Fußball-Ticker

„Alles sch…": Duisburg-Trainer poltert nach BVB-Pokallos

Torsten Lieberknecht ist bedient ob der Zuschauer-Situation in Corona-Zeiten.

Torsten Lieberknecht ist bedient ob der Zuschauer-Situation in Corona-Zeiten.

Foto: imago / Oryk HAIST

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Montag, den 27. Juli 2020:

Mbappé fehlt Paris in der Champions League

Stürmer-Star Kylian Mbappé fällt wegen einer Knöchelverletzung voraussichtlich drei Wochen aus und wird Paris Saint-Germain damit wohl im Champions-League-Viertelfinale gegen Atalanta Bergamo (12. August) fehlen. Der Stürmer unterzog sich nach einem üblen Foul beim Pokal-Endspiel einer weiteren medizinischen Untersuchung. Diese hätten einen verstauchten Knöchel mit einer Verletzung der äußeren Bänder bestätigt. Die Genesungszeit werde auf „etwa drei Wochen“ geschätzt.

Mbappé war am Freitagabend beim 1:0-Sieg über AS Saint-Etienne im französischen Pokalfinale nach einer halben Stunde rüde gefoult worden und musste mit einer Knöchelblessur ausgewechselt werden. PSG-Trainer Thomas Tuchel hatte sich nach der Partie sehr besorgt geäußert. „Alle, die dieses Foul gesehen haben, sind beunruhigt. Natürlich bin ich beunruhigt“, hatte Tuchel damals auch mit Blick auf das Finalturnier der Champions League in Lissabon erklärt.

Lovren wechselt von Liverpool zu Zenit

Der kroatische Nationalspieler Dejan Lovren verlässt den von Jürgen Klopp trainierten FC Liverpool. Nach sechs Jahren bei den Reds wechselt der 31 Jahre alte Innenverteidiger nach Russland zum dortigen Top-Club Zenit St. Petersburg. Lovren erhält beim russischen Meister einen Dreijahresvertrag bis 2023.

Duisburg-Trainer poltert nach BVB-Los

Normalerweise bricht bei dem Underdog im DFB-Pokal großer Jubel aus, wenn in der 1. Runde das große Los einer Top-Mannschaft, die viele Fans anzieht, gezogen wird. Doch in Corona-Zeiten scheint alles anders. Torsten Lieberknecht, Trainer des Drittligisten MSV Duisburg, hat wegen der offenen Zuschauersituation nun mit überraschend großem Frust auf das eigentliche Traumlos Borussia Dortmund reagiert.

„So ein Los, dann vermutlich weiter ohne unsere Fans oder wenn überhaupt nur mit einem kleinen Teil, das ist alles Scheiße“, sagte Lieberknecht. MSV-Sportdirektor Ivica Grlic ergänzte diplomatisch: „Ich hoffe, dass bei diesem Topgegner zumindest ein Teil der Fans wieder in die Arena darf.“

Sebastian Hoeneß neuer Trainer bei Hoffenheim

Sebastian Hoeneß wird neuer Trainer von 1899 Hoffenheim. Der 38 Jahre alte Coach wechselt von der Reserve des FC Bayern München zum Europa-League-Teilnehmer, der seit der Entlassung von Alfred Schreuder kurz vor Saisonende nach einem Chefcoach sucht.

„Wir stehen schon seit längerer Zeit in Kontakt mit Sebastian Hoeneß, da uns seine Arbeit imponiert und seine Auffassung von Fußball hervorragend zur Philosophie und Strategie der TSG passt“, sagte Sportchef Alexander Rosen. „Sebastian hat eindrucksvoll bewiesen, junge Spieler zu einer leistungsstarken Einheit formen und individuell weiterentwickeln zu können. Dabei hat er einen offensiven Ansatz gewählt, der nicht nur attraktiv, sondern auch außerordentlich erfolgreich war.“

Der Neffe von Uli Hoeneß hatte den Bayern-Nachwuchs in der abgelaufenen Saison überraschend zur Meisterschaft in der Dritten Liga. Das Team ist allerdings nicht aufstiegsberechtigt. Nachfolger beim FC Bayern II könnte der bisherige HSV-Co-Trainer Tobias Schweinsteiger werden.

