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Warum die Nations League nicht unterschätzt werden sollte

Bundestrainer Joachim Löw bei der Ankunft am Teamhotel in Degerloch am Montag.

Bundestrainer Joachim Löw bei der Ankunft am Teamhotel in Degerloch am Montag.

Foto: dpa

Die Uefa hat ihre Nations League noch einmal angepasst. Ein erfolgreiches Abschneiden wäre aus deutscher Sicht wichtig.

Degerloch. Vor der zweiten Auflage hat die Europäische Fußball-Union Uefa ihre Nations League noch einmal angepasst. Statt in Dreier- wird nun in Vierergruppen gespielt, was auch der deutschen Nationalmannschaft zugutekommt: Bei der Erstauflage des Turniers war sie nach Niederlagen gegen Frankreich und die Niederlande eigentlich abgestiegen, nun aber bleibt sie in der A-Liga und spielt in den kommenden Monaten gegen Spanien, die Schweiz und die Ukraine.

Die Idee hinter dem Wettbewerb aber ist die gleiche geblieben: In vier Ligen und jeweils vier Gruppen treffen die 55 Mitgliedsverbände der Uefa aufeinander, die besten in der A-Liga, die schlechtesten in der D-Liga – die nur noch aus zwei Gruppen besteht. Die Gruppenletzten steigen ab, die Gruppensieger steigen auf – und in der A-Liga ermitteln sie in Play-offs den Turniersieger.

Löw: „Die Nations League ist ein sehr guter Wettbewerb“

„Die sportliche Wichtigkeit ist bei den Spielen natürlich gegeben, wir spielen gegen Spanien und die Schweiz“, sagt Bundestrainer Löw. „Die Nations League ist ein sehr guter Wettbewerb, die Mannschaften sind auf sehr hohem Niveau. Das ist auch gut für unsere Entwicklung der jungen Spieler.“

Aus deutscher Sicht wäre ein erfolgreiches Abschneiden aber auch deswegen wichtig, weil es positiven Einfluss auf die Position in der Fifa-Weltrangliste und damit auf die Setzlisten für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2022 hätte. An dieser nehmen 13 europäische Mannschaften teil: Nur die Gewinner der zehn Qualifikationsgruppen sind direkt qualifiziert, drei weitere Teilnehmer werden über Play-offs ermittelt.

Deutschland in Weltrangliste zehntbeste europäische Mannschaft

Die deutsche Mannschaft sollte bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen also in Lostopf 1 landen, um anderen europäischen Schwergewichten aus dem Weg zu gehen. In der Weltrangliste ist Deutschland die zehntbeste europäische Mannschaft – und wäre damit gerade noch in Lostopf eins. Bis zur Auslosung im November können fast nur noch über die Nations League Punkte geholt oder verloren werden. Dabei bringt ein Sieg gegen eine hochplatzierte Mannschaft wie Spanien mehr Punkte als einer gegen die Ukraine – und umgekehrt kostet eine Niederlage gegen die schwächere Mannschaft mehr Zähler.