Coronakrise im Sport

Hamburger Amateurfußball: Video zeigt, wie es weitergeht

Lesedauer: 17 Minuten
Der Präsident des Hamburger Fußball-Verbands Dirk Fischer will nicht allein über Fortsetzung oder Abbruch der Saison entscheiden.

Der Präsident des Hamburger Fußball-Verbands Dirk Fischer will nicht allein über Fortsetzung oder Abbruch der Saison entscheiden.

Foto: ValeriaWitters / WITTERS

"Lächerlich": Forscher fühlt Fans nach. "Pervers": Spitzensportler sauer auf Fußball. Neue DEL-Verträge, Cyclassics im Wartestand.

Hamburg. Die Corona-Krise hat auch massive Auswirkungen auf die Welt des Sports.

Die Entwicklungen am 6. Mai 2020 im Überblick:

Abbruch der Amateursaison? Entscheidung erst Mitte Mai

Der Hamburger Fußballverband (HFV) hat eine Entscheidung über die Fortsetzung der Amateursaison vertagt. Stattdessen stellte der Verband am Mittwochabend ein Video mit Präsident Dirk Fischer und Schatzmeister Christian Okun auf seine Homepage, in dem die Mitgliedsvereine um die Teilnahme an einer Meinungsumfrage gebeten werden.

Zur Auswahl stehen eine weitere Unterbrechung des Spielbetriebs inklusive einer Fortführung über den 30. Juni hinaus oder ein sofortiger Abbruch der Saison. Die elektronisch durchgeführte Umfrage kann von Donnerstag bis zum 17. Mai beantwortet werden. Einen Tag später will das HFV-Präsidium über das weitere Vorgehen beraten und dann am 19. Mai die Ergebnisse veröffentlichen.

Der Verband geht davon aus, dass unabhängig von Abbruch oder Fortsetzung der Saison die Platzsperren "bis mindestens zu den Sommerferien" in Kraft bleiben, Vereinsheime, Duschräume und ähnliches ebenfalls nicht öffnen dürfen.

HFV zu Corona

Fußball: Geisterspiele ab zweiter Mai-Hälfte

Die Erste und Zweite Fußball-Bundesliga dürfen ihre derzeit wegen der Corona-Krise unterbrochenen Spielzeiten ab der zweiten Mai-Hälfte mit Geisterspielen fortsetzen. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte am Mittwoch. Mehr lesen Sie hier.

Türkei: Süper Lig startet am 12. Juni

Nach mehr als vier Wochen Spielpause wegen der Corona-Krise will die Türkei ihre Fußball-Liga ab 12. Juni fortsetzen. Die Spiele würden dann ohne Zuschauer stattfinden, sagte der Chef der türkischen Fußballföderation, Nihat Özdemir, am Mittwoch. Die Saison werde voraussichtlich am 26. Juli enden. Das Champions-League-Finale solle zudem im August wie geplant in Istanbul stattfinden.

Dann will auch Ex-Weltmeister Lukas Podolski mit seinem Erstligaclub Antalyaspor wieder angreifen. "Mir fehlt es, mit den Jungs zu trainieren, mir fehlt der Wettkampf“, hatte der 34-Jährige gesagt. Der frühere deutsche Nationalspieler steht seit Jahresbeginn bei Antalyaspor unter Vertrag.

Federer spendet eine Million Dollar an Afrika

Der Schweizer Tennisstar Roger Federer (38) spendet für die Corona-Hilfe in Afrika eine Millionen Dollar. Das gab die Stiftung des Rekord-Grand-Slam-Siegers am Mittwoch bekannt. Für das Geld sollen 64.000 Kinder und ihre Familien mit Nahrungsmitteln unterstützt werden. Viele der Kinder werden normalerweise in Schulen verpflegt, aber die meisten Schulen sind wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen.

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Federers Stiftung ist vor allem in Bildungsprojekten im südlichen Afrika engagiert, etwa in Sambia, Botswana, Namibia, Malawi, Simbabwe und Südafrika, dem Heimatland seiner Mutter. In 16 Jahren hätten 1,5 Millionen Kinder von den Initiativen der Stiftung profitiert, heißt es auf der Webseite.