VfB kurz vor Transfer von Hoffenheim-Keeper

Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart steht kurz vor der Verpflichtung von Torhüter Gregor Kobel von Hoffenheim. Beide Clubs sind sich nach wochenlangen Verhandlungen über die Ablösesumme nun weitgehend einig. Der Schweizer stand in der vergangenen Saison auf Leihbasis beim VfB im Tor. Angesichts seines noch bis Ende Juni 2021 laufenden Vertrages bei der TSG und der unterschiedlichen Ablöse-Vorstellungen beider Vereine drohte der Transfer zuletzt zu scheitern. Nun aber näherten sich beide Clubs an.

Vertonghen gibt Abschied bei Spurs bekannt

Der belgische Rekordnationalspieler Jan Vertonghen hat seinen Abschied bei den Tottenham Hotspur verkündet. „Ein trauriger Tag aus vielen Gründen. Ich werde die Freunde, den Staff, die Spiele im fantastischen neuen Stadion und natürlich die Fans vermissen“, schrieb der 33-Jährige bei Twitter. Auch sein Teamkollege Harry Kane nahm über Instagram Abschied vom Innenverteidiger: „Ich wünsche dir nur das Beste, egal was du als nächstes machst.“

Bundesliga: 1,4 Milliarden in zwölf Raten

Die Clubs der Bundesliga und Zweiten Liga sollen in der kommenden Saison 1,4 Milliarden Euro verteilt auf zwölf Raten aus der Vermarktung der Medienrechte erhalten. Der „Kicker" berichtet, dass die DFL alle Vereine darüber am 16. Juli informiert haben soll. Bislang hatten die Vereine das TV-Geld in vier Tranchen erhalten.

Wegen der Corona-Krise und der unsicheren Zahlung der vierten Rate hatten in der zurückliegenden Saison einige Clubs um ihre Existenz gebangt. Ähnliche Gefahren sollen durch zwölf Raten, die von insgesamt 70 Millionen Euro bis maximal 160 Millionen Euro monatlich reichen, gebannt werden.

1,2 Milliarden Euro werden dem Bericht zufolge durch die nationalen Medienrechte erlöst, 200 Millionen Euro durch die internationale Vermarktung. Für den Fall erneuter Spielausfälle wegen der Pandemie soll die DFL 45 Millionen Euro zurückhalten. Sollte diese Summe nicht benötigt werden, werde sie zu einem späteren Zeitpunkt ausgezahlt.

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Immobile mit Dreier-Pack für Lazio Rom

Der frühere BVB-Stürmer Ciro Immobile hat weiter beste Chancen, Torschützenkönig in der italienischen Serie A zu werden. Beim 5:1 (1:1)-Sieg von Lazio Rom bei Hellas Verona erzielte er drei Treffer, darunter zwei Elfmeter in den Nachspielzeiten beider Hälften. Damit hat der 30-Jährige vom Tabellenvierten zwei Saisonspiele vor Schluss 34 Saisontore auf seinem Konto – genauso viele erzielte Robert Lewandowski vom FC Bayern. In Italien folgt Cristiano Ronaldo vom alten und neuen Meister Juventus Turin mit 31 Toren.

Köln: Unverhoffte Millionen für Guirassy?

Die Transferaktivitäten des 1. FC Köln könnten durch einen unverhofften Geldsegen angekurbelt werden. Sportchef Horst Heldt bestätigte dem „Geissblog“, dass der FC eine Weiterverkaufsbeteiligung an Ex-Stürmer Serhou Guirassy besitzt.

An dem 24-Jährigen, der im Januar 2019 von Köln zum SC Amiens in seine französische Heimat gewechselt war, sollen unter anderem Olympique Marseille, der FC Chelsea, FC Arsenal und Tottenham Hotspur Interesse zeigen. Da Amiens über 20 Millionen Euro Ablöse fordert, könnte der FC mindestens zwei Millionen Euro erhalten.