Fußball-Ticker

Werder Bremen: Lemke übernimmt Hilfeschrei für Kohfeldt

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Mittwoch, den 22. Juli 2020:

Meister FC Liverpool siegt 5:3 gegen FC Chelsea

Der neue englische Fußballmeister FC Liverpool hat am Tag der Pokalübergabe noch einmal für ein Spektakel gesorgt. Der seit Wochen feststehende Premier-League-Titelträger von Jürgen Klopp gewann am Mittwochabend gegen den FC Chelsea mit 5:3 (3:1) und führt einen Spieltag vor dem Ende die Liga mit 96 Punkten souverän an. Bayerns Champions-League-Gegner aus London muss als Vierter wieder um die Teilnahme an der Königsklasse in der kommenden Saison bangen.

Der frühere Leipzig-Profi Naby Keita (23. Minute), Trent Alexander-Arnold (38.), Georginio Wijnaldum (43.), Roberto Firmino (55.) und Alex Oxlade-Chamberlain (84.) sorgten mit ihren Treffern für den 31. Saison-Erfolg. Für Chelsea trafen Olivier Giroud (45.+3), Tammy Abraham (61.) und Christian Pulisic (73.).

Rekordmeister Manchester United profitierte von der Chelsea-Pleite und kletterte auf Rang drei. Die Red Devils kamen gegen West Ham United zwar nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus, überholten allerdings die Blues in der Tabelle. Am Sonntag (17.00 Uhr) kommt es für die Manchester United beim Fünften Leicester City (62) zu einem Finale um die Königsklasse.

DFL veröffentlicht Spielpläne am 7. August

Die DFL veröffentlicht die Spielpläne für die Bundesliga und Zweite Liga am 7. August. Beide Ligen starten am 18. September. Der Supercup findet am 30. September 2020 statt.

Dorsch wechselt nach Belgien

Mittelfeldspieler Niklas Dorsch, der immer wieder mit dem HSV in Verbindung gebracht worden war, wechselt vom Zweitligisten 1. FC Heidenheim zum belgischen Erstligist KAA Gent. Der 22-Jährige unterzeichnete einen Vierjahresvertrag, wie die Belgier verkündeten.

Leverkusens Trainingsauftakt mit Havertz

Aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem umworbenen Kai Havertz wird Bayer Leverkusen am Donnerstag das Training für die neue Saison aufnehmen. Der Nationalspieler soll nach Informationen mehrerer Medien vor einer Einigung mit dem FC Chelsea aus London stehen. Mit einer Entscheidung wird aber keinesfalls vor dem Saisonende der englischen Premier League am Sonntag gerechnet. Havertz wird am Donnerstag von den Leverkusenern aber nicht nur deshalb zum ersten Training erwartet. Der Verein hatte auch klargestellt, dass der 21-Jährige selbst im Falle eines Wechsels in diesem Sommer beim Final-Turnier der Europa League im August in Nordrhein-Westfalen für Bayer spielen soll.

Chelsea, das mit Timo Werner nach Antonio Rüdiger bereits den zweiten deutschen Nationalspieler verpflichtet hat, ist noch nicht sicher für die Champions League qualifiziert. Leverkusen erwartet eine Ablösesumme von rund 100 Millionen Euro, die Blues sollen bisher aber bestenfalls bereit sein, diese Summe gestaffelt zu bezahlen.

Bayer, das am 4. Juli noch im Endspiel um den DFB-Pokal gegen den FC Bayern München stand (2:4), startet bereits nach etwas mehr als zwei Wochen in die Vorbereitung, da schon am 5. August das Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen die Glasgow Rangers auf dem Programm steht. Nach dem 3:1 im Hinspiel in Schottland haben die Leverkusener beste Chancen, sich für das Final-Turnier zu qualifizieren. Das Finale am 21. August im benachbarten Köln ist dabei das erklärte Ziel.

Münster scheitert auch vor DFB-Bundesgericht

Auch das DFB-Bundesgericht hat im schriftlichen Verfahren die Berufungen von Drittliga-Absteiger Preußen Münster gegen drei vorangegangene Urteile des DFB-Sportgerichts bezüglich Spielwertungen als unbegründet zurückgewiesen. Wie der DFB mitteilte, betreffe dies die 2:3-Niederlage in der 3. Liga beim FC Bayern München II vom 3. Juni sowie die beiden 0:1-Niederlagen beim Chemnitzer FC vom 16. Juni und bei Eintracht Braunschweig vom 20. Juni.