Bayern-Minister glaubt an vernünftige Fans

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hält in der Debatte um eine Fortsetzung des Bundesliga-Spielbetriebes Aufruhr von Fans vor dann verschlossenen Fußballstadien für unbegründet. "Dass jemand vor dem leeren Stadion randaliert, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich“, sagte Herrmann am Mittwoch in München.

Lesen und hören Sie auch den HSV-Podcast:

"Ich glaube, dass die allermeisten Fans in der jetzigen Situation schon froh wären, wenn es wenigstens ein Fußballspiel im Fernsehen gäbe und nicht nur die Wiederholung von vor fünf Jahren."

Einige Fangruppen lehnen Geisterspiele ab, weil ihrer Ansicht nach die Austragungen solcher Partien nur von finanziellen Absichten getrieben seien.

Belgien: Alle Wettbewerbe bis 31. Juli gestoppt

Die belgische Regierung hat angekündigt, alle Sportwettkämpfe im Land bis zum 31. Juli auszusetzen. Damit ist auch der Abbruch der ersten belgischen Fußballliga kaum noch abzuwenden.

Am Sonntag hatten die Profiklubs noch mitgeteilt, ihre Entscheidung über den Abbruch der Saison auf den 15. Mai zu verschieben und damit die Abstimmung zum dritten Mal zu vertagen. Angeblich gibt es eine deutliche Mehrheit bei den Clubs, die derzeit wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Saison zu beenden.

Borowka: "Eine Welle suchtkranker Menschen"

Der inzwischen als Suchtberater tätige Ex-Fußballprofi Uli Borowka (Werder Bremen/Gladbach) befürchtet durch die Corona-Krise gravierende Folgen in der Gesellschaft. "In den nächsten Jahren erwarten wir eine Welle von suchtkranken, psychisch kranken Menschen. Es sind verdammt viele – viel zu viele – in kurzer Zeit in die Sucht abgerutscht“, sagte 57 Jahre alte einstige Nationalspieler dem Internetportal Sportbuzzer.

Die Rückfallquote sei in den letzten Wochen enorm gestiegen. Suchtkranke und depressiv veranlagte Menschen seien besonders anfällig, in alte krankhafte Verhaltensmuster abzugleiten, so Borowka. Das gelte auch für eine Reihe von Sportlern, wie der frühere Verteidiger erklärt. "Einige Dutzend Profisportler verfallen in Zeiten der Isolation und Unsicherheit in verstärkten Alkoholkonsum."

So sei die Schließung von Sportanlagen keine gute Maßnahme gewesen. "Auch dadurch haben wir viel mehr Kranke in allen Richtungen bekommen – Übergewicht, Herz-Kreislauf- und psychische Probleme. Viele brauchen das Adrenalin beim Sport", sagt Borowka.

Auch zum Gehaltsverzicht der Profis hat er eine klare Meinung: "Die reden von 10 oder 20 Prozent – da kriege ich ja einen Hals. Wenn ich heutzutage Werder-Profi wäre, würde ich auf mein komplettes Gehalt bis Saisonende verzichten. Das wäre ich mir selber schuldig."

Fußball: Finaltag der Amateure nicht am 23. Mai

Nach der Verschiebung des DFB-Pokalfinals wird auch der Finaltag der Amateure nicht wie ursprünglich geplant am 23. Mai stattfinden. Noch sei unklar, ob und in welcher Form der Endspiel-Tag ausgetragen werden kann, heißt es in einer Mitteilung des Bremer Fußball-Verbands.

Eigentlich sollten die 21 Landespokalendspiele, in der auch die Tickets für die folgende Spielzeit im DFB-Pokal vergeben werden, am 23. Mai vor dem Finale der Profis gespielt und in einer TV-Konferenz der ARD übertragen werden. Es wäre die fünfte Auflage des Amateur-Finaltags gewesen.

