Sport in der Corona-Krise

NBA-Star Dennis Schröder rettet und übernimmt Heimatclub

Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder rettet seinen durch die Corona-Krise gebeutelten Heimatclub Löwen Braunschweig.

Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder rettet seinen durch die Corona-Krise gebeutelten Heimatclub Löwen Braunschweig.

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Bundesliga gedenkt der Covid-19-Opfer. Hertha reagiert auf verbotenen Torjubel. Tottenham-Profi missachtet Regeln zum dritten Mal.

Hamburg. Der Bundesliga-Neustart schlägt weiter hohe Wellen. Jürgen Klopp schwärmt von der Qualität des ersten Geisterspieltags. Die italienische Liga hat zumindest ihren Superstar wieder zurück. In Tschechien gibt es dagegen einen Corona-Rückschlag.

Die Entwicklungen am Mittwoch, den 20. Mai 2020:

Erster Corona-Fall in Basketball-Bundesliga

In der Basketball Bundesliga (BBL) hat es den ersten positiven Test auf das Coronavirus gegeben. Betroffen ist ein namentlich nicht genannter Spieler, der zuletzt nach einem Heimataufenthalt in den USA nach Deutschland zurückgekehrt war. Das teilte die BBL am Mittwoch mit.

Der Befund lag unmittelbar nach der Ankunft des Profis vor. Da der Spieler zu keiner Zeit Kontakt zum Team hatte, wurde er isoliert. Weitere Maßnahmen werden nach BBL-Angaben mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmt. „Somit hat das BBL-Konzept die erste Bewährungsprobe bestanden“, teilte die Liga mit.

In der BBL wurden mit Blick auf das Finalturnier in München (6. bis 28. Juni) Tests bei allen maximal 22 von den zehn teilnehmenden Teams gemeldeten aktiv am Wettbewerb Beteiligten vorgenommen. Erst nach einer doppelten Testung ist die Aufnahme des Mannschaftstrainings mit Kontakt möglich. Am Dienstag hatte die Liga von der Politik grünes Licht für ihr Hygienekonzept und die Austragung des Turniers erhalten.

Schweigeminute: Bundesliga gedenkt der Corona-Opfer

Im deutschen Profifußball wird an den nächsten beiden Spieltagen der Opfer der Corona-Pandemie gedacht. Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Mittwoch mitteilte, werden die Teams der 1. und 2. Bundesliga vor ihren Begegnungen jeweils eine Gedenkminute abhalten. Zudem werden alle Mannschaften mit Trauerflor auflaufen.

„Die Ausbreitung des Coronavirus hat weltweit bereits viele Menschenleben gefordert. Der deutsche Profifußball möchte an den nächsten beiden Spieltagen geschlossen seine Anteilnahme zum Ausdruck bringen“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Weil es am ersten Geisterspieltag keine Gedenkminute gegeben hatte, war die Bundesliga von der ausländischen Presse kritisiert worden.

DFL setzt verbleibende Geisterspieltage an

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat die verbleibenden Bundesliga-Spieltage dieser Saison angesetzt und damit auch einen Nachholtermin für die Partie Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt gefunden. Die beiden Clubs sollen ihr Duell am 3. Juni um 20.30 Uhr nachholen, wie die DFL am Mittwoch mitteilte. Als weitere Topspiele am Sonnabendabend (18.30 Uhr) wurden Borussia Dortmund gegen Hertha BSC am 30. Spieltag sowie Rekordmeister FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach am 31. Spieltag angesetzt.

Der 32. Spieltag wird diesmal unter der Woche ausgespielt. Während der FC Bayern am Dienstagabend (16.6., 20.30 Uhr) in Bremen gastiert, ist Verfolger Dortmund am Mittwoch (17.6., 20.30 Uhr) gegen den FSV Mainz 05 gefordert. Die letzten beiden Spieltage werden traditionell geschlossen am Sonnabend um 15.30 Uhr gespielt. Der 33. Spieltag ist dieses Jahr für den 20. Juni angesetzt, das Bundesliga-Finale für den 27. Juni.

Hertha reagiert auf verbotenen Torjubel

Hertha BSC hat auf die Aufregung um seinen Torjubel im letzten Bundesligaspiel bei der TSG Hoffenheim (3:0) reagiert. Vor dem Stadtderby am Freitag gegen Union Berlin (20.30 Uhr) hat Trainer Bruno Labbadia das Thema intern angesprochen. „Die Spieler sollen da ein Stück aufmerksamer sein und ein bisschen auf Abstände achten. Das haben wir besprochen. Ob sie sich dazu etwas einfallen lassen, können sie selbst entscheiden“, sagte Labbadia.

Beim Jubel in Hoffenheim hatten Herthas Profis die Abstandsregeln des Hygienekonzeptes der Deutschen Fußball Liga (DFL) für Spiele in Coronazeiten deutlich missachtet, die DFL sah aber von einer Bestrafung ab. Labbadia forderte für das Geisterspiel volle Konzentration von seinen Spielern. „Die Rahmenbedingungen sind andere, deshalb ist es ein anderes Derby. Unabhängig davon aber geht es aber um drei Punkte, und die können wir sehr gut gebrauchen“, meinte der Coach.

