Sport in der Corona-Krise

Fall bei McLaren: Formel 1 sagt Saisonstart in Melbourne ab

Der Formel-1-Rennstall McLaren hat sein Team für den Auftakt in Australien zurückgezogen. Nun ist der Saisonstart in Melbourne komplett abgesagt worden.

Der Formel-1-Rennstall McLaren hat sein Team für den Auftakt in Australien zurückgezogen. Nun ist der Saisonstart in Melbourne komplett abgesagt worden.

Foto: dpa

Arsenal-Coach und NBA-All-Star positiv. Hamburg Towers pausieren. St. Pauli bestätigt Geisterspiel. Champions League droht Abbruch.

Hamburg. Die Corona-Krise droht den Sport weltweit zum Stillstand zu bringen. Mehrere Profis sind mit dem neuartigen Virus infiziert, Wettkämpfe finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, werden verschoben oder ganz abgesagt.

Am Donnerstag hat Inter Mailand als erster europäischer Spitzen-Fußballverein den Spielbetrieb eingestellt, auch die nordamerikanische Profiliga NBA setzt die Saison aus. Real Madrid hat seine Profis nach einem positiven Fall in Quarantäne geschickt. Gleiches gilt für Hannover 96, wo bereits zwei Profis infiziert sind. Europas Topligen haben eine Verschiebung der Fußball-EM beantragt. Auch die Formel 1 wird vor dem Saisonstart durch das Virus ausgebremst. Der FC St. Pauli hat das erste Geisterspiel im Profifußball in Hamburg angekündigt.

Die wichtigsten Entwicklungen am Donnerstag im Überblick:

Formel 1 sagt Saisonstart in Melbourne ab

Der für Sonntag geplante Saisonstart der Formel-1-WM 2020 in Melbourne ist am Freitag wegen eines Coronafalls im Fahrerlager abgesagt worden. Das teilten der Automobil-Weltverband FIA, die Königsklasse und der Promoter des Großen Preises von Australien mit. Die Formel 1 reagierte damit auf den positiven Test eines Mechanikers aus dem McLaren-Team, das deshalb schon am Donnerstagabend seinen Rückzug vom Grand Prix bekannt gegeben hatte.

Bis zur Entscheidung zur Absage des Rennens verging allerdings eine ganze Nacht, am Freitagmorgen gegen 10.00 Uhr (Ortszeit) standen bereits Zehntausende Fans vor den Toren der Strecke am Albert Park und hofften vergeblich auf Einlass. Zwei Stunden später sollte ursprünglich das erste freie Training beginnen.

Noch unklar ist nun, wie es in der Formel 1 weitergeht. Der zweite Grand Prix am kommenden Wochenende in Bahrain (22. März) war bereits als Geisterrennen ohne Zuschauer geplant, angesichts der neuen Lage scheint eine Austragung des Rennens nun aber höchst unwahrscheinlich. Hinter Vietnam (5. April) stand ohnehin ein Fragezeichen, das vierte Rennen in China (ursprünglich 19. April) war bereits im Februar abgesagt worden.

Arsenal-Trainer Arteta positiv auf Coronavirus getestet

Der spanische Trainer des FC Arsenal, Mikel Arteta, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Club der deutschen Fußballprofis Bernd Leno, Mesut Özil und Shkodran Mustafi am Donnerstagabend mit. Der 37 Jahre alte Arteta befindet sich bereits in Quarantäne. Der Verein erwarte, dass sich eine „signifikante“ Anzahl von Personen, „einschließlich des gesamten Kaders und des Trainerteams der ersten Mannschaft“, ebenfalls abschotten müsse.

„Das ist wirklich enttäuschend, aber ich habe den Test gemacht, nachdem ich mich schlecht gefühlt habe“, wurde Arteta in der Club-Mitteilung zitiert. „Ich werde bei der Arbeit sein, sobald es mir wieder erlaubt ist.“ Welche Auswirkungen der Befund auf den Spielplan der englischen Premier League hat, ist unklar. Arsenal kann für mindestens 14 Tage – die maximale Dauer der Inkubationszeit des Virus – keine Spiele mehr absolvieren. Die nächste Partie wäre am Sonnabend das Auswärtsspiel bei Brighton and Hove Albion gewesen.

Handball-Bundesliga pausiert bis Ende April

Die Handball-Bundesliga setzt wegen der Coronavirus-Pandemie mit sofortiger Wirkung den Spielbetrieb der Handball-Profiligen bis Ende April aus. In der 2. Bundesliga werde der Spielbetrieb für insgesamt fünf Spieltage ausgesetzt. Für den Handball Sport Verein Hamburg sind damit die Spiele gegen die HSG Konstanz (14.3.), den ThSV Eisenach (22.3.), den VfL Lübeck-Schwartau (27.3.), TuSEM Essen (2.4.) und den EHV Aue (12.4.) betroffen. Die Fortsetzung der laufenden Zweitliga-Meisterschaft soll möglichst ab dem 22. April stattfinden, teilte der HSVH am Donnerstag mit.

Fußballverbände in Bremen und Hessen setzen Spielbetrieb aus

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat der Bremer Fußball-Verband den kompletten Spielbetrieb in seinem Verbandsgebiet vorerst bis zum 30. März abgesetzt. Das gab der BFV am Donnerstagabend bekannt. „Die oberste Priorität ist es nun, die Infektionsrate zu senken. Auch der Fußball als Mannschafts- und Kontaktsportart trägt hierfür eine gesellschaftliche Verantwortung“, heißt es in einer Mitteilung des Verbands.

Auch der Hessische Fußballverband setzt wegen der Infektionsgefahr den Spielbetrieb von der Hessenliga bis in die untersten Klassen des Amateurfußballs bis zum 10. April aus. Davon betroffen seien sämtliche Spielklassen und Wettbewerbe von Herren-, Frauen- und Jugendmannschaften, teilte der Hessische Fußballverband am Donnerstag mit.

Auch Freundschaftsspiele seien generell abgesagt. „Der Hessische Fußball-Verband hat sich zu dieser drastischen Maßnahme entschieden, um konsequent im Sinne unserer gesellschaftlichen Verantwortung handeln“, sagte Verbandspräsident Stefan Reuß. „Wir hoffen, dass wir nach der genannten Zeitspanne die Saison mit Hilfe von Nachholspielen regulär zu Ende bringen können.“

Niersbach in Quarantäne – Sommermärchen-Prozess unterbrochen

Der Sommermärchen-Prozess in Bellinzona (Schweiz) ist unterbrochen worden, da der angeklagte frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wegen eines Corona-Verdachtfalles in seinem Umfeld in Quarantäne gegangen ist. Das Gymnasium von Niersbachs Stiefsohn ist demnach offenbar von dem Verdachtsfall betroffen. Wegen des Nichterscheinens des 69 Jahre alten Niersbach und zahlreicher neuer Eingaben der Verteidiger vertagte Richterin Sylvia Frei den Prozess.

Niersbach hatte anders als Theo Zwanziger (74) und Horst R. Schmidt (78) beim zweiten Vorladungstermin im Sommermärchen-Prozess noch am Mittwoch auf der Anklagebank Platz genommen. Richterin Sylvia Frei hatte das Fehlen der drei deutschen Angeklagten zum Auftakt am Montag als „unentschuldigt“ gewertet und die Verhandlung auf Mittwoch vertagt.