Münster hatte seine Einsprüche gegen die Spielwertungen damit begründet, dass die Austragung der Partien wegen der unterschiedlichen Vorbereitungszeiten der Beteiligten nach der Corona-Pause gegen die Grundsätze des Fair Play und der Chancengleichheit verstoßen habe.

Krawall-Angst: Griechen-Finale verschoben

Nach der Verschiebung des Endspiels um den griechischen Pokal aus Sicherheitsgründen ist unklar, wann und wo das Finale stattfinden wird. Die Partie hätte am kommenden Sonntag zwischen Meister Olympiakos Piräus und AEK Athen angepfiffen werden, wurde aber von den Behörden mit dem Hinweis auf mögliche Fan-Gewalt vorerst abgesagt.

Nach Angaben des Staatsfernsehens (ERT) möchten die Verantwortlichen von Olympiakos, dass die Begegnung in der kommenden Woche im Olympiastadion von Athen angepfiffen wird. AEK will indes am ursprünglichen Ort festhalten, dem kleinen Stadion des Zweitligisten Apollon im Athener Stadtteil Rizoupolis.

Die Polizei und die Regionalverwaltung von Athen weigern sich bislang, das Spiel überhaupt zu erlauben. Grund für die Absage war, dass in dem dicht bewohnten Stadtviertel Rizoupolis, Ausschreitungen zwischen Anhängern der beiden Teams befürchtet wurden, obwohl das Spiel wegen der Coronavirus-Pandemie vor leeren Rängen stattfinden soll. Zudem hatte die Polizei Anfang der Woche mehrere Brandflaschen, Feuerwerk und Schlagstöcke in einer Parkanlage in der Nähe des Apollon-Stadions entdeckt.

In der Vergangenheit war es immer wieder zu zum Teil gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Fans der goßen griechischen Teams Olympiakos, AEK, Paok Saloniki und Panathinaikos Athen gekommen. Spiele mussten unterbrochen werden, Hooligans lieferten sich untereinander und mit der Polizei Straßenkämpfe. Der Europäische Fußballverband Uefa drohte bereits damit, Griechenland von internationalen Veranstaltungen auszuschließen.

VfL Wolfsburg startet mit Corona-Tests

Mit dem ersten von zwei geforderten Corona-Tests ist der VfL Wolfsburg am Mittwochnachmittag in die Vorbereitung auf die kommende Saison gestartet. Der Fokus bei den Niedersachsen liegt erst einmal auf dem Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League bei Schachtar Donezk. Die Partie findet am 5. August in Kiew statt, das Hinspiel hatte der VfL vor der Corona-Pause mit 1:2 verloren. „Wir werden alles daran setzen, in Donezk zu gewinnen, damit wir bei dem Mini-Final-Turnier in Nordrhein-Westfalen dabei sind“, sagte VfL-Coach Oliver Glasner.

Der Österreicher verbrachte den kurzen Urlaub seit dem Saisonende in seiner Heimat. „Ich habe die Zeit mit meiner Familie genossen und Freunde getroffen, die ich fast das ganze Jahr nicht gesehen habe“, sagte Glasner. Nun freut sich der Wolfsburger Trainer aber auf seine zweite Saison beim VfL und die vor den Grün-Weißen liegenden Herausforderungen.

„Es ist ein bisschen so, wie nach der Corona-Pause. Wir haben nur rund zehn Tage, um uns auf das erste Pflichtspiel vorzubereiten“, sagte Glasner. Am Freitag steht der zweite Corona-Test an, ehe Glasner seine Spieler am Sonnabend erstmals auf den Platz bitten wird. „Jetzt geht es darum, fußballerisch wieder rein zu finden“, sagte der 45-Jährige.

VfL Osnabrück präsentiert Thioune-Nachfolger

Zweitligist VfL Osnabrück hat Marco Grote als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 47-Jährige unterschrieb bei den Niedersachsen einen Zweijahresvertrag und tritt die Nachfolge von Daniel Thioune an, der zum Ligarivalen HSV gewechselt ist. Die offizielle Vorstellung Grotes soll am 27. Juli stattfinden.

