Fußball-Ticker

Zlatan Ibrahimovic mit klarer Botschaft an Europas Clubs

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Mittwoch, den 13. November 2019:

Zlatan Ibrahimovic: Rückkehr nach Mailand?

Schwedens eigenwilliger und alternder Superstar Zlatan Ibrahimovic (38) hat sich von MLS-Klub Los Angeles Galaxy verabschiedet, aber eine Fortsetzung der Karriere angedeutet. „Ich kam, ich sah, ich eroberte“, schrieb der 38-Jährige auf Twitter. „Ihr wolltet Zlatan, ich gab euch Zlatan. Gern geschehen. Die Geschichte geht weiter.“ In zwei Spielzeiten gelangen Ibrahimovic 53 Treffern in 58 Partien. Laut Medienberichten ist eine Rückkehr nach Europa möglich, der SSC Neapel mit dem ehemaligen Bayern-Coach Carlo Ancelotti soll interessiert sein. Aber auch seine Ex-Clubs Inter Mailand und AC Mailand sollen an einer kurzfristigen Beschäftigung Interesse haben.

Drastische Sperre für Abraham nach Bodycheck gegen Streich

David Abraham wird in diesem Jahr nicht mehr für Eintracht Frankfurt auflaufen. Das DFB-Sportgericht hat den 33 Jahre alten Argentinier für seinen Bodycheck gegen Freiburg-Trainer Christian Streich bis zum 29. Dezember gesperrt. Die Hinrunde ist für den Kapitän somit gelaufen.

Zudem wurde Abraham wegen seiner „Tätlichkeit gegen den Gegner“ mit einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro belegt. Die Eintracht hat allerdings bereits Einspruch gegen das Urteil eingelegt. "Damit wollen wir David die Möglichkeit geben, sich im Rahmen eines mündlichen Verhandlungstermins vor dem DFB-Sportgericht persönlich zu dem Geschehen in Freiburg zu äußern“, teilte der Club mit.

Abraham hatte in der Nachspielzeit des Spiels in Freiburg am Sonntag (0:1) Streich zu Boden gecheckt und dafür von Schiedsrichter Felix Brych (München) die Rote Karte gesehen. Anschließend war es zwischen Abraham und dem Freiburger Vincenzo Grifo zu einem Handgemenge gekommen, für das der bereits ausgewechselte Grifo ebenfalls Rot sah. Grifo wurde am Mittwoch für drei Spiele gesperrt.

Holt der FC Bayern Guardiola zurück?

Plant der FC Bayern eine spektakuläre Rückholaktion von Trainer Pep Guardiola? Der vertraglich bis 2021 an Manchester City gebundene Star-Coach genießt höchstes Ansehen bei den Münchnern. „Er ist ein fantastischer Trainer“, sagt Aufsichtsrat Edmund Stoiber der "Sport Bild".

Nach dem Ende der Amtszeit von Niko Kovac hat Hansi Flick „bis auf Weiteres“ die Verantwortung des Starensembles übertragen bekommen. Die Bosse zeigten sich mit der Arbeit des langjährigen Assistenten von Joachim Löw sehr zufrieden.

Zuletzt war vor allem über Erik ten Hag (Ajax Amsterdam/Vertag bis 2022) und Thomas Tuchel (Paris Saint-Germain/2021) als zukünftige Kandidaten für den Trainerposten beim FC Bayern spekuliert worden. Die „Sport Bild“ schrieb, dass auch der Name Guardiola gefallen sei.

Hinrunden-Aus für Bremens Toprak

Von seiner Verpflichtung versprachen sich Bremens Club-Bosse mehr Stabilität in der Abwehr. Doch Ömer Toprak tritt in seinen ersten Monaten an der Weser vor allem wegen seiner Verletzungsprobleme ins Rampenlicht. Nun wird der Innenverteidiger wegen einer Muskel-Sehnenverletzung in der Wade die restliche Hinrunde pausieren müssen.

Damit bleibt Toprak der große Pechvogel. Erst vor Kurzem war er nach Wadenproblemen zurückgekehrt, die nun wieder aufgebrochen sind. Deshalb musste Toprak am Sonntag in Mönchengladbach (1:3) auch kurz vor dem Anpfiff passen. „Es ist extrem unglücklich und bitter, dass uns Ömer erneut lange fehlen wird“, sagte Trainer Florian Kohfeldt. „Wir werden alles dafür tun, dass er wieder topfit wird, müssen aber leider bis zum Jahresende auf ihn verzichten.“

Kölner Bosse verhandeln mit Dardai

Der frühere Hertha-Trainer Pal Dardai soll der Wunschkandidat für den vakanten Trainerposten beim 1. FC Köln sein. Der "Berliner Kurier" berichtet, dass der derzeitige Kölner Interims-Sportchef Frank Aehlig zusammen mit Geschäftsführer Alexander Wehrle bereits in Berlin gewesen sei, um mit Dardai sowie der Hertha-Geschäftsführung zu verhandeln.

Der Rekordspieler der Berliner hatte sein Amt zum Ende der vergangenen Saison abgeben müssen – eigentlich sollte er im kommenden Jahr wieder als Nachwuchstrainer bei seinem langjährigen Club einsteigen.

Schon nach der Entlassung von Ex-Trainer Markus Anfang im April dieses Jahres wurde Dardai als neuer FC-Coach gehandelt. Letztlich entschieden sich die Club-Bosse aber für Achim Beierlorzer, der nun beurlaubt wurde.