Als Einziger der vier Angeklagten war der frühere FIFA-Generalsekretär Urs Linsi (70) vor Gericht erschienen. Niersbach, Zwanziger, Schmidt und Linsi wird im Zusammenhang mit der WM 2006 vorgeworfen, über den eigentlichen Zweck einer Zahlung in der Höhe von 6,7 Millionen Euro getäuscht zu haben.

Auch All-Star positiv – NBA lässt Spielbetrieb ruhen

Neben Rudy Gobert ist offenbar auch Donovan Mitchell vom NBA-Team Utah Jazz mit dem Coronavirus infiziert. Dies berichtet das Portal ESPN. Nach dem ersten Fall hatte die US-Basketball-Profiliga den Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung unterbrochen. „Die NBA wird diese Pause nutzen, um weitere Schritte mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus festzulegen“, hieß es in der Mitteilung.

Nach dem positiven Test von Gobert, der in den offiziellen Mitteilungen nicht namentlich genannt wurde, war das gesamte Team der Jazz in eine Quarantäne versetzt worden. Alle weiteren Mitglieder der Mannschaft wurden ebenfalls getestet. Utah bestätigte am Donnerstag einen zweiten Fall.

Dass ausgerechnet All-Star Gobert betroffen ist, ist durchaus pikant. Noch am vergangenen Montag hatte der 27-Jährige im Anschluss an eine Pressekonferenz demonstrativ alle Mikrofone und Aufnahmegeräte der Journalisten berührt, offenbar um auf die aus seiner Sicht übertriebene Vorsicht im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Virus hinzuweisen.

Die NBA hatte zuletzt noch nach Wegen gesucht, die Meisterschaft trotz der Coronakrise fortzusetzen. So wurden Memos an alle Klubs verschickt, in denen die Möglichkeit von Geisterspielen ins Spiel gebracht wurde. Schon am Donnerstag sollte die Begegnung zwischen den Golden State Warriors und den Brooklyn Nets ohne Zuschauer ausgetragen werden, dies ist nun hinfällig.

Mitarbeiter des VfB Stuttgart positiv getestet

Ein Mitarbeiter der VfB Stuttgart Arena Betriebs GmbH ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Fußball-Zweitligist am Donnerstag mit. „Alle notwendigen Maßnahmen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und Anordnungen wurden umgehend umgesetzt“, hieß es in einer Mitteilung des Klubs, auch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) sei informiert worden.

Der VfB hatte am Montagabend gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld das bislang letzte Profi-Ligaspiel in Deutschland mit Zuschauern ausgetragen. Über 54.000 Fans sahen das 1:1.

Nach dem positiven Test sei das direkte berufliche Umfeld des Mitarbeiters umgehend in häusliche Quarantäne geschickt worden, hieß es vom VfB. Dass die nächsten Heimspiele der Schwaben gegen den HSV (6. April) und VfL Osnabrück (19. April) ohne Fans ausgetragen werden sollen, steht unabhängig von dem Fall schon seit Mittwoch fest.

Keine Fußballspiele in den Niederlanden

Als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie wird auch der Spielbetrieb in den niederländischen Fußball-Profiligen vorerst bis zum 31. März ausgesetzt. Die nationale Regierung untersagte nach einer Krisensitzung alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Besuchern. Die Entscheidung gilt folglich auch für alle weiteren Sportveranstaltungen mit den betreffenden Kriterien.

Basketball-Bundesliga: Saison für Hamburg Towers unterbrochen

Die Basketball-Bundesliga setzt ihren Spielbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie bis auf Weiteres aus. Auf einer außerordentlichen Versammlung der Clubs am Donnerstag in Stuttgart stimmten die Verantwortlichen einstimmig für eine Unterbrechung der Saison. Schon die für dieses Wochenende angesetzten Spiele finden nicht statt. Betroffen ist auch das für Sonntag geplante Heimspiel der Hamburg Towers gegen Ulm.

Anders als im Eishockey wird die Spielzeit aber noch nicht komplett abgesagt. Die Deutsche Eishockey-Liga hatte ihre Saison am Dienstag für beendet erklärt. „Natürlich möchten wir die Saison sehr gerne zu Ende spielen, besonders im Sinn unserer Fans und Partner. Oberste Priorität besitzt aber die Gesundheit der Allgemeinheit, und dazu wollen wir unseren Beitrag leisten“, sagt Towers-Geschäftsführer Jan Fischer.

„Es bleibt das Ziel, die Saison 2019/2020 zu einem späteren Zeitpunkt geordnet zu Ende zu spielen“, hieß es in einer BBL-Mitteilung nach der rund dreistündigen Sitzung. Innerhalb der nächsten 14 Tage wollen sich die Verantwortlichen der 17 Clubs, das Präsidium der Arbeitsgemeinschaft BBL und die Geschäftsführung der BBL GmbH wieder treffen, „um die dann aktuelle Lage und möglichen Szenarien und Handlungsoptionen erneut zu besprechen.“

Spieler von Leicester City in Quarantäne

Fußballspieler des englischen Premier-League-Clubs Leicester City haben sich in Quarantäne begeben, nachdem sie Symptome des Coronavirus gezeigt haben. Das berichtete Leicester-Coach Brendan Rodgers am Donnerstag. „Wir hatten einige Spieler, die Symptome und Anzeichen gezeigt haben“, sagte Rodgers. „Sie wurden vom Rest der Mannschaft ferngehalten.“ Um welche Spieler es sich handelt, sagte Rodgers nicht. Der Club folge den empfohlenen Vorgehensweisen, betonte der Trainer des englischen Tabellendritten.

Ob Leicester am Samstag das geplante Auswärtsspiel beim FC Watford bestreiten oder die Partie abgesagt wird, war zunächst unklar. „Es wäre schade“, sagte Rodgers, „aber die öffentliche Gesundheit ist das Wichtigste an allem.“ Der Coach der Foxes sprach sich gegen ein Geisterspiel vor leeren Rängen aus. „Beim Fußball geht es um die Spieler und die Fans, und wenn eins davon fehlt, ist es natürlich nicht dasselbe.“

Auch Major League Soccer stellt Spielbetrieb ein

Nach der amerikanischen Basketball-Profilliga NBA unterbricht auch die Fußballliga MLS wegen der Coronavirus-Krise ihre Saison. „Ab sofort“ und für 30 Tage werde der Spielbetrieb ruhen, teilte die MLS am Donnerstag mit. Über das weitere Vorgehen und den veränderten Spielplan soll zu gegebener Zeit informiert werden.

Unmittelbar am kommenden Wochenende sind zwölf Partien betroffen, darunter die Partie des Beckham-Clubs Inter Miami gegen LA Galaxy.

Zweiter Profi infiziert – Hannover 96 in Quarantäne

Nach Timo Hübers hat sich auch Jannes Horn vom Fußball-Zweitligisten Hannover 96 mit dem Coronavirus infiziert. Der gesamte Kader der Niedersachsen befindet sich ab Donnerstag zudem für 14 Tage in häuslicher Quarantäne.

Bei Hübers und Horn handelt es sich nach Clubangaben „sehr wahrscheinlich um zwei voneinander unabhängige Einzelfälle. Beide Spieler sind bislang ohne jegliche Symptome“, teilte 96 mit. Die Quarantäne für die gesamte Profimannschaft und die Physiotherapeuten habe das Gesundheitsamt der Region Hannover „aus Vorsichtsgründen“ beschlossen. Das Trainerteam um Kenan Kocak und Sportchef Gerhard Zuber würde hingegen nicht als „sogenannte Kontaktpersonen ersten Grades“ eingestuft.

96 beantragt bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) die Absetzung der Zweitligaspiele gegen Dynamo Dresden am Sonntag und eine Woche später beim VfL Osnabrück. "Ein direkter persönlicher Kontakt mit den Spielern in Quarantäne ist natürlich nicht möglich – dennoch werden wir alle anderen Möglichkeiten nutzen, unsere Profis bestmöglich zu versorgen und zu unterstützen“, sagte Zuber.

Köln will Fußball-Nationalspieler nicht abstellen

Horst Heldt will keine Profis des 1. FC Köln für die kommenden Fußball-Länderspiele Ende März abstellen. „Wenn FIFA und UEFA es nicht entscheiden, müssen wir selbst verweigern, dass unsere Spieler zu den Länderspielen reisen. Wir schicken unsere Nationalspieler nicht los. Wir können nicht anders agieren“, sagte der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten am Donnerstag.

Mit Bezug auf die Coronavirus-Epidemie sprach er sich für eine Absage oder Verschiebung der Länderspiele aus. „Das ist der Schlüssel. Jetzt gibt es einige Länder, die Vorgaben machen und harte Maßnahmen treffen. Aber wir sollen unsere Nationalspieler in die Welt schicken?“ Drohende Sanktionen schrecken Heldt nicht ab: „Es könnte sein, dass dann Nationalspieler gesperrt werden – aber wenn alle nationalen Verbände sagen, das interessiert uns nicht, dann geht das mit den Sperren auch nicht. Meine Erwartungshaltung ist, dass FIFA und UEFA proaktiv vorweg marschieren.“

UEFA will Champions und Europa League angeblich aussetzen

Die Europäische Fußball-Union wird nach Informationen der spanischen Tageszeitung „Marca“ den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aussetzen. Der spanische Verbandsboss Luis Rubiales bestätigte am Donnerstag, dass es entsprechende Überlegungen gebe. Eine offizielle Bestätigung der UEFA gab es zunächst nicht.

Die Entscheidung wäre quasi ein Novum in der europäischen Königsklasse. In der Vergangenheit waren einmal acht Gruppenspiele nach den Terroranschlägen in New York am 11. September 2001 um eine Woche verschoben worden. Ansonsten hatte es meist nur Verschiebungen aufgrund von schlechten Witterungsbedingungen gegeben.

Wie und ob es in den beiden wichtigsten europäischen Club-Wettbewerben weitergeht, ist noch völlig offen.

Mitarbeiterin von Borussia Mönchengladbach in Quarantäne

Beim Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ist eine Geschäftsstellen-Mitarbeiterin in häuslicher Quarantäne. Das bestätigte Mediendirektor Markus Aretz auf Anfrage, nachdem zuvor die „Rheinische Post“ darüber berichtet hatte. Die Mitarbeiterin hatte sich nach einem Urlaub in Österreich testen lassen, weil ein Mitglied der Reisegruppe infiziert war.

Die Mitarbeiterin, die noch einen Tag im Büro war, ist selbst nicht erkrankt. Zwei weitere Mitarbeiter sind ebenfalls in häuslicher Quarantäne. Präventiv seien auch drei weitere Mitarbeiter im Homeoffice wie ohnehin ein Großteil der Belegschaft. Keiner von ihnen ist positiv getestet worden.

Alle Beteiligten haben mit dem sportlichen Bereich nichts zu tun, die Mannschaft sei nicht betroffen, bestätigte Aretz. Innerhalb des Mitarbeiterteams gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen. Die Mannschaft arbeitet ohnehin hinter verschlossenen Türen, die Öffentlichkeit ist vom Trainingsbetrieb ausgeschlossen.

Handball: Bundesliga setzt aus, Final Four könnte nachgeholt werden

Die Handball-Bundesliga setzt den Spielbetrieb aufgrund des Coronavirus nach dpa-Informationen bis zum 22. April aus. Auch das für den 4. und 5. April in Hamburg geplante Finalturnier um den DHB-Pokal soll auf einen späteren Termin im Sommer verschoben werden. Geplant ist nach derzeitigem Stand, dass die Bundesliga den Spielbetrieb ab dem 23. April wieder aufnimmt.

Ob das für diesen Montag geplante außerordentliche Treffen der Clubs der ersten und zweiten Liga in Köln stattfindet, gilt als unwahrscheinlich.

Auch die Spiele der 2. Bundesliga werden vorerst ausgesetzt. Wann die Partien nachgeholt werden, steht noch nicht fest. Zuvor waren bereits die Spiele der 1. und 2. Bundesliga der Frauen an diesem Wochenende abgesagt worden, ohne dass bislang ein Nachholtermin feststeht. Darüber will der Vorstand in Absprache mit den Vereinen in der kommenden Woche entscheiden.

Keine Spiele im Fußballkreis Harburg

Der Kreisverband Harburg des Niedersächsischen Fußballverbandes hat den Spielbetrieb der Herren und der Jugend wegen des Coronavirus vorübergehend eingestellt. Für die Herren gilt die Regelung bis 29. März, im Jugendbereich bis zum Ende der Osterferien am 14. April.

"Es gingen immer mehr Anrufe von besorgten Trainern und Eltern bei uns ein", wird der Kreisvorsitzender Manfred Marquardt in einer Mitteilung ziitiert. "Wir sind überzeugt, dass wir genau das Richtige tun." Die Entscheidung sei auch durch die aktuelle Infektionslage beim VfL Maschen beeinflusst worden. Bei der Bezirksligamannschaft gibt es einen Infektionsfall. Alle Kontaktpersonen wurden informiert, dem Gesundheitsamt gemeldet und unter häusliche Quarantäne gestellt.

Skisprungsaison abgebrochen – Kraft Gesamtsieger

Die Weltcup-Saison der Skispringer ist vorzeitig beendet worden. Das hat der Internationale Ski-Verband (FIS) am Donnerstag bei einer Krisensitzung in Trondheim entschieden. Die norwegische Regierung hatte zuvor drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verkündet.

In Trondheim war für den Abend im Rahmen der Raw-Air-Tour der vorletzte Einzelwettkampf der Saison vorgesehen, die Athleten treten nun die Heimreise an. Auch die Austragung der Skiflug-WM im slowenischen Planica (19. bis 22. März) ist mehr als fraglich, eine Entscheidung ist aber offiziell noch nicht gefallen.

Den Gesamtweltcup hat somit zum zweiten Mal in seiner Karriere Stefan Kraft gewonnen. Der Österreicher verwies mit 1659 Punkten den viermaligen Saisonsieger Karl Geiger (Oberstdorf/1519) auf Rang zwei. Der Willinger Stephan Leyhe war am Mittwoch in der letztlich bedeutungslosen Qualifikation schwer gestürzt, bei dem 28-Jährigen besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss im linken Knie.