Der neue Chefcoach war zuletzt zwölf Jahre als Nachwuchstrainer beim Bundesligisten Werder Bremen beschäftigt. „Marcos Vorstellung von Fußball passt zu unserem Anforderungsprofil“, erklärte VfL-Sportdirektor Benjamin Schmedes. Grote sagte: „Mein Auftrag in Osnabrück ähnelt dem in Bremen. Spieler weiterentwickeln und erfolgreich Fußball spielen.“

Hörmann missfällt Manchester-Urteil

DOSB-Präsident Alfons Hörmann (59) hat den Europapokal-Freispruch für Manchester City scharf kritisiert. „Nach allem, was mir an Informationen vorliegt, ist das ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die um die Fairness im Sport kämpfen“, sagte der dem „Sportbuzzer“. Das sei nicht das, „was ich als Idealbild für die Zukunft des Sports sehe. Das ist ein gekaufter Sport. Solch eine Entwicklung, die jetzt leider sogar von Gerichtsseite bestätigt wurde, findet keine Akzeptanz in der Gesellschaft.“

Der Internationale Sportgerichtshof Cas hatte am 13. Juli die Uefa-Sanktion, die neben dem Europapokal-Ausschluss der Citizens für zwei Spielzeiten auch 30 Millionen Euro Geldstrafe vorsah, aufgehoben. Übrig blieb lediglich eine Strafzahlung in Höhe von zehn Millionen Euro. Die angeblichen Verstöße gegen die Uefa-Finanzregeln (Financial Fair Play) seien nicht ausreichend bewiesen oder verjährt, teilte der Cas mit. Eine detaillierte Urteilsbegründung wird noch erwartet.

FC St. Pauli holt jungen Co-Trainer

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat als neuen Assistenztrainer den erst 27 Jahre alten Loïc Favé bis 2022 unter Vertrag genommen. Der gebürtige Hamburger wechselt auf Wunsch des neuen Chefcoachs Timo Schultz vom Eimsbütteler TV zum ehemaligen Bundesligisten.

Lesen Sie hier mehr über die Favé-Verpflichtung.

Braunschweig muss neuen Hauptsponsor suchen

Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig muss einen neuen Hauptsponsor suchen. Wie die Niedersachsen am Mittwoch mitteilten, wird der Ende vergangenen Monats ausgelaufene Vertrag mit der Volkswagen-Tochter SEAT nicht verlängert. Damit endete eine Zusammenarbeit, die 2013 parallel zum Bundesliga-Aufstieg der Norddeutschen begonnen hatte.

Erstes Hertha-Training ohne Fans

Hertha BSC wird das erste Mannschaftstraining vor dem Start der neuen Saison am kommenden Dienstag absolvieren. Die Einheit unter Trainer Bruno Labbadia findet auf dem Olympiagelände statt. Zuschauer dürfen nicht dabei sein, der Hauptstadtclub trainiert vorerst weiter unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Zuvor werden bei Hertha am Montag bereits interne Tests durchgeführt, hieß es am Mittwoch. Anders als in den Vorjahren werden die Berliner in diesem Sommer auf Trainingslager verzichten.

Toni Kroos teilt Schürrles Fußball-Kritik

Toni Kroos kann die Kritik seines zurückgetretenen Nationalmannschaftskollegen André Schürrle (siehe auch früherer Eintrag) an der Fußball-Branche nachvollziehen. Schürrle hatte in der Vorwoche im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ seine Karriereende erklärt. Zugleich hatte er bemängelt, dass Schwäche nicht gezeigt und Ehrlichkeit nicht gewünscht sei. Die Aussagen „treffen absolut zu 100 Prozent heutzutage auf das Business zu“, sagte Toni Kroos in der neuesten Ausgabe des Podcast „Einfach mal Luppen“, den er mit seinem Bruder Felix betreibt.

Der Mittelfeldspieler von Real Madrid war mit dem 29-jährigen Schürrle 2014 in Brasilien Weltmeister geworden. „Er ist wirklich ein Top-Charakter. Ich habe sehr gerne mit ihm zusammengespielt und wir haben uns wirklich gut verstanden“, meinte der 30-jährige Toni Kroos. Schürrle sei immer gut drauf gewesen. „Trotzdem hatte man immer das Gefühl, dass er jemand ist, der vielleicht nicht immer vor dem absoluten Selbstbewusstsein strotzt.“

Kroos schloss sich den Ansichten seines Ex-Teamkollegen an. „Ich glaube auch, dass es heute keine absolute Kritikfähigkeit mehr gibt. Sobald jemand ein bisschen aus der Reihe tanzt und auch mal etwas Kritisches sagt und etwas offen und ehrlich anspricht, dann bist du der, der am Ende die Probleme hat“, meinte er. Alle wünschten sich solche Typen. „Aber es ist schwierig.“

Sein ein Jahr jüngerer Bruder Felix, dessen Vertrag beim Bundesligisten Union Berlin ausgelaufen ist, sieht es ähnlich: „Wenn du ehrlich bist, hast du keine lange Haltbarkeit in dem Geschäft. Weil du dann als schwieriger Charakter wahrgenommen wirst. Weil das Probleme erzeugt, und das will man nicht.“ Jede schaue nur auf sich selbst. Wenn so viel Geld im Umlauf sei wie im Fußball, „bleiben die wenigsten Menschen sie selbst“.