Hertha-Manager Michael Preetz rechnete nicht damit, dass es parallel zum Spiel Treffen von Fan-Gruppierungen geben werde, die eine Fortsetzung des Ligabetriebes gefährden würden. „Es ist ein ruhiger Ablauf für Freitag zu erwarten. Wir gehen davon aus, dass alle Anhänger das Spiel zu Hause verfolgen“, so Preetz.

Corona-Krise: Dennis Schröder rettet Braunschweig

NBA-Profi Dennis Schröder wird zum 1. Juli alleiniger Gesellschafter der Basketball-Löwen Braunschweig. Dieses Ergebnis mehrerer Verhandlungsrunden unter den bisherigen vier Gesellschaftern, zu denen auch der Nationalspieler gehörte, teilte der Bundesligaclub am Mittwoch mit.

Durch das Engagement Schröders bei seinem früheren Club sei „die Teilnahme der Löwen am Lizenzierungsverfahren für die kommende BBL-Saison 2020/21 sichergestellt“. Die Corona-Krise hatte den Braunschweigern wirtschaftlich zugesetzt und die Zukunft des Erstliga-Standorts infrage gestellt.

„Braunschweig ist meine Heimatstadt, ich möchte der Region etwas zurückgeben. Ich bin überzeugt davon, dass wir den Standort weiterentwickeln und zu einem Topclub in der Liga machen können“, sagte Schröder. Er sei „sehr glücklich, jetzt alleiniger Gesellschafter der Löwen zu werden“.

Tottenham-Profi verstößt zum dritten Mal gegen Corona-Regeln

Abwehrspieler Serge Aurier vom englischen Fußballclub Tottenham Hotspur hat zum dritten Mal gegen die nationalen Coronaregeln verstoßen und sich dabei erneut selbst verraten. Der Ivorer postete am Dienstag bei Instagram ein Foto, dass ihn mit neuem Haarschnitt dicht neben Friseur Justin Carr zeigt. Damit verstieß er nicht nur gegen die nationalen Abstandsregeln, sondern missachtete auch die Vorgaben der Liga.

Demnach dürfen die Premier-League-Spieler keinen Kontakt zu Personen außerhalb ihres Familienkreises haben. Die Spurs kündigten nach dem Verstoß gleich eine interne Untersuchung an, zumal es nicht die ersten Verfehlungen des Rechtsverteidigers waren.

Mitte April hatte Aurier während des Lockdowns bereits gegen die Ausgangssperre verstoßen, indem er mit einem Freund zum Joggen ging. Nur zwei Wochen später saß er dicht an dicht mit Mitspieler Moussa Sissoko zusammen und missachtete die Abstandsregel. Beide Verstöße gelangten durch den 27-Jährigen selbst an die Öffentlichkeit, er veröffentlichte davon jeweils kurze Videos bei Instagram.

Am Mittwoch nahm Aurier mit Tottenham das Kleingruppentraining auf. Die Vereine der Premier League arbeiten auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Juni hin.

Hoffenheim zahlt erste Corona-Hilfsgelder aus

Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim hat eine erste Tranche in Höhe einer „sechsstelligen Summe“ aus seinem Corona-Hilfsfonds an 22 Vereine aus der Rhein-Neckar-Region ausgezahlt. Das gab der Club am Mittwoch bekannt. Durch das Geld werden Engpässe als Folge der Coronakrise überbrückt.

Die meisten Clubs mussten in den vergangenen Monaten geplante Feste oder Jubiläumsfeierlichkeiten absagen. Damit entgingen ihnen wichtige Einnahmen, mit denen sie sonst ihr Vereinsleben finanziert hätten.

Mitte März hatte die TSG den Fonds aufgelegt. Er speist sich unter anderem aus dem Gehaltsverzicht der Profis, dem Trainer- und Betreuerteam sowie dem Management.

Land gibt Hansa Rostock grünes Licht

Sollte die 3. Fußball-Liga wie schon die Bundesliga und die 2. Bundesliga den Spielbetrieb wiederaufnehmen, darf der FC Hansa Rostock wieder ran. Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern habe die Erlaubnis dafür gegeben, teilte der Club am Mittwoch mit.

Hansa hatte den Antrag auf Wiederzulassung des Spiel- und Wettkampfbetriebs nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche beim Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung des Landes eingereicht, dem auch die Stabsstelle Sportangelegenheiten angehört.

Der einstige Bundesligist sieht nun den Deutschen Fußball-Bund in der Pflicht, schnellstmöglich und unverzüglich die Terminierung zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs festzulegen, hieß es in der Mitteilung. Die Diskussion über die Fortsetzung verläuft in der 3. Liga allerdings sehr kontrovers.