Der DFB-Pokal ist aufgrund der Corona-Krise derzeit auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, der Endspieltermin ist offen. Vor einem Endspiel müssten auch die Halbfinalpartien noch ausgetragen werden. Im Hamburger Amateurpokal stehen noch die Viertelfinalspiele aus.

"Pervers": Stars kritisieren Fußball-Sonderrolle

Prominente Spitzensportler abseits des Profi-Fußballs haben den möglichen Neustart der Fußball-Bundesliga zum Teil mit drastischen Worten moniert. "Ich finde es nicht schön, dass der Fußball eine Sonderrolle einnimmt und sich über alles hinwegsetzt, nur weil die Reibung zwischen Daumen und Zeigefinger stimmt“, sagte Kugelstoßerin Christina Schwanitz der Sächsischen Zeitung.

Auch Speerwerfer und Fußball-Anhänger Johannes Vetter kritisierte den möglichen Re-Start: "Wenn dem wirklich so ist, dann verkauft der Staat die Gesundheit des Volkes und der leidenden Menschen an den Fußball. Das ist pervers." Ruder-Olympiasieger Karl Schulze, der selbst Anhänger von Dynamo Dresden ist, fordert eine einheitliche Lösung: "Letztlich muss da eine politische Entscheidung fallen – entweder alle treiben wieder Sport oder gar keiner."

Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe sagte der Märkischen Allgemeinen: "Fußball ist nicht Nabel der Welt. Aber er scheint in Deutschland eine andere Priorität zu haben als Schulen und Kitas, wie ich als Familienvater gerade erfahre."

DEL: Verträge künftig mit "Corona-Klausel"

In den Spielerverträgen der Deutschen Eishockey Liga (DEL) werden künftig wohl sogenannte "Corona-Klauseln" zur Absicherung aufgenommen. "Ich gehe davon aus, dass wir unsere Gespräche und Diskussionen in der nächsten Woche oder bis spätestens Mitte Mai abschließen werden und die 'Corona-Klauseln', so nenne ich sie jetzt mal, dann Bestandteil neu abgeschlossener Verträge sein werden", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke dem Fachmagazin Eishockey News.

Die Aufnahme der Klausel, die eine Kündigungsoption im Falle einer weiter grassierenden Pandemie beinhalten dürfte, stößt clubübergreifend auf Zustimmung. "Es gab unter den Teams keine unterschiedlichen Ansichten zu diesem Thema“, sagte DEL2-Geschäftsführer Rene Rudorisch.

Forscher: Fans werden sich andere Hobbys suchen

Der Fan-Forscher Harald Lange fürchtet durch Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga Probleme auf die Clubs zukommen. "Einige Vereine werden davon profitieren, die meisten aber große Probleme bekommen. Es wird die Spaltung der Liga nur noch befeuern", sagte Lange bei "Sport im Osten" (MDR). Für den Professor für Sportwissenschaft an der Universität Würzburg kommt durch die Corona-Krise das ganze Dilemma des professionellen Fußballs zum Vorschein, da der "Kernfußball auf den Kommerz reduziert" worden sei.

Dass Fußball-Anhänger oder Teile der Fanszenen in der Krise "nicht geschlossen hinter ihren Mannschaften“ stehen, ist für den Wissenschaftler durchaus erstaunlich. Dass Clubs für Geisterspiele das mögliche Einspielen von Beifall vor leeren Rängen angekündigt haben, ist laut Langes Einschätzung für die Fußball-Anhänger "einfach nur lächerlich".

Der Fan-Forscher kritisiert zudem den Umgang einzelner Clubs mit Spielern, die zur möglichen Saison-Fortsetzung öffentlich ihre Bedenken geäußert hatten. Auch dies führe dazu, dass sich viele Anhänger abwenden. "Das Produkt Fußball wird in diesem Maße an Bedeutung verlieren. Die Leute werden sich andere Hobbys suchen. Deshalb muss der Fußball in der Zukunft anders gestaltet werden", meinte Lange.

