Fußball-Ticker

Jürgen Klinsmann räumt Fehler bei Hertha-Abgang ein

Legte in Berlin einen verstörenden Abgang hin: Ex-Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann.

Legte in Berlin einen verstörenden Abgang hin: Ex-Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann.

Foto: Imago/Mausolf

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Montag, den 6. Juli 2020:

Henrichs vor Wechsel zu Leipzig

Der ehemalige Leverkusener Profi Benjamin Henrichs (23) steht vor einem Wechsel zu RB Leipzig. Offenbar befindet sich der rechte Außenverteidiger der AS Monaco bereits auf dem Weg zum Medizincheck. Allerdings ist der Transfer noch nicht komplett über die Bühne, es bestehe noch Verhandlungsbedarf, hieß es. Der dreimalige Nationalspieler war 2018 für 20 Millionen Euro Ablöse von Bayer ins Fürstentum gewechselt. Henrichs besitzt bei den Monegassen noch einen Vertrag bis 2023.

Klinsmann räumt Fehler bei Hertha-Abgang ein

Jürgen Klinsmann sieht die Art seines heftig kritisierten Abgangs nach dem Kurz-Gastspiel als Hertha-Trainer inzwischen als Fehler. „Es tut mir sehr leid, wie mein Weggang von Hertha BSC zustande kam, nachdem wir sechs Punkte zwischen uns und den Relegationsplatz gelegt hatten“, sagte der 55-Jährige.

Mit den Vorstellungen über seine Rolle beim aufstrebenden Hauptstadtclub lagen Vereinsführung und der einstige Bundestrainer weit auseinander. „Wir haben es damals in zehn Wochen leider nicht geschafft, zu einer schriftlichen Vereinbarung zu kommen“, sagte Klinsmann. Der einstige Weltklasse-Stürmer war als Vertrauter von Investor Lars Windhorst zunächst als Mitglied des Aufsichtsrates der Profiabteilung zu Hertha gekommen und hatte dann vom glücklosen Ante Covic die Cheftrainer-Rolle übernommen.

Der Weltmeister von 1990 und Europameister von 1996 trat allerdings nach nur elf Wochen überraschend zurück. In der Winterpause hatte Hertha noch knapp 80 Millionen Euro in Neuzugänge investiert – so viel wie kein anderer Verein weltweit. Später kam ein Katalog über von Klinsmann skizzierte Missstände bei Hertha an die Öffentlichkeit. „In der Umsetzung meines Weggangs habe ich sicherlich Fehler gemacht und dafür möchte ich mich nochmals entschuldigen", sagte er.

„Dass anschließend eine Analyse, die ich in meiner Eigenschaft als Berater des Investors für den internen Gebrauch erstellt habe, an die Öffentlichkeit kam, hat allen Beteiligten geschadet. Mir ist heute noch ein Rätsel, wie das an die Medien kam“, sagte Klinsmann. In der internen Analyse seines 77-Tage-Auftritts in Berlin warf der Ex-Hertha-Coach dem Berliner Club und besonders Manager Michael Preetz große Versäumnisse vor. „Aber das ist Vergangenheit. Das Allerwichtigste ist, dass Hertha den Klassenverbleib geschafft hat und in der Bundesliga bleibt“, sagte Klinsmann jetzt.

Leipzig erwartet weiter Gehaltsverzicht

Wegen der anhaltenden Corona-Krise erwartet RB Leipzig, dass seine Spieler weiter auf Teile ihres Gehalts verzichten. „Trainer, Sportdirektor, Management und Geschäftsführung verzichten bis zum Jahresende. Da klar ist, dass wir nicht vor ausverkauftem Haus in die neue Saison starten, gehe ich davon aus“, sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff dem „Kicker“, „dass auch die Mannschaft erneut ihren Beitrag leisten wird.“ Bisher verzichten die RB-Spieler bis zum Saisonende auf zehn Prozent ihres Gehalts.

Leipzig rechnet wegen der Pandemie mit Einbußen von über 20 Millionen Euro. Deshalb wolle man in diesem Sommer auch auf dem Transfermarkt „etwas vorsichtiger agieren, als wir es in der Vergangenheit gemacht haben – wir werden weit weniger ausgeben, als wir für Timo Werner bekommen haben“. Der Nationalstürmer war für die fixe Ablöse von 53 Millionen Euro von Leipzig nach London zum FC Chelsea gewechselt.

Hertha mit Niederländer Zeefuik einig

Der angestrebte Transfer des niederländischen Rechtsverteidigers Deyovaisio Zeefuik zu Hertha BSC rückt offenbar näher. Wie die „Bild“ berichtet, soll der 22-Jährige der erste Neuzugang der Berliner werden. Hertha und Zeefuik hätten sich demnach auf einen Vierjahresvertrag geeinigt. Mit dem FC Groningen werde allerdings noch um die Ablösesumme verhandelt. Der Club von Ex-Bayern-Star Arjen Robben (36) fordere laut dem Bericht sechs Millionen Euro. Hertha will deutlich weniger zahlen.

KSC: Eichner hofft auf schnelle Unterschrift

Karlsruhes Interimstrainer Christian Eichner hofft nach dem Klassenerhalt in der Zweiten Liga auf eine schnelle Einigung über einen Vertrag als Chefcoach. „Ich bin eigentlich klar mit dem Sportdirektor. Ich warte täglich auf ein Signal, dass das Schriftstück fertig sein wird und ich es unterschreiben kann“, sagte Eichner dem SWR. „Ich hoffe, dass es nächste Woche endlich der Fall sein wird.“

Sportchef Oliver Kreuzer hatte zuletzt angekündigt, Eichner noch vor Ablauf der Saison mit einem Cheftrainer-Vertrag ausstatten zu wollen. Eichner hatte Anfang Februar den Trainerjob von Alois Schwartz übernommen.