Petersen: Geisterspiele nehmen Druck

Freiburgs Stürmer Nils Petersen sieht in den Bundesliga-Auftritten ohne Publikum auch einen Vorteil. „Es nimmt einem ein bisschen Druck“, sagte der 31-Jährige am Mittwoch im MDR. „Man kann sich Dinge zutrauen, weil keine 20, 30, 40.000 Zuschauer im Stadion sind, die das vielleicht nicht gut finden, wenn man was versucht und vielleicht auch mal den Ball verliert.“ Natürlich würden das Heimpublikum und dadurch ein „paar Prozentpunkte“ aber fehlen.

Nach dem 1:1 im ersten Spiel nach dem Re-Start der Fußball-Bundesliga in Leipzig bekommt es der SC Freiburg am Sonnabend im heimischen Schwarzwald-Stadion mit Petersens früherem Club Werder Bremen zu tun. Petersen drückt den Hanseaten die Daumen, dass sie den drohenden Abstieg in die 2. Liga noch vermeiden können. „Ich wünsche es der Bremer Mannschaft, dass sie drinbleiben“, sagte der Ex-Nationalspieler. „Dafür verbinde ich zu viel mit Bremen, als dass ich emotionslos zuschauen würde im Abstiegskampf.“

Nach Corona-Wirrwarr: Unions Malli vor Rückkehr

Nach dem Wirrwarr um positive und negative Tests auf das Coronavirus steht Mittelfeldspieler Yunus Malli beim 1. FC Union Berlin vor der Rückkehr in den Kader. „Er hatte eine Leidenszeit. Es war wirklich nicht ganz einfach, aber er ist erstaunlich weit. Er hat uns alle überrascht“, sagte Trainer Urs Fischer vor dem Berliner Derby in der Fußball-Bundesliga bei Hertha BSC am Freitag (20.30 Uhr).

Leihgabe Malli vom VfL Wolfsburg konnte wochenlang nicht mit der Mannschaft trainieren, nachdem es an zwei negativen Corona-Tests in Folge gemangelt hatte. Erst seit der Vorwoche trainiert der 28-Jährige wieder mit der Mannschaft.

Definitiv verzichten muss Fischer im Stadtderby derweil auf den aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrten Innenverteidiger Keven Schlotterbeck. Fraglich ist der Einsatz von Christopher Lenz, der am Mittwoch vorzeitig das Training abbrechen musste.

Sporthochschule untersucht Covid-19-Folgen

Die Fußball-Bundesliga läuft, und auch die Basketballer kehren inmitten der Corona-Pandemie bald wieder zurück aufs Parkett. Dabei sind die Auswirkungen einer Covid-19-Erkrankung auf Leistungssportler noch gar nicht erforscht. Das will die Sporthochschule Köln ändern. Ab Juni startet ein Studienprojekt des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin, das die Folgen einer überstanden Infektion bei Kaderathleten untersucht.

„Wir möchten damit unserer ärztlichen Verantwortung für die von uns betreuten Athletinnen und Athleten gerecht werden“, sagte Institutsleiter Hans-Georg Predel. Zudem könnten „gleichzeitig wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse über Covid-19“ gewonnen werden, „die für die Gesamtgesellschaft relevant sind“.

In Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt NRW/Rheinland soll im Rahmen der sportmedizinischen Kaderuntersuchungen zur Sporttauglichkeit routinemäßig der Covid-19-Antikörperstatus erhoben werden. „Wir können bei Athletinnen und Athleten, die an die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit gehen, wie durch ein Brennglas beobachten, ob und welche medizinischen Folgen bei Covid-19 auftreten können“, sagte Predel.

Derzeit werden im Institut jährlich rund 900 Sportlerinnen und Sportler untersucht. Die Testungen sind zunächst bis zu den Olympischen Sommerspielen in Tokio 2021 geplant.

Illegales Fußballturnier: Schalke bestraft Talente

Wegen ihrer Teilnahme an einem illegalen Fußballturnier mit mehr als 100 Jugendlichen bekommen einige Talente des FC Schalke 04 vom Verein eine Strafe aufgebrummt. Das sagte eine Clubsprecherin der „WAZ“. Mit den betreffenden Jugendlichen aus der sogenannten Knappenschmiede, der Schalker Jugendabteilung, sei bereits gesprochen worden, hieß es von Vereinsseite. Diese müssten mit erheblichen Sanktionen rechnen. Zudem drohen den Organisatoren, wenn sie von den Behörden ausfindig gemacht werden können, Bußgelder.

Polizei und Ordnungsamt hatten das offenbar von Jugendlichen aus verschiedenen Ruhrgebietsstädten selbst über die sozialen Netzwerke organisierte Turnier am Sonnabend auf der Anlage des Oberhausener Amateurclub Post SV gestoppt. Der ansässige Sportverein hatte von dem Ganzen keine Ahnung und bemerkte das Treiben nur, weil Mitglieder zu Renovierungsarbeiten auf das Vereinsgelände gekommen waren.