Aufstockung: Schickhardt stützt Dynamo

Sportanwalt Christoph Schickhardt hält die Ansätze von Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden für eine Aufstockung der 2. Liga auf 20 Teams in der Gesamtbetrachtung für plausibel. Zu den Erfolgsaussichten des Dynamo-Vorstoßes möchte sich der 65-Jährige, der Dresden in früheren Fällen juristisch beraten hatte, zwar nicht äußern. Den Protest des Traditionsclubs bezeichnet er in einem „Sportbuzzer“-Bericht aber als „hundertprozentig legitim“.

Rechtlich sei eine Aufstockung der 2. Bundesliga auf 20 Teams unproblematisch, da die zweithöchste Profiliga eine Selbstverwaltung ist und „die Clubs im Rahmen ihrer Verbandsautonomie vereinbaren können, was sie wollen – wenn es plausibel und gerecht ist“, erklärte Schickhardt.

Allerdings würde die Erweiterung der 2. Liga die Clubs im ohnehin eng getakteten Kalender vor neue Terminprobleme stellen, zudem müsste das TV-Geld an mehr Vereine verteilt werden. Die Zustimmung dafür dürfte gering ausfallen.

Dresden hatte am Dienstag Gespräche mit der DFL bestätigt, bei denen es laut der „Bild“-Zeitung auch um die Liga-Aufstockung gegangen sein soll. Der sächsische Club fühlt sich benachteiligt, da die Mannschaft aufgrund von mehreren Coronavirus-Fällen zunächst in Quarantäne geschickt worden war und anschließend neun Spiele in 28 Tagen zu absolvieren hatte. Wettbewerbsverzerrung, so der Vorwurf aus Dresden.

Werder: Lemke sieht großen Druck für Kohfeldt

Der langjährige Werder-Manager Willi Lemke sieht Bremens Trainer Florian Kohfeldt trotz der Rettung in der Relegation in der neuen Bundesliga-Saison noch stärker unter Druck. „Unser Trainer hat die schwere Last, von Anfang an eine erfolgversprechendere Mannschaft zu präsentieren. Wenn das ausbleibt, gehen die kritischen Diskussionen gleich wieder los“, sagte Lemke in einem Interview der „Sport Bild“. „Die Aufgabe für Florian Kohfeldt wird jetzt noch belastender und schwerer.“

Kohfeldt darf trotz der schwachen Saison in Bremen weiter machen. Der Start in die am 18. September beginnende neue Spielzeit wird aber dadurch erschwert, dass den Norddeutschen die finanziellen Mittel für Verstärkungen fehlen.

„Wir stehen vor der schwierigsten Saison seit dem Wiederaufstieg 1981“, sagte Lemke. Kohfeldt müsse nach Ansicht des 73-Jährigen bei seiner Arbeit mehr entlastet werden: „Er hat sich um Dinge gekümmert, die die Geschäftsführung oder der Präsident kümmern müssen und nicht in seinen Aufgabenbereich fallen.“

Anderenfalls, so Lemke weiter, werde das Arbeiten für den Coach noch herausfordernder werden.

Sané will eine Bayern-Epoche prägen

Neuzugang Leroy Sané weiß um die Erwartungen beim FC Bayern an ihn als designierten Nachfolger der früheren Offensiv-Asse Arjen Robben und Franck Ribéry. „Beide haben unglaubliche Verdienste für den Verein, sie haben mich beeindruckt. Da ist eine große Lücke zu füllen“, sagte der 24-Jährige der „Sport Bild“. Der Nationalspieler will sich nach seinem Wechsel von Manchester City aber nicht unter Druck setzen. „Ich weiß, was ich kann, ich habe meine Ziele. Aber ich bürde mir nicht auf, dass ich sage: "Ich möchte so groß wie Robben und Ribéry werden!"“

Beim deutschen Rekordmeister wird Sané von der neuen Saison an mit der prestigeträchtigen Rückennummer 10 auflaufen. „Ich weiß, Arjen Robben hat sie getragen, früher sogar Uli Hoeneß“, erinnerte er. „Die 10 hat eine große Historie beim FC Bayern. Ich weiß um die Verantwortung, die dieses Trikot mit sich bringt.“

