Doping

Pferdesport droht Doping-Ärger wegen Futtermittel

Jockey Marco Casamento wurde mit „Grocer Jack“ beim Deutschen Galopp-Derby in Horn wegen Dopings nachträglich disqualifiziert (Archivbild).

Jockey Marco Casamento wurde mit „Grocer Jack“ beim Deutschen Galopp-Derby in Horn wegen Dopings nachträglich disqualifiziert (Archivbild).

Foto: dpa picture alliance/augenklick/GES

„Grocer Jack“ mit Jockey Marco Casamento wurde beim Galopp-Derby wegen Dopings nachträglich disqualifiziert.

Hamburg.  In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der drittplatzierte „Grocer Jack“ mit Jockey Marco Casamento beim Deutschen Galopp-Derby in Horn wegen Dopings nachträglich disqualifiziert wurde. Im Blut des Pferdes wurden Spuren von Koffein festgestellt, das leistungssteigernd wirkt. Das Mittel wurde durch ein im Galopp-und Trabrennsport geläufiges Zusatzfutter eines Herstellers, der viele Rennställe beliefert, verabreicht.

Der Hamburger Vorfall ist offenbar kein Einzelfall. Auch bei anderen Rennmeetings wurden zunehmend Unregelmäßigkeiten bei den Dopingproben festgestellt. „In den vergangenen Tagen gab es bei mehreren Pferden positive Tests auf verbotene Substanzen. Nach Angaben des Herstellers des mutmaßlich betroffenen Futtermittels ist eine mögliche Quelle die Komponente Apfeltrester. Offenbar ist es bei der Haltbarmachung des Apfeltresters – dieser wird in speziellen Anlagen dafür getrocknet – beim Lieferanten zu der Verunreinigung gekommen“, hieß es in einem Statement des Dachverbandes Deutscher Galopp e. V.

Kurios: Nach Abendblatt-Informationen wurde nicht bei allen Pferden, die das Futter verzehrt haben, eine Koffeinbildung im Blut festgestellt. Der Besitzer von „Grocer Jack“, Christoph Berglar, hat derweil angekündigt, rechtlich gegen den Futtermittelhersteller vorzugehen zu wollen.