Hertha-Fans protestieren gegen Geisterderby

Ein großer Teil der Fans von Hertha BSC lehnt die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga unter den derzeitigen Bedingungen auch nach dem ersten Geisterspieltag strikt ab. „Dieses ganze Schauspiel hat nichts mit dem Fußball zu tun, den wir lieben und unterstützen“, erklärte der Förderkreis Ostkurve des Berliner Erstligisten vor dem Derby am Freitagabend gegen den 1. FC Union, das wegen der Corona-Pandemie ebenfalls ohne Zuschauer stattfindet.

Es sei zudem offen, „ob mit den Geisterspielen das Überleben der Vereine oder doch schlichtweg die Rettung der bestehenden Gehaltsstrukturen in Millionenhöhe gesichert werden soll“, schrieb die Hertha-Fanorganisation auf Twitter. „Die Bundesligen sind abhängig von den TV-Geldern. Deshalb soll nun allein für das Fernsehen Fußball gespielt werden“, erklärte der Förderkreis Ostkurve, ein Zusammenschluss verschiedenster Fanclubs.

Drei Corona-Verdachtsfälle in Kaiserslautern

Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern muss nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt vorerst das Mannschaftstraining aussetzen. Grund dafür sind drei Corona-Verdachtsfälle bei den Pfälzern, die bei der Testreihe am Dienstag aufgetreten sind. Um wen es sich konkret handelt, ließ der Club offen.

Laut Verein werden die „drei betroffenen Personen“ am Mittwoch einem weiteren Test unterzogen, um das Ergebnis zu verifizieren. Die Verdachtsfälle sowie die direkten Kontaktpersonen begeben sich in häusliche Quarantäne. Wie es danach weitergeht, hängt maßgeblich vom Ergebnis des zweiten Tests ab.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will die nach wie vor unterbrochene Saison der 3. Liga am 30. Mai fortsetzen. Die Klubs sind in dieser Frage zerstritten. Einige Vereine plädieren für den Abbruch der Spielzeit. Nach Angaben des DFB ist die deutliche Mehrheit aber für einen Wiederbeginn mit Geisterspielen.

Corona: Xhaka sieht Bundesliga als "Super-Signal"

Arsenal-Profi Granit Xhaka sieht den Neustart in Deutschland als Mutmacher für andere Fußball-Ligen in Europa. „Wenn das Hygiene-Konzept der DFL in Deutschland trägt, ist das ein Super-Signal an die anderen Ligen und macht uns allen Mut, dass wir bald wieder spielen können“, sagte der 27 Jahre alte Schweizer in einem Interview der „Sport-Bild“. „Das ist ein positives Hoffnungszeichen für den Sport.“

Bilder vom ersten Geisterspieltag der Bundesliga:

Der frühere Mönchengladbacher hat sich am vergangenen Wochenende alle Bundesliga-Spiele im Fernsehen angeschaut. Geisterspiele, räumte er ein, seien nicht optimal und können ohne Fans die Atmosphäre und Emotionen nicht vermitteln. „Aber die Bedingungen sind nun mal so, und wir können froh sein, dass wir überhaupt wieder unserer Leidenschaft nachgehen können“, meinte der Mittelfeldspieler des FC Arsenal, der von 2012 bis 2016 in Gladbach kickte.

Rüdiger: Corona verändert Gesellschaft nicht

Fußballnationalspieler Antonio Rüdiger glaubt nicht an nachhaltige Veränderungen in der Gesellschaft nach der Coronakrise. „Ich glaube, dass sehr schnell alles ist wie vorher“, sagte der Verteidiger des FC Chelsea dem Portal „Sportbuzzer“: „Jetzt bedanken sich alle bei den Menschen, die im Krankenhaus arbeiten, die Menschen sterben sehen – aber die arbeiten da immer, die sehen jeden Tag Leute sterben. Man sollte sich immer bei ihnen bedanken, sie immer respektieren.“

Kritisch sieht der 27-Jährige zudem die Forderungen nach einem Gehaltsverzicht von Fußballern. Vor allem in England waren Profis teils nicht dazu bereit gewesen. „Sind Fußballer eigentlich die einzigen Menschen, die gutes Geld verdienen?“, sagte Rüdiger: „Ich glaube nicht. Da gibt es auch noch sehr viele andere Branchen. Aber es ist wie immer sehr einfach, auf uns mit dem Finger zu zeigen.“ Insgesamt warnte er vor vorschnellen Urteilen. Jeder solle sich „zunächst mal um sich selbst kümmern“, so Rüdiger.

Brych: Umgang mit Spielern angenehmer als vor Corona

Für Bundesliga-Schiedsrichter Felix Brych war der Umgang mit Spielern und Schiedsrichtern „angenehmer als vor der Pause“. Der 44-Jährige hatte am ersten Geisterspieltag der Fußball-Bundesliga die Begegnung zwischen dem FC Augsburg und dem VfL Wolfsburg geleitet. „Ich möchte die Situation noch nicht verallgemeinern, weil wir erst ein paar Wochen abwarten müssen, um uns ein gefestigtes Bild zu machen“, sagte Brych der „Sport Bild“.