Trotz der großen Erwartungen und der kolportierten knapp 50 Millionen Euro Ablösesumme fordert er im Bayern-Luxuskader keinen Stammplatz für jede Partie. „Kein Spieler der Welt kann jede Partie machen und dabei sein höchstes Level erreichen. Ich habe meine Ziele, aber ich bin null Komma null gegen Rotation. Das hilft dem Team, eine gute Frische reinzukriegen, neue Impulse zu setzen.“ Sané soll zusammen mit seinem DFB-Teamkollegen Serge Gnabry und dem Franzosen Kingsley Coman auf den Außenbahnen wirbeln - ähnlich wie einst Robben und Ribéry. „Serge, King und ich: Das klingt in meinen Ohren sehr gut!“

Der gebürtige Essener glaubt daran, als Teil einer jungen Generation bei Bayern eine Epoche prägen zu können. „Ja, das spüre ich. Die Jungs sind heiß und fokussiert, sie haben große Ziele mit dem Verein. Ich denke, es kann einiges erreicht werden. Ich sehe definitiv eine realistische Chance, mit Bayern die Champions League zu gewinnen.“

Robben startet Comeback gegen Roger Schmidt

Arjen Robben trifft bei seinem Comeback im Trikot des FC Groningen auf die PSV Eindhoven mit Trainer Roger Schmidt. Die Partie findet am 13. September statt. Einen Tag zuvor eröffnen der FC Utrecht und AZ Alkmaar die neue Spielzeit in der niederländischen Ehrendivision. Robben hatte vor ein paar Wochen seine Rückkehr auf den Fußballplatz angekündigt, nachdem er seine Karriere 2019 nach zehn Jahren im Trikot des FC Bayern München beendet hatte. Vor 20 Jahren hatte der 36-Jährige seine Laufbahn in Groningen begonnen. Schmidt ist seit diesem Sommer Trainer in Eindhoven.

Alle Topspiele in den Niederlanden sowie die meisten Derbys finden erst nach der kurzen Winterpause im Jahr 2021 statt. Damit wollen die Spielplanmacher erreichen, dass bei diesen besonderen Duellen so viele Zuschauer wie möglich in den Stadien dabei sein können. Wegen der Corona-Krise ist noch unklar, wie viele Fans beim Saisonstart in den Arenen Einlass finden.

Polter spendet nach Union-Abgang für Fans

Sebastian Polter beweist auch nach seinem Abgang von Union Berlin ein Herz für die Eisernen. Mit einer privaten Spende in Höhe von 10.000 Euro unterstützt der Stürmer, der die Eisernen nach der Saison verlassen hat, die Fan-Initiative „Eisern trotz(t) Handicap“ für Unions Anhänger mit körperlichen Einschränkungen. Konkret hilft der 29-Jährige bei der Realisierung der nächsten Handicapfahrt zu einem Auswärtsspiel des Clubs sowie der Errichtung einer Rollstuhl-Schaukel, für die er zugleich auch die Patenschaft übernahm.

„Die Eisernen trotz Handicap supporten die Mannschaft und sind trotz beschwerlicher Anreise und allen Umständen auch bei Auswärtsspielen mit dabei. Ich wollte für den Support über insgesamt fünf Jahre etwas an die Fans zurückgeben“, sagte Polter, der den Spendenscheck in dieser Woche persönlich übergab. Die Fan-Initiative postete auf ihrem Instagram-Kanal ein Foto davon. „Wer einmal diese Liebe der eisernen Fans gespürt hat, den lässt das nicht mehr los“, sagte Polter.

Angststörungen bei Profis unwahrscheinlich?

Einer Studie der Universität Glasgow zufolge haben Profi-Fußballer ein geringeres Risiko, wegen bestimmter psychischer Störungen stationär behandelt werden zu müssen als die Durchschnittsbevölkerung. Etwa 7500 ehemalige Fußballprofis nahmen an der Befragung teil. Sie zeigten den Angaben zufolge ein geringeres Risiko, wegen Angst- oder Stressstörungen, Depressionen, Suchterkrankungen oder bipolarer Störungen in einer Klinik behandelt werden zu müssen. Die Gefahr für die Spieler, an neurodegenerativen Erkrankungen wie beispielsweise Parkinson zu sterben, sei aber bis zu dreimal höher, heißt es in der Studie mit Blick auf frühere Untersuchungen.

