Fußball-Ticker

Falscher Spieler mogelt sich ins Training von Hertha BSC

Während der neue Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann am Sonntag mit den Medien sprach, mischte sich Youtuber "Marvin Undercover" unter seine Spieler.

Während der neue Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann am Sonntag mit den Medien sprach, mischte sich Youtuber "Marvin Undercover" unter seine Spieler.

Foto: imago images/Metodi Popow

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Sonntag, den 1. Dezember 2019:

Während Klinsmann-Runde: Youtuber mogelt sich in Hertha-Training

Ein ungebetener Gast hat sich bei Hertha BSC ins Training geschmuggelt. Während der prominente Trainer-Zugang Jürgen Klinsmann mit Medienvertretern am Sonntag nochmals über die 1:2-Niederlage seines neuen Vereins gegen Borussia Dortmund sprach, mischte sich ein junger Mann in original Hertha-Outfit in die Trainingsgruppe.

Da er wie die Profis des Berliner Fußball-Erstligisten neben einem Kapuzenshirt auch eine dunkle Wollmütze trug, wurde er nicht sofort erkannt. Später wurde der falsche Spieler, der offenbar seinen Scherz noch filmen ließ, des Platzes verwiesen. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll es sich bei dem Mann um den Youtuber "Marvin Undercover" handeln, der sich auch bei Hannover 96 schon einmal ins Training eingeschlichen habe.

Messi schießt Barcelona bei Atlético zum Sieg

Lionel Messi hat den FC Barcelona wieder zurück an die Tabellenspitze der spanischen Primera División geschossen. Sein Treffer vier Minuten vor dem Ende bedeutete am Sonntag im Spiel bei Atlético Madrid die Entscheidung zum 1:0 (0:0)-Erfolg. Es war der erste Treffer des argentinischen Superstars im Atletico-Stadion Wanda Metropolitano.

Damit holte sich Barcelona mit 31 Punkten aufgrund der um einen Treffer besseren Tordifferenz die Spitzenposition vom punktgleichen Team von Real Madrid zurück. Die Königlichen hatten tags zuvor mit einem 2:1 (0:0) bei Deportivo Alavés die Top-Position übernommen. Der FC Sevilla folgt mit einem Punkt Rückstand auf Platz drei.

Heftige Pfiffe musste Antoine Griezmann bei strömendem Regen von Anbeginn über sich ergehen lassen. Der französische Weltmeister war erst im Sommer von Atlético zu Barca gewechselt. In nunmehr 19 Ligaspielen hat Atlético nicht mehr gegen Barcelona gewonnen. Die beste Chance, die lange Serie der Erfolglosigkeit seines Teams gegen Barcelona mit einem Treffer zu stoppen, hatte Atlético-Verteidiger Mario Hermoso, der in der 7. Minute mit einem abgefälschten Ball nur den Pfosten traf. Zudem rettete Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen stark gegen Mario Hermoso (20.) und Álvaro Morata (40.).

Dank Videobeweis: Werder beendet seine Krise

Werder Bremen hat auch dank des Videobeweises seine sportliche Krise beendet. Nach acht Bundesliga-Spielen ohne Sieg sorgte ein später Treffer von Milot Rashica am Sonntagabend für einen glücklichen 3:2 (2:1)-Sieg beim VfL Wolfsburg.

Das Siegtor in der 83. Minute war in diesem hochspannenden Nordduell bereits das zweite Tor für den Nationalspieler des Kosovo. Denn bereits in der 13. Minute verhalf ihm ein Eingriff des Videoassistenten zu einem Handelfmeter. Nach einer Stunde intervenierte der Mann in Köln erneut und verhinderte nach einem Abseitstor von Jeffrey Bruma zumindest vorerst das Wolfsburger 2:2.

So wiederholten sich vor 26.012 Zuschauern die Ereignisse: Die zumeist überlegenen Wolfsburger glichen durch Wout Weghorst (36.) und William (73.) zweimal aus – und lagen dann nur kurze Zeit später wieder zurück. Denn Leonardo Bittencourt per Flugkopfball (39.) und erneut Rashica trafen für an diesem Abend hocheffiziente Bremer.

Bei den "Wölfen" blieb somit nur drei Tage nach dem Europa-League-Erfolg in der Ukraine eine starke Energieleistung unbelohnt. Werder dagegen zeigte von der Körpersprache und der Entschlossenheit her genau die benötigte Steigerung gegenüber den vorangegangenen Rückschlägen gegen Freiburg oder Schalke.

4:2 gegen Freiburg: Mönchengladbach stürmt an die Spitze

Borussia Mönchengladbach ist auch nach dem 13. Spieltag Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose sicherte am Sonntag mit dem 4:2 (1:1) gegen Verfolger SC Freiburg den fünften Heimsieg in Serie. Eine Woche vor dem Topduell mit dem FC Bayern München kamen die Gladbacher vor 51.080 Zuschauern im Borussia-Park durch die Treffer von Marcus Thuram (3. Minute), Breel Embolo (46./71.) und Patrick Herrmann (51.) zum verdienten Erfolg. Embolo verschoss zudem einen Strafstoß (49.).

Für die Breisgauer trafen Jonathan Schmid (6.) und Lucas Höler (58.). Freiburg hat mit 22 Zählern nun sechs Punkte Rückstand auf Gladbach.

Merk will 1. FC Kaiserslautern wieder nach oben führen

Der frühere Weltklasse-Schiedsrichter Markus Merk ist mit großer Mehrheit in den neuen Aufsichtsrat des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern gewählt worden. Bei der Mitgliederversammlung am Sonntag verzeichnete Merk 1545 und damit die meisten Stimmen.Aus dem Team des 57-Jährigen erhielten auch Rainer Keßler, Martin Weimer und Jörg Wilhelm von den anwesenden Mitgliedern genügend Stimmen.

In den vergangenen Wochen war der gesamte Aufsichtsrat der Pfälzer aufgrund interner Querelen zurückgetreten. Weiteres Mitglied im Gremium des viermaligen deutschen Meisters ist Fritz Fuchs. Fuchs war nach den zahlreichen Rücktritten in der jüngeren Vergangenheit zuvor bereits nachgerückt und verzichtete trotz großen Drucks am Sonntag darauf, sein Amt niederzulegen.

Interessant wird sein, wie die Gespräche des neuen Aufsichtsrats mit dem potenziellen Investor Flavio Becca verlaufen werden. Angeblich liegt eine gewisse Skepsis vor. Der Luxemburger hatte seinen Einstieg beim FCK aufgrund der Unruhe verschoben, er wollte erst die Neubesetzung des Aufsichtsrats abwarten. Die Mitgliederversammlung hätte eigentlich viel früher stattfinden sollen. Ursprünglicher Termin war der 20. Oktober, wegen der Rücktritte der ehemaligen Aufsichtsräte wurde die Versammlung aber nochmals verschoben.

Wird Flick beim FC Bayern zur Dauerlösung?

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat erstmals eine Weiterbeschäftigung von Trainer Hansi Flick über Weihnachten hinaus angedeutet. „Es ist wichtig, dass wir in ihm einen Trainer haben, der gut zur Mannschaft passt. Ich kann mir vorstellen, dass wir auch über den Winter hinaus mit ihm weitermachen“, sagte Rummenigge einen Tag nach dem 1:2 (1:2) des Rekordmeisters gegen Bayer Leverkusen.

Präsident Herbert Hainer setzt auf die Kompetenz der sportlichen Führung. „Es ist Aufgabe des Vorstandes, die Lage zu beurteilen und dann einen vernünftigen Vorschlag zu machen“, sagte Hainer beim Adventsbesuch des Fanklubs „Die Preußen“ in Ostbevern. Der 65-Jährige schob nach: „Es spielen viele Dinge mit: Wie wollen wir in der Zukunft spielen? Was sind Hansi Flicks Pläne? Dann werden wir sicher zu einer guten Entscheidung kommen.“

Rummenigge findet bei Flick nicht zuletzt an der klaren Strategie Gefallen. „Das Wichtigste ist der Matchplan, die Spielqualität - und die stimmt bei Hansi Flick“, ergänzte der Bayern-Boss am Sonntag: „Wir sind mit ihm sehr zufrieden. Es ist viel Empathie zu spüren und auch eben ein klarer Matchplan.“

Entsprechend hakte Rummenigge die zweite Heimniederlage der Saison schnell ab: „Wir müssen unaufgeregt weitermachen. Wenn wir so spielen, werden wir die nächsten Spiele allesamt gewinnen.“

Am kommenden Sonnabend spielen die Bayern bei Borussia Mönchengladbach. Das Team müsse sich nur den „kleinen Vorwurf“ gefallen lassen, zu viele Chancen ausgelassen zu haben. „Das Tor war wie vernagelt. Wir hatten kein Glück, das muss man akzeptieren. Es ist wichtig, dass wir uns nicht zu sehr aus der Bahn werfen lassen“, sagte Rummenigge.

Unwetter in Frankreich bremst Tuchels Team aus

Wegen heftiger Regenfälle ist das Liga-Spiel zwischen AS Monaco und Paris Saint-Germain für Sonntagabend abgesagt worden. Die Partie, die um 21 Uhr hätte beginnen sollen, finde aufgrund einer Entscheidung der monegassischen Behörden nicht statt, teilte AS Monaco in einer Erklärung am Sonntag mit. Ein Ersatztermin stand demnach noch nicht fest. Die Wettbewerbskommission der französischen Profi-Liga Ligue 1 werde nach einem möglichen neuen Zeitpunkt suchen, hieß es in der Mitteilung.

Wegen starker Unwetter drohten am Sonntag im Südosten Frankreichs Hochwasser und Überschwemmungen. Mehrere Départements waren in erhöhter Alarmbereitschaft. Darunter auch das Département Alpes-Maritimes, das an den Stadtstaat an der Mittelmeerküste angrenzt.

Dresdens Trainer Fiél steht vor dem Aus

Trainer Cristian Fiél von Zweitligist Dynamo Dresden drohen nach der 1:2-Heimniederlage am Sonnabend gegen Holstein Kiel Konsequenzen. Die Sachsen kassierten in den letzten acht Ligaspielen sieben Niederlagen und sind Schlusslicht.

Am Sonntag war Fiél schon nicht mehr dabei, als die Mannschaft sich zum Auslaufen versammelte. Stattdessen soll es laut "Bild"-Zeitung mit Kaderplaner Kristian Walter und Sportchef Ralf Minge eine Krisensitzung gegeben haben.

Fiél selbst hatte nach der Niederlage gegen Kiel nicht mehr viel Selbstvertrauen ausgestrahlt. „Jedes Wort zu diesem Spiel wäre eins zu viel. So eine Leistung ist unentschuldbar, ein komplettes Versagen der Mannschaft“, sagte der frühere Profi und meinte über seine Zukunft: „Was jetzt passiert, muss man abwarten.“

Der 39-Jährige war von 2010 bis 2015 Profi-Kicker bei Dynamo und arbeitete im Anschluss als Jugendtrainer beim Traditionsclub. Nach einer Phase als Interimstrainer wurde er nach der Beurlaubung von Maik Walpurgis im Februar 2019 selbst Cheftrainer.

Arsenal holt nur ein Remis bei Ljungberg-Debüt

Zwei Tage nach der Trennung von Trainer Unai Emery hat der FC Arsenal auch das erste Spiel unter Interimscoach Freddie Ljungberg nicht gewinnen können. Die Gunners kamen am Sonntag beim Aufsteiger Norwich City nicht über ein 2:2 (1:2) hinaus. Im Stadion Carrow Road erzielte Pierre-Emerick Aubameyang die Treffer für die Londoner per Strafstoß (29. Minute) und nach einer Ecke von Mesut Özil (57.). Norwich war zuvor durch den früheren Schalker Teemo Pukki (21.) und Todd Cantwell (45.+2) zweimal in Führung gegangen.

Die Mannschaften zeigten am 13. Spieltag eine unterhaltsame, offensiv geführte Partie mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Bevor der Ex-Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang nach einem Handspiel von Christoph Zimmermann den fälligen Strafstoß zum Ausgleich versenkte, hatte Norwich-Towart Tim Krul einen Schuss des Gabuners pariert. Weil einige Norwich-Profis zu früh in den Strafraum gelaufen waren, wurde der Handelfmeter nach Videobeweis jedoch wiederholt. In der turbulenten Schlussphase lieferten sich die Teams einen offenen Schlagabtausch, doch es blieb beim gerechten Unentschieden.

In der Premier-League-Tabelle liegt Arsenal abgeschlagen auf dem achten Platz und hat sieben Punkte Rückstand auf Platz vier, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Das Remis in Norwich war bereits das achte Pflichtspiel hintereinander ohne Sieg für die Londoner, bei denen der deutsche Ex-Nationalspieler und frühere Gunners-Verteidiger Per Mertesacker erstmals als Co-Trainer auf der Bank saß. Norwich City ist mit elf Punkten Vorletzter.

Juventus muss Inter Mailand passieren lassen

Rekordmeister Juventus Turin hat die Tabellenführung in der Serie A verloren. Die Alte Dame kam am Sonntag nicht über ein 2:2 (1:1) gegen Sassuolo Calcio hinaus und ließ überraschend zwei Punkte liegen. Inter Mailand nutzte die Gunst der Stunde und zog mit einem 2:1 (2:0) gegen SPAL Ferrara vorbei. Leonardo Bonucci (20.) und Cristiano Ronaldo (68., Foulelfmeter) schossen die Tore für Juve, das wie schon in der Champions League unter der Woche mit dem fünfmaligen Weltfußballer Ronaldo in der Startformation angetreten war.

Jeremie Boga (23.) hatte das zwischenzeitliche 1:1 für den Gast erzielt, Francesco Caputo (47.) Sassuolo ihn sogar in Führung gebracht. In der Startelf der Turiner stand auch Nationalspieler Emre Can, während Rio-Weltmeister Sami Khedira nicht zum Kader gehörte. Can wurde allerdings in der 53. Minute ausgewechselt.

Lautaro Martínez brachte Inter vor der Pause mit einem Doppelpack in Führung (16. und 41.). Mattia Valoti gelang nur noch der Anschlusstreffer (50.).