Cyclassics noch nicht im neuen Radsport-Kalender

Teammanager Ralph Denk (46) vom Profiteam Bora-hansgrohe hofft weiterhin auf Radsport-Rennen in Deutschland in dieser Saison. "Ein Wermutstropfen ist, dass Frankfurt und Hamburg wohl noch um Termine kämpfen, ich hoffe da findet man noch eine Lösung, das wäre vor allem für den deutschen Radsport wichtig“, sagte Denk, nachdem der Weltverband UCI am Dienstag seinen angepassten Rennkalender veröffentlicht hatte.

Der deutsche Klassiker Eschborn-Frankfurt und die Cyclassics in Hamburg wurden in der neuen Übersicht noch nicht aufgeführt, es werde noch ein Termin gesucht, teilte die UCI mit. Die Deutschland-Tour war wie die deutsche Meisterschaft bereits zuvor abgesagt worden.

Corona: Heynckes beschwört "Katastrophe"

Trainer-Legende Jupp Heynckes hat einen eindringlichen Appell an die Gesellschaft ausgesprochen. "Wenn wir so weitermachen, endet alles in einer Katastrophe“, sagte der ehemalige Erfolgscoach von Bayern München wenige Tage vor seinem 75. Geburtstag am 9. Mai dem Kicker. "Das Coronavirus wird nicht das letzte Problem bleiben, wir müssen unseren Lebensstil, der auf immer mehr Profit ausgerichtet ist, ändern", forderte Heynckes.

Er empfinde deshalb "große Sympathien" für die Fridays-for-Future-Bewegung. Manchmal denke er sich sogar, "eigentlich müsste ich bei einer Klimademonstration mitmarschieren. Missstände und Ungerechtigkeit kann ich nicht ertragen", sagte der Weltmeister (1974) und Europameister (1972).

Boris Becker & Co. wollen Vereinen helfen

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat zur Unterstützung der Sportvereine in der Corona-Krise die Kampagne "Support Your Sport“ ins Leben gerufen. "Wir alle müssen gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die einzigartige Vielfalt von Sportdeutschland mit unseren 90.000 wertvollen Vereinen erhalten bleibt", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

Sportstars wie der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker, Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann oder der ehemalige Handball-Nationalspieler Stefan Kretzschmar werben mit ihrem Gesicht für die Kampagne. Im Zuge der Aktion werden unter anderem Spenden gesammelt und darauf aufmerksam gemacht, durch eine Mitgliedschaft lokale Vereine zu unterstützen. Vereinsmitglieder "sollten jetzt solidarisch handeln und Hilfe und Unterstützung zurückgeben, indem sie im Verein Mitglied bleiben oder sich engagieren", sagte die DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker.

Ende März hatte der DOSB einen Solidarfonds aufgelegt. Die Stiftung Deutscher Sport hatte nach Beschluss des DOSB einen Grundstock von einer Million Euro bereitgestellt.

Karriere-Aus durch Corona-Folgeschäden?

Eine Corona-Infektion könnte für Profisportler fatale Folgen haben. Davor warnt der Sportmediziner Wilhelm Bloch von der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) in einen Interview der ARD-"Sportschau". "Ein Sportler sollte sich schon Gedanken darüber machen, dass eine Infektion das Karriereende sein kann“, sagte Professor Bloch, der am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin tätig ist.

Auch bei jungen Menschen ohne Vorerkrankungen könne Covid-19 einen schweren Krankheitsverlauf nehmen. Die Gründe würden derzeit von der Wissenschaft noch untersucht. "Wenn man richtig am Schnaufen ist, erhöht sich der Gasaustausch um den Faktor 15 bis 20 - über die Atemfrequenz und dadurch, dass man 3,5 Liter Atemvolumen hat, Profisportler noch mehr. Das bedeutet, man atmet richtig tief in die Lunge hinein. Und dort ist direkt der Ort, an dem schwere Schädigungen stattfinden können.“

Mit Blick auf die Pläne für das Mannschaftstraining und den Spielbetrieb warnte Bloch: "Man muss schon den Sportler schützen. Gehe ich also das Risiko ein auf eine schwerwiegende Infektion mit Lungenbeteiligung und möglicherweise dem Karriereende? Dieses ist ja zumindest nicht auszuschließen."