Dass Kontaktsportarten wie Fußball Erkrankungen im Gehirn begünstigen könnten, steht immer wieder im Fokus von Forschung und Sportbetrieb. Im Februar hatte das für die Regeln im Weltfußball zuständige Gremium Ifab eine Testphase für Auswechselungen im Falle von Kopfverletzungen beschlossen. Sie wurde aber aufgrund der Coronavirus-Pandemie aber ausgesetzt. Nun werden Rufe laut, die Testphase schnellstmöglich zu starten. „Es ist wichtig, dass die vielen anhaltenden Nebeneffekte von Covid-19 auf den Profi-Fußball die Einführung eines verbesserten Protokolls (für die Behandlung von Gehirnerschütterungen) nicht verhindern“, wird die Spielervereinigung Fifpro in der britischen Zeitung „The Telegraph“ zitiert.

Portman und Longoria planen Fußballteam

Hollywoodstar Natalie Portman und weitere prominente Frauen wollen den professionellen Frauenfußball nach Los Angeles holen. Ab dem Frühjahr 2022 soll die kalifornische Metropole mit einem eigenen Team in der US-Profiliga vertreten sein, wie der US-Frauenfußballverband am Dienstag mitteilte. Der National Women's Soccer League gehören dann elf Teams an.

Hinter der Idee steht laut dem Fußballverband eine „vorwiegend weibliche Investorengruppe“, der neben Portman weitere Hollywoodgrößen wie Jessica Chastain, Eva Longoria, America Ferrera und Jennifer Garner sowie Tennis-Superstar Serena Williams, ihre Tochter Olympia und mehrere ehemalige Profi-Fußballerinnen angehören.

Einen Namen hat das Team noch nicht, doch habe sich das Investorenteam zu Ehren von Los Angeles den Namen „Angel City“ gegeben, hieß es in der Erklärung weiter. Oscar-Preisträgerin Portman betonte, zum ersten Mal stehe hinter einem Team eine Eigentümergruppe, die „mehrheitlich Frauen gehört und von Frauen geleitet wird“.

Sie hoffe, mit dem Schritt einen positiven Einfluss auf den Frauenfußball zu haben, fügt sie hinzu. Die USA sind derzeit Weltmeister im Frauenfußball.

Werder startet am 3. August in die Vorbereitung

Werder Bremen beginnt am 3. August mit der Saisonvorbereitung. Wie die Norddeutschen mitteilten, stehen am ersten und zweiten Tag zunächst Leistungstests auf dem Programm. Am 5. August geht es dann erstmals auf den Trainingsplatz. Die Übungen werden allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

„Die aktuellen Hygienevorschriften lassen momentan leider nur ein Training ohne Zuschauer zu, so dass wir weiterhin im wohninvest Weserstadion oder im Stadion "Platz 11" trainieren werden“, sagte Geschäftsführer Fußball Frank Baumann laut Vereinsmitteilung. „Wir werden jedoch in den kommenden Wochen die Entwicklung der Corona-Maßnahmen verfolgen und hoffen, uns im Laufe der Vorbereitung auch unseren Fans öffentlich präsentieren zu können.“

Vom 15. bis zum 25. August bezieht Werder ein Trainingslager in Österreich. Das erste Pflichtspiel steht für den Fast-Absteiger vom 11. bis zum 14. September im DFB-Pokal an.

Wechselt Loris Karius nach Frankreich?

Der frühere Bundesliga-Torwart Loris Karius steht angeblich vor einem Wechsel in die französische Ligue 1. Der britischen BBC zufolge ist der HSC Montpellier an einem Transfer des 27-Jährigen vom englischen Meister FC Liverpool interessiert. Karius, der vor seinem Wechsel 2016 nach England beim FSV Mainz 05 gespielt hatte, war zuletzt für zwei Spielzeiten in die Türkei an Besiktas Istanbul ausgeliehen. Nach einem Streit um Gehaltszahlungen im Mai kehrte er aber vor Saisonende nach Liverpool zurück.

Der Keeper hatte vor allem durch das Finale der Champions League 2018 gegen Real Madrid - sein letztes Spiel für Liverpool - traurige Berühmtheit erlangt. Dort waren ihm gravierende Fehler unterlaufen, die die Niederlage der Liverpooler besiegelt hatten. Nach eigenen Angaben hatte er durch einen Schlag von Sergio Ramos eine Gehirnerschütterung erlitten, durch die sein räumliches Sehen eingeschränkt gewesen war.