„Aber ich habe in kurzen Small Talks beim Warmmachen schon gemerkt, dass sich alle Beteiligten auf das Spiel gefreut haben – wohl wissend, dass es ein Privileg ist, so schnell wieder Fußballspielen zu dürfen“, sagte Brych. Diese positive Grundstimmung habe sich auf das Spiel übertragen. Mit dem Berlin-Derby zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union Berlin geht es in der Bundesliga am Freitag weiter.

Bund schnürt angeblich Corona-Hilfspaket für Proficlubs

Der Bund will nach den Worten des Berliner CDU-Abgeordneten Frank Steffel in der Corona-Krise auch schwächelnden Profisportvereinen helfen. „Wir wollen jetzt ein Paket für den Profibereich, dem wahrscheinlich in der kommenden Saison normale Spiele mit normaler Zuschauerbeteiligung unmöglich sein werden, auf den Weg bringen“, sagte der CDU-Obmann im Sportausschuss des Bundestages dem Berliner Radiosender 105,5 Spreeradio. Das Volumen solle „bei 100 Millionen Euro liegen“.

Bei der Hilfe denkt Steffel aber offenbar eher nicht an den Profifußball. In der Hauptstadt würde das „Basketball, Volleyball, Eishockey und Handball betreffen und zwar für Männer und Frauen in Erster und Zweiter Bundesliga“, sagte der CDU-Politiker dem Sender. Den Clubs würden Zuschauereinnahmen, Sponsorengelder und Einnahmen aus Bandenwerbung und Catering wegbrechen. „Mit Bundeswirtschafts- und Bundesinnenministerium streben wir ein Paket an, das den Vereinen hilft, die in den nächsten Monaten leiden werden.“

Kommende Woche werde es weitere Gespräche geben, sagte Steffel. Das Vorhaben solle in das „große Rettungspaket des Bundeswirtschaftsministeriums integriert werden“, das Anfang Juni für viele Branchen kommen solle. Man gehe davon aus, dass die Einnahmen der betroffenen Clubs bei etwa 500 Millionen pro Spielzeit liegen. „Wir glauben, dass es hilfreich ist, ihnen 25 Prozent dieser zu erwartenden Einnahmeausfälle zu ersetzen.“

Corona: UEFA-Chef zweifelt nicht an EM

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin würde eine Million Dollar darauf wetten, dass die um ein Jahr verschobene Fußball-Europameisterschaft 2021 ausgetragen wird. „Ja, ich würde – ich weiß nicht, warum es nicht so wäre. Ich glaube nicht, dass dieses Virus für immer dauert. Ich denke, es wird sich früher ändern, als viele denken“, sagte der 52-Jährige in einem Interview der Zeitung „The Guardian“.

Er sei trotz der nun schon lange anhaltenden Corona-Krise optimistisch und sich persönlich „absolut sicher, dass der gute alte Fußball mit Fans sehr bald wiederkommen wird“, meinte Ceferin. Er sei ein optimistischer Mensch. „Ich mag diese apokalyptische Sichtweise nicht, dass wir auf die zweite und dritte Welle oder sogar auf eine fünfte Welle warten müssen“, meinte der Slowene.

Ceferin hatte zuletzt eine Reduzierung der Gastgeberländer für die EM nicht ausgeschlossen. Einige Gastgeberstädte wie Bilbao hatten zuletzt Probleme geäußert, den neuen Termin gewährleisten zu können. Das Turnier mit zwölf Gastgeberstädten war wegen der Coronavirus-Pandemie verlegt worden und soll nun vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden.

Hamilton: Corona-Pause gut für Körper und Kopf

Für Weltmeister Lewis Hamilton soll der Neustart der Formel 1 so sein, als hätte es die Corona-Zwangspause nie gegeben. „Wir müssen so in Fahrt kommen, als hätten wir keines dieser Rennen verpasst“, sagte der 35-Jährige in einem Video seines Mercedes-Teams. Er sei deshalb im engen Austausch mit dem Rennstall. „Unsere Herausforderung ist, wie wir das hinbekommen. Wir müssen dafür alle Werkzeuge nutzen, die wir haben“, sagte Hamilton. Auch zu den von ihm ungeliebten Einsätzen im Simulator sei er deshalb bereit.

Die Formel 1 hat seit dem ausgefallenen Auftakt in Australien Mitte März alle WM-Läufe bis Ende Juni wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt oder verschoben. Die Saison soll nun mit zwei Grand Prix vor leeren Rängen im österreichischen Spielberg im Juli beginnen. „Im Freitagstraining werden wir wohl alle verdammt eingerostet sein“, sagte Hamilton.