Großteil der Real-Stars ohne Schutzmaske

Ende des Hausarrests für die Fußballer der Primera División: Hunderte von Profis fuhren am Mittwoch zum ersten Mal nach knapp zwei Monaten in die Trainingszentren ihrer jeweiligen Clubs. Im Laufe des Tages sollten die Spieler auf das neue Coronavirus getestet werden. Auch allgemeinmedizinische Untersuchungen standen auf dem Programm, wie verschiedene Vereine mitteilten.

Die meisten Profis von Real Madrid seien ohne Schutzmaske gesehen worden, berichteten AS und andere Medien. Einen Termin für die Wiederaufnahme des Trainings gab es am Mittwoch noch nicht. Im Rahmen des von der Regierung vorgestellten Vier-Stufen-Plans zur Rückkehr in eine "neue Normalität“ sollen nächste Woche je nach Situation in einzelnen Provinzen die Trainingsgelände wieder geöffnet werden können.

Manuel Neuer: Müssen uns Kritik stellen

Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer hat als weiterer Fußball-Vertreter die Konsequenzen eines Scheiterns der Saisonfortsetzung in der Bundesliga aufgezeigt. "Wir tragen ebenso Verantwortung für alle Vereine, die inzwischen zu Wirtschaftsunternehmen mit vielen tausend Angestellten gewachsen sind. Und wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass es die Bundesliga in dieser Form, wie wir sie kennen, bei einem Abbruch der Saison nicht mehr geben wird", sagte der 34-Jährige in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

"Natürlich nehme ich wahr, dass es manch einen gibt, der unsere Branche von außen betrachtet als abgehoben empfindet; der einen angeblichen Sonderweg anprangert; der nun ganz vereinzelt auftretendes Fehlverhalten – ein übrigens völlig normales gesellschaftliches Problem – als Beweis dafür hernimmt, dass das Papier, auf dem das DFL-Konzept geschrieben wurde, geduldig ist, die Umsetzung uns Fußballern aber nicht zutraut“, so Neuer. "Dieser Kritik, ja vereinzelt sogar Ablehnung, müssen wir uns stellen.“

Australian Open: Worse- und Best-Case-Szenarien

Auch die Australian Open der Tennisprofis im Januar 2021 könnten aufgrund der Coronavirus-Pandemie ausfallen. Das gab Turnierchef Craig Tiley am Mittwoch bekannt.

"Das Worst-Case-Szenario sind keine AO“, sagte Tiley laut australischen Medien. "Das Best-Case-Szenario im Moment sind AO mit Spielern, die wir mit Quarantäne-Techniken hierher holen können, und ausschließlich australischen Fans.“

3. Liga: Kurzarbeitergeld auch bei Abbruch

Die Clubs der 3. Fußball-Liga haben bei einem freiwilligen Saisonabbruch weiterhin Anspruch auf Kurzarbeitergeld für ihre Spieler und Angestellten. "Auch wenn die rechtliche Möglichkeit besteht, das Geschäft wieder zu öffnen oder in diesem Fall den Spielbetrieb in der 3. Liga mit Geisterspielen fortzusetzen, ist das ohne Belang“, sagte Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer vom Institut der Deutschen Wirtschaft der Sport Bild.

Entscheidend sei einzig, ob eine vorübergehende, wirtschaftlich begründete Notwendigkeit auf Kurzarbeit besteht. "Wenn das in der 3. Liga der Fall ist, weil zum Beispiel die Zuschauer-Einnahmen fehlen, und die Vereine deshalb freiwillig auf Abbruch entscheiden, verfällt damit nicht ihr Anspruch auf Kurzarbeitergeld für ihre Angestellten“, erklärte Schäfer.

Der Corona-Sportblog vom 5. Mai