BVB-Trikot: Matondo entschuldigt sich erneut

Der Trikot-Fauxpas von Rabbi Matondo scheint Schalke 04 weiter zu beschäftigen. In einem Interview der „Sport Bild“ entschuldigte sich der 19-Jährige erneut dafür, bei einer privaten Trainingseinheit das Shirt seines Freundes Jadon Sancho vom Revierrivalen Borussia Dortmund angezogen zu haben. „Diesen Ärger wollte ich wirklich nicht auslösen. Dafür habe ich diesen Verein schon viel zu lieb gewonnen“, sagte Matondo, der sich in der vergangenen Woche bereits in den sozialen Medien öffentlich geäußert hatte. „Es war ein Fehler, und es tut mir leid.“

Er habe in dem Moment nicht über die Folgen nachgedacht. „Ich habe das Trikot nicht wegen Dortmund, sondern wegen Jadon Sancho angezogen“, sagte der Stürmer, der das Trikot vom BVB-Star bekommen habe. „Jadon gehört zu meinen besten Freunden, wir tauschen uns regelmäßig aus. Wir haben einen sehr ähnlichen Weg hinter uns, sind beide im jungen Alter nach Deutschland gekommen und verfolgen unseren Traum hier.“ Er hätte nie ein BVB-Trikot angezogen, „wenn ein anderer Name hinten draufgestanden hätte“.

Das offenbar sehr unachtsam gepostete Foto mit dem Waliser hatte unter den Schalke-Fans im Internet einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. In der Folge hatte auch Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider das Foto kommentiert und den Youngster des Revierclubs zur Ordnung gerufen. „Ich habe den ursprünglichen Fehler gemacht, nämlich das Trikot anzuziehen. Mein Privat-Trainer hat den Fehler gemacht, es zu posten“, sagte Matondo.

Ribéry denkt nicht an Karriereende

Franck Ribéry denkt noch lange nicht an sein Karriereende. „Solange ich die richtige Motivation habe und mein Körper es zulässt, will ich weitermachen. Für mich ist Fußball nicht nur ein Beruf, sondern Spaß und Leidenschaft“, sagte der 37-Jährige vom italienischen Erstligisten AC Florenz im Interview mit der Gazzetta dello Sport.

Der Vertrag des langjährigen Profis des deutschen Rekordmeisters Bayern München läuft noch bis Juni 2021. „In dieser Saison hätten wir mehr leisten können. Es ist offenkundig, dass wir nicht zu den großen Mannschaften zählen. Mit zwei oder drei großen Fußballern und dem Wachstum unserer Talente können wir jedoch bald große Freude haben“, sagte Ribéry.

Der Franzose hat aber auch ein bisschen Sehnsucht nach München. „Der FC Bayern und die Stadt München sind meine zweite Heimat. Vieles fehlt mir, angefangen von den vielen Freunden, die ich dort habe“, sagte Ribéry, der mit den Bayern 2013 das Triple gewann.

Ex-Mitspieler interpretiert Schürrle-Rücktritt

Ein Grund für André Schürrles frühes Karriere-Ende war die falsche Erwartungshaltung der Öffentlichkeit - glaubt zumindest sein früherer Teamkollege Jan Kirchhoff. „Der Anspruch an André war schlicht der Falsche“, schrieb Kirchhoff in seiner Kolumne für Goal und Spox. Der 29-Jährige sei „ein überragender Teamspieler, der hart arbeitet, unfassbar viel läuft. Es kommt nicht von ungefähr, dass er von so vielen Trainern geschätzt wurde, dass er so lange einen Platz in der Nationalmannschaft hatte.“

Jedoch sei der Rio-Weltmeister kein „Unterschiedsspieler“ wie etwa Leroy Sané oder Jadon Sancho: „Wenn man diese beiden Spielertypen in einen Topf wirft und von André das erwartet, was beispielsweise Jadon Sancho macht, dann wird man enttäuscht“, schrieb Kirchhoff.

Schürrles Karriereende könne daher dazu anregen, „darüber nachzudenken, wie eine solche Erwartungshaltung entsteht und wie man gerade mit in der Öffentlichkeit stehenden Menschen umgeht.“

Schürrle hatte in der vergangenen Woche seine Karriere im Alter von nur 29 Jahren beendet. Dabei ging er in emotionalen Worten auch auf den öffentlichen Druck ein. Im Fußballgeschäft zähle „nur die Leistung auf dem Platz“, sagte er dem "Spiegel". Dabei dürften „Verletzlichkeit und Schwäche zu keinem Zeitpunkt existieren.“

Der Weltmeister von 2014 lief zu Beginn seiner Laufbahn gemeinsam mit Kirchhoff für Mainz 05 auf, anschließend spielte er unter anderem für Bayer Leverkusen, den FC Chelsea und Borussia Dortmund. Zuletzt war Schürrle an Spartak Moskau verliehen.

Klopps Co-Trainer: Haben „Maßstäbe gesetzt“

Jürgen Klopps Co-Trainer Peter Krawietz hat die Profis des FC Liverpool vor der Übergabe des Meisterpokals der Premier League am Mittwoch in höchsten Tönen gelobt. „Wie sich unsere Gemeinschaft in den letzten fünf Jahren und speziell in den beiden letzten Spielzeiten entwickelt und ihren Weg gefunden hat, Fußball zu spielen, zu funktionieren, aktiv zu sein, ansehnlichen Fußball zu spielen sowie eine Haltung jeden Tag zu zeigen und zu pflegen, die darauf ausgerichtet ist, alles mit fairen Mitteln erreichen zu wollen und das mit einer positiven Ausstrahlung - da haben diese Jungs Maßstäbe gesetzt, die noch lange Zeit nachhallen werden“, sagte der 48-Jährige im Interview der Portale „Goal“ und „Spox“. „Ich ziehe alle Hüte vor unseren Spielern.“

Die Reds unter Klopp hatten in der noch laufenden Saison ihren ersten Meistertitel seit 30 Jahren gewonnen. „Für den Verein war die Meisterschaft über mehrere Jahrzehnte hinweg beinahe eine Selbstverständlichkeit“, sagte Krawietz. „Stellen Sie sich nur vor, wenn das dem FC Bayern München passieren und man dort 30 Jahren lang nicht die Schale gewinnen würde. Wenn man für den LFC arbeitet, bekommt man tatsächlich von Tag eins an mit, dass es hier in Sachen Meisterschaft zuletzt ein kleines Problem gab.“

Mbappé bekennt sich zu PSG

Der immer wieder von anderen Vereinen umworbene Weltmeister Kylian Mbappé hat sich zu Paris Saint-German bekannt. „Ich werde versuchen, gemeinsam mit dem Team Titel zu gewinnen und alles dafür geben, mein Bestes zu zeigen“, sagte der 21-jährige Franzose nach dem 4:0-Testspielsieg des Hauptstadtclubs gegen Celtic Glasgow am Dienstagabend. Das Jubiläumsjahr des Pariser Vereins, der 1970 gegründet worden war, sei ein „wichtiges für den Verein, die Fans, für alle. Ich werde auf jeden Fall dabei sein.“ Der Vertrag des Stürmerstars bei PSG läuft noch bis 2022.

Der Club des deutschen Trainers Thomas Tuchel steht beim Finalturnier der Champions League im August in Lissabon bereits im Viertelfinale gegen Atalanta Bergamo (12. August/21.00 Uhr). Nach dem Abbruch der Ligue 1 im Zuge der Coronavirus-Pandemie war Tabellenführer PSG zum neunten Mal als französischer Meister geehrt worden.

Ex-Fifa-Funktionär auch mit Corona in Haft

Der einst hochrangige Fußball-Funktionär Juan Ángel Napout bleibt nach seiner Corona-Erkrankung in Haft. Das zuständige Gericht im New Yorker Stadtbezirk Brooklyn wies den Antrag des 62-Jährigen aus Paraguay auf Entlassung zurück, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet.

Napout, der Mitte Juli positiv auf das Virus getestet wurde, aber symptomfrei blieb, war im Dezember 2017 im Rahmen des Prozesses gegen ehemalige Fifa-Funktionäre zu neun Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der frühere Präsident des südamerikanischen Kontinentalverbandes Conmebol sitzt seine Strafe im Federal Correctional Institution in Miami ab - einer Hafteinrichtung mit niedriger Sicherheitsstufe.

Ex-Nationaltorhüterin Angerer hilft aus

Die frühere Nationaltorhüterin Nadine Angerer hat kein Problem mit ihrer überraschenden Rückkehr in den Kader ihres Clubs Portland Thorns. „Lasst uns einfach sagen, ich mache, was nötig ist, um dem Team zu helfen“, sagte die 41-Jährige der Nachrichtenagentur AP zufolge gut gelaunt. „Ich weiß nicht, ob ich eine große Hilfe sein werde, aber ich glaube, ich bin immer noch besser als einige Spielerinnen.“

Angerer, die vor fünf Jahren ihre aktive Karriere beendet hatte und seit 2016 als Torwarttrainerin bei den Thorns arbeitet, wurde wegen großer Verletzungssorgen des Clubs beim Challenge Cup im US-Bundesstaat Utah in den Kader berufen - das nächste Spiel steht im Halbfinale am Mittwochabend (18.30 Uhr MESZ) gegen Houston Dash an. Bereits am vergangenen Freitag (Ortszeit) gegen Meister North Carolina Courage (1:0) saß die Weltmeisterin von 2003 und 2007 auf der Bank, im Tor stand die einzig verbliebene Thorns-Torhüterin Britt Eckerstrom (27).​