfeldspieler Ondrej Duda von Hertha BSC zum Bundesliga-Rivalen 1. FC Köln ist perfekt. Der 25 Jahre alte Slowake unterschrieb am Mittwoch einen Vierjahresvertrag. „Ondrej ist ein klassischer Zehner, der das Spiel unfassbar schnell machen kann, einen guten Überblick hat und seine Standards sind eine Waffe“, lobte Sporthef Horst Heldt.

Duda, der den zu Schalke zurückgekehrten Mark Uth ersetzen soll, wird zwischen sieben und acht Millionen Euro kosten. Die Summe wird mit den rund 15 Millionen Euro verrechnet werden, die Köln von der Hertha für Stürmer Jhon Córdoba bekommt. Als Nachfolger für Córdoba hatte der FC am Dienstag Sebastian Andersson von Herthas Stadtrivalen Union Berlin verpflichtet. Der Schwede trainierte am Mittwoch erstmals in Köln. Derweil steht Louis Schaub nach Heldts Angaben kurz vor einem Wechsel. Und es werden auch weitere Spieler kommen. „Ich würde sagen, dass wir noch nicht fertig sind“, sagte der Sportchef.

Absurd ist inzwischen die Situation um den Griechen Dimitrios Limnios von Paok Saloniki, mit dem sich die Kölner längst einig sind. Der 22-Jährige konnte seine Heimat wegen eines positiven Corona-Tests bisher nicht verlassen. Nun sei ein Test negativ gewesen, einer am Tag danach aber wieder positiv, verriet Heldt. „Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Der positive Test wird nun noch mal überprüft. Ich hoffe, dass das der falsche war.“

Corona: Zweitligisten reduzieren ihre Kader

In der 2. Bundesliga drückt sich in der Corona-Krise der Wunsch nach Einsparungen auch auf dem Transfermarkt aus. 15 der 18 Vereine haben ihre Kader mit Blick auf die an diesem Wochenende beginnende Saison verkleinert. Wie eine Erhebung der Deutschen Presse-Agentur zwei Tage vor dem Start der Spielzeit ergab, stehen insgesamt etwas mehr als 140 Zugängen rund 190 Abgänge gegenüber.

Nur Aufsteiger Würzburger Kickers (13 Zugänge/12 Abgänge), der 1. FC Heidenheim (10/10) und Holstein Kiel (9/9) planen mit in etwa derselben Anzahl von Spielern wie in der Vorsaison. Spieler aus der eigenen Nachwuchsabteilung oder zweiten Mannschaft wurden nicht eingerechnet.

Noch aber ist einige Bewegung auf dem Transfermarkt, zumal Verpflichtungen noch bis zum 4. Oktober möglich sind. So ist damit zu rechnen, dass einige Clubs noch Korrekturen vornehmen. Der Trend zu günstigen Leihgeschäften ist ungebrochen. Große Investitionen bleiben zumeist aus. Neben Würzburg gab es auch beim Mit-Aufsteiger Eintracht Braunschweig viele Veränderungen (11/13) im Kader. Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf hat zwar acht Spieler neu verpflichtet, aber gleich 15 Akteure abgegeben – so viel wie kein anderer Club.

Nur 500 Fans: Wolfsburg muss sich gedulden

Zu früh gefreut: Statt wie erhofft 6000 Zuschauer sind beim Bundesliga-Auftakt des VfL Wolfsburg am Sonntag (18 Uhr/Sky) gegen Bayer Leverkusen nun doch nur 500 Besucher zugelassen. Die niedersächsische Landesregierung wird die derzeit noch gültige Corona-Verordnung erst in der kommenden Woche anpassen.

„Dass das bis zum kommenden Wochenende nicht umsetzbar ist, ist für unsere Fans natürlich sehr schade“, sagte VfL-Geschäftsführer Michael Meeske. Die Niedersachsen bestreiten ihr zweites Heimspiel am 4. Oktober (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC Augsburg.

Italiens Verband will transparente Masken für Fans

Auch der italienische Fußball bemüht sich um ein Comeback der Zuschauer in den Stadien. Der italienische Verband FIGC hat der Regierung in Rom ein Hygienekonzept eingereicht. Dadurch soll analog zum deutschen Profifußball eine Öffnung der Arenen für 20 Prozent der Besucherkapazität ermöglicht werden. Die Regelung soll ab Mitte Oktober greifen.