Der sechsmalige Champion nutzt die Auszeit für intensive Arbeit an seiner Fitness. „Es ist eine gute Phase für meinen Körper und meinen Kopf“, sagte Hamilton. Dennoch sorge er sich ständig um seine Form. „Dann denke ich, da ist wieder ein bisschen Fett, ich muss unbedingt laufen gehen“, sagte der Brite.

Neustart der 3. Liga – Magath kritisiert DFB

Felix Magath, als Chef von Flyeralarm Global Soccer unter anderem für den Drittligisten Würzburger Kickers mitverantwortlich, hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) wegen des Hin und Her beim Restart der 3. Liga kritisiert. „Ich habe absolut null Verständnis dafür, dass der ursprünglich für den 26. Mai geplante Neustart verschoben wurde. Je länger man etwas Notwendiges aufschiebt, desto größer werden doch die Probleme und sind es schon jetzt. Sportlich, wirtschaftlich und rechtlich“, sagte Magath der „Bild“-Zeitung.

Es sei nicht zu verstehen, „warum die ersten beiden Profi-Ligen ein Konzept vorgelegt haben und längst wieder spielen – die dritte Profi-Liga aber nicht“, ergänzte der 66-Jährige. Der DFB hatte am Dienstag mitgeteilt, mit einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der 3. Liga am 30. Mai zu planen. Gedankenspiele über die Fortsetzung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Saison am 26. Mai waren zuvor verworfen worden.

„Es hätte längst Klarheit geschaffen werden müssen. Stattdessen schiebt der DFB die Verantwortung hin und her. Wenn es keine klare Linie gibt, muss man sich nicht wundern, dass einzelne Vereine versuchen, eigene Wege zu gehen“, betonte HSV-Idol Magath, der in seiner Funktion bei Flyeralarm nicht nur bei Würzburg, sondern auch dem österreichischen Erstligisten Admira Wacker mitbestimmt. Ein Abbruch, wie ihn zum Beispiel der 1. FC Magdeburg fordert, „kann nicht die Lösung für die 3. Profi-Liga sein“, betonte der ehemalige Bundesliga-Trainer.

Kleber: Corona-Meisterschaft hat Beigeschmack

Für NBA-Profi Maxi Kleber ist die geplante Fortsetzung der Saison in der Basketball-Bundesliga mit einem Quarantäne-Turnier in München ein zweischneidiges Schwert. „Es hätte so einen Beigeschmack, wenn man jetzt die Meisterschaft gewinnt. Man kann sagen, es ist schwieriger geworden. Man kann aber auch sagen, es ist leichter geworden. Es ist immer eine Corona-Meisterschaft. Da frage ich mich, wie das von Fans und allen gesehen wird. Aber es ist glaube ich die einzig sinnvolle Möglichkeit“, sagte der 28-Jährige von den Dallas Mavericks der Deutschen Presse-Agentur. „Ich bin hin- und hergerissen. Auch bei uns in der NBA.“

Die bayerische Staatsregierung hatte in einer Sitzung des Kabinetts den Plänen der BBL zugestimmt, die Saison nach der Corona-Pause vom ersten Juni-Wochenende an mit einem Turnier mit zehn Teams in München fortzusetzen. Während der gesamten Turnierdauer werden Spieler und Betreuer aller Mannschaften in einem Hotel nahe des Olympiaparks in Quarantäne zusammengezogen. Bevor das Turnier beginnen kann, werden die zehn Teams an ihren jeweiligen Standorten eine rund dreiwöchige Vorbereitung absolvieren.

TuSEM feiert Bundesliga-Rückkehr in Autokino

Traditionsclub TuSEM Essen will sich nach der Rückkehr in die Handball-Bundesliga (HBL) die Aufstiegsfeier trotz der Coronakrise nicht nehmen lassen. Nach sieben Jahren der Zweitklassigkeit veranstaltet der dreimalige deutsche Meister eine Party im Autokino, um den Erfolg zusammen mit den Fans feiern zu können. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Saison der 1. und 2. Bundesliga Ende April abgebrochen. Als Tabellenzweiter stand der TuSEM daraufhin als Aufsteiger fest.

Die Feierlichkeiten, die am 3. Juni unter dem Motto „TuSEM goes 1. Liga“ stattfinden, sollen mit der Ehrung durch Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffnet werden, ehe Spielszenen der Aufstiegssaison und unveröffentlichtes Bildmaterial zu sehen sind. Der Rahmen soll zudem für einige Verabschiedungen genutzt werden, darunter die von Trainer Jaron Siewert. Der erst 26 Jahre alte Siewert wechselt zur kommenden Saison zum Ligakonkurrenten Füchse Berlin.

Corona: Sané verlangt von Bayern angeblich weniger Gehalt

Nationalspieler Leroy Sané und der FC Bayern München sollen sich im Poker um einen Wechsel laut eines Berichts der „Sport-Bild“ weiter angenähert haben. Demnach soll der Flügelstürmer von Manchester City auf bis zu 30 Prozent seiner noch vor der Corona-Pause aufgerufenen Gehaltsvorstellung verzichten wollen. Der FC Bayern habe dem 24-Jährigen die Rückennummer 10 in Aussicht gestellt.