Auch Tennisturnier in Miami fällt Coronavirus zum Opfer

Nach Indian Wells ist auch das Tennisturnier in Miami wegen der Corona-Krise abgesagt worden. Das teilte Miamis Bürgermeister Carlos Gimenez am Donnerstag mit. Man habe sich entschlossen, wegen der Gefahr durch Covid-19 alle öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres zu canceln.

Bereits in der vergangenen Woche war der Auftakt zur Masters Series im kalifornischen Indian Wells aus dem gleichen Grund gestrichen worden. „Wir sind sehr enttäuscht, aber Gesundheit und Sicherheit haben höchste Priorität“, sagte Turnierdirektor Tommy Haas.

Die beiden ATP- und WTA-Turniere in Indian Wells und Miami gehören sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen zur höchsten Kategorie auf der Tour. Nahezu die komplette Weltelite sollte in Kalifornien und Florida aufschlagen.

Novum in Hamburg: FC St. Pauli bestätigt Geisterspiel

Hamburg steht am Sonntag sein erstes Geisterspiel im Profifußball bevor. Der FC St. Pauli hat am Donnerstagmittag bestätigt, dass das Zweitligaspiel gegen den 1. FC Nürnberg unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird. Der Kiezclub folgt damit einer angekündigten Allgemeinverfügung der Hamburger Gesundheitsbehörde, die Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern untersagt.

"Dem FC St. Pauli ist klar, dass diese Entwicklung nicht im Sinne des Fußballs und seiner Fans ist, doch ist die Gesundheit unserer Mitmenschen ein weit höher zu bewertendes Gut. Deshalb ist aktuell entschlossenes und leider auch für Fußballfans unpopuläres Handeln notwendig", heißt es in der Erklärung des Clubs. Politik und Verband stünden "in der Pflicht, dass den finanziellen Auswirkungen im Sinne der Integrität des Wettbewerbs und der Solidarität innerhalb der Ligen Rechnung getragen wird".

FC St. Pauli gesteht Rückgaberecht zu

Alle Fans seien aufgefordert, von einem Erscheinen rund um das Millerntor-Stadion am Spieltag abzusehen. Der FC St. Pauli stellte allen Karteninhabern eine Entschädigung in Aussicht. Karten dürfen zurückgegeben werden. "Der FC St. Pauli wird im Laufe der nächsten Tage gesondert darüber informieren und Ticketkäufer*innen nach Möglichkeit direkt kontaktieren, welche Optionen es gibt und wie die Abwicklung ablaufen wird", hieß es.

Bereits erworbene Eintrittskarten für die ausstehenden Spiele gegen den 1. FC Heidenheim (Sonnabend, 4. April, 13 Uhr), Erzgebirge Aue (24. bis 27. April/noch nicht terminiert) und Jahn Regensburg (Sonntag, 10. Mai, 15.30 Uhr) behielten zunächst ihre Gültigkeit.

Kein Profifußball in Norwegen bis Mitte April

Auch die Menschen im Heimatland von BVB-Stürmer Erling Haaland müssen wegen der Corona-Krise bis auf Weiteres auf Profifußball verzichten: Der Spielbetrieb in allen oberen norwegischen Fußballligen wird zunächst bis zum 15. April eingestellt. Offizielle Partien sowohl in den Männer- als auch in den Frauenligen werden frühestens Anfang Mai ausgetragen, wie der norwegische Fußballverband am Donnerstag mitteilte. Die erste Liga der Männer, die Eliteserien, sollte eigentlich am 4. April in die neue Saison starten.

Zuvor hatte bereits Dänemark mitgeteilt, dass alle Spiele der führenden Ligen wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Dort gilt die Maßnahme jedoch zunächst nur bis zum 29. März.

Zwei positive Fälle: Häßler-Club BFC Preussen in Quarantäne

Der von Ex-Weltmeister Thomas Häßler trainierte BFC Preussen ist vom neuartigen Coronavirus betroffen. Ein Spieler und ein Physiotherapeut des Berliner Amateurvereins wurden positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet, bestätigte der Abteilungsleiter Fußball, Alfred Stolzenberg, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Das Gesundheitsamt Steglitz-Zehlendorf habe für einen Teil der Spieler des Landesligisten eine zweiwöchige häusliche Quarantäne festgelegt, erklärte Stolzenberg. Die „Bild“-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet.

Trainer Häßler selbst stehe nicht unter Quarantäne, das habe das für ihn zuständige Gesundheitsamt Reinickendorf festgelegt, sagte Stolzenberg. Auch Spieler, die mit den beiden Infizierten zuletzt keinen Kontakt hatten, können sich frei gewegen. Der 53 Jahre alte Häßler, der 1990 mit Deutschland Weltmeister und 1996 Europameister wurde, hatte den BFC Preussen vor der laufenden Saison übernommen und will den Verein in die Berlin-Liga führen. Die nächsten zwei Spiele des derzeit Tabellen-Dritten sind zunächst abgesagt.

"Dramatische Entscheidung": Eishockey-WM vor Absage

Wegen der Coronavirus-Pandemie droht auch der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz im Mai die Absage. Der Weltverband IIHF hat für kommende Woche eine Sitzung zu dem Thema einberufen, könnte aber schon durch eine für Freitag angekündigte Entscheidung des Schweizer Bundesrates vor vollendete Tatsachen gestellt werden. „Ich erwarte keine lange Diskussion, weil die Fakten und die Dimensionen dieses Virus in der Welt sich noch dramatisch ins Negative wenden werden. Das ist mein Gefühl“, sagte der deutsche Verbandspräsident Franz Reindl, der auch im Council der IIHF sitzt.

Die WM ist vom 8. bis 24. Mai in Zürich und Lausanne geplant. Zum aktuellen Zeitpunkt und solange es noch keine offizielle Absage des Events gebe, bereite sich der Deutsche Eishockey-Bund noch auf das Turnier vor, sagten Reindl und Sportdirektor Stefan Schaidnagel am Freitag. Die Spieler seien „dazu angeleitet, sich „fit und gesund zu halten“, sagte Schaidnagel

Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) hatte wegen der Pandemie ihre Saison vor Beginn der Play-offs abgebrochen. Der Schweizer Bundesrat entscheidet am Freitag darüber, ob Maßnahmen wie ein Veranstaltungsverbot fortgeführt oder intensiviert werden. Die Entscheidung werde „dramatisch“ ausfallen, vermutete Reindl.

Fans infiziert – Zweitligist Aue fordert Spielabsage

Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue hat sich im Zuge der Coronavirus-Krise für eine Absage des kommenden Ligaduells gegen den SV Sandhausen am Sonnabend (13.00 Uhr/Sky) ausgesprochen. Im Nachgang des Sachsenderbys bei Dynamo Dresden habe sich herausgestellt, dass sich zwei nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Fans im Dresdner Stadion befunden und damit auch Kontakt mit anderen Spielbesuchern gehabt hätten. Darüber sei der Club am Donnerstag durch das Gesundheitsamt des Erzgebirgskreises informiert worden.

Eine der Personen hielt sich demnach im Auer Fanbereich auf, die andere in verschiedenen Zuschauerbereichen. Zudem waren die betreffenden Personen zusammen mit weiteren Fans zu dem Spiel angereist. Aufgrund dieser Sachlage empfehle das Gesundheitsamt eine Absage des Spiels.

„Wir wissen derzeit nicht, ob und mit wem die betreffenden Personen noch Kontakt hatten. Vor dem Hintergrund dieser neuen Sachlage können wir als Verein keinerlei Verantwortung für die Zuschauer, unsere Gäste, unsere Mitarbeiter samt unsere gesamten Mannschaft übernehmen. Der Empfehlung des Gesundheitsamtes folgend, ist eine Austragung des Spiels gegen Sandhausen aus unserer Sicht unverantwortlich“, sagte Geschäftsführer Michael Voigt.

Bosniens Fußballverband bittet um Verschiebung der EM-Play-offs

Der bosnische Verband hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) im Zuge der Corona-Krise um die Verschiebung seines Play-off-Halbfinals für die EM gebeten. Bosnien um Kapitän Edin Dzeko, der beim italienischen Erstligisten AS Rom unter Vertrag steht, sollte am 26. März in Zenica gegen Nordirland antreten.

Das Land hat ein Einreiseverbot für Menschen aus mehreren Ländern verhängt, darunter Italien und Deutschland. Alle bosnischen Staatsbürger, die dennoch aus diesen Ländern einreisen wollen, müssen 14 Tage in Quarantäne. „Dies bedeutet, dass die meisten unserer Spieler kein Play-off-Spiel spielen können“, schreibt der Verband.

In den Play-offs kämpfen insgesamt 16 Mannschaften in vier Pools mit je vier Teams um die noch vier verbliebenen Tickets für die paneuropäische EM. Die Halbfinalspiele sind für 26. März angesetzt, die Finals sollen fünf Tage später stattfinden.

McLaren zieht zurück – Formel-1-Saisonstart vor Absage

Der Saisonauftakt in der Formel 1 steht wohl unmittelbar vor der Absage. Am Donnerstag meldete der Rennstall McLaren, dass ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Das Team aus dem britischen Woking gab daraufhin in Melbourne bekannt, nicht beim Großen Preis von Australien an den Start zu gehen. Das Rennen ist für Sonntag (6.10 Uhr/Sky und RTL) im Albert Park geplant.

Geschäftsführer Zac Brown und der deutsche Teamchef Andreas Seidl informierten den Automobil-Weltverband am Abend (Ortszeit) in Australien über den positiven Test. Insgesamt gab es mindestens fünf Verdachtsfälle im Fahrerlager, vier allein beim amerikanischen Team Haas.

Formel-1-Direktor Ross Brawn hatte unlängst im Zusammenhang mit Ferrari und Reisebeschränkungen betont, dass nicht gefahren werde, wenn ein Rennstall nicht dabei sein könne. Eine Stellungnahme der Motorsport-Königsklasse stand nach Bekanntwerden des positiven Tests noch aus. Um wen es sich bei dem infizierten Mitarbeiter handelt, teilte McLaren nicht mit.

Handballnationaltorhüter Wolff sagt Länderspielteilnahme ab

Nationaltorhüter Andreas Wolff wird nicht wie geplant bei der Premiere von Handball-Bundestrainer Alfred Gislason auflaufen. Der 29 Jahre alte Profi des polnischen Meisters KS Vive Kielce sagte Gislason für das Testspiel am Freitag (18 Uhr) in Magdeburg gegen die Niederlande ab, weil er sich bei einer Rückreise nach Polen in eine 14-tägige Quarantäne begeben müsste. Die Partie in Magdeburg findet wegen der Corona-Epidemie ohne Zuschauer statt.

Wolff hätte ursprünglich am Donnerstag zum Team reisen sollen. Seinen Platz neben dem langjährigen HSV-Torhüter Johannes Bitter (Stuttgart) nimmt nun der Berliner Silvio Heinevetter ein, der sich im Lehrgang in Aschersleben mit guten Trainingsleistungen empfohlen hatte. „Er hat einen sehr positiven Eindruck hinterlassen“, lobte Gislason: „Er ist hochmotiviert wie in jungen Jahren.“

Am Donnerstag hatte Gislason bereits den Ausfall von Rückraumspieler Philipp Weber (Leipzig) wegen muskulärer Probleme bekannt gegeben. Der nachnominierte Youngster Juri Knorr (Minden) darf dadurch auf deutlich mehr Spielzeit hoffen.

Europas Topligen bitten UEFA um Verschiebung der EM

Eine mögliche Verschiebung der paneuropäischen Fußball-EM im Sommer (12. Juni bis 12. Juli) rückt durch die Ausbreitung des Coronavirus immer mehr in den Fokus. Laut italienischen Medienberichten ist dies Thema einer Videokonferenz am Donnerstag mit Vertretern der fünf größten europäischen Ligen (Deutschland, Italien, England, Spanien, Frankreich) sowie Giorgio Marchetti, dem stellvertretenden Generalsekretär der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Auf Initiative der italienischen Serie A soll dabei ein Gesuch vorgetragen werden, die EM zu verschieben.

Die Ligen wollen demnach sicherstellen, ihre laufenden Saisons zu Ende spielen zu können. Noch am Dienstag hatte die UEFA zum wiederholten Male betont, dass sie trotz des Coronavirus am Terminkalender für die EM festhalten wolle. „Es gibt keinen Grund, am geplanten Zeitplan etwas zu ändern“, teilte der Verband auf Anfrage mit und verwies darauf, dass noch keine Anträge auf eine Verschiebung des Turniers eingegangen seien. Der Vorstoß der fünf europäischen Topligen könnte nun Bewegung in die Angelegenheit bringen.

Angesichts der raschen Verbreitung des Virus waren zuletzt in zahlreichen europäischen Ligen, darunter auch die Bundesliga, Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit angeordnet worden. In Italien, wo das Eröffnungsspiel zwischen der Türkei und Italien stattfinden sollte, wurde die Liga sogar bis zum 3. April komplett ausgesetzt. Die EM soll im Sommer in zwölf Ländern ausgetragen werden, deutscher Spielort ist München.

Basketballer positiv: Real Madrid in Quarantäne

Der spanische Rekordmeister Real Madrid hat seine komplette Fußballmannschaft, darunter Nationalspieler Toni Kroos, unter Quarantäne gestellt. Vorausgegangen war ein positiver Test auf das Coronavirus bei einem Basketballer des Vereins.

Am Donnerstagnachmittag erfolgte zudem die Absage des Champions-League-Spiels der Madrilenen bei Manchester City, das am kommenden Dienstag hätte stattfinden sollen. Ähnliches wird für die Begegnung zwischen Juventus Turin und Olympique Lyon am gleichen Tag erwartet. Auch Juve-Verteidiger Daniele Rugani ist positiv getestet worden.

Real sah sich zu der drastischen Maßnahme gezwungen, weil sich Fußballer und Basketballer Einrichtungen im Trainingsgelände Ciudad Real Madrid teilen. „Uns wurde empfohlen, sowohl die Basketballer als auch die Fußballer unter Quarantäne zu stellen“, teilte Real. Das komplette Gelände sei geschlossen worden.

Vorerst keine Spiele in Spaniens Primera División

Der spanische Fußball hat wegen der Situation beim Rekordmeister alle geplanten Begegnungen für die höchste Spielklasse für zumindest zwei Wochen ausgesetzt. Wie "La Liga" am Donnerstag mitteilte, habe die Quarantäne bei Real Madrid den Ausschlag für die Entscheidung gegeben. Nach 14 Tagen und dem Ende der Quarantäne soll die Situation neu bewertet werden.

Eishockeysaison auch für HSV beendet

Einen Tag nach den Crorodiles Hamburg müssen sich auch die Eishockeyspieler des HSV in die Sommerpause verabschieden. Der Norddeutsche Eishockeyverband hat die Saison in der Regionalliga Nord wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorzeitig beendet.

"Das ist eine frustrierende Entscheidung speziell für das Team des HSV, hatte sich die Mannschaft doch mit kleinem Kader quasi auf dem Zahnfleisch ins Halbfinale der Play-offs vorgekämpft", hieß es in einer Pressemitteilung.

Generalabsage in Schleswig-Holsteins Fußball

Im Norden ruht der Ball: Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband hat am Donnerstag entschieden, den Spielbetrieb bis einschließlich Sonntag, den 22. März einzustellen. Die Generalabsage betreffe alle Spiel- und Altersklassen von der Flens-Oberliga abwärt, teilte der SHFV mit. Damit reagiere man "auf die aktuelle Entwicklung rund um das Thema Coronavirus".

Dänemark lässt Fußball-Spielbetrieb ruhen

Wegen der anhaltenden Corona-Krise werden in den drei führenden dänischen Fußballligen alle Partien der kommenden beiden Wochen abgesagt. Welche Auswirkungen der Schritt auf die laufende Saison hat, sei noch unklar, erklärte der Direktor der dänischen Ligavereinigung Divisionsforeningen, Claus Thomsen.

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hatte am Mittwochabend einige weitreichende Initiativen gegen das Virus angekündigt. Unter anderem ging es ihr darum, dass alle öffentlichen Freizeitaktivitäten in den kommenden zwei Wochen bestmöglich begrenzt oder gänzlich abgesagt werden sollten.

Der dänische Fußballbund (DBU) erklärte am Donnerstag, aus diesem Grund würden alle Fußballaktivitäten in Dänemark bis zum 29. März abgesagt. Dazu zählten auch alle Partien, Seminare und weitere Veranstaltungen auf Breitensportebene sowie der Ligabetrieb in den beiden oberen Frauenfußballligen. Man rechne auch mit der Absage der Freundschaftsspiele gegen die Färöer in Herning am 27. März und gegen England in London vier Tage später. Dazu stehe man mit der UEFA in Kontakt.

Basketball-Euroleague stellt Spielbetrieb ein

Die Basketball-Königsklasse Euroleague hat ihren Wettbewerb wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Dies teilten die Veranstalter mit. Das Duell von Alba Berlin am Donnerstag bei ZSKA Moskau wurde folglich ebenso abgesagt wie der Auftritt von Bayern München bei Chimki Moskau am Freitag.

Es sei aktuell „unmöglich, die Regelmäßigkeit der Wettbewerbe aufrechtzuerhalten und die Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmer und Fans zu gewährleisten“, hieß es in einem Statement. Auch der EuroCup wurde vorerst beendet. Die Vertreter der Basketball-Bundesliga kommen am heutigen Donnerstag in Stuttgart zusammen, um über ein Vorgehen zu beraten.

Zuvor hatte schon der Basketball-Weltverband FIBA angekündigt, alle Wettbewerbe bis auf Weiteres zu stoppen. Gleiches gilt für die US-Profiliga NBA, die einen Coronafall hat.

Teamkollege infiziert: Ronaldo bleibt auf Madeira

Cristiano Ronaldo bleibt wegen des Coronavirus vorerst in seiner portugiesischen Heimat. Der Superstar des italienischen Fußball-Rekordmeisters Juventus Turin war am Montag nach Madeira gereist und will dort nach dem positiven Test seines Teamkollegen Daniele Rugani erst einmal bleiben. Ronaldos Mutter hatte vor einer Woche einen Schlaganfall erlitten.

Der Europameister hätte am Freitag wieder das Mannschaftstraining aufnehmen sollen, bat jedoch aus familiären Gründen um weitere Tage Urlaub, was ihm der Club gewährte. Seine Familie, die Lebensgefährtin Georgina Rodriguez und die vier Kinder, sind ebenfalls nach Madeira geflogen und sollen dort auf das Ende der Epidemie in Italien warten.

Die Coronavirus-Pandemie und Ruganis Infektion haben auch Auswirkungen auf die Juve-Aktie. An der Mailänder Börse brach das Papier am Donnerstag um acht Prozent ein. Auf Talfahrt sind auch die anderen börsennotierten Serie-A-Clubs Lazio Rom und AS Rom. Rugani teilte derweil mit: „Mir geht es gut. Danke an alle jenen, die sich um mich sorgen. Ich danke den Ärzten und den Krankenpflegern, die diesen Kampf gegen die Pandemie führen.“

DFB erwägt Abbruch der Fußballsaison

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beschäftigt sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus auch mit einem vorzeitigen Abbruch der aktuell laufenden Saison. Dies schrieb Generalsekretär Friedrich Curtius in einem Gastbeitrag für die Zeitschrift „Kicker“.

„Aktuell kann noch niemand die Folgen des Coronavirus für den Fußball in ihrem gesamten Ausmaß absehen. Wir müssen uns mit allen Szenarien beschäftigen, um vorbereitet zu sein, wenn der Fall eintreten sollte, dass der Spielbetrieb unterbrochen oder die Saison sogar vorzeitig beendet werden müsste“, schrieb Curtius. Ziel bleibe natürlich, „die Saison regulär sportlich zu Ende zu spielen“.

In der 3. Liga waren am Mittwoch bereits zwei Spieltage aus dem März auf den Mai verlegt worden. Die nordamerikanische Basketball-Liga NBA setzt nach einem positiven Coronavirus-Test bei einem Profi zunächst auf unbestimmte Zeit den Spielbetrieb aus.

Alpiner Skiweltcup der Männer beendet – Aamodt Kilde Gesamtsieger

Einen Tag nach der Saison der Frauen hat das Coronavirus auch den Weltcup-Winter der alpinen Männer vorzeitig beendet. Die für das Wochenende angesetzten Rennen im slowenischen Kranjska Gora wurden wegen der Pandemie vom Internationalen Ski-Verband (FIS) ersatzlos gestrichen. Damit steht der Norweger Aleksander Aamodt Kilde als Nachfolger des zurückgetretenen Seriensiegers Marcel Hirscher als Gesamtweltcupsieger fest.

„Die Gesundheit und Sicherheit der Athleten und aller anderen Teilnehmer sowie der Öffentlichkeit stehen an erster Stelle“, begründete die FIS ihre wenig Entscheidung. Die kleinen Kristallkugeln in Slalom und Riesenslalom gehen jeweils an Kildes Teamkollegen Henrik Kristoffersen. Alle anderen Entscheidungen waren wegen der Absage des Weltcup-Finales in Cortina d'Ampezzo (Italien) bereits gefallen.

Am Mittwoch waren zudem bereits die letzten geplanten Frauen-Rennen im schwedischen Are auf Empfehlung der dortigen Gesundheitsbehörde gestrichen worden. Die große Kristallkugel ging an die Italienerin Federica Brignone. Titelverteidigerin Mikaela Shiffrin (USA), die nach dem überraschenden Tod ihres Vaters Jeff in Are ihr Comeback geplant hatte, konnte nicht mehr eingreifen.

Nach Einreisestopp für Europäer: Skilanglauf-Weltcup in USA abgesagt

Der für Dienstag geplante Skilanglauf-Weltcup in Minneapolis (USA) ist aufgrund der Corona-Krise abgesagt worden. Die „Gesundheit und das Wohlergehen“ aller Beteiligten stünden im Vordergrund, teilte der internationale Skiverband FIS mit, zudem erschwerten die neuen Reisebeschränkungen die Situation. Von Freitag an dürfen Europäer nicht mehr in die USA einreisen.

Durch die Absage und den Verzicht des norwegischen Teams auf die Rennen in Übersee steht der Russe Alexander Bolschunow vorzeitig als Gewinner des Gesamtweltcups fest.

Die für das Wochenende geplanten Wettkämpfe in Quebec (Kanada), wo sich der Großteil der Athleten bereits aufhält, sollen dagegen stattfinden. Ob das Weltcup-Finale in Canmore (Kanada) wie geplant am 20./21. März durchgeführt werden kann, ist noch offen.

Darts-Wettbewerb von Deutschland nach England verlegt

Nach der Verschiebung zweier Darts-Turniere in Deutschland wegen des Coronavirus hat der Weltverband PDC einfach andere Turniere in England angesetzt. Statt der ursprünglich angesetzten European Darts Open in Leverkusen (27. bis 29. März) werden nun zwei Player-Championship-Turniere in Milton Keynes am 28. und 29. März veranstaltet, hieß es von der Professional Darts Corporation.

In Deutschland gibt es derweil die nächste Verschiebung: In Sindelfingen wird nächste Woche (20. bis 22. März) wegen des Virus ebenfalls nicht gespielt.

Kommt nicht! Werder appelliert wegen Coronavirus an Fans

Fußball-Bundesligist Werder Bremen appelliert an seine Fans, sich im Zuge des Geisterspiels am kommenden Montag (20.30 Uhr/DAZN) gegen Bayer Leverkusen nicht „vor, während und nach“ der Partie am Weserstadion zu versammeln. „Trotz des Verständnisses für das Bedürfnis der Anhänger, das Team zu unterstützen, bittet der SV Werder alle Fans, Menschenansammlungen zu vermeiden“, teilten die Hanseaten am Donnerstag mit: „Die Prävention einer weiteren Verbreitung des Coronavirus sollte Priorität besitzen. Wir bitten alle Fans dafür um Verständnis.“

Rund um die Geisterspiele am Mittwochabend zwischen Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga oder der Champions-League-Partie von Paris Saint-Germain gegen Borussia Dortmund hatten sich jeweils zahlreiche Anhänger rund um die Stadien versammelt und damit die Schutzmaßnahmen der Behörden konterkariert.

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer hatte zuletzt angekündigt, die Partie womöglich abzusagen, wenn sich die Anzeichen verdichten, dass sich Werder-Fans am Stadion treffen wollen. „Ich muss auch an meine Polizeikräfte denken. Die brauche ich für andere Situationen“, sagte der SPD-Politiker.

Handball: Saison für HSV Hamburg unterbrochen

Der Handball-Sport-Verein Hamburg tritt am Sonnabend nicht wie geplant zum Zweitligaspiel bei der HSG Konstanz an. Das gab der frühere deutsche Meister und Champions-League-Sieger am Donnerstag bekannt. Die Partie wurde wie alle anderen des 25. Spieltags wegen der Coronavirus-Pandemie verlegt und soll zu einem derzeit noch unklaren Zeitpunkt nachgeholt werden. Alle Heimmannschaften der 2. Bundesliga hatten einen entsprechenden Antrag gestellt.

Am kommenden Montag kommt die Liga zu einer außerordentlichen Tagung in Köln zusammen, um über das weitere Vorgehen und den Umgang mit dem Coronavirus und den behördlichen Restriktionen zu beraten. Dann solle auch "entschieden werden, ob und wie es möglich ist, die Saison so zu beenden, dass Auf- und Abstieg in einem sportlich fairen Wettkampf entschieden werden können".

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Geisterspiele in der Bundesliga: Sky schaltet Konferenz frei

Aufgrund der durch den Coronavirus ausgelösten Geisterspiele übertragt Sky an den kommenden beiden Spieltagen die Konferenz der Fußball-Bundesliga sowie die Konferenz der 2. Bundesliga frei empfangbar. „In herausfordernden Zeiten müssen wir alle zusammenstehen. Für uns ist es selbstverständlich, unseren Teil dazu beizutragen, indem wir diese Spiele mit allen teilen, so dass möglichst viele Fußballfans die Bundesliga live erleben können“, sagte Devesh Raj, Vorsitzender der Geschäftsführung des Bezahlsenders, am Donnerstag.

An diesem Sonnabend wird Sky ab 14.00 Uhr neben dem Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 auch die Partien zwischen dem 1. FC Köln und FSV Mainz 05, RB Leipzig gegen den SC Freiburg und TSG 1899 Hoffenheim gegen Hertha BSC zeigen.

Am Sonntag ab 13.00 Uhr wird die Zweitliga-Konferenz ausgestrahlt mit den Spielen SV Wehen Wiesbaden gegen den VfB Stuttgart, Hannover 96 gegen Dynamo Dresden und FC St. Pauli gegen den 1. FC Nürnberg. Die Spiele sind im Fernsehen bei Sky Sport News HD live, digital auf skysport.de und in der Sky Sport App zu sehen.

Im Zuge der Vorsichtsmaßnahmen zur Verlangsamung der Weiterverbreitung des Coronavirus werden an diesem Wochenende in der Bundesliga alle Spiele ohne Zuschauer ausgetragen. Auch in der 2. Bundesliga sind davon Partien betroffen.

Basketball: Spielergewerkschaft für Pause in Euroleague

Die Spielergewerkschaft der an der Euroleague teilnehmenden Basketball-Clubs hat die Ligaverantwortlichen wegen der Coronavirus-Pandemie aufgefordert, den Spielbetrieb bis auf Weiteres zu unterbrechen. Es könne von den Spielern nicht verlangt werden, ihre Gesundheit und die ihrer Familien in Gefahr zu bringen, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben.

Bislang hat die Euroleague nur einige Spiele an andere Orte verlegt. So soll die Partie Mailand gegen Olympiakos Piräus am Freitag in Berlin stattfinden. Alba Berlin soll am Donnerstag bei ZSKA Moskau antreten, Bayern ist am Freitag bei Chimki Moskau zu Gast.

Südamerika bittet FIFA um Verschiebung der WM-Qualifikation

Südamerikas Fußballverband Conmebol hat die FIFA in einem Brief um die Verschiebung der Qualifikationsspiele für die WM 2022 in Katar gebeten. Die ersten Partien der insgesamt zehn Nationen sollen eigentlich am 26. März, 27. und 31. März stattfinden. Nach einer Pause soll es im September weitergehen.

Die Conmebol-Verantwortlichen plädieren wegen der Ausbreitung des Coronavirus nun aber für eine neue Terminierung. Grund dafür sind die Legionäre, die in Europa spielen und damit teilweise aus Ländern mit einer höheren Ansteckungsrate kommen.

Die Südamerikaner befürchten, dass diese Spieler unter Quarantäne gestellt werden und somit nicht zur Verfügung stehen könnten. Es gehe um den Schutz der Gesundheit der gesamten Fußballfamilie, schrieb Conmebol. Die Landesverbände hatten sich mit dem Anliegen an den südamerikanischen Dachverband gewandt.

Grand Prix trotz Corona: Weltmeister Hamilton kritisiert Formel 1

Weltmeister Lewis Hamilton hat den planmäßigen Start der Formel-1-Saison im Angesicht der Corona-Krise mit äußerst kritischen Worten hinterfragt. „Ich bin sehr überrascht, dass wir alle hier sind“, sagte der Mercedes-Pilot am Donnerstag vor dem Großen Preis von Australien (Sonntag, 6.10 Uhr MEZ/RTL und Sky) in Melbourne: „Es scheint, als würde der Rest der Welt reagieren. Donald Trump lässt keine Europäer mehr in die USA, die NBA stoppt ihre Saison. Aber die Formel 1 macht weiter.“

Gefragt nach dem Grund, aus dem die Königsklasse am Saisonstart festhält, verwies Hamilton pointiert auf das Geld, um das es in den Verträgen der Formel 1 geht. „Cash is king“, sagte er, „aber ganz ehrlich, ich weiß es nicht.“ Auch sei es in gewisser Weise „schockierend, dass wir zusammen in diesem Raum sind“, sagte er im Rahmen der Pressekonferenz mit Blick auf die dicht an dicht sitzenden Journalisten.

Weitere Covid-19-Fälle im Fahrerlager

Im Formel-1-Fahrerlager von Melbourne ist die Zahl der Coronavirus-Verdachtsfälle auf mindestens fünf gestiegen. Beim US-Rennstall Haas kamen am Donnerstag zwei weitere Mitarbeiter hinzu. Dies berichtete Teamchef Guenther Steiner.

Bei Haas sind damit insgesamt vier Angestellte betroffen. Steiner zufolge handelt es sich um einen Ingenieur und drei Mechaniker. "Wir sollten die Ergebnisse am Nachmittag bekommen", sagte Steiner. Bei McLaren gibt es einen Verdachtsfall. Auch dort wartet man auf Neuigkeiten.

Es handle sich in allen Fällen um Vorsichtsmaßnahmen. Bei den Tests soll herausgefunden werden, ob sich die Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infiziert haben. Es kann die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen. Die Formel 1 plant, am Sonntag den ersten Grand Prix des Jahres auszutragen.

Premier League plant offenbar Geisterspieltag

Die Spiele der englischen Premier League sollen einem Bericht der Zeitung „The Times“ zufolge an diesem Wochenende ebenfalls komplett hinter verschlossenen Türen stattfinden. Das berichtete das Blatt am Donnerstag. Demnach sollen auch Fußball-Ligen unterhalb der höchsten Spielklasse von der Maßnahme im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus betroffen sein.

In Deutschland steht seit Mittwoch fest, dass der 26. Spieltag in der Bundesliga zum Geister-Spieltag wird. Auch in Frankreich wird vorerst ohne Zuschauer gespielt, ebenso in Spanien. In Italien ist der Ligabetrieb vorerst sogar eingestellt.

Vorbereitungsturnier zur Fußball-EM abgesagt

Die Sorge vor der weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat zur Absage eines Vorbereitungsturniers auf die Fußball-Europameisterschaft (12. Juni bis 12. Juli) geführt. Wie der Königliche Belgische Fußballverband (RBFA) am Mittwoch bekannt gab, wurde ein Einladungsturnier in Katar (26. bis 30. März) mit den EM-Teilnehmern Belgien, Vize-Weltmeister Kroatien, Europameister Portugal und der Schweiz „aufgrund der aktuellen Weltlage“ durch das WM-Gastgeberland von 2022 abgesagt.

Katar hatte bis Mittwoch 262 Fälle von Covid-19 gemeldet. Am selben Tag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Krankheit zu einer Pandemie erklärt. Seit Jahresbeginn haben sich mehr als 120.000 Menschen in 113 Ländern infiziert.

Basketballprofi positiv getestet: NBA lässt Spielbetrieb ruhen

Nach dem ersten bestätigten Coronafall in der NBA lässt die nordamerikanische Basketball-Profiliga den Spielbetrieb bis auf Weiteres ruhen. Das gab die Liga bekannt, die Maßnahme tritt am Donnerstag inkraft. „Die NBA wird diese Pause nutzen, um weitere Schritte mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus festzulegen“, hieß es in der Mitteilung.

Zuvor sei ein Profi der Utah Jazz positiv auf die Erkrankung Covid-19 getestet worden, die durch das Virus ausgelöst wird. Laut übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich dabei um den Franzosen Rudy Gobert (27).

Die Liga hatte das Testergebnis unmittelbar vor dem Beginn des Meisterschaftsspiels der Jazz bei Oklahoma City Thunder am Mittwochabend erhalten, die Begegnung wurde daraufhin kurzfristig abgesagt. Der Spieler habe sich nicht in der Arena befunden.

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Juventus-Profi infiziert – Inter Mailand stellt Spielbetrieb ein

Der italienische Fußballclub Inter Mailand stellt als Reaktion auf einen Covid-19-Fall bei Konkurrent Juventus Turin seinen Spielbetrieb bis auf Weiteres ein. Das gab der Traditionsverein in der Nacht zum Donnerstag auf seiner Homepage bekannt. Man unternehme derzeit alle notwendigen Schritte für diese Maßnahme, hieß es in der kurzen Stellungnahme.

Inter begründete die Reaktion mit dem ersten Covid-19-Fall in der Serie A. Der Italiener Daniele Rugani von Juventus Turin war zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden, die Teams hatten am Sonntag gegeneinander gespielt. Rugani saß bei Juves 2:0-Sieg auf der Bank.

Der 25-Jährige zeigt nach Juve-Angaben vom Mittwochabend demnach momentan keine Symptome der Lungenkrankheit. Juventus „setzt derzeit alle gesetzlich vorgeschriebenen“ Vorgaben zur Quarantäne um, teilte der Rekordmeister mit. Das betreffe auch die Personen, die mit Rugani Kontakt hatten. Bei dem Serie-A-Verein steht auch Ex-Nationalspieler Sami Khedira unter Vertrag.

Coronavirus: So können Sie sich vor Ansteckung schützen

  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch, das sie danach wegwerfen. Ist keins griffbereit, halten Sie die Armbeuge vor Mund und Nase. Danach: Hände waschen
  • Regelmäßig und gründlich die Hände mit Seife waschen
  • Das Gesicht nicht mit den Händen berühren, weil die Erreger des Coronavirus über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper eindringen und eine Infektion auslösen können
  • Ein bis zwei Meter Abstand zu Menschen halten, die Infektionssymptome zeigen
  • Schutzmasken und Desinfektionsmittel sind überflüssig – sie können sogar umgekehrt zu Nachlässigkeit in wichtigeren Bereichen führen