Die Tifosi sollen im Stadion allerdings transparente Masken tragen, damit sie leichter identifiziert werden können, berichtete die Zeitung „La Repubblica“. Die Stadien sollen in fünf Sektoren aufgeteilt werden, um die Abstände zu wahren. Jeder Fan soll über einen speziellen Raum von 2,25 Quadratmeter verfügen. Den Tifosi soll außerdem vor dem Stadionzugang die Körpertemperatur gemessen werden.

Inter will Vidal holen und Perisic abgeben

Der ehemalige Münchner und Leverkusener Bundesliga-Profi Arturo Vidal (33) steht laut Medienberichten in Italien vor einem Wechsel von FC Barcelona zu Inter Mailand und wird noch diese Woche in der lombardischen Hauptstadt zur Unterzeichnung des Vertrags erwartet. Dies berichtete der „Corriere dello Sport“.

Dem Mittelfeldspieler winkt in Mailand ein Zweijahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison. In Mailand soll der Chilene ein Nettogehalt von angeblich sechs Millionen Euro beziehen.

Um Vidals Gehalt zu finanzieren, will Inter den Ex-Münchner Ivan Perisic (31) opfern. Der kroatische Vize-Weltmeister, der vergangene Woche nach einem Jahr Ausleihe beim FC Bayern nach Mailand zurückgekehrt war, soll wieder abgegeben werden. Sein Vertrag bei Inter hat noch eine Laufzeit bis 2022.

Angeblich haben auch einige Bundesliga-Klubs Interesse am ehemaligen Dortmunder und Wolfsburger signalisiert. Die Ablöseforderung von Inter soll sich auf 15 Millionen Euro Ablöse belaufen. Das Jahresgehalt des Offensivspielers bei den Lombarden soll 4,6 Millionen Euro per annum betragen.

Köln will Tickets im Rotationsprinzip vergeben

Der 1. FC Köln plant nach der Zulassung von 20 Prozent der Zuschauer für das erste Bundesliga-Spiel am Sonnabend gegen 1899 Hoffenheim mit 9200 Fans. Das Kölner Stadion hat ein Fassungsvermögen von 50 000 Besuchern, bei der Berechnung wurden aber nur die 46.000 Sitzplätze einbezogen.

Wie zuvor angekündigt sollen auf jeden Fall die 6500 Dauerkarten-Inhaber ein Ticket bekommen, die im Vorjahr auf eine Rückerstattung verzichtet haben. Die restlichen Karten werden nach Clubangaben verlost. Dabei soll ein Rotationsprinzip greifen, damit im sechswöchigen Testbetrieb möglichst viele Fans ein Spiel sehen können. Wegen der Kurzfristigkeit wird gegen Hoffenheim keine Verlosung möglich sein, hier gibt es Online-Ticketvergabe.

Rassismus-Vorwurf: Brasiliens Regierung unterstützt Neymar

Superstar Neymar bekommt nach seinem Ausraster wegen einer angeblich rassistischen Beleidigung Unterstützung von der brasilianischen Regierung. Das auch für Menschenrechte zuständige Familienministerium erklärte in einem Statement, es bringe „seine Solidarität mit dem Spieler Neymar Jr. zum Ausdruck“. Zuvor hatte Präsident Jair Bolsonaro Neymars Tweet zu dem Thema geteilt.

Neymar hatte beim 1:0-Sieg von Paris Saint-Germain gegen Olympique Marseille am vergangenen Sonntag seinem Gegenspieler Álvaro González gegen den Hinterkopf geschlagen und dafür Rot gesehen. Später schrieb der Südamerikaner bei Twitter, dass ihn González rassistisch beleidigt habe.

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Insgesamt gab es fünf Platzverweise. Am Dienstag hatte sich Neymar auf Instagram wegen seines Verhaltens selbstkritisch geäußert, direkt nach dem Vorfall hatte sich der Ausnahmespieler auf Twitter eine wilde Auseinandersetzung mit González geliefert.

Frankfurt verlängert mit Kamada

Der japanische Nationalspieler Daichi Kamada bleibt Bundesligist Eintracht Frankfurt treu. Der 24-Jahre alte Offensivspieler hat seinen im Sommer 2021 auslaufenden Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert.

„Daichi Kamada ist das beste Beispiel dafür, dass wir junge Spieler entwickeln und fördern können“, sagte der Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic: „Wir sind sicher, dass er auch in den kommenden Jahren eine noch wichtigere Rolle im Team einnehmen kann.“