Derzeit spielt der vom FC Barcelona ausgeliehen Brasilianer Coutinho mit der Nummer. Dessen Leihvertrag läuft im Sommer aus. Sané steht in Manchester noch bis Ende Juni 2021 unter Vertrag.

Herrlich übt nach Quarantäne-Verstoß Selbstkritik

Der Augsburger Trainer Heiko Herrlich bewertet seinen Verstoß gegen die Quarantäne-Maßnahmen im Nachhinein als „doppelt dumm“. „Ich war naiv, dumm oder doof, wie auch immer Sie das bezeichnen möchten“, sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten der „Bild“-Zeitung. „Es war gleich doppelt dumm von mir. Dass ich während der Quarantäne einkaufen war – und es in der Pressekonferenz frei heraus erzählt habe“, sagte der 48-Jährige.

Herrlich hatte in der vorigen Woche die Quarantäne im Teamhotel gebrochen und einen Laden aufgesucht, um Zahnpasta und Hautcreme zu kaufen. Das erzählte der Trainer selbst bei einer Pressekonferenz und entschied sich danach, die Mannschaft im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (1:2) am Sonnabend nicht auf der Bank zu betreuen.

„Es gab zu Recht Kritik. Auch den Hohn und Spott kann ich ertragen. Ich selbst hätte wahrscheinlich ebenfalls über mich geschmunzelt“, sagte Herrlich zu den Reaktionen auf sein Malheur. Er blicke nun nach vorne auf das Spiel gegen den FC Schalke am Sonntag. „Wenn Sie wissen wollen, ob ich noch am Boden liege, mir Blut aus der Nase läuft wie einem angeschlagenen Boxer: Nein! Ich bin in guter Verfassung.“

Corona: Serie-A-Clubs wieder im Gruppentraining

Nach langem Hin und Her hat Italiens Regierung den Serie-A-Vereinen die Erlaubnis zum Gruppentraining gegeben. Das sagte Sportminister Vincenzo Spadafora am Dienstagabend. Der Fußballverband FIGC sprach von einem „entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Neustart des Fußballs in Italien“ nach der Corona-Pause. Das Datum für die Fortsetzung der Saison – vermutlich im Juni – steht aber noch nicht fest. Das Einzeltraining der Vereine der Topliga läuft schon seit dem 4. Mai.

„Ich denke, dass es gute Nachrichten sind, dass sie wieder loslegen können“, sagte Minister Spadafora dem öffentlich-rechtlichen Sender Rai 2. Eigentlich wollten die Clubs schon am Montag mit den Gruppentraining beginnen. Doch die Regierung hatte gebremst. Jetzt wurde den Angaben zufolge vereinbart, dass die Beteiligten nicht die ersten zwei Wochen im Trainingslager bleiben müssen, was die wissenschaftlichen Berater der Regierung anfangs gefordert hatten.

Coronavirus: Verhaltensregeln und Empfehlungen der Gesundheitsbehörde

  • Reduzieren Sie Kontakte auf ein notwendiges Minimum, und halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen
  • Achten Sie auf eine korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge)
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife
  • Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund
  • Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden

Über den Termin für den Neustart der Serie A solle bei einem Treffen am 28. Mai entschieden werden, hieß es. Zuvor hatte der Fußballverband die Spielpause wegen der Corona-Pandemie, einem Erlass der Politik folgend, zunächst bis 14. Juni verlängert. Eigentlich hatten die Clubs der Regierung vorgeschlagen, die Saison am 13. Juni wieder zu starten.

Corona: Estland nimmt Spielbetrieb wieder auf

Auch in Estland rollt nach einer gut zweimonatigen Corona-Zwangspause der Fußball wieder: Mit drei Begegnungen ohne Stadionpublikum nahm die Premium Liiga am Dienstagabend unter strengen Gesundheitsregeln und Hygienevorschriften wieder den Spielbetrieb auf. Die aktuelle Saison der höchsten Spielklasse in dem baltischen EU-Land war wegen des Mitte März verhängten Notstands im Kampf gegen das neuartige Coronavirus zunächst ausgesetzt worden.

Für den Liga-Neustart wurden alle Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Sportdirektoren der Teams auf Covid-19 getestet. Angesichts der erzwungenen Pause wurde die Saison von regulär 36 auf 27 Spieltage verkürzt. Danach werden Playoffs über Meisterschaft und Abstieg entscheiden. Saisonende soll am 12. Dezember sein. Estland mit seinen rund 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 1791 bestätigte Coronavirus-Infektionen und 61 Todesfälle.

Corona-Fall stoppt Slavia Prag

Wenige Tage vor der geplanten Saisonfortsetzung am Sonnabend ist ein Fußball-Profi des tschechischen Erstligisten Slavia Prag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Mannschaft soll nun zunächst bis Donnerstag nicht gemeinsam trainieren, wie der Hauptstadtverein am Dienstagabend mitteilte. „Der positiv getestete Spieler bleibt ohne weiteren Kontakt zu anderen Spielern und Mitarbeitern der ersten Mannschaft zu Hause“, informierte der Club.

Für die Mannschaftskollegen gebe es bis Donnerstag eine Pause, dann sollen bis zum 1. Juni drei weitere Tests folgen, erklärte Slavia unter Berufung auf das Prager Gesundheitsamt. Das Sinobo-Stadion sei „komplett desinfiziert“ worden. Jugendmannschaften, die dort trainiert hatten, unterbrachen zunächst auch ihren Betrieb.

Ein für diesen Dienstag (19. Mai) geplantes Freundschaftsspiel von Slavias Profi-Mannschaft wurde verschoben. Ursprünglich sollte der Club am 26. Mai mit einem Spiel bei Mladá Boleslav die wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Saison fortsetzen.

Klopp lobt Bundesliga-Geisterspiele

Die Geisterspiele der Bundesliga haben Jürgen Klopps Lust auf Fußball in England noch einmal verstärkt. „Die Spiele waren wirklich gut“, sagte der 52 Jahre alte Teammanager des FC Liverpool den clubeigenen Medien. Er habe „super Tore, enge und klare Partien“ und „richtigen Kampf“ gesehen. Es gehe für viele Teams in Deutschland „um so ziemlich alles“ – exakt so, wie es beim Restart in England sein werde.

Die Werte der Spieler und Mannschaften seien „unglaublich hoch gewesen“, sagte Klopp und verwies auf Laufleistungen der Teams von 117, 118 Kilometer. Sobald es auch in England wieder losgeht, werde auch Liverpool „rennen und kämpfen füreinander, zu 100 Prozent.“

Die Premier-League-Clubs hatten am Dienstag nach wochenlanger Coronapause wieder das Training in Fünfergruppen starten dürfen, was Klopp laut eigener Aussage „überglücklich“ aufgenommen habe. Die Vereine hoffen auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Juni. Den Reds fehlen zum ersten Meistertitel seit 30 Jahren bei noch neun verbliebenen Partien noch zwei Siege.

Corona: NFL prüft Helme mit Atemschutzmaske

Die Football-Profis der NFL könnten in der kommenden Saison modifizierte Gesichtsmasken zum Schutz vor dem Coronavirus tragen. Das sagte Thom Mayer, medizinischer Direktor der NFL Player Association (NFLPA), in einem ESPN-Podcast. Der Ausrüster Oakley teste demnach bereits Prototypen, bei denen das Material im Helm hinter dem Schutzgitter angebracht ist. Die Saison in der nordamerikanischen Profiliga soll im September starten.

Laut Mayer werde es „wahrscheinlich eine Empfehlung“ an die Spieler geben, die Masken zu tragen. „Die Experten der Liga testen die Prototypen, sie schauen sich alle Probleme an, auch das Beschlagen der Masken“, so Mayer.

Die Gesichtsabdeckung könnte einer N95-Maske ähneln, einer Atemschutzmaske, die kleinste Partikel aus der Luft filtert. Auch chirurgisches Material könnte zur Herstellung verwendet werden.

Stabhochspringen im Autokino

Drei der besten deutschen Stabhochspringer wollen am 12. Juni im Autokino Düsseldorf einen Wettkampf vor Zuschauern bestreiten. Wie Das Portal „Leichtathletik.de“ am Dienstag mitteilte, werden der deutsche Meister Bo Kanda Lita Baehre, Torben Blech (beide Leverkusen) und Ex-Weltmeister Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) an den Start gehen.

Die Athleten sollen von Zuschauern umgeben sein, die in Autos sitzen. Sie können den Wettkampf sowohl auf der Anlage als auch auf einer Leinwand verfolgen. Der Ton von Moderation und Musik kommt wie im Autokino über das Autoradio über die UKW-Frequenz 92,6 MHz.

Ronaldo nach Quarantäne zurück im Training

Fußball-Star Cristiano Ronaldo ist wieder ins Training des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin eingestiegen. Der 35 Jahre alte Portugiese war noch vor Inkrafttreten der Ausgangssperre in seine Heimat Madeira geflogen. Nach seiner Rückkehr befand sich Ronaldo zunächst in einer 14-tägigen Quarantäne, ehe er am Dienstag wieder zur Mannschaft stieß. Schon am 4. Mai hatten die in Turin verbliebenen Juve-Profis das Einzeltraining wieder aufgenommen.

„Wenn wir geduldig und konsequent bleiben, finden wir einen Weg, die Schwierigkeiten hinter uns zu lassen“, twitterte Ronaldo am Dienstagabend. Wann es in der Serie A weitergeht, ist noch offen. Die italienische Regierung hat Sportevents bis zum 14. Juni verboten. Erst danach soll beschlossen werden, ob die Fußballsaison zu Ende gespielt werden kann.