HSV-Ligarivale Aue zwei Spiele ohne Rotsünder

Erzgebirge Aue, Rivale des HSV in der Zweiten Liga, muss in den kommenden Wochen auf Jan Hochscheidt verzichten. Das DFB-Sportgericht verurteilte den 32-Jährigen zu einer Sperre von zwei Spielen, nachdem er am vergangenen Montag im Ligaspiel beim Karlsruher SC (1:1) wegen rohen Spiels die Rote Karte gesehen hatte. Hochscheidt hatte in der Partie auch das Führungstor für den derzeitigen Liga-Fünften erzielt.

DFB-Training: Verletzter Stark bleibt im Hotel

Mit 21 Spielern seines Kaders hat Bundestrainer Joachim Löw die Vorbereitung auf die letzten beiden Spiele in der EM-Qualifikation fortgesetzt. Lediglich Niklas Stark fehlte bei der Übungseinheit der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch in Düsseldorf. Der Berliner Innenverteidiger absolvierte nach seinem Nasenbeinbruch Kraft- und Koordinationsübungen im Hotel. Ob Stark am Sonnabend (20.45 Uhr/RTL) in Mönchengladbach gegen Weißrussland seine Länderspielpremiere geben kann, ist weiterhin offen.

Jonathan Tah und Suat Serdar absolvierten am Mittwoch wegen leichter muskulärer Probleme ein Lauftraining auf dem Rasen der Arena von Fortuna Düsseldorf. Ein möglicher Einsatz des Duos steht derzeit aber nicht infrage, wie der DFB mitteilte. Nieselregen und niedrige Temperaturen beeinflussten das Training nicht, da das Dach der Arena geschlossen war.

David Villa kündigt seinen Rücktritt an

Der spanische Welt- und Europameister David Villa hat seinen Rücktritt als Profi angekündigt. Ende Januar will der 37-Jährige seine erfolgreiche Karriere zum Saisonende der japanischen J-League bei Vissel Kobe beenden. „Nach 19 Jahren als Profi habe ich beschlossen, zum Ende der Saison mit dem Fußball aufzuhören“, teilte der Teamkollege von Lukas Podolski am Mittwoch via Instagram mit. „Ich danke allen Teams, Trainern und Mannschaftskollegen, die dazu beigetragen haben, dass ich so eine traumhafte Karriere erleben durfte“, schreibt Villa.

Der frühere Torjäger des FC Barcelona, der mit Spanien 2008 Europameister wurde und zwei Jahre später den WM-Titel gewann, hatte bereits am Dienstag angekündigt, zusammen mit weiteren Investoren einen Fußball-Club in New York gründen zu wollen. Demnach wird der Queensboro FC ab 2021 in der USL Championship auflaufen. „Ich bin stolz, Teil dieses Projekts zu sein. Profifußball in die vielfältige Gemeinschaft von Queens zu bringen, ist eine aufregende und einzigartige Gelegenheit“, sagte Villa.

Dann würde Nagelsmann Werner zu Wechsel raten

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann würde Nationalstürmer Timo Werner gegebenenfalls zu einem Wechsel raten. „Ich habe schon vielen Spielern geraten, die Eheringe mit dem aktuellen Club abzuziehen und mit einem Verein neu anzustecken“, sagte der 32-Jährige der "Sport Bild". „Das würde ich bei Timo Werner auch so machen, sollte er sich noch deutlich schneller weiterentwickeln als wir mit RB Leipzig.“

Werner hatte vor der laufenden Saison seinen Vertrag in Leipzig bis 2023 verlängert, obwohl lange über einen Transfer spekuliert worden war. Vor allem der FC Bayern stand damals hoch im Kurs. Mittlerweile überzeugt Werner für RB wieder auf ganzer Linie und kommt auf bislang 15 Tore in 17 Pflichtspielen. „Timo hat sich im Kombinationsspiel verbessert. Er hatte oft am linken Flügel geparkt und Umschaltmomente kreiert“, so Nagelsmann: „Jetzt bewegt er sich zwischen den Räumen und ist schwerer auszurechnen.“

Derby-Held Gikiewicz erhält Angebot von Sicherheitsfirma

Union-Torhüter Rafal Gikiewicz ist nach seinem beherzten Eingreifen beim Bundesliga-Derby gegen Hertha BSC auch in anderen Branchen gefragt. „Eine polnische Sicherheitsfirma hat mir einen Werbevertrag angeboten“, sagte der Torhüter der polnischen Nationalmannschaft der „Sport Bild“. Gikiewicz hatte sich nach dem 1:0-Erfolg seines Teams den Ultras auf dem Feld entgegen gestellt und mit einigen Teamkollegen einen Platzsturm verhindert.

Für Gikiewicz war das Einschreiten „mehr ein Impuls“, der 32-Jährige ist von Derbys in seinem Heimatland ganz andere Sachen gewohnt. „Das ist deutlich schlimmer als in Deutschland. Das ist krank.“

Ob Gikiewicz das Angebot annimmt, blieb zunächst unklar. Eine spätere Karriere in diesem Bereich schließt er aber aus. Der Torhüter hat sich auf den Kauf von Wohnungen spezialisiert. „Damit möchte ich dafür sorgen, dass meine Kinder später keine finanziellen Schwierigkeiten bekommen“, sagte